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900 Meilen

Zombie-Thriller. Horror-Bestseller aus Amerika.
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Ein außergewöhnlicher Zombie-Roman: Gesellschaftskritisch beleuchtet Davis das Szenario einer unheimlichen Apokalypse. Der Autor erzählt von dem ehemaligen Geschäftsmann John, der von New York aus 900 Meilen hinter sich bringen muss, um zu seiner Fra... weiterlesen
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900 Meilen als eBook
Produktdetails
Titel: 900 Meilen
Autor/en: S. Johnathan Davis

EAN: 9783943408621
Format:  EPUB
Zombie-Thriller. Horror-Bestseller aus Amerika.
Übersetzt von Katrin Fahnert
Luzifer-Verlag

13. Juni 2017 - epub eBook - 280 Seiten

Beschreibung

Ein außergewöhnlicher Zombie-Roman: Gesellschaftskritisch beleuchtet Davis das Szenario einer unheimlichen Apokalypse. Der Autor erzählt von dem ehemaligen Geschäftsmann John, der von New York aus 900 Meilen hinter sich bringen muss, um zu seiner Frau zu gelangen. Ein blutiger und grauenvoller Weg, auf dem die Untoten nicht sein einziges Problem darstellen. Denn in einer Zeit, in der es plötzlich keine Regeln mehr gibt, werden auch die Überlebenden zu Monstern.
"900 Meilen" ist eine intensive Lektüre, modern und grauenhaft fesselnd ¿ ein richtiger Gänsehaut-Roman!

John ist ein Killer. Das war er nicht immer. Er war ein Geschäftsmann - vor der Apokalypse.
Als sich die Toten plötzlich erheben, ist er in New York gefangen und es beginnt ein grauenvoller 900-Meilen-Wettlauf gegen die Zeit, als John versucht, zu seiner Frau zu gelangen.
Schnell muss er feststellen, dass die Zombies das Geringste seiner Probleme sind. Hautnah erlebt er die Schrecken, die Menschen verbreiten, wenn es plötzlich keine Regeln mehr gibt; wenn abscheuliches Handeln keine Konsequenzen birgt und der Tod allgegenwärtig ist.
John verbündet sich mit Kyle, einem ehemaligen Armeepiloten. Gemeinsam fliehen sie aus New York. Auf ihrer Flucht treffen sie einen Mann, der behauptet, die Schlüssel zu einer Untergrundfestung namens Avalon zu besitzen ...
Werden sich die beiden in Sicherheit bringen können? Werden Sie es zu Johns Frau schaffen, bevor es zu spät ist?
Machen Sie sich bereit, John und Kyle in diesem rasanten Endzeit-Thriller zu begleiten.

Lust auf noch mehr Nervenkitzel? Dann lesen Sie:
BLEEDING KANSAS von L. Roy Aiken
MIT ZÄHNEN UND KLAUEN von Craig DiLouie
RETREAT - PANDEMIE von Craig DiLouie, Stephen Knight & Joe McKinney

Portrait

S. Johnathan Davis lebt mit seiner Frau und zwei Kinder in Atlanta, Georgia. Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die Seite: http://zombiebook.net

Leseprobe

Das Leben erschien uns hart. Wir machten uns Gedanken darüber, dass wir den Job nicht bekamen, den wir unbedingt wollten, und waren angepisst, wenn Politiker sinnlose Gesetze erließen. Das Schlimmste was uns passieren konnte, war, dass der Barista unseren Venti Coffee verhunzte, oder dass unsere Lieblingsfernsehserie abgesetzt wurde. Wir lebten gedankenlos vor uns hin.

Banale Aufgaben in einer banalen Welt.

Was zur Hölle wussten wir schon?

Wir bettelten ja förmlich, dass es aufhörte ...

Ich befand mich in einem Meeting. Schon wieder. Um mich herum saßen zehn der überbezahltesten, aber wertlosesten Menschen dieses Planeten. Ich starrte auf die Uhr über der Tür. Der Sekundenzeiger tickte wie in Zeitlupe. Ich schaute wieder nach unten und beobachtete angewidert, wie mein Boss ein weiteres glasiertes Gebäckstück hinunterschlang.

Zu diesem Zeitpunkt schlug die erste Meldung ein. Niemand von denen würde das überleben, so viel war klar. Die mit dem überteuerten Hummer und den Tausend-Dollar-Anzügen hatten keine Chance.

Ich war nicht immer so zynisch gewesen. Ich hatte zwar den Job und das Geld, fuhr jedoch keinen Hummer. Dafür trug ich einen verdammt coolen Anzug und war dabei, mich bis zur Spitze der Karriereleiter hoch zu kämpfen.

»Du hast eine große Zeit vor dir«, hatten sie mir prophezeit. Ich sei ein aufgehender Stern … belanglose Worte.

Als die Meldung reinkam, dachte ich, es sei ein schlechter Scherz. Wir schauten uns für einen Moment an, dann brachen wir in Gelächter aus, als Josh, der mir gegenübersaß, den Text laut vorlas. Die Meldung kam auf seinem zweihundert Dollar teuren Smartphone als CNN Newsflash herein:

DIE TOTEN STEHEN
WIEDER AUF: BLEIBEN SIE IN IHREN HÄUSERN. SCHALTEN SIE IHRE FERNSEHGERÄTE EIN.

Mein Boss sprang auf. Krümel fielen von seiner Krawatte. Er stolperte wie ein Zombie mit erhobenen Armen durch den Raum und sagte mit grunzender Stimme, dass er Josh’s Gehirn verschlingen wollte.

»Sie kommen, um dich zu holen, Barbara«, witzelte Josh in einer plumpen Anlehnung an Romeros ›Night of the Living Dead‹. Die Gruppe kicherte. Es war aber gar nicht komisch. Tote Fische schwimmen eben mit dem Strom.

Josh sah mich an und fragte: »John, kannst du Videos streamen, die sich hinter der firmeninternen Firewall befinden?«

Ich konnte, und so rief ich CNN.com auf. Die Tatsache, dass sich mein Boss im selben Raum befand, ignorierte ich und dachte: Warum nehmen wir das überhaupt ernst?

Die Homepage hatte Ladeprobleme. Tatsächlich dauerte es mir zu lange und so tippte ich Yahoo.com in den Webbrowser ein. Die Seite zeigte die typischen aufgeblasenen Mainstream-Mediengesichter von Prominenten, Sportnachrichten und Wirtschaftsnews. Auferstandene Tote wurden nicht erwähnt.

Wir kamen zu dem Schluss, dass CNN gehackt worden sein musste und amüsierten und köstlich über den Scherz.

Doch ich konnte die ganze Sache nicht wirklich genießen, denn ich musste immerzu an den Streit von heute Morgen denken.

»900 Meilen weit weg von deinen Problemen«, hatte sie zu mir gesagt.

Um die Wahrheit zu sagen: Ich hasste diese Meetings, und Flugzeuge hasste ich noch viel mehr. Ich hoffte aber, dass ich die Gelegenheit bekommen würde, mich zu entschuldigen.

Endlich beendeten wir das Meeting. Die Meldung über lebende Tote war längst vergessen. Als wir den Konferenzraum verließen, f&uum
l;hlte ich eine seltsame Stimmung in der Luft. Für mich war die Situation nicht greifbar. Der typische Bürolärm … wie abgehackt. Überall sah ich hektische Bewegungen, als die Leute ihre Laptops, Jacken und Handtaschen auf dem Weg zu den Aufzügen einpackten. Ich lehnte mich in eins der abgeteilten Séparées, um ein paar Sekretärinnen zuzuhören, die sich um den Arbeitsplatz von irgendjemandem drängten. Sie sahen sich einen Videostream an, der bei Youtube hochgeladen worden war.

So ein verlauster Restauranttester hatte seine Kritik über ein Diner in East-Manhatten gefilmt und streamte diese. Bei dem Diner handelte es sich um eins dieser richtig protzigen Restaurants mit Tischen aus Mahagoniholz, in dem die Kellner alle einen Smoking und blendend weiße Hemden tragen mussten.

In dem Video war ein Typ zu sehen, der aussah wie ein Anwalt mit einem perfekt gelegten Hundert-Dollar-Haarschnitt. Er hatte wohl zu viel von seinem Steak gefressen und war am Tisch tot umgekippt.

Der Computer im Büro hatte keine Lautsprecher, aber man konnte die Situation aufgrund der gestochen scharfen Bilder auch ohne Ton erfassen.

Als einige Kellner dem Typen zur Hilfe eilten, wachte der Vielfraß plötzlich wieder auf. Ein Kellner wollte ihm gerade auf den Rücken klopfen. Der Anwalt schnellte herum und biss dem armen Kerl ein Stück Fleisch aus dem Hals. Das Blut sah nicht so aus, wie Filmblut. Es war dunkel, fast schwarz und sprudelte in rhythmischen Fontänen über die Reste des Steaks. Der Kellner fiel sofort zu Boden und eine Lache breitete sich über die Fliesen aus. Sein Smoking wurde durch diese Sauerei besudelt und sein Hemd war nun nicht mehr weiß.

In diesem Augenblick gab es ein vorsichtiges Lachen unter denen, die um den Computer herumstanden. Es hörte sich an, als ob di
e Lachende damit hinterfragen wollte, ob das Gesehene wirklich echt war.

Die Aufzeichnung brach ab. Vorher konnten wir noch sehen, wie der Anwalt auf eine Gruppe Frauen zustürmte, die schreckensstarr hinter ihm saßen. Zur selben Zeit konnte man in der rechten unteren Ecke des Videos den mit seinem eigenen Blut besudelten Kellner erkennen. Dieser setzte sich plötzlich auf und starrte den Mann hinter der Kamera mit wildem Blick an.

Nun strömten die Meldungen von überall herein. Es war nicht wie in den Filmen. Es gab keine herumstolpernden und verrotteten Leichen, die aus ihren Grabstätten krochen, und auch keinen Haufen Verrückter in Sonntagsgewändern. Es war das alltägliche Sterben, das diesen Shitstorm losgetreten hatte.

Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass in New York hundertfünfzig Menschen pro Tag starben. Fahrradunfall, Autounfall, hohes Alter oder durch sonst was.

An diesem Tag kehrten sie zurück. Und sie kehrten schnell zurück. Die Rigor Mortis hatte noch nicht einmal Zeit, die Gliedmaßen erstarren zu lassen.

Als die Scheiße anfing, schienen diese Bastarde fliegen zu können und sie rissen jeden auseinander, den sie erwischen konnten. Diese Toten würden wiederum erwachen und noch mehr Leute auseinanderreißen. Es war eine Art Virus, der sich rasend schnell ausbreitete und jeden infizierte, der gebissen wurde.

Die Schwachen und die Langsamen traf es an diesem ersten Tag am härtesten. Man konnte sagen, dass jeder, der auf einem Scooter durch ein Lebensmittelgeschäft fahren musste, weil er sich zweihundert Pfund zu viel angefressen hatte, geliefert war.

***

Ich spürte, wie mein Mobiltelefon in meiner Anzugtasche vibrierte.

Nur noch halbe Akkuleistung, dachte ich, währe
nd ich mit einem Fingerwisch das Telefon entriegelte und den Anruf entgegennahm.

»Bist du immer noch in New York?«, fragte meine Frau Jenn verzweifelt.

»Ja. Etwas geht da draußen vor sich.«

Ich merkte selbst, dass meine Stimme merkwürdig klang.

»O mein Gott. Nein. Es ist überall in den Nachrichten.«

»Was?«

»Die Toten leben, John. Sie wissen nicht wie oder warum, aber die Toten stehen auf. Sie töten andere Menschen. Es fing in New York an. Du musst sofort zum Flughafen. Verschwinde aus der Stadt. John? John!«

Diese Nachricht schockierte mich zutiefst. Ich antwortete, dass ich am Bürofenster stehen würde, das der Straße zugewandt war. Ich sah ein umgedrehtes Auto und konfus umherlaufende Leute, und versuchte zu verstehen, was passierte.

»Da unten sieht es nicht gut aus, Jenn. Ich … ich denke nicht, dass ich es bis zum Flughafen schaffen werde.«

»Du brauchst ein Auto! Oder suche dir einen anderen Weg, um da rauszukommen!«, kreischte sie.

Ich zuckte unwillkürlich zusammen. Plötzlich spürte ich Dringlichkeit und umklammerte das Handy noch fester. »Es tut mir leid, Jenn«, platzte es aus mir heraus, »wegen heute Morgen, wegen unseres Streits.«

»Das ist jetzt bedeutungslos. Komm einfach nach Ha…«

Das Gespräch wurde plötzlich unterbrochen. Ich versuchte, ein Signal zu bekommen. Versuchte, sie zurückzurufen. Hatte aber kein Glück. Nicht einmal einen Wählton. Nur Rauschen. Erstaunlich. Alles brach bereits zusammen und ich wusste noch kaum etwas davon.

Ich konzentrierte mich wieder auf meine Umgebung und steckte das
Handy zurück in die Tasche. Als ich mich umsah, bemerkte ich, dass die Etage menschenleer war. Niemand verließ seinen Schreibtisch, um auf die Toilette zu gehen, mit der Sekretärin zu flirten oder nach draußen zu schleichen, um eine zu rauchen.

Der Ort war buchstäblich ausgestorben.

Mit einer Ausnahme. Eine junge Frau tippte vorne im Empfangsbüro auf einer...


Pressestimmen

Ich habe mir diesen Roman in nur einer Sitzung komplett einverleibt. YEAH! Ich würde mich gerne blitzdingsen lassen, um ihn noch einmal zu lesen. [Horror and more]

Entweder man kann einen richtig guten Zombie Roman schreiben oder man kann es nicht. Mr. Davis kann es und dass richtig gut. Absolut empfehlenswert. [Sookie]

Tolles Buch! Für mich ist S. Johnathan Davis der nächste große Zombie-Autor! [Zombie Guide Magazine]

Technik

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Eines vorweg: Ich mag Endzeit, aber ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Zombies. Deswegen war ich bei 900 Meilen zunächst etwas zurückhaltend. Ich kann aber sagen, dass ich den Roman wider Erwarten exzellent fand. Johns Geschichte ist so packend, seine Motivation so verständlich, dass ich völlig in der Geschichte versunken bin. Mit Kyle an seiner Seite begegnet er den Schrecken der Endzeit, und wie immer halten die Zombies einem den Spiegel vor. Jeder von ihnen war einmal ein geliebter Mensch - und es kehrt die nagende Frage wieder, was John erwartet, wenn er seine Frau findet.
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