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Liebe kann man nicht googeln

Roman.
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Lena ist 33 Jahre und ganz frisch Single. Sie schreibt für das Frauenmagazin »Grace« - jedenfalls wenn sie nicht gerade googelt, im Internet shoppt oder Facebook durchkämmt. Um ihren Traummann Björn zu beeindrucken, muss eine... weiterlesen
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Liebe kann man nicht googeln als eBook
Produktdetails
Titel: Liebe kann man nicht googeln
Autor/en: Julia K. Stein

EAN: 9783839242766
Format:  EPUB
Roman.
GMEINER

5. Februar 2014 - epub eBook

Beschreibung

Lena ist 33 Jahre und ganz frisch Single. Sie schreibt für das Frauenmagazin »Grace« - jedenfalls wenn sie nicht gerade googelt, im Internet shoppt oder Facebook durchkämmt. Um ihren Traummann Björn zu beeindrucken, muss eine neue Lena her: eine ernsthafte Journalistin mit perfektem Styling, die Bergsteigen liebt statt Blaubeer-Muffins. Leider hat diese Frau nichts mit der echten Lena gemein. Björn verliebt sich dennoch in sie, aber wie lange kann das gut gehen? Hat Lena ihre Chance vergoogelt?

Portrait

Julia K. Stein wurde im Ruhrgebiet geboren. Sie hat Philosophie studiert, über Literatur promoviert und viele Jahre in den USA gelebt. Aus eigener Erfahrung und den Gesprächen mit ihren internetsüchtigen Freundinnen entstand die Idee zum Roman »Liebe kann man nicht googeln«. Zuvor hat Julia K. Stein Sachbücher, Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht. www.jkstein.de

Leseprobe

11:10 Uhr


Sorry, dass die nächtliche Live-Berichterstattung eingestellt werden musste. Die Autorin fühlte sich unpässlich. Falls jemand hochhackige goldene D&G-Schuhe am Kampener Strand findet, diese bitte *umgehend* in der Pension Bei Greta abgeben. Man könnte jetzt falsche Rückschlüsse dahingehend ziehen, was gestern Abend passiert ist. Möglicherweise hatte ich die Situation bei meinem letzten Live-Eintrag falsch eingeschätzt. Dies war schließlich meine Chance, meine elfjährige Flirt-Abstinenz und daraus resultierende Flirt-Unfähigkeit zu überwinden und mal wieder mit einem niedlichen Typen zu knutschen und zu fummeln (sagt man das heute noch?). Es war der ersehnte Wink des Schicksals, der mich davor bewahren sollte, als *spätes Mädchen*, wie meine Oma das bezeichnet hätte, mit aschgrauem Pagenkopf in Polyesterhose den Rest meines Lebens auf dem Chenille-Sofa meines Vaters zu verbringen. Ich erzähle der Reihe nach, wie es zu dem hoffnungsvollen letzten Eintrag um 2:12 Uhr kommen konnte.

Es begann vielversprechend. Jörn und ich tanzten im Pony zusammen, beziehungsweise nebeneinander. Umspielt von weichem Rotlicht drehten wir uns voreinander hin und her, ohne uns zu berühren, beziehungsweise nur gelegentlich *aus Versehen*. Wir schüttelten die Schultern, gingen in die Knie und ich schleuderte meine Hüften mit einer derartigen Wucht hin und her, dass die Gelenke in den Hüftpfannen bei meinen Ü-Dreißig-Knochen hörbar geknirscht hätten, wenn die laute Musik nicht gewesen wäre. Manchmal grinsten wir uns an, wenn der andere einen besonders absurden Move versucht hatte. Jörn hatte inzwischen Schweißperlen auf der Stirn und einige dunkelblonde
Haarsträhnen klebten an seinen Schläfen, die er gelegentlich nach hinten strich. Wenn ich aus Versehen beim Tanzen mit der Nase an sein blaues Polohemd kam, roch es nach dieser wundervollen Zitrone trotz der Hitze im Pony. Gelegentlich wandten wir uns unseren Freunden oder anderen x-beliebigen Personen zu und lächelten die freundlich an, wie man das macht, wenn man sich unverbindlich aneinander herantanzt, aber noch ein bisschen auf schwer zu haben macht. Irgendwann begannen wir die anderen Tanzenden und ihre Moves zu parodieren, was zu gelegentlichen Lachanfällen führte und dazu, dass wir immer mehr ausschließlich voreinander tanzten und mein Grinsen fest in mein Gesicht einzementiert war. Der Raum verschwamm wie ein unscharfes Hintergrundbild, nur sein Gesicht war scharf gestellt. Dann allerdings drängte sich ein älterer Headbanger, der schon zu AC/DC-Zeiten geübt haben musste, nah an uns ran und wir begannen, ihn ebenfalls zu parodieren. Kurz später standen wir uns gegenüber und ließen wie wahnsinnig unsere Köpfe kreisen. Ich hatte das Gefühl, gleich abzuheben von dem Drehen, der Bowle, der lauten Musik. Meine ganze Existenz war nur noch auf Jörn ausgerichtet. Dann schleuderte ich ihm aus Versehen meine Haare mit Karacho in die Augen. Er zuckte zurück, als hätte ich ihm einen Kinnhaken gegeben, drückte sich die Hände auf die Lider und stand einen Moment wie gelähmt da. Als er hochsah, hatte sein linkes Auge wie wild zu tränen begonnen.

»Oh nein, oh nein, das tut mir so leid«, schrie ich über die Musik hinweg und nutzte die Gelegenheit, fürsorglich meine Hand um sein heißes Handgelenk zu legen und insgesamt nah heranzukommen. Sofort wurde ich wieder von dem Zitronen-Weichspüler umnebelt und konnte keinen Gedanken mehr fassen, weil ich nur sein glühendes Handgelenk zwischen den Fingern spürte.


»Macht gar nichts«, rief er wenig glaubwürdig, während er sich hektisch das manisch tränende Auge rieb. »Ich muss nur mal kurz raus.« Jörn entzog mir seine Hand und stolperte halb blind Richtung Tür. Ich wankte hinterher.

»Es ist nur wegen meiner Kontaktlinse«, sagte er, als wir kurz später vor dem Pony standen und er in die Nacht blinzelte. Dann tippte er sich mit dem Zeigefinger mitten auf die Pupille, wie nur Kontaktlinsenträger es übers Herz bringen und sagte: »Ich glaube, sie ist noch drin. Sie ist mir mal hinten in die Augenhöhle gerutscht. Das war ein Gemetzel, bis ich sie wieder draußen hatte.«

»Ah«, nickte ich, glücklicherweise unfähig mir vorzustellen, wie sich das anfühlte, und insgesamt noch benebelt von der Tatsache, dass wir plötzlich allein auf der Straße standen. Immerhin konnte ich bei der ganzen Aktion sehr genau seine Augen anschauen, deren Farbe dunkelgrün oder leuchtend braun war, je nach Lichteinfall. Seine Wimpern waren lang und dunkel, solche Wimpern habe ich auch nach zwei Monaten Nutzung eines brennenden, schweineteuren Wimpernwachstumsmittels nie entwickelt. Für einen Moment starrten wir beide wortlos Richtung Nordsee. Jörn rieb sich ab und an das braun-grüne Auge und tupfte mit dem unteren Teil seines Polohemds die Tränen weg, was dazu führte, dass ich einen Moment wie hypnotisiert auf die Wölbung seines Bauches und seine Hüftknochen starrte, die dabei unweigerlich entblößt wurden. Ich riss mich schnell los und blickte zurück zur Nordsee, als er das Hemd wieder herunternahm. Sein Auge beruhigte sich endlich und wir sahen weiterhin Richtung Meer, das wie ein dunkler Schatten hinter den sanften Dünen, den Silhouetten der Gräser und Heckenrosen lag, und atmeten die salzige, frische Nachtluft.

»Diese
Idioten, die sich in einen kleinen Raum quetschen, obwohl es hier draußen doch viel schöner ist«, sagte Jörn.

»Vollidioten«, stimmte ich zu, wobei ich ihm wahrscheinlich bei allem zugestimmt hätte.

Unsere Blicke trafen sich wieder und es war ein bisschen so, als hätten wir uns zum ersten Mal angesehen, ohne die lärmende Musik, die Lichter und die schlechte Luft. Mein Stammhirn sendete allerdings auch in der neuen Umgebung unverändert die gleiche Botschaft aus.

»Wir könnten zum Strand gehen«, schlug ich mutig vor, zuckte dabei jedoch mit den Schultern, als wäre mir seine Antwort nicht so wichtig. »Ist vielleicht zu weit«, fügte ich hinzu, als er nicht sofort antwortete. Meine Güte, es war so verunsichernd, gleichzeitig war ich hypersensibilisiert für jede Regung seiner Silhouette vor mir, im Halbdunkel.

»Warum nicht?«, entgegnete er endlich. Er musterte mich von oben bis unten in meinem Glitzer-Party-Outfit, sodass ich einen Schritt zurücktrat und meine Stirn in kritische Falten legte. »Willst du mir noch in den Mund schauen, ob meine Zähne in Ordnung sind?« Eigentlich gefiel mir das natürlich. Schließlich hatte ich die Pomanschette nicht angelegt, um übersehen zu werden.

»Kannst du damit hinten drauf?«

»Wie bitte?«

»Auf mein Fahrrad. Kannst du da mit dem Rock drauf?«

Kurz darauf balancierte ich meinen Hintern auf seinem unbequemen Gepäckträger und klammerte mich an den Fahrradsattel, um meine Hände nicht um seinen Bauch legen zu müssen, womit ich jetzt kein Problem gehabt hätte, was aber sogar mir zu aufdringlich erschien. Es fiel mir schon schwer genug, nicht zu sehr auf seinen Hintern oder seinen Rücken und die sich abzeichnenden Schulterblätter zu schauen, was kompliziert ist, wenn man hi
nten auf dem Gepäckträger sitzt und das Stammhirn unentwegt mit einem lauen Lüftchen aus Testosteron bombardiert wird. Zum Glück dauerte es nicht lange, bis wir am Strand waren und losliefen und tapfer die Pärchen ignorierten, die den ungewöhnlich warmen Abend am Strand verbrachten. Wir waren das einzige gemischtgeschlechtliche Paar, das sich in der lauen Nachtluft nicht begrabbelte.

»Ich habe ein Faible für Romantik«, murmelte Jörn, dem die schwülstig-romantische Atmosphäre offensichtlich ebenfalls nicht entgangen war. Vielleicht war er auch nervös.

»Ah, das sagen sie am Anfang alle«, erwiderte ich eifrig. Der Satz hallte in meinen Ohren nach und ich ärgerte mich sofort, dass ich wie eine frustrierte Frau in den Wechseljahren klang und nicht wie eine humorvolle Abenteurerin zum Pferde-Stehlen und in der Scheune-Übernachten.

»Und was passiert danach?«, fragte Jörn, dem der Ton nicht entgangen war.

Ich zuckte die Schultern. »Ach«, winkte ich ab und setzte ein fröhliches Gesicht auf. Schließlich will niemand beim Kennenlernen direkt ein problemorientiertes Gespräch führen.

»Heiratet deine Freundin denn den Richtigen? Welche war’s denn?« Jörn malte bei dem Wort ›Richtigen‹ zwei Anführungszeichen in die Luft.«

»Nein, nein, sie war nicht dabei.« Ich grinste und blickte ihm aus Versehen direkt in die Augen. Sofort begann das Blut in meinem Kopf wieder zu rauschen. Schnell sah ich nach vorn. Mein Stammhirn hatte mich in der Hand, es war unglaublich.

»Sie war nicht dabei?«, fragte er ungläubig. »Ist das nicht der Sinn von einem Junggesellinnenabschied? Aber vielleicht bin ich da altmodisch.«

»Sie hat zu viel Sonne abbekommen und liegt im Bett. Aber da wir ja schon mal hier waren &hell
ip;«

Wir stapften weiter durch den Sand, ich inzwischen barfuß.

»Ist dir kalt?«, fragte er, nachdem er beim Gehen mit seinem warmen, meinen kalten Arm gestreift hatte.

»Hier, nimm meinen Pulli, mir ist sowieso warm«, bot er an, als sei das ein ganz normales Angebot und nicht die klassische Flirt-Ouvertüre, die mit einem Pulli oder einer Jacke anfängt und mit einem geliehenen Flanellhemd beim Frühstück endet. Ich hätte nichts dagegen gehabt, mir morgen ein Flanellhemd von ihm auszuleihen, meinetwegen auch Boxer-Shorts, sogar weiße, stoffintensive Feinripp-Unterhosen, wie mein Vater sie trägt, schienen in diesem...


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