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Zwei kunterbunte Freundinnen. Ein Mops mit Namen Möhrchen

von Anne Holt
Band 2. Empfohlen ab 6 Jahre.
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Produktdetails

Titel: Zwei kunterbunte Freundinnen. Ein Mops mit Namen Möhrchen
Autor/en: Anne Holt

EAN: 9783862743582
Format:  EPUB
Band 2.
Empfohlen ab 6 Jahre.
Illustriert von Katrin Engelking
Übersetzt von Maike Dörries
Verlag Friedrich Oetinger

September 2014 - epub eBook - 160 Seiten

Zwei Freundinnen, die nichts auseinanderbringt! Maibritt freut sich, dass sie jetzt mit ihrer Freundin Märzbritt in der gleichen Klasse ist. Dann können sie ja immer etwas zusammen unternehmen! Doch das ist gar nicht so einfach, denn die forsche Märzbritt gerät schon am ersten Tag in eine Schulhofprügelei und entpuppt sich als echter Fußballprofi . Maibritt hat Angst, ihre Freundin zu verlieren, und nicht mal der kleine Mopswelpe, den sie im Garten findet, kann sie so richtig trösten. Doch dann braucht Märzbritt ihre Hilfe, und Maibritt kann zeigen, was in ihr steckt.Band 2 der Kinderbuchserie der norwegischen Bestsellerautorin Anne Holt, mit farbigen Bildern von Katrin Engelking. Für alle, die die Geschichten aus "Bullerbü" und dem "Möwenweg" lieben!
Anne Holt, 1958 im norwegischen Larvik geboren, ist eine der erfolgreichsten Krimi-Autorinnen Skandinaviens und eine der vielseitigsten dazu: Ursprünglich hat sie Jura studiert und einige Zeit als Rechtsanwältin in eigener Kanzlei sowie als Polizeijuristin gearbeitet. 1996/97 war sie Justizministerin im norwegischen Kabinett. Außerdem war sie als Nachrichtenredakteurin und -Sprecherin im Fernsehen tätig. Ihre schriftstellerische Laufbahn begann Anfang der neunziger Jahre mit dem ersten Band ihrer Krimireihe um die Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Für ihre literarische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Erstes Kapitel,


in dem Maibritt so früh ins Bett geht, dass sie mitten in der Nacht wach wird und die Riesendogge Rambo sie hinaus in die dunkle Nacht lockt, um ihr eine quicklebendige Überraschung zu bereiten.

Am Abend vor Maibritt Solgård-Larsens erstem Schultag in der dritten Klasse konnte sie einfach nicht einschlafen, obwohl sie und ihre kleine Schwester Juni schon die ganze letzte Woche dafür geübt hatten und extrem früh ins Bett geschickt worden waren. Mama hatte behauptet, im Laufe der Sommerferien wäre ihr ganzer Tagesrhythmus auf den Kopf gestellt worden, weshalb sie ihre Töchter schon um sechs Uhr abends zum Zähneputzen nötigte. Papa hatte protestiert, wie oft bei Mamas nicht immer ganz nachvollziehbaren Einfällen, aber das hatte wie üblich nichts genutzt.

Als Maibritt an diesem frühen Montagabend im August im Bett lag, war draußen noch strahlender Sonnenschein. Spätsommerwärme strömte durch das angelehnte Fenster, und die Bettdecke war drückend schwer. Drei Gärten weiter hörte Maibritt ein paar Kinder lachen und auf dem Trampolin hüpfen. Ein Rasenmäher brummte. Die Vögel zwitscherten und sangen und veranstalteten einen Lärm, der Schlafen unmöglich machte.

Der Sommer war der mit Abstand schönste in Maibritts acht Jahre und drei Monate langem Leben gewesen. Sie drehte sich auf den Rücken, schloss die Augen und dachte an den Tag im Mai, als Märzbritt in ihr Leben getreten war. Maibritts neue beste Freundin war aus der Hecke zwischen der Auffahrt der Familie Solgård-Larsen und dem windschiefen, verfallenen Nachbarhaus gekommen. Neue beste Freundin stimmte allerdings nicht ganz, denn in Wahrheit hatte Maibritt vor dem überraschenden Auftauchen ihrer Nachbarin noch nie eine beste Freundin gehabt. Sie nannte sich Märzbritt, und i
nzwischen hatten fast alle vergessen, dass sie eigentlich Victoria hieß.

»Das war mein Glückstag«, flüsterte Maibritt leise und dachte an Märzbritt.

Es war noch so hell draußen, dass es noch nicht einmal bei geschlossenen Augen dunkel wurde. Hinter Maibritts Augenlidern tanzten farbige Flecken über einen graublauen Himmel. Sie lächelte und drückte Molly an sich. Ihre Lieblingspuppe war weich und schön und duftete intensiv nach Mama, nachdem Juni letzte Woche Mamas Parfüm im Puppenbett ausgeleert hatte.

Das Haus, in dem Märzbritt und ihre Mutter Anna wohnten, war inzwischen renoviert. Den ganzen Sommer waren Handwerker bei ihnen ein und aus gegangen. Märzbritts Großvater Mariusz hatte während der Renovierungsarbeiten gleich neben dem schönen Haus unter einer Eiche im Garten ein Zelt aufgeschlagen, weil in dem winzig kleinen Wohnwagen, den Anna und Märzbritt übergangsweise bewohnten, kein Platz für drei Personen gewesen war. Mariusz hatte überall mit angepackt und sich aufgeführt, als wäre er der Oberchef aller Handwerker und Bauarbeiter. Dabei war er eigentlich pensionierter Uhrmacher.

»Die Zeit hat uns Uhrmacher abgehängt«, murmelte er melancholisch, wenn ihm etwas misslang.

Was ziemlich häufig der Fall war.

Einmal stellte er zum Beispiel den Außenwasserhahn auf heiß, sodass Anna ihre Rosen mit Kaskaden kochend heißen Wassers überbrühte, ehe ihr der Irrtum auffiel. Ihr kamen fast die Tränen.

Ein andermal hatte er eine Haustür bestellt, die viel zu groß für den Rahmen war, in den sie hineinsollte, und die richtigen Tischler konnten ihn gerade noch rechtzeitig davon abhalten, die Eingangswand zu zersägen, um die Öffnung zu vergrößern.

»Aber ich werde allen beweisen, dass Uhrmacher auch die Zeit abh&
auml;ngen können!«, rief Mariusz gerne nach jedem gescheiterten Projekt, ehe er händeklatschend schon das nächste in Angriff nahm.

Auch Papa, der eigentlich zwei linke Hände hatte und ein strenges Verbot von Mama, irgendetwas zu reparieren, hatte jede Gelegenheit genutzt, sich aufs Nachbargrundstück zu schleichen und zu helfen.

Und jetzt war das Haus also fertig.

Märzbritt, Anna und Mariusz waren eingezogen.

Märzbritt hatte nun eine richtige Adresse.

Und das Allerallerbeste an dieser richtigen Adresse war, dass Märzbritt morgen an Maibritts Schule anfangen würde. In der gleichen Klasse wie Maibritt. Und sie hatten denselben Schulweg. Von nun an würden Maibritt und Märzbritt jeden Tag zusammen in die Schule gehen, das ganze Jahr.

Dieser Gedanke war so phantastisch, dass Maibritt die Augen wieder aufschlug.

Irgendwann musste sie dann aber wohl doch eingeschlafen sein, denn als sie das nächste Mal die Augen öffnete, war es draußen dunkel. Eine samtweiche, blaue Dunkelheit, kühl und kuschelig zugleich. Maibritt schlug die Bettdecke zur Seite und kniete sich auf die Matratze. Die Gardinen bewegten sich leicht im Luftzug. Maibritt hielt ihre Nase an den Fensterspalt. Es roch nach Schulstart: etwas kühl, etwas feucht und blumig. Irgendwo war gegrillt worden. Der Geruch von verbranntem Fleisch mischte sich mit dem schwachen Duft von frisch gemähtem Gras.

Das ganze Haus schlief.

Maibritt glaubte fast, trotz geschlossener Türen Junis leisen Atem aus dem Nebenzimmer zu hören. Juni war fünf und nur still, wenn sie schlief. Genau wie Mama. Sie hatten Ameisen im Blut, wie Papa sagte. Maibritt fand die Vorstellung von kleinem Ungeziefer in Mamas und Junis Adern ziemlich eklig, obwohl ihr schon klar war, dass Papa das nicht wörtlich meinte. Aber fast noch schlimmer fand sie das, was Oma immer sagte: dass Mama
und Juni Flöhe im Hintern hätten.

Jetzt aber schliefen alle, ganz ohne Flöhe und Ameisen.

Maibritt schaute zu Märzbritts Haus hinüber.

Märzbritts Zimmer war dunkel bis auf den schwachgrünen Schimmer der Nachtlampe hinter der Gardine, einem dicken Leuchtfrosch mit offenem Maul, auf dessen Zunge eine Fliege saß.

»Eine fette schwarze Schmeißfliege«, hatte Märzbritt gesagt und begeistert gelacht.

Märzbritt fand ziemlich seltsame Dinge toll.

Maibritt versuchte rauszukriegen, wie spät es war, aber sosehr sie den Arm auch drehte und wendete, konnte sie die Zeiger auf ihrer Armbanduhr nicht erkennen.

Da bewegte sich draußen etwas.

Als eine Schönwetterwolke zur Seite glitt und dem Vollmond Gelegenheit gab, den Garten zu beleuchten, konnte sie besser sehen.

Es war Rambo, der durch den Garten spazierte.

Märzbritts riesiger Hund lief meistens frei herum und wurde nur noch selten an die Leine gelegt. Im Großen und Ganzen blieb er auch meist in der Nähe des Hauses. Anna meinte, dass Rambo eigentlich eine Katze sei, die fälschlicherweise in einen gigantischen Hundekörper hineingeboren worden sei. Er war ungehorsam und unabhängig und scherte sich eigentlich nur um Märzbritt und sich selbst.

Nachts schlief er in der Hundehütte, die Mariusz auf dem Platz vor dem Haus für ihn gebaut hatte. Maibritt hatte ihn noch nie so spät durch den Garten laufen sehen. Aber ehrlich gesagt war sie um diese Zeit auch selten oder nie wach. Sie rückte näher ans Fenster, um besser sehen zu können.

Annas und Märzbritts Garten war kein Dschungel mehr wie am Anfang.

Im Laufe des Frühlings und Sommers hatte Anna Unkraut gejätet, gepflanzt und gesät, Bäume gefällt und Büsche entfernt und auf dem ganzen abschüssigen Grundstück
hübsche Beete mit Stauden und runden Steinen angelegt. Mitten auf dem leicht abschüssigen Rasen, wo alles für einen Karpfenteich vorbereitet war, setzte Rambo sich hin. Dann hob er den Kopf, sah Maibritt direkt an und hob eine Vorderpfote, als ob er winkte. Maibritt lächelte und winkte zurück. Er sah sie weiter an.

Also winkte Maibritt Märzbritts riesiger Dänischer Dogge noch ein zweites Mal zu.

Und Rambo hob ein zweites Mal die Vorderpfote.

Als wollte er ihr etwas sagen.

»Hallo«, flüsterte Maibritt.

»Grrooouuuff«, grollte es aus Rambos Kehle, aber er hatte die Schnauze geschlossen, und seine Zunge hing nicht bis auf den Boden wie sonst immer.

Als Maibritt Rambo zum ersten Mal begegnet war – an einem schönen Samstag im Mai –, hatte er ihr Todesangst eingejagt. Im Laufe des Sommers hatte sie gelernt, dass er nicht gefährlich war. Jedenfalls nicht für nette Menschen. Er roch ziemlich streng und sabberte fürchterlich, aber in seinem tiefsten Innern war er ein sanftmütiger Hund, der einfach nur seine Ruhe haben wollte. Jetzt jedenfalls kam es Maibritt so vor, als wollte er ihr zu verstehen geben, dass sie rauskommen sollte. Sie öffnete die Kindersicherung, damit sie das Fenster ganz aufmachen konnte.

»Rambo«, rief sie flüsternd. »Was willst du?«

Rambo schüttelte den Kopf. Dann beugte er langsam den Kopf zur Erde und öffnete das Maul.

Etwas Kleines, Helles fiel auf den Boden.

Etwas Kleines, Hellbraunes und Lebendiges, dachte Maibritt. Ihr wurde ganz warm. Es war zu dunkel, um zu erkennen, was es war, aber es bewegte sich. Winzige, unentschlossene Bewegungen.

»Grrooouuuff«, brummte Rambo erneut und ließ Maibritt nicht aus den Augen.

Maibritt schaute mit Begeisterung Sendungen über Tiere in der Wildnis oder den Weltmeere
n. Es linderte die Angst zu sehen, wie gefährlich das Leben da draußen und weit weg von zu Hause war. Verglichen mit der Beringstraße oder dem indischen Dschungel war das Haus, in dem Mama, Papa, Juni und Maibritt wohnten, der sicherste Ort auf der Welt. Maibritt hatte keine Angst, solange kein Tiger oder weißer Hai in der Nähe auftauchte.

Im Dunkeln durchs Haus zu laufen war okay, aber sie war noch niemals aus dem Haus gegangen, wenn alle anderen schliefen, hatte auch nie das Bedürfnis gehabt.

Das kleine Bündel fiepste. Es lag zwischen Rambos Vorderpfoten und versuchte loszukommen. Ohne weiter nachzudenken, stieg Maibritt aus dem Bett, schob die Füße in ihre lila Crocs und zog den Bademantel mit Pippi...


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