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Ella Fuchs und das Rätsel des fahrenden Inseltheaters

Band 2. Empfohlen ab 8 Jahre.
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Produktdetails

Titel: Ella Fuchs und das Rätsel des fahrenden Inseltheaters
Autor/en: Antonia Michaelis

EAN: 9783862748211
Format:  EPUB
Band 2.
Empfohlen ab 8 Jahre.
Illustriert von Imke Sönnichsen
Verlag Friedrich Oetinger

März 2014 - epub eBook - 272 Seiten

Tolle Ferien! Neues von Antonia Michaelis' Abenteuerstrand. Als Ella in den Ferien erneut nach Usedom fährt, hofft sie inständig, wieder so ein tolles Abenteuer zu erleben wie im letzten Jahr. Und tatsächlich muss sie nicht lange warten. Nummer Sieben, der nette Junge von den Blauen Reitern, hat sich schon wieder in Schwierigkeiten gebracht und muss dringend in Sicherheit gebracht werden. Ella schmuggelt ihn auf ein Kreuzfahrtschiff. Doch dort schnüffelt eine seltsame Theatertruppe umher. Ist Nummer Sieben hier wirklich sicher?Das zweite Ostsee-Abenteuer von Ella Fuchs, ein fantasievoller und spannender Kinderkrimi.
Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. »Der Märchenerzähler«, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

1. Akt, 1. Aufzug:
In der Schlafkammer des Feuermädchens


Die meisten Menschen glauben, ich hieße Ella Fuchs und wäre zehn Jahre alt.

Nur diesen windumtosten Seiten vertraue ich die Wahrheit an: Mein gemeiner geheimer Name lautet Elara, und ich bin ein Feuermädchen, halb aus Feuer und halb aus Fleisch und Blut. Ich bin hund tause eine Milliarde Jahre alt, und ich werde so lange leben, bis ich aufgelöst abgelöst erlöst werde. Dazu muss ein Feuermädchen eine gute Tat tun. Dann wird es zu einem Menschen. Dann kann es lieben, und dann kann es sterben. Und das will ich, denn: Es ist ganz schön langweilig, eine Milliarde Jahre zu leben.

Aber die schwarzen Ritter, die mich in diesem Sommer bewachen, Papobert und Buchenstockobert, werden versuchen, jede gute Tat zu vereitern vereiteln, weil sie gute Taten von Beruf aus nicht mög

»Ella? Abendessen!«

Ella seufzte und legte ihren grünen Tischlerbleistift hin. Seit sie ein Feuermädchen war, trug der Stift geheimnisvolle Schnörkel, die sie mit dem Küchenmesser hineingeschnitzt hatte. Ella fand, er sah aus wie ein langer grüner Drache.

Sie lief die Holztreppe hinunter in die Küche, aber in der Küche war niemand.

Das Haus, in dem die Küche sich befand, war hübsch und alt. Es gehörte Heinz und Marianne Buchenstock, Freunden von Ellas Eltern. Vor allem stand es auf der Insel Usedom, also quasi im Nichts, und man konnte durchaus das eine oder andere Abenteuer dort erleben. Ella hatte das im letzten Sommer ausprobiert.

Draußen im Garten flackerte ein Lagerfeuer.

»Dort sitzen die beiden schwarzen Ritter und schmieden ihre bösen Pläne …«, murmelte Ella, während sie über die Wiese au
f das Feuer zuging.

Aber die beiden Ritter sahen recht harmlos aus. Sie trugen Strickpullover und hatten Würstchen auf Stöcke gesteckt, um sie zu grillen. Die Würstchen waren alle schwarz.

»Männer«, sagte Ella. »Tz, tz.«

»Du hörst dich schon an wie Mama«, sagte Papa. »Die erwachsenen Frauen haben wir doch dieses Mal alleine in den Urlaub geschickt, damit niemand sich über unsere Würstchen beschwert!«

Herr Buchenstock sah auf die Uhr. »Ihr Flugzeug müsste ungefähr jetzt auf Santorin landen.«

Papa nickte. »Da können Mama und Marianne Buchenstock im Sonnenuntergang Cocktails trinken und bummeln. Das ist die beste Sorte Urlaub für Frauen. Und wir erleben hier die richtigen Sachen.«

»Oh, Fuchsmädchen wieder da, schön!«, sagte Herr Minke, der gerade hinter Ella auftauchte. Er schüttelte Ella und ihrem Vater und auch Herrn Buchenstock ausführlich die Hände. Herr Minke war ein bisschen anders als andere Menschen. Er war klein und quadratisch, hatte ein flaches Gesicht und war manchmal nicht so schnell in dem, was er sagte oder tat. Ella mochte ihn sehr.

Sie fischte eine Kartoffel aus der Glut und begann, die Alufolie abzupulen. Innen wartete ein schwarzer Klumpen. »Wenn ihr beide letztes Jahr bei der Zirkusreise dabei gewesen wärt, wären wir alle verhungert«, murmelte sie.

»Ich hatte das so in Erinnerung, dass ihr hauptsächlich von Toastbrot und Schokolade gelebt habt?«, fragte Herr Buchenstock.

»Haben wir nicht«, sagte jemand, und Ella fuhr herum. Da stand Jonas und grinste von einem Ohr zum anderen und zurück: Jonas Studier, der neben den Buchenstocks wohnte. Ella hatte ihn im letzten Jahr gerettet, wozu es notwendig gewesen war, einen geheimen Zirkus zu gründen und ziemlich viele gefä
;hrliche Sachen zu erleben. Die Rettung hatte darin bestanden, Geld für seine kranke Mutter zu verdienen, und leider war es zwischendurch ein bisschen schiefgegangen …

Neben Jonas stand Tiger, der zum Glück kein Tiger war, sondern ein großer schwarzer Hund. »Wir haben nicht nur von Toastbrot und Schokolade gelebt«, sagte Jonas mit einem Grinsen. »Sondern manchmal auch von Regen. Und von Haferflocken ohne Milch.«

»Hallo, Jonas«, sagte Herr Minke und schüttelte Jonas’ Hand und danach Tigers Pfote. Händeschütteln war Herrn Minkes Lieblingsbeschäftigung.

»Hallo«, sagte Ella und stand auf. Sie hatte Jonas ein ganzes Jahr lang nicht gesehen. Er war gewachsen, genau wie sie, aber er war schneller gewachsen, was sie ungerecht fand, und nun war er größer als sie.

»War schon ziemlich cool, das Ganze«, sagte Jonas. »Am Ende, im Lager von den Blauen Reitern, das war echt gefährlich …«

»Wenn Herr Minke uns nicht geholt hätte, hätte es schrecklich geendet«, sagte Papa mit einem Schaudern.

»Herr Minke war ein Held«, sagte Herr Buchenstock.

»Ich war ein Held«, sagte Herr Minke und schüttelte sich selbst die Hand.

»Ich dachte … Ella … wenn du wiederkommst«, sagte Jonas, »dann läuft vielleicht wieder was.«

Tiger drückte sich an Ellas Bein und wollte gestreichelt werden, und plötzlich fühlte Ella das Glück in sich überkochen wie Nudelwasser. Jonas und Tiger hatten auf sie gewartet. Es würde ein neues Abenteuer geben.

»Moooment. Dieses Jahr haut niemand mit einem alten Zirkuswagen ab«, sagte Papa sehr bestimmt. »Versprecht mir, dass das nicht passiert.«

»Ich verspreche«, sag
te Ella, »dass wir dieses Jahr nicht mit einem alten Zirkuswagen abhauen.«

Sie wählte ihre Worte mit Bedacht.

 

Als Ella am nächsten Morgen aufwachte, war noch gar nicht Morgen.

Vor dem Fenster war alles stockdunkel, und die Uhr auf ihrem Nachttisch zeigte zehn Minuten nach vier, aber sie konnte nicht mehr einschlafen. Schließlich stand sie leise auf, öffnete das Fenster und ließ die frische, feuchte Morgenluft herein. Unten strich der Wind durchs Sommergras … und dort stand jemand. Auf dem Feld. Eine Gestalt, die in Ellas Richtung blickte. Es war nicht Jonas, dazu war die Gestalt zu groß; sie war sicher so groß wie Papa. Es war aber auch nicht Papa. Oder Herr Buchenstock. Dafür war die Gestalt zu dünn und schlaksig.

Und jetzt kam sie direkt auf das Haus der Buchenstocks zu. Ella schnappte sich den grünen Drachenbleistift und schlug blitzschnell das Heft mit den »Aufzeichnungen des letzten Feuermädchens« auf.

Vielleicht sind dies die letzten Wörter, die ich schreiben kann, ehe ich entführt werde. Er kommt! Der böse Schattengraf kommt! Ich sehe ihn unten über das Feld gehen reiten. Er will meine Feuerwehr Feuermacht für seine Zwetschgen Zwecke nutzen. Er will, dass ich für ihn die Städte und Dörfer verkohle und die Leute in Angst und Schrecken zersetze. Und dass ich den rechtmäßigen König des Landes abfackle, damit er sich auf seinen Thron draufsetzen kann. Wenn ich mich weigere, wird mich der böse Schaffengrat Schattengraf in ein Verlies schmeißen, bestimmt.

»Hey!«

Die Gestalt stand jetzt unter Ellas Fenster; sie hatte leise gerufen, verhalten, wohl, damit niemand außer Ella sie hörte. Ella ließ Heft und Drachenbleistift fallen. Ihr Herz hämmerte lau
t.

»Ella?«, fragte er. Sie kannte die Stimme. Aber im Moment kam sie nicht darauf, woher.

Sie schloss die Augen, und plötzlich sah sie alle Abenteuer des letzten Sommers wieder vor sich wie einen Film im Zeitraffer: den rollenden Zirkuswagen, Herta Albertas geheimnisvolle Schachtel … und die Blauen Reiter, die sie verfolgt hatten. Leider waren die Blauen Reiter keine Märchengestalten gewesen, sondern eine Bande ganz realer Autodiebe. Ihr Anführer war nicht nett gewesen und vor allem meist nicht nüchtern. Er hätte Ella zusammengeschlagen, wenn nicht im letzten Moment jemand dazwischengegangen wäre: der Jüngste der Blauen Reiter. Nummer sieben von sieben. Er war achtzehn oder neunzehn.

Am Ende hatte der Anführer der Blauen Reiter Nummer sieben zu Boden geschlagen. Ella erinnerte sich nicht gerne daran. Später hatte sie Nummer sieben geholfen abzuhauen. Die Polizei hatte nur sechs Blaue Reiter eingesperrt. Sie hatte ihnen gesagt, es habe nie einen siebten gegeben.

»Ella? Bist du das?«

Ella öffnete die Augen. Und jetzt wusste sie, wem die Stimme dort unten gehörte.

»Ja!«, rief Ella leise. »Ich glaube schon!«

»Dachte ich es mir doch«, hörte sie ihn murmeln. »Wenn da oben eine Kerze brennt statt richtiges Licht … dann ist Ella Fuchs wieder da.«

»Nummer sieben?«, fragte Ella. »Was tust du hier, mitten in der Nacht? Die anderen schlafen alle.«

Nummer sieben sah sich um, so wie sich jemand umsieht, der Angst vor etwas hat.

»Kann ich einen Moment raufkommen?«

Ella nickte. Dann zog sie rasch das Bett ab, knotete Betttuch und Bezug zusammen und befestigte ein Ende des Betttuchs am Fenster.

»Ich soll … da dran hochklettern?«, fragte Nummer sieben. »Kann ich nicht die Haustü
r nehmen?«

Ella schüttelte den Kopf. »Die Haustür ist zu gefährlich. Irgendwelche schwarzen Ritter könnten aufwachen. Sie bewachen mich. Wegen der magischen Flammen in mir.«

»Magische Flammen«, murmelte Nummer sieben. »Alles klar.«

Sekunden später zog er sich mit einem Klimmzug übers Fensterbrett und stand vor Ella. Sie musste zu ihm aufblicken. Sie hatte ihn nicht ganz so groß in Erinnerung. Aber ehe sie verlegen werden konnte, ließ er sich auf die Bettkante fallen und stützte den Kopf in die Hände.

»Scheiße«, sagte er leise. Dann eine ganze Zeit lang nichts. Und dann:

»Ella Fuchs … kannst du mich verstecken?«

»Bitte?« In Ella zersprang ein Feuerwerk an Glück. Das hier war noch besser, als sie gehofft hatte. »Klar«, sagte sie. »Verstecken. Kein Problem. Was … ist passiert?«

»Ich hab Mist...


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