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Zwischen Rüstringen und Bant

Eine Wilhelmshavener Familienchronik. Paperback.
Buch (kartoniert)
Das Leben ist wie eine Achterbahn. Die Menschen werden heimgesucht von der Inflation, der großen Arbeitslosigkeit und schließlich dem zweiten Weltkrieg. Durch diese Wirren versucht Leni, ihre Familie heil hindurchzubringen. Bodenstän... weiterlesen
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Zwischen Rüstringen und Bant als Buch
Produktdetails
Titel: Zwischen Rüstringen und Bant
Autor/en: Renate Kronberg

ISBN: 3831127859
EAN: 9783831127856
Eine Wilhelmshavener Familienchronik.
Paperback.
Books on Demand

März 2002 - kartoniert - 500 Seiten

Beschreibung

Das Leben ist wie eine Achterbahn. Die Menschen werden heimgesucht von der Inflation, der großen Arbeitslosigkeit und schließlich dem zweiten Weltkrieg. Durch diese Wirren versucht Leni, ihre Familie heil hindurchzubringen. Bodenständig, humorvoll und tatkräftig steuert sie ihr Familienschiff an allen Klippen vorbei. Oft strauchelt sie, doch genauso oft steht sie auch wieder auf und macht unverdrossen weiter.Eine Hommage an Leni und alle Frauen, die in diesen dunklen Zeiten ihren Mann gestanden haben.Ein Roman, der von skurrilen Typen, warmherzigen Menschen, Lebenslust und Leid erzählt, urkomisch, tieftraurig und voller Melancholie.

Portrait

Renate Kronberg wurde 1933 in Wilhelmshaven geboren, absolvierte eine Anwaltsgehilfenlehre und ging 1963 mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn nach Hamburg, wo sie bis zu ihrer Pensionierung als Bürovorsteherin in einem Notariat arbeitete. Der Beruf füllte sie so aus, daß sie ihre schöngeistigen Ambitionen erst im Ruhestand ausleben konnte und anfing, Bücher zu schreiben.

Leseprobe


Kronberg, Renate:
Zwischen Rüstringen und Bant


Eifersucht.

Sommer 1922 in Wilhelmshaven.
Schön ist er gerade nicht. Ein hageres Adlergesicht. Schmallippiger Mund, spitze Nase, tiefliegende graue nebelverhangene Augen unter buschigen Brauen, die nichts verraten, hohe Wangenknochen und der aschblonde Haaransatz zeigt bereits den ersten Anflug von Geheimratsecken, obwohl er noch jung an Jahren ist.
Aber tanzen kann er wie ein junger Gott. Wenn er sicher und elegant über das Parkett schwebt, wünscht sich jedes Mädchen, in seinem Arm zu liegen. Doch er tanzt nur mit ihr, mit Leni.
Leni ist seine Heimat, seine Wärme, die Kraft, die ihm Schwingen verleiht, die sein Innerstes nach außen kehrt, die keck die Teufelchen seiner rabenschwarzen Eifersucht von der Leine lockt. Leni ist die appetitliche jugendfrische Versuchung, die Männer scharenweise in ihren Bann schlägt und den reiferen Jahrgängen das Wasser im Munde zusammenlaufen läßt. Ihr Charme, ihr Mutterwitz und ihre Heiterkeit lassen jedes Mannsbild in ihrem Dunstkreis in mittlere Agonie fallen und Fritz, dem schwebenden Adler, zerfrißt die Eifersucht das Gehirn. Während er kochend vor Wut ihre Anbeter zählt, wird sein Arm zum Schraubstock. Immer wilder dreht er sie im Kreis, damit sie keine Zeit mehr hat, ihren Blick auf irgend einen Laffen zu werfen und heimliche Absprachen mit ihm zu treffen. Sein Lächeln gefriert zur Grimasse.
Na warte, du Luder, du wirst es wagen, mir schon vor der Hochzeit Hörner aufzusetzen, dachte er ergrimmt. Dir werde ich es besorgen. Beim nächsten Tanz drückte er der ahnungslosen Leni genußvoll eine Heftzwecke in die Handfläche. Lenis Aufschrei ging in der Musik unter. Sie blieb stehen und sah mit ungläubigem Staunen in ihre Hand, in der sich ein paar Blutstropfen sammelten.
Fritz betrachtete sie mit einer Mischung aus Grausamkeit und Genugtuung. Als Leni seinen Gesichtsausdruck gewahrte, holte sie in plötzlichem Erkennen der Lage aus und knallte ihm die malträtierte Hand ins Gesicht, so daß er unter dem unerwarteten Schlag taumelte, trat ihm noch kräftig vor das Schienbein und rauschte aus dem Lokal. Und der verdutzte Fritz hinterher. Seine Wut war verraucht, die Eifersucht vergessen. Nun hatte er nur noch Angst, daß Leni ihm den Laufpaß geben könnte. Er, der große Schweiger, redete plötzlich wie ein Wasserfall von seiner Liebe und daß er ohne Leni nicht mehr leben könne und die Worte sprudelten nur so hervor und er wußte nicht wie, aber er sprach mit Wärme und Überzeugung, so daß Leni voller Staunen feststellte, daß ihr Fritz, der sonst alles und jedes mit ätzender Ironie sezierte, so gefühlvoll sein konnte. Sie vergaß ihre Hand und die Grausamkeit in seinem Blick und ließ sich einwickeln von seinem Liebesgestammel und die kupplerische warme Juninacht tat das ihre. In einem dunklen stillen Winkel des Kurparks bewies er ihr dann noch, daß Eifersucht und Leidenschaft ein feuriges Gespann sind, das zwei Liebende mühelos in den siebten Himmel katapultiert.

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