Hugendubel.de - Das Lesen ist schön

Warenkorb

€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei

Im Wald

Kriminalroman. 'Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi'.
Sofort lieferbar
Buch (gebunden)
Buch

22,00*

inkl. MwSt.
Produktdetails

Titel: Im Wald
Autor/en: Nele Neuhaus

ISBN: 3550080557
EAN: 9783550080555
Kriminalroman.
'Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi'.
Ullstein Verlag GmbH

Oktober 2016 - gebunden - 560 Seiten

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. 
Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. 
Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. 
Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. 
Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. 
Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf? 

Nele Neuhaus fängt die trügerische Dorfidylle Rupperthains ein, in der das Ermittlerduo in ihrem achten Fall ermittelt. 
Der neue Bücher Bestseller der bekannten Krimi-Autorin schafft durch die Beschreibung von Originalschauplätzen und der Skizzierung des Dorflebens eine dichte Atmosphäre. 
Die Verbrechen erschüttern diese Idylle und werden in diesem Buch zu Bodensteins persönlichstem Fall. 
Mit dem Taunus-Krimi landet die deutsche Schriftstellerin erneut auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten.


Nele Neuhaus, geboren in Münster / Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman Schneewittchen muss sterben brachte ihr den großen Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde-Jugendbücher und, unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg, Unterhaltungsliteratur. Ihre Bücher erscheinen in über 30 Ländern. Vom Polizeipräsidenten Westhessens wurde Nele Neuhaus zur Kriminalhauptkommissarin ehrenhalber ernannt.

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch

Tragen Sie Ihre E-Mail- Adresse ein, und bleiben Sie kostenlos informiert:
Im Wald
Taschenbuch
von Nele Neuhaus
Im Wald
- 31% **
eBook
von Nele Neuhaus
Print-Ausgabe € 22,00
Selfies
- 13% **
eBook
von Jussi Adler-O…
Print-Ausgabe € 23,00
Im Wald
- 17% **
Hörbuch Download
von Nele Neuhaus
CD-Preis € 22,99

Mehr aus dieser Reihe

zurück
Die Lebenden und die Toten
Buch (gebunden)
von Nele Neuhaus
vor
Bewertungen unserer Kunden
Mord verjährt nicht- Schuldgefühle auch nicht
von Miss Marple - 11.12.2016
Ein brennender Wohnwagen ruft Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander in den nahegelegenen Wald von Ruppertshain. Noch glauben sie an die Tat eines Feuerteufels, der leerstehende Gebäude in der Gegend anzündet. Jedoch ist diesmal ein Mensch ums Leben gekommen. Als bald weitere Morde folgen, steht schnell fest, dass hier mehr dahintersteckt, zumal sich auch eine Spur zu einem Vermisstenfall auftut, der mehr als vierzig Jahre zurückliegt. Dieser Fall, der Bodensteins vorerst letzter sein soll- er nimmt ein sogenanntes Sabbatjahr- führt ihn von der Gegenwart tief in seine eigene Vergangenheit, zurück in seine Kindheit, als sein bester Freund Artur plötzlich verschwindet. Artur, Sohn einer russischen Aussiedlerfamilie, wird im Dorf von den Gleichaltrigen schikaniert und Bodenstein hat versprochen, gut auf ihn aufzupassen. Arturs Verschwinden und der gleichzeitige Verlust des zahmen Fuchses, den Bodenstein über alles vermisst, stürzt den Jungen in eine tiefe Krise, die durch die Ereignisse in der Gegenwart wieder an die Oberfläche seiner Gefühlswelt gedrängt wird. Der Autorin gelingt es, den Leser hier tief in die Psyche Bodenstein schauen zu lassen, gemeinsam mit ihm Gefühle zu erleben, die er vorher an sich nicht kannte, wie Hass oder Rachsucht. Da Bodenstein durch die gemeinsame Kindheit zu nahe an den Verdächtigen steht, übernimmt Pia Sanders die Ermittlungen. Bodenstein selbst versucht die schon erkaltete Spur in die Vergangenheit wieder aufzunehmen. Seine eigenen Schuldgefühle treiben ihn an. Der Roman benötigt diesmal in meinen Augen erst eine gewissen "Anlaufzeit". Nicht ganz einfach ist es am Anfang, der Vielzahl von aufgeführten Namen zu folgen. Aber da hilft ein vorangestelltes Personenregister sehr gut. Bald nimmt die Handlung aber Fahrt auf und führt den Leser auf alten und neuen Spuren durch den Taunus ohne an Spannung zu verlieren, manchmal glaubt man, die Ermittler sind so nah dran, dann tut sich ein neuer Weg auf. Natürlich fragt sich Leser der Reihe am Ende, wie es mit Bodenstein weitergehen wird. Da werden wir uns in Geduld fassen müssen und abwarten, was die Autorin vorhat.
komplex, aber rund
von coffee2go - 08.11.2016
Kurze Inhaltszusammenfassung: Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln in Ruppertshain, einem ansonsten idyllischen Dörfchen, in dem plötzlich mehrere mysteriöse Morde hintereinander erfolgen. Für Oliver ist es diesmal doppelt schwierig, da er selbst involviert ist und auch daran erinnert wird, wie vor über 40 Jahren sein damals bester Freund Arthur und sein Hausfuchs spurlos verschwunden sind. Im Dorf herrscht seitdem Schweigen über die Geschichte, die bis jetzt nicht aufgeklärt wurde. Meine Meinung zum Buch: Mir sind die beiden Ermittler Oliver und Pia schon sehr ans Herz gewachsen, da ich auch die vorigen Krimis der Serie gelesen habe, daher hoffe ich, dass Oliver nach seinem Jahr Auszeit wirklich wieder zurückkommt und nicht spurlos verschwindet. Obwohl mir Pia in diesem Teil auch sympathischer geworden ist, aber von ihr hat mir gefehlt, dass sehr wenige persönliche und private Dinge eingeflossen sind. Sehr gut gefallen hat mir, dass das Verschwinden von Arthur und Maxi nach über 40 Jahren wieder aufgerollt wurde und Oliver nun endlich Gewissheit hat. Ich finde auch die Verknüpfung der Ereignisse von damals mit heute und die Tatsache, dass wieder dieselben Personen involviert sind, super umgesetzt. Wenn man genauer hinterfragt, weiß in dem Dörfchen eigentlich doch jeder einen Teil der Ereignisse und somit kann man die Wahrheit dahinter wie ein Puzzle zusammenbauen. Wer als TäterIn infrage kommt, ist auch kaum zu erraten, hier hat uns die Autorin von einer falschen Fährte zur nächsten gelockt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass diesmal wirklich viele Charakter vorgekommen sind, teilweise auch nur als Randfiguren, dies war für mich teilweise schon recht komplex und ich musste kurz nachschlagen. Dies wäre sicher auch einfacher und unkomplizierter möglich gewesen. Trotzdem hatte ich während der 553 Seiten nie das Gefühl, dass mir langweilig wird. Titel und Cover: Das Cover finde ich diesmal sehr gelungen. Die Farbgestaltung gefällt mir und als Highlight der rote Fuchs passt optisch perfekt und zudem spielt der Fuchs auch inhaltlich eine bedeutende Rolle. Der Titel "Im Wald" ist sehr allgemein und verrät wenig über den Inhalt des Krimis. Mein Fazit: Wieder ein sehr umfangreicher, spannender und mordreicher Krimi mit dem erfolgreichen Ermittlerteam rund um Oliver und Pia. Hoffentlich nicht der letzte gemeinsame Fall von Pia und Oliver.
Im Wald
von Gelinde - 17.10.2016
Im Wald, von Nele Neuhaus Cover: Passend zum Buch, eine diffuse Szene in einem Wald. Mit einem Fuchs, der in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt. Inhalt: Mitten in der Nacht geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Schnell wird klar, dies war ein Mord. Als kurz darauf eine alte Frau im Hospiz erdrosselt wird (obwohl sie nur noch ein paar Tage zu leben hat) wird Kommissar Oliver von Bodenstein schnell klar, dass diese Verbrechen in die Vergangenheit führen. Die Ermittlungen führen Pia Sander und ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwunden ist. Und es bleibt nicht bei den beiden Toten. Das Misstrauen im Ort wird immer größer, denn bald ist allen klar, es ist einer aus unserer Mitte! Werden die Bewohner ihr Schweigen brechen? Meine Meinung: Eine unglaubliche Geschichte . Die Autorin versteht es meisterhaft die verschiedenen Situationen darzustellen, vom ersten Schweigen, zum entsetzten Erkennen, die Verstrickungen der Schuldgefühle und die draus resultierenden falschen Schlussfolgerungen und Handlungen. Gekonnt werden falsche Fährten gelegt und nicht nur einmal denke ich mir als Leser, "ah ja, jetzt kristallisiert sich der Mörder heraus" um dann wieder zu erkennen, nein das ist doch wieder eine Sackgasse. Dabei ist die Handlung atemberaubend, rasant und wunderbar emotional, das ein oder andere mal stellen sich die Nackenhaare auf. Vor allem, als wir so nach und nach die Abgründe erfassen, die in den einzelnen Familien oder der sogenannten "Dorfgemeinschaft" herrschen. Einzig der Einstieg ist nicht ganz so leicht, sind es doch sehr viele Personen die agieren, und trotz Personenregister am Anfang (das ich immer wieder aufgesucht habe), ist es nicht leicht den Überblick zu behalten. Das Ermittlerduo ist perfekt aufeinander abgestimmt und die menschliche Seite kommt nicht zu kurz, überdeckt die Kimihandlung aber auch nicht - einfach perfekt. Auch wenn dies der 8.Band aus einer Reihe ist, kann man ihn super ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich war es auch der erste Fall aus dieser Reihe (aber bestimmt nicht der letzte). Autorin: Nele Neuhaus, schreibt praktisch seit ihrer Kindheit. 2010 gelang ihr der große Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimi Autorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde- und Jugendbücher unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg. Mein Fazit: Ein überaus spannend und atemberaubender Krimi. Es bleibt nicht bei zwei Leichen und der Mörder ist sehr kaltblütig und für ihn scheint ein Menschenleben nicht zu zählen. Mit überraschenden Wendungen und starken Protagonisten. Von mir 5 Sterne.
Dörfliche Intrigen
von anyways - 21.12.2016
Vor fünfundvierzig Jahren verschwanden im kleinen Örtchen Ruppertshain, das zahme Füchschen von Oliver von Bodenstein und auch sein bester Freund. Der elfjährige Arthur und seine Familie hatten es in dem kleinen Örtchen nicht leicht, nicht nur das sie Zugewanderte waren, sondern erschwerend kam hinzu, dass sie aus der Sowjetunion hierher in den Taunus zogen. Die eingeschworene Dorfgemeinschaft kannte keine Gastfreundschaft, und nur Oliver und ein weiterer Junge freundeten sich mit Arthur an. Da auch die Kinderclique, zu der einst Oliver gehörte, Arthur bei jeder Gelegenheit mobbte und verprügelte, hat sich Oliver zu Aufgabe gemacht immer auf ihn aufzupassen. Bis zu diesem einen verhängnisvollen Abend. Ein Tag an dem er Arthur nicht nach Hause begleitete. Arthur blieb verschwunden und auch die zögerliche und viel zu spät eingeleitete Suche nach dem Verschwundenen brachten keine Gewissheit. Oliver von Bodenstein muss sofort an sein junges Ich denken, als im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen zur Explosion gebracht wird. Die damaligen Ereignisse sind sofort wieder präsent als sich dann noch herausstellt das es ein Opfer gibt und dieses ein ehemaliger Schulkamerad von Oliver ist. Kann er sowohl das heutige als auch das damalige Verbrechen aufklären? Seine Kollegin Pia ist davon jedenfalls nicht sehr überzeugt, denn sie hält Oliver für zu befangen. Ich ahnte schon das dieser Fall sehr verzwickt sein würde, denn schon auf den ersten Seiten präsentiert uns Nele Neuhaus sowohl ein Landkarte vom kleinen Örtchen mit allen aufgezeichneten Wohnorten der jeweiligen Beteiligten als auch eine Legende über die wichtigsten Personen. Und diese ist nicht kurz. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Großteil der damaligen Schulkameraden untereinander in der Zwischenzeit verheiratet oder zu mindestens verschwägert ist. Ich muss zugeben, dadurch habe ich mehrmals den Faden verloren und konnte der Geschichte nicht ganz so aufmerksam folgen. Gefallen hat mir aber die Beschreibung der dörflichen Gemeinschaft die wirklich alles bietet von Liebe, Verrat, Intrigen und sonstige menschliche Abgründe. Ein psychologisch ausgereiftes Ränkespiel hat die Autorin da entworfen. Die Aufklärung schlussendlich fand ich jetzt nicht ganz so spektakulär, vielleicht, weil ich mich mehrmals revidieren musste, bezüglich meiner Täteridentifizierung. Die Banalität, weswegen gemordet wurde ist verstörend und erschreckend. Fazit: Ein sehr spannender Krimi der aber sehr viel Aufmerksamkeit erfordert.
Wenn ein ganzes Dorf schweigt
von Wortschätzchen - 23.11.2016
Im Wald bei Ruppertshain brennt ein Wohnwagen. Bodenstein und Sander ermitteln nun wegen Brandstiftung und Mord. Als dann noch eine alte, sterbenskranke Frau ermordet wird, die Bodenstein persönlich kannte, wird er ins Jahr 1972 geführt, das Jahr, in dem sein bester Freund Artur verschwand und auch sein zahmer Fuchs Maxi. Dass nach mehr als 40 Jahren dieses und andere Geheimnisse wieder hochgeholt werden, scheint jemanden im Ort zu stören und es kommt zu immer weiteren Vorfällen, die Bodenstein an den Rand seiner Kräfte führen ¿ An manchen Stellen zog sich das Buch ein wenig, obwohl - oder gerade weil - sehr viel mehr als nur ein Krimi in diesen vielen Seiten steckt. Die Protagonisten haben sich weiterentwickelt in den acht Fällen und auch der private Bereich wird angesprochen. So ist dies wohl Bodensteins (vorerst?) letzter Fall und es darf gespannt darauf gewartet werden, wie sich Pia schlagen wird. Im aktuellen Fall jedoch kommt sehr viel Persönliches aus der Kindheit von Bodenstein vor, das mir doch sehr naheging. Die Zeit der 1970er Jahre war im Vergleich zu heute deutlich anders und man kann nur staunen, was eine Dorfgemeinschaft zu verschweigen weiß. Auch wenn dies nur ein Roman ist - er ist gar nicht so weit von der Wahrheit weg. Da ist man froh, dass gewisse Dinge heute zum Glück nicht mehr so geschehen könnten. Dennoch fragt man sich, wieso jeder alles weiß und nur Bodenstein von all den Vorgängen nichts mitbekommen hatte. Nele Neuhaus hat es geschafft, in großen Bögen Zusammenhänge herzustellen, die so nicht vom Leser geahnt werden können. Dennoch sind sie plausibel und stimmig in sich. Es fällt nicht schwer, sich die Ruppertshainer vorzustellen. Allerdings wird der Leser mit extrem vielen Personen konfrontiert, wodurch man doch leicht den Überblick verlieren kann, trotz des Personenregisters am Anfang des Buches. Davon abgesehen liest sich der Stil von Nele Neuhaus sehr gut. Keine zu detaillierten Fachreden, kein extremer Jugendslang, kein überheblicher Erzähler - einfach ein Buch, das dem Leser das Gefühl gibt, am Rande zu stehen und alles selbst mit ansehen zu können. Man darf gespannt sein, wie die Serie weitergeht. Von mir für "Im Wald" vier Sterne!
Schwer zu durchschauen, aber absolut fesselnd
von Lilli33 - 23.10.2016
Inhalt: Oliver von Bodenstein will ein Sabbatjahr einlegen, um sich um seine kleine Tochter Sophia zu kümmern und mal von der Ermittlungsarbeit abschalten zu können. Ausgerechnet sein letzter Fall betrifft ihn ganz persönlich. So hängt die offizielle Ermittlungsarbeit zu großen Teilen an Pia Sander, ehemals Kirchhoff. Meine Meinung: Sehr schön fand ich gleich die Karten vorne im Buch, womit man ein gutes Bild davon bekommt, in welchem Umfeld sich die Geschichte abspielt. Es folgt ein zweiseitiges Personenverzeichnis. Das hat mich schon mal stutzig gemacht. Das sind extrem viele involvierte Personen für einen Kriminalroman, und so kam es dann auch, dass ich öfter mal kleine Probleme hatte, den ein oder anderen richtig einzuordnen. Viele sind ehemalige Schulkameraden von Oliver von Bodenstein bzw. deren Familienangehörige, davon wieder einige miteinander verheiratet oder verschwägert, zum Teil auch schon wieder geschieden. So sind die Beziehungen der Personen untereinander nur mit viel Konzentration nachzuvollziehen, denn man will ja den Lesefluss nicht ständig durch Nachschlagen unterbrechen. Dies erschwert die Suche nach dem Täter für den Leser allerdings ziemlich. Aber auch die Polizei hat offensichtlich ihre Probleme damit und tappt lange Zeit im Dunkeln. Nele Neuhaus gelingt es auf jeden Fall mit Leichtigkeit, einen auf die falsche Fährte zu locken. Manchmal geschieht das allerdings, indem sie einfach eine Tatsache aus dem Hut zaubert, mit der niemand rechnen konnte. Wer nun hinter den ganzen Taten steckt, bleibt bis zum Schluss ein Rätsel. Trotzdem kann man im Nachhinein sagen, wenn man die Indizien als solche erkannt hätte, hätte man früher draufkommen können. Aber die Fakten waren einfach zu gut getarnt. Der Schreibstil ist, wie von Nele Neuhaus gewohnt, sehr flüssig und lebendig. Viele Dialoge sorgen für ein Schmunzeln, vor allem wenn Pias Exmann, der Gerichtspathologe Henning Kirchhoff, mitmischt. Auch der neue Kollege Tariq Omari sorgt für frischen Wind im K11. "Im Wald" ist zwar schon der 8. Teil dieser Reihe. Man kann ihn aber unabhängig von den anderen Bänden lesen. Der Fall ist abgeschlossen. Interaktionen zwischen den regelmäßig beteiligten Personen werden nebenbei eingeflochten, sodass man alle nötigen Infos hat. Fazit: Dieser Kriminalroman grenzt mit seinen vielen Toten schon fast an einen Thriller, Spannung ist auch genügend vorhanden. Wer sich nicht von einer Unmenge an beteiligten Personen abschrecken lässt, sollte dieses Buch nicht verpassen. Die Reihe: 1. Eine unbeliebte Frau 2. Mordsfreunde 3. Tiefe Wunden 4. Schneewittchen muss sterben 5. Wer Wind sät 6. Böser Wolf 7. Die Lebenden und die Toten 8. Im Wald
Wenn einen die Vergangenheit einholt
von Nalik - 17.10.2016
Wieder mal enttäuscht Nele Neuhaus einen nicht. In ihrem neuesten Krimi lässt sie Bodenstein mit seiner Vergangenheit abschließen bevor dieser sein Jahr Auszeit im K11 nimmt. Ein explodierender Wohnwagen und eine Reihe anderer Morde die allesamt mit Bodensteins Bekannten zu tun hat führen einen ziemlich schnell durchs Buch, lassen keine Langeweile aufkommen und man ertappt sich öfters dabei zu meinen auf der richtigen Spur zu sein um Seiten später doch wieder herauszustellen dass dem nicht so ist. Sehr gut finde ich, dass Neuhaus an dem Anfang des Buches eine Liste mit den ganzen Personen, die im Buch vorkommen gestellt hat, denn bei der Masse an Namen verliert man doch mal schnell den Überblick. Was für mich ein minimaler Kritikpunkt am Buch ist sind die ewig nicht enden wollenden Kapitel, aber das ist einfach Geschmackssache und ich persönlich mag es lieber etwas kürzer. Abschließend bleibt nur zu sagen, dass mich das Buch mal wieder voll und ganz überzeugt hat und ich sehr gespannt bin, ob Bodenstein wieder ins Team zurück kehrt.
Ein Dorf voller Heuchler
von Xirxe - 31.10.2016
Mitten im Taunus brennt ein Wohnwagen ab, in dem man nach dem Löschen des Brandes eine völlig verkohlte Männerleiche findet. Ein Unfall? Nachdem kurz danach die Besitzerin des Wohnwagens ermordet aufgefunden wird, die auch die Mutter des Toten ist, ist klar, dass zwischen den beiden Todesfällen ein Zusammenhang besteht. Pia Sander und Oliver von Bodenstein, der im nahegelegenen Ruppertsheim aufgewachsen ist und mittlerweile dort wieder lebt, beginnen zu ermitteln. Für ihn werden es Begegnungen mit Menschen aus seiner Vergangenheit, an die er nicht nur die besten Erinnerungen hat... Obwohl es in diesem Buch mehr als genug Tote und Schwerverletzte gibt, spielt das Privatleben von Bodenstein eine mindestens ebenso große Rolle wie der Krimi. Was auch daran liegt, dass sich in der Vergangenheit in Ruppertsheim etwas ereignete, über das niemand sprechen möchte, aber wohl mit den Verbrechen in Verbindung steht. Eigentlich könnte das Alles einen schönen Hintergrund für einen spannenden Krimi darstellen, aber dieses Dorf mit seinen BewohnerInnen nimmt leider etwas überhand. 35 Personen sind es dort, die eine mehr oder weniger gewichtige Rolle spielen und zudem auch alle irgendwie miteinander verbandelt sind: Schwager, Schwester, Tochter, FreundIn, Schwarm.... Es gibt zwar zu Beginn des Buches eine Übersicht, die aber bedauerlicherweise nur bedingt hilfreich ist. Denn viele der Figuren bleiben ziemlich blass, sodass ich an manche schon jetzt keine Erinnerung mehr habe. Dazu kommen noch 14 KollegInnen des Morddezernats und neun weitere, die zur Verwandschaft gehören - 58 Personen (!). Womit ich ebenfalls etwas Probleme hatte, war die Darstellung des Dorfes. In Schneewittchen muss sterben war es Sulzbach, in dem sich die BewohnerInnen gegenseitig an Heuchelei und Bösartigkeiten kaum überbieten konnten; jetzt in Ruppertsbach ist es noch schlimmer. Während nach außen die Fassaden der glücklichen Familien aufrecht gehalten werden, sind die einzelnen Mitglieder größtenteils zerfressen vor Neid, Wut und Zorn und geben dies als Eltern durch entsprechende Erziehungsmaßnahmen 1:1 an den eigenen Nachwuchs weiter - wer diese Scheinheiligkeit nicht ertragen kann und die Möglichkeit hat, zieht weg. Bodenstein, der die meisten BewohnerInnen noch aus seiner Kindheit kennt, ist mit seiner aufrichtigen und ehrlichen Art tief erschüttert und getroffen - so viel Bosheit und er hat nichts geahnt. Richtig glaubwürdig wirkt das Alles nicht... Die Lösung des Falles kam für mein Gefühl dann ziemlich hopplahopp. Zwar gab es weder logische Brüche noch blieben Sachverhalte ungeklärt (bei der Menge an Personal eine Leistung), aber so richtig einleuchtend empfand ich die Aufklärung nicht. War zu wenig Zeit ;-) ? Was ich aber wirklich schon beinahe peinlich empfand, ist das offenbar miserable Lektorat des Ullstein-Verlages. Zum Beispiel: 1. Die Kapitelüberschriften sind Datumsangaben und lauten beispielsweise Montag, 13. Oktober 2014 (S. 316) und Dienstag, 15. Oktober 2014 (S. 415). 2. Auf Seite 404 werden zwei Menschen gefangengenommen, eine Seite später sind es plötzlich drei. Aufgeklärt wird das Ganze in einem lapidaren Halbsatz 10 oder 20 Seiten später. 3. Auf Seite 223 steht Drei Leute sind tot, die wir alle kennen! Und der alte Pfarrer Maurer soll sich angeblich in der Kirche aufgehängt haben. Es gab aber nur drei Tote und eine Schwerverletzte. Das sind nicht die einzigen Fehler, die durch ein aufmerksames Lektorat sicherlich hätten vermieden werden können. Ullstein - Nachsitzen! Nacharbeiten! ;-)
--
von Diana Pegasus - 19.11.2016
Nele Neuhaus - Im Wald Vor über 42 Jahren hat sich Oliver von Bodenstein einer Gruppe Kinder angeschlossen, in denen Angst aber auch Gemeinschaft regierten. Als er sich einige Zeit später von der Gruppe loseisen kann und neue Freunde in Artur und Wieland findet, scheint die Welt gut zu sein. Bis Artur und der zahme Fuchs Maxi eines Tages verschwinden... In der Gegenwart freut sich Oliver auf die baldige Auszeit, die er bei seiner Chefin durchgeboxt hat, da ihm die letzten Fälle viel zu Nahe gegangen sind. Ausgerechnet jetzt wird in der Nähe der Dorfgemeinschaft Ruppertshain ein Campingwagen in Brand gesteckt. Die menschlichen Überreste gehören zu Clemens Herold, dessen Bruder mit Oliver zur Grundschule gegangen ist. Wenig später wird eine todkranke Frau ermordet, die ebenfalls zur Familie des Schulkameraden gehört. Bei den Ermittlungen stößt Oliver immer wieder auf alte "Freunde" aus der Schulzeit, sodass er schon bald den Fall abgeben soll. Doch Oliver will wissen, ob die heutigen Fälle etwas mit dem Verschwinden seines besten Freundes zu tun haben, denn alles weist darauf hin, das Artur ermordet wurde. Ich bedanke mich herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars über das ich mich sehr gefreut habe. Dies hat jedoch keinen Einfluss, auf meine ehrliche Meinung. "Im Wald" ist bereits der achte Roman um die K11-Beamten Oliver von Bodenstein und Pia Sander, ehemals Kirchhoff. Wie seine Vorgänger auch ist der Roman wieder flüssig, komplex, beklemmend, spannend, temporeich, packend und fesselnd geschrieben und hat mich von Anfang an gefangen genommen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die anfänglich lose wirkenden Anfänge am Ende zusammen führen und zu einem Highlight der Kriminalgeschichte werden. Der Spannungsbogen wurde im gesamten Buch auf sehr hohem Niveau aufrecht erhalten, eine temporeiche Erzählung führte dazu, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Die Handlungsorte sind sehr sehr detailreich beschrieben, sodass ich zu jeder Zeit eine genaue Vorstellung von den Orten hatte, was mich noch besser in die Geschichte hinein finden lies. Manchmal hätte ich mir etwas weniger Ortsbeschreibungen gewünscht, dennoch fügen sie sich sehr gut in die Geschichte ein. Ich konnte mich wieder sehr gut in die Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere hinein versetzen, die wieder gut aufeinander abgestimmt waren. Die alten Figuren wurden weiter ausgearbeitet, die neuen waren interessant und facettenreich. Pia Sander war mir wieder sympathisch, mit ihr hab ich ja im Laufe der vielen Bände schon so ein paar Schwierigkeiten gehabt. Auch hier ist sie wieder tough, temperamentvoll, und ihre Ecken und Kanten sind liebenswert. Sie ist halt ein tiefgründiger Charakter, mit vielen Seiten, die sie mal mehr und mal weniger sympathisch erscheinen lässt, aber dennoch mag ich ihre Figur recht gern. Oliver von Bodenstein mochte ich vom ersten Band an, auch wenn dies sein persönlichster Fall ist, ist er durchgehend kompetent und ich hoffe, dass er uns auch in den nächsten Bänden erhalten bleiben wird, denn die Reihe kann ich mir ohne ihn einfach nicht vorstellen. Er hat es nicht leicht, seine kleine Tochter ist ein kleiner Satansbraten, und er geht mit viel Herzblut an seine Fälle. Als er dann auch noch feststellen muss, das eine alte Freundin ihn seit Jahren belogen hat, scheint eine Welt für ihn zusammen zu brechen. Auch der neue Kollege Tariq war mir auf Anhieb sympathisch, mit seinem fotografischen Gedächtnis und seiner Art hat er meine Neugier auf seine Figur geweckt. Aber alle Charaktere sind detailreich beschrieben, glaubhaft dargestellt, facettenreich und es machte mir beim Lesen Spaß, mit ihnen Zeit in ihrer Welt zu verbringen. Die Handlung war abwechslungsreich, spannend, atmosphärisch, es gab viele Überraschungen und Wendungen, die Auflösung war eine Überraschung. Allerdings muss ich hier auch einen kleinen Kritikpunkt anmerken: Dadurch das so viele Charaktere in dem Buch beleuchtet wird, könnte man leicht den Überblick verlieren. In dieser Dorfgemeinschaft scheint jeder mit jedem irgendwie verwandt zu sein. Daher ist es schön, dass es gleich am Anfang eine Namensliste gibt, um die Figuren und deren Beziehungen zueinander zuzuordnen zu können. Das gleicht die Unübersichtlichkeit wieder aus. Dieses Buch war großartig, mitreißend und bereitete mit schöne, spannende Lesestunden. Die Zeit- und Perspektivwechsel machten das Buch noch spannender und schon nach kurzer Zeit konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen. Da ich schon einige Bücher von Nele Neuhaus kenne, freue ich mich schon auf das nächste Werk von ihr, hoffentlich mit der alten Stammbesetzung. Das Cover ist dezent, in blau und schwarz gehalten, ein Fuchs in einem Wald, spiegelt den Inhalt der Story wieder und ist ein absoluter Blickfang. Die Farben geben dem Cover einen besonderen Charme mit düsteren Touch. Hervorheben möchte ich neben der Charakter-Liste auch noch die Karten im Innenteil des Buches, damit man eine Vorstellung von der Lage der Dörfer, dem Wald etc bekommt. Fazit: Sehr spannende Story über eine Dorfgemeinschaft, mehrere Morde, Freundschaft, Zusammenhalt und einen zahmen Fuchs, die bis weit in die Vergangenheit reicht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Spannung, viele Geheimnisse und eine Überraschung zum Schluss
von Magdalena P. - 16.11.2016
Klappentext: Ein Unbekannter stirbt im Feuer. Eine alte Frau wird ermordet. Ein Dorf schweigt. Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz erdrosselt. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Schreibstil: Der Schreibstil von Nele ist so locker und flüssig, dass man das Buch in einem Rutsch durchlesen könnte. Dabei erzählt sie in einer so packenden und realitätstreuen Weise, dass man bis zum Schluss mitfiebert und förmlich in der Geschichte drin steckt. Negativ aufgefallen sind mir ein paar Tipp- und Kommafehler. Figuren: Der Kern der Geschichte dreht sich um die Kindheit von Oliver Bodenstein, dadurch werden einem viele Einblicke in seine Vergangenheit gewährt und er war für mich daher der interessanteste Charakter. Seine Kollegin Pia spielt eine weitere sehr präsente Rolle und nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten meinerseits mit ihrer unsicheren Persönlichkeit, hat sie sich immer mehr zu einem elementaren Teil des Buches entwickelt, der nicht mehr wegzudenken ist. In diesem Fall sind sehr viele Personen involviert, die miteinander verwandt, verheiratet, verschwägert oder befreundet sind/waren. Man bekommt zwar durch das Personenregister am Anfang einen sehr guten Überblick, allerdings hat es mich gestört, dass man während der Geschichte öfters den Überblick verloren hatte und dann nachschlagen musste. Das hat den Lesefluss gestört und meiner Meinung nach wäre das Ganze mit ein paar weniger Personen, dafür diese mehr ausgearbeitet, besser gelungen gewesen. Fazit: Der 8. Band der Krimireihe rund um das Team von Oliver Bodenstein war mein erstes Buch von Nele Neuhaus und ich hatte somit einen Einstieg ohne Vorkenntnisse. Trotzdem habe ich mich gut zurechtgefunden und hatte nicht das Gefühl, dass mir Hintergrundwissen fehlt. Die Geschichte beginnt mit Spannung, die sich im weiteren Verlauf immer mehr steigert und fast bis zum Ende durchhält. Man bekommt viele mögliche Täter präsentiert und wird in immer mehr Geheimnisse und Geständnisse verstrickt, die einen wirklich fordern, damit man nicht durcheinander kommt. Teilweise fand ich das etwas zu viel des Guten und ich war von der Lösung leicht enttäuscht, die dann recht schnell abgehandelt wurde. Es kam zwar sehr überraschend und unerwartet, mir persönlich hätte aber ein bekannteres Gesicht aus der Geschichte mehr als Täter getaugt. Alles in allem war es aber eine sehr gelungene und spannende Geschichte, die für mich mit ein paar weniger Charakteren, dafür mehr Wissen um diese, perfekt wäre. Dazu gibt es noch einen kleinen Abzug für die gefundenen Fehler und ich vergebe 4 von 5 Sternen. War definitiv nicht mein letzter Neuhaus und ich werde auch die anderen Bände der Reihe ins Auge fassen.
Interessanter Krimi, allerdings etwas langwierig und anstrengend.
von Sternenlicht_ - 14.11.2016
Das Buch ist der achte Band der Reihe Kirchhoff und Bodenstein von Nele Neuhaus. Die Rezension bezieht sich auf die ebook-Ausgabe, welche mir vom Verlag Ullstein freundlicherweise über netgalley.de im Austausch für eine ehrliche Rezension zur Verfügung gestellt wurde. Titel: Im Wald Autorin: Nele Neuhaus Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.10.2016 Aktuelle Ausgabe : 14.10.2016 Verlag : Ullstein Buchverlage Fester Einband 560 Seiten Genre: Krimi Inhalt: Pia Sander und Oliver von Bodenstein, Ermittler der K11 in Hofheim, untersuchen einen neuen Fall in Ruppertshain: Im Wald bei Ruppertshain brennt ein Wohnwagen, eine Leiche wird geborgen. Kurz darauf stirbt eine alte Bekannte Bodensteins in einem Hospiz - sie wurde ermordet. Die Ermittlungen führen tief in die Vergangenheit. Meinung: Das ist mein erstes Buch von Frau Neuhaus und ich stehe ihm mit gemischten Gefühlen gegenüber. Das Cover gefällt mir ganz gut; der vorherrschende Blauton in Verbindung mit schwarz lässt die Atmosphäre weniger düster wirken und trotzdem entfachen die einzelnen Bäume ein mulmiges Gefühl der Angst, des Gruselns. Der Titel ist kurz und knackig, meiner Meinung nach etwas zu kurz geraten. Da finde ich die anderen Titel der Nele Neuhaus-Bücher viel interessanter (z.B. Schneewittchen muss sterben ). Die Handlung ist äußerst spannend und fesselnd, allerdings auch sehr langwierig und verworren, denn die Ermittlungen laufen oft im Kreis bzw. gehen in falsche Richtungen. Das macht zwar ein guter Krimi aus, für mich war das aber ein wenig zu viel des Guten. Dadurch kann die Lektüre für den Leser sehr anstrengend sein, das Lesen des Buchs war für mich eher Arbeit als Vergnügen. Was auch dazu beigetragen hat, waren die vielen Personen mit den vielen vielen Informationen. Der Leser muss höllisch aufpassen, alle Informationen zu merken, um den Faden der Geschichte nicht zu verlieren. Die Auflösung des Falls war für mich tatsächlich überraschend. Zu Anfang des Buchs gibt es eine kleine Karte der Schauplätze und ein Personenregister. Da hat Frau Neuhaus gut mitgedacht, denn diese eignen sich gut als Gedächtnisstütze für den Leser. Die Protagonisten erscheinen mir glaubwürdig, habe sie allerdings nicht in mein Herz geschlossen, wie es bei Hercule Poirot und Miss Marple der Fall war. Wahrscheinlich habe ich nur noch nicht genügend Bücher der Reihe gelesen. Fazit: Eine spannende Lektüre, die mit Arbeit verbunden ist. 3.5 Sterne für dieses Werk.
Hochspannung in gewohnter Qualität
von La novelera - 10.01.2017
Es ist der nunmehr achte Fall für das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander (vormals Kirchhoff, was sich am Ende des vorhergehenden Bandes änderte). In einem Wald im Main Taunus Kreis geht ein Wohnwagen in Flammen auf, es gibt eine Leiche. Nach und nach wird während der Ermittlung klar, dass Oliver sich inmitten einem Netz von alten Bekannten und Freunden befindet. Außerdem hat der Fall offensichtlich mit einem für ihn sehr persönlichen Ereignis zu tun, das schon viele Jahre zurückliegt. Keine Mordermittlung ging ihm so nah wie diese hier, die letzte, bevor er sein Sabbatjahr antreten wird. Nicht ganz nebenbei muss deshalb seine Nachfolge als Leiter des K11 geklärt werden. Nele Neuhaus ist es in meinen Augen mal wieder gelungen, einen hochspannenden Krimi zu schreiben, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Kennt man die vorhergehenden Bücher, freut man sich neben der Mordermittlung auch auf das Wiedersehen mit den sympathischen Ermittlern und ist gespannt, was in deren Leben so nebenbei passiert. Doch auch der Fall an sich ist wieder einmal komplex, enthält viele Handlungsstränge, wie gewohnt, und doch fällt es nicht schwer, den Überblick über die vielen Personen zu behalten. Gelangweilt ist man beim Lesen des Krimis auf gar keinen Fall, von Seite zu Seite wird es spannender und das Ende erscheint mir nicht vorhersehbar, ich fiebere jedes Mal mit und bin dann überrascht, wenn aufgelöst wird, wer der Mörder ist. Die Verbindung mit der Vergangenheit macht den Fall komplexer, weitreichender und ist in meinen Augen wieder einmal richtig gut gelungen. Ich vergebe voll verdiente fünf Sterne und freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall!
--
von Tintenherz - 31.10.2016
Inhalt: Der Feuerteufel geht seit längerer Zeit zwischen Main und Taunus um. Ein Wohnwagen im Wald geht in Flammen auf und ein Mensch kommt darin um. Oliver von Bodenstein, Polizist, ermittelt mit Pia Sander und dem restlichen Team in seiner Heimat und muss bei der Ermittlung tief in seiner Vergangenheit graben, um den Täter ausfindig zu machen. Meine Meinung zu dem Buch: Das Cover ist eindrucksvoll und absolut passend mit dem im Vordergrund befindlichen Fuchs im Wald für diesen Krimi gestaltet. Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm flüssig zu lesen. Das anfangs beigefügte Kartenmaterial und das Personenregister erleichtern den Einstieg in die Geschichte. Das malerische und beschauliche Dorf Ruppertshain steht Kopf. Oliver von Bodenstein kennt jeden im Ort, wo sich Gerüchte, Geheimnisse und natürlich jede Menge Klatsch die Hand geben. Teilchen für Teilchen setzen die allesamt sympathischen Polizisten in einer interessanten Ermittlung zusammen, die gut nachvollziehbar und spannend erzählt wird, um das Geflecht von Vermutungen und Geheimnissen zu entwirren. Es geht um seelische Krankheiten, Bedrohungen, die die Vergangenheit vieler Menschen aus Ruppertshain betreffen. Ein fast vergessener Fall muss neu aufgerollt werden. Manch hübsche Fassade bröckelt und es kommt viel Unheil ans Tageslicht. Der Krimi besticht durch seine ruhige und fast unblutige Art und Weise und durch eine überaus spannende Erzählung, die den Leser an die Geschichte fesselt. Fazit: Ein packender Krimi, der in die Tiefe der menschlichen Psyche geht.
Böse Jungs
von Fredhel - 27.10.2016
Im Wald von Nele Neuhaus ist der 8. Band um den Leiter des Kommissariats K11 in Hofheim, Oliver Bodenstein. Es soll wohl auch vorerst sein letzter Einsatz werden, denn er fühlt sich ausgebrannt und leer. Der Kommissar will nun ein Sabbatjahr einlegen, um sich zu erholen und mehr Zeit für seine allzu kesse kleine Tochter Sophia zu haben. Auch in Liebesangelegenheiten ist beziehungstechnisch da einiges aufzuarbeiten. In seinem Heimatort verbrennt ein Mensch auf einem Campingplatz, weitere raffinierte Morde folgen. Allmählich kommt Bodenstein die Erkenntnis, dass die Spuren bis weit in seine Jugendzeit reichen, als sein bester Freund Arthur spurlos verschwand. Damals mauerte die Dorfgemeinschaft bei den Befragungen der Polizei. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Es gibt eine Unmenge an Verdächtigen. Zum Glück gibt ein Personenregister auf den ersten Seiten einen groben Überblick, aber dennoch ist es für den Leser ein Verwirrspiel, weil alle untereinander verschwistert, verschwägert oder sonstwie verbandelt sind. Ich selbst habe es aufgegeben, alles nachzuhalten. Die vielen Namen sind für mich ein absolutes Manko an diesem Krimi und ich bin auch der Meinung, das hätte man besser machen können. Ansonsten ist an der spannenden Handlung nichts auszusetzen. Einerseits ist es ein raffinierter Plot, andererseits menschelt es sehr, weil Oliver Bodenstein persönlich involviert ist. Man erfährt viel über seine Jugend, seine Frauen und sein Gefühlsleben. Es ist ein sehr dickes Buch, das zum Lesen etwas unhandlich ist. Aber wo hätte man es kürzen können? Ich habe jede Zeile genossen. Nele Neuhaus versteht es meisterlich mit ihrem anschaulichen Erzählstil den Leser bei der Stange zu halten. Es ist unmöglich, selbst den Täter zu erraten, geschweige denn sein Motiv. Man ist gezwungen, sich auf den letzten Seiten überraschen zu lassen. Im Wald kann ich aus diesem Grund wärmstens weiter empfehlen.
Nele Neuhaus überzeugt immer wieder!
von Wencke - 13.11.2016
Schon der Prolog bringt Lust und Freude auf diesen Kriminalroman. Zum Inhalt: Auf einem Waldcampingplatz geht in einer Oktobernacht ein Wohnwagen in Flammen auf. Wie sich herausstellt, verbrannte ein Mann in dem Wohnwagen. War der Mann schon vorher tot oder verbrannte er im Wohnwagen? Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln hier in ihrem 8. gemeinsamen Fall. Für Oliver von Bodenstein ist dieser Fall der Persönlichste. Ein Mörder treibt in seinem Heimatort Ruppertshain sein Unwesen. Es sieht so aus, als wenn der vor über vierzig Jahre verschwundene 11-jährige Artur irgendwie auch zu den Ermittlungen gehört. Artur war damals der beste Freund von Oliver von Bodenstein. Das Verschwinden könnte nie geklärt werden. Damals wie heute sprechen die Menschen in Ruppertshain nur sehr wenig über das Verschwinden, als ob jeder was weiß und keiner was sagen mag. Meine Meinung: Zum einen ist es ein sehr guter Kriminalroman, sehr stimmig, die Spannung wird über die gesamte Geschichte gehalten. Sehr gut und hilfreich finde ich die ersten Seiten des Buches,dort ist eine Landkarte der Gegend, eine Übersicht des Ortes Ruppertshain sowie ein Personenregister. Hier habe ich oft geschaut und hatte somit das Gefühl, die Menschen zu kennen und konnte mir über die örtlichen Gegebenheiten einen Überblick verschaffen und mir das auch bildlich alles sehr gut vorstellen. Zum anderen lese ich sehr gerne Krimireihen mit sympathischen Charakteren der Ermittler. Und Pia Sander und Oliver von Bodenstein sind mir sehr sympathisch, man kennt sie schon seit vielen Fällen, weiß um ihr Privatleben und begleitet sie dort weiter. Mich hat Nele Neuhaus mit ihrem neuen Kriminalroman wieder zu 100 % überzeugt und das Buch hat mir viele spannende Lesestunden bereitet, die ich sehr genossen habe! Das einzige was ich an dieser Stelle sehr schade finde, dass ich ganz viel Geduld aufbringen muss, bis ich einen neuen Krimi in dieser Reihe lesen kann ;-).
Detailverliebt
von heinoko - 11.11.2016
So liebe ich es: Vom ersten Satz an in die Geschichte hineingerissen zu werden und bis zum Ende dem Buch nicht mehr entkommen zu können. Das geheimnisvolle Cover verspricht nicht zuviel. Mehrere Handlungsstränge in der Gegenwart und in der Vergangenheit bleiben in ihren vermeintlichen Zusammenhängen erst einmal sehr unklar. Ein Wohnwagen explodiert, ein Mensch verbrennt, eine alte Frau wird ermordet, der alte Dorfpfarrer wird erhängt aufgefunden und das sympathische Ermittlerteam Oliver von Bodenstein und Pia Sander irrt von Tatort zu Tatort, von Zeugenbefragung zu Zeugenbefragung, begegnet dabei vielen Dorfbewohnern, die nur eines gemeinsam haben: das Schweigen. Nele Neuhaus schreibt einfach gut: Sehr lebendig, die Menschen sind glaubhafte Persönlichkeiten, die viele wörtliche Rede passt zu den Charakteren. Man muss sich zwar erst einmal an die etwas weitschweifige, detailverliebte Erzählweise gewöhnen, aber gerade diese Schreibweise lässt unablässig Bilder im Kopf entstehen, lässt viel Raum für eigene Spekulationen und nimmt dadurch den Leser, wenn er sich darauf einlässt, noch viel mehr gefangen als die reine Handlung.
Nele Neuhaus - Im Wald
von Sarafinchen - 16.11.2016
Rezension IM WALD von Nele Neuhaus der neue Taunuskrimi mit Oliver von Bodenstein und Pia Sander als sympathische Ermittler geht in eine neue Runde. In Ruppertshain brennt ein Wohnwagen auf einem Campingplatz ab, darin eine verkohlte Leiche. Als es sich herausstellt, dass es nicht nur Brandstiftung, sondern Mord war, findet schon der nächste statt. Eine totkrankeFrau wird im Hospitz ermordet. Oliver kann die Frau seit seiner Kindheit. Als sich die Hinweise und Verbrechen häufen und es immer mehr darauf hindeutet, dass die Verbrechen im Zusammenhang mit dem vor über vierzig Jahren Jungen verschwunden Artur in Zusammenhang stehen, wird das ganze Dorf misstrauisch. Eine Geschichte, die besser nicht wieder aufgewühlt wird und ein Trauma, was Bodenstein bisher nie verwunden hat, denn der kleine Artus war damals sein bestern Freund. Wird es Oliver von Bodenstein und Pia gelingen, den Mörder zu erwischen, bevor noch mehr passiert? Und wird geklärt, was mit dem kleinen Artur vor über vierzig Jahren passiert ist? Die Geschichte ist super ausgearbeitet, es gibt viele Personen und Nebenhandlungen, da kommt einem das vorangehende Personenregister und eine Landkarte das ein oder andere Mal zur Hilfe. Das ein oder andere Mal war ich etwas überfordert mit den vielen Namen und Verschwandtschaftsverhätnissen, aber es hat mich nicht gestört. Nele Neuhaus erzählt hier einen spannenden Krimi, der tief in die Vergangenheit von Oliver von Bodenstein reicht und seine Gefühle aufwühlt. Wir lernen ich - so habe ich das Gefühl - von einer ganz anderen Seite kennen. Ich habe bisher nur die Filme gesehen, es war mein erster Tauniskrimi, aber sicher nicht mein letzter. Ich werde auf jeden Fall vorne anfangen und mich zu Im Wald vorarbeiten. Ich freue mich schon total auf einen neuen Band von Nele Neuhaus!
Ein gelungener 8. Fall für Pia und Oliver
von Booknaerrisch - 31.10.2016
Zitate: Wer jetzt unterwegs war, war per se verdächtig. Zu 70 Prozent wurden Verbrechen nachts verübt. Nicht ohne Grund fürchtete der Mensch die Dunkelheit. Seite 24 Sie konnte nachvollziehen, was in ihm vorging, und es schmerzte sie, ihn so zu sehen. Mit einer alten Schuld zu leben war eine schwere Last. Seite 247 Meinung: Ein Brand auf einem Campingplatz ruft Oliver und Pia ein weiteres Mal auf den Plan. War das das Werk des Feuerteufels, der aktuell sein Unwesen treibt? Dann hätte er dieses Mal nicht einfach "nur" gezündelt, denn dieser Fall stellt sich als weitaus schlimmer heraus. Erschreckenderweise befand sich in dem Campingwagen eine Person, die komplett verbrannt ist. Somit handelt es sich um Mord! Aber war das wirklich Zufall? Oder steckt gar Absicht dahinter? Schnell wird klar, dass der voraussichtlich letzte Fall von Oliver vor seiner Auszeit, ihn deutlich schwerer in Beschlag nehmen wird, als erhofft. Denn da er aus der Gegend ist, kennt er alle Personen, die involviert sein oder Informationen liefern könnten, persönlich. Dieser Fall wird ihn nicht nur in seine früheste Kindheit, sondern möglicherweise auch an den Rand seiner Belastungsgrenze treiben¿ Ein weiteres Mal konnte mich Nele Neuhaus mit ihrem angenehmen Schreibstil fesseln. Schnelle Szenenwechsel machen die Story spannend und lassen die Seiten geradezu an einem vorbeifliegen. Bereits der Prolog weckt die Neugierde enorm :) Dazu kommt, dass immer wieder -zum Ende hin werden es noch mehr- kleine Cliffhanger in den einzelnen Leseabschnitten eingebaut sind, was natürlich auch seinen Teil zur Spannung beiträgt ;) Dazu passend ist das Setting, gerade durch die Waldszenen, düster und atmosphärisch. Sehr gut gefällt mir, dass die beiden Protagonisten Pia und Oliver weitestgehend sympathisch und authentisch wirken, was letzten Endes natürlich zum Großteil der Tatsache geschuldet ist, dass sie sich mit ganz alltäglichen Dingen abmühen müssen. Eben geradeso wie du und ich ;) Probleme wie unzuverlässige Expartner, Kindererziehung, u. Ä. machen die beiden menschlich und ermöglichen es uns, sich mit ihnen zu identifizieren. Ab und an flicht die Autorin auch ein bisschen Mundart ein, was noch den ein oder anderen Schmunzler verursacht. Echt lesenswert :) Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch auch. Die Geschichte spielt in einer überschaubaren Gemeinde, in der gefühlt jeder mit jedem entweder verwandt, verschwägert, verheiratet oder geschieden ist. Dementsprechend haben viele Personen den selben Nachnamen oder auch sonstige Bezüge, was das Ganze stellenweise etwas unübersichtlich macht. Es ist also definitiv Dranbleiben angesagt, sonst wird es vermutlich schwierig, wieder einzusteigen. Zu Beginn des Buches ist zwar eine Übersicht der Personen vorhanden, diese reicht jedoch nur bedingt, da letzten Endes doch nicht alle Informationen zu den einzelnen Personen darin enthalten sind. Aber für das Gröbste hilft¿s ;) Ein tolles Team, haufenweise falsche Fährten sowie unerwartete Wendungen in Kombination mit ernsten Themen wie Mord, menschliche Abgründe, Rassis- und Egoismus haben die Geschichte wunderbar in Form gebracht und mich die 550 Seiten geradezu inhalieren lassen. Eine klare Empfehlung an alle Krimileser unter euch!
Wie immer top
von Gaby Kempf - 21.10.2016
Elias wurde gerade erst aus dem Jugendknast entlassen. Da seine Freundin bald ein Baby von ihm bekommt, möchte er endlich von den Drogen loskommen. Um allen Verführungen aus dem Weg zu gehen, bricht er auf einem Campingplatz nahe Ruppertshain in einen Wohnwagen ein um einen Entzug in Eigenregie zu machen. Doch er ist nicht alleine auf dem Gelände im winterlichen Wald. Einer der Wohnwagen geht plötzlich in Flammen auf und ein Auto fährt in rasender Geschwindigkeit davon. Die erste Annahme, es handelt sich um den Brandstifter, der schon seit einiger Zeit die Gegend unsicher macht, zerschlägt sich leider sehr schnell als die Feuerwehr eine männliche Leiche in den schwelenden Trümmern findet. Als dann auch noch eine alte Frau, die ohnehin nur noch wenige Tage zu leben hat, ermordet aufgefunden wird und weitere Leichen auftauchen, wird es für Oliver von Bodenstein unangenehm, denn er kannte alle Toten aus seiner Jugendzeit sehr gut. Alle Indizien sprechen dafür, dass die Mordserie ihren Anfang 1972 nahm, als der kleine Artur spurlos verschwand. Wie immer hat es Nele Neuhaus geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. In Oliver von Bodensteins wohl emotionalstem Fall besticht sie wieder mit ihrem flüssigen und spannenden Schreibstil. Mir machten zu Anfang zwar die vielen unterschiedlichen Personen zu schaffen, aber das Personenregister gleich am Anfang des Buches macht es etwas einfacher. Da ich alle Fälle des Ermittlerduos vom K11 mittlerweile kenne, war es für mich dieses Mal interessant etwas mehr aus Bodensteins Jugend zu erfahren. So wird er einem gleich noch sympatischer. Man kann nur hoffen, dass er die Auszeit, die er in dem Buch ankündigt, nicht wirklich ernst meint. Für alle Fans guter Krimis kann ich hier nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne 5 Sterne
Bodensteins vorläufig letzter Fall
von britta70 - 25.10.2016
Im Wald" ist der 8. Fall, in dem Oliver von Bodenstein und Pia Sander gemeinsam ermitteln. Es soll der vorerst letzte Fall für Oliver von Bodenstein sein, der dann ein Jahr Pause einlegen will. Ein kniffliger Fall. Es geht um Brandstiftung mit einem Toten und die spätere Ermordung der bereits im Hospiz befindlichen, todkranken Eigentümerin des Wohnwagens, der in Flammen aufging. Unter Verdacht gerät schnell ein junger Mann, der eine Bewährungsstrafe erhalten hat und nun untergetaucht ist. Spuren führen aber auch zu einem lange zurückliegendem Fall aus dem Jahr 1972, bei dem es ausgerechnet um das rätselhafte Verschwinden von Oliver von Bodensteins bestem Freund Arthur ging. Dieser Fall ist also eine ganz besondere Herausforderung für den Ermittler, der die Leitung deswegen auch an seine kompetente Kollegin Pia Sander deligiert. Werden die Beiden den Fall gemeinsam lösen können? "Im Wald" ist der erste Krimi, den ich von Nele Neuhaus las. Das Buch lies sich auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gut lesen. Es hat mich von der ersten bis letzten Seite in seinen Bann gezogen. Für ein solch umfangreiches Werk mit ca 550 Seiten gab es erfreulich wenig Längen. Anfangs tat ich mich ein bißchen schwer mit der Vielzahl der involvierten Personen. Das vorangestellte Personenregister war in diesem Zusammenhang recht hilfreich. Ich kam dann aber sehr gut in die Geschichte hinein. Mein Anfangsverdacht hat sich natürlich schnell zerschlagen und alles hat sich als recht verzwickt und komplex erwiesen. Dennoch überzeugt die Auflösung. Die Charaktere wurden alle gut ausgearbeitet und glaubhaft dargestellt. Dies gilt nicht nur, aber auch für die beiden im Vordergrund stehenden Ermittler. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, weswegen ich nun zum Anfang der Reihe zurückgehen und die Vorgängerbände lesen werde. Ich bin nicht nur auf die Fälle selbst gespannt, sondern auch die ergänzenden Privatgeschichten von Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Eine klare Leseempfehlung für alle Krimifans!
Alle Kundenbewertungen anzeigen
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Sommer der Wahrheit
- 10% **
eBook
von Nele Löwenber…
Print-Ausgabe € 9,99
Pretty Girls
Taschenbuch
von Karin Slaught…
Und draußen stirbt ein Vogel
Taschenbuch
von Sabine Thiesl…
Das Vermächtnis des Vaters
Taschenbuch
von Jeffrey Arche…
Mordsfreunde
Buch (kartoniert)
von Nele Neuhaus
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** im Vergleich zum dargestellten Vergleichspreis.