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Trilogie des Wiedersehens

Theaterstück. 'Reclam Universal-Bibliothek'.
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Trilogie des Wiedersehens als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Trilogie des Wiedersehens
Autor/en: Botho Strauß

ISBN: 3150099080
EAN: 9783150099087
Theaterstück.
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Reclam Philipp Jun.

Januar 1978 - kartoniert - 135 Seiten

Portrait

Botho Strauß, * 2. 12. 1944 Naumburg (Saale). Der Sohn eines Chemikers studierte fünf Semester Germanistik, Theaterwissenschaft und Soziologie in München und Köln und arbeitete anschließend 1967-70 als Redakteur bei der Zeitschrift Theater heute, danach 1971-75 als Dramaturg an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. 1989 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Zentrale Thematik zahlreicher Stücke von S. ist, seit seinem Debüt mit Die Hypochonder (UA 1972), die der Entfremdung, der Beziehungslosigkeit, der Kommunikationsunfähigkeit in der bürgerlichen Gesellschaft: dargestellt etwa an einer Ansammlung von Menschen anlässlich der Eröffnung einer Kunstausstellung (Trilogie des Wiedersehens) oder am Stationendrama einer verlassenen Frau in einer Folge alptraumhafter Bilder menschlicher Isolation und Entfremdung in der eisigen Welt der Bundesrepublik Deutschland (Groß und klein). Auch die späteren von S. so genannten Moral Interludes (Die Ähnlichen, UA 1998; Der Kuß des Vergessens, UA 1998) führen mit ihren Szenenfolgen wortreicher Beziehungslosigkeit und Fremdheit diese Themen weiter. Häufig bezieht S. seine dramatischen Beschreibungen und Diagnosen der modernen und postmodernen Gegenwart auf literarisch-mythologische Grundmuster, um den Verlust bzw. das Verlorene zu akzentuieren oder ins Bewusstsein zu heben. In Kalldewey (UA 1982) reichen die vielfältigen Anspielungen von Orpheus und Eurydike bis zur Zauberflöte, in der Fremdenführerin (UA 1986) erscheint Ovids Erzählung von Pan und der Nymphe Syrinx als mythologischer Hintergrund, und in dem Schauspiel Der Park (UA 1984) werden die Shakespeareschen Sommernachtstraum-Geister in die schnöde Gegenwart versetzt, um der mythen- und geschichtslosen modernen Welt einen Begriff von einer neuen Transzendenz zu vermitteln und die Möglichkeit der Wiedergewinnung des Mythos anzudeuten. In diesem Zusammenhang steht auch seine Homer-Dramatisierung, die mit der Wiederherstellung der Ordnung nach der Heimkehr des Odysseus auch an den von S. als negativ empfundenen gegenwärtigen Gesellschafts- und Bewusstseinszustand denkt. Eine Auseinandersetzung mit der Wiedervereinigung und der nationalen Identität stellt das Stück Schlußchor (UA 1991) dar. S.' dramatische Produktion wird von einer Reihe von Erzählwerken und einer streitbaren kulturkritischen Essayistik begleitet. Der Roman Der junge Mann erzählt in der Rahmenhandlung vom Weg eines jungen Mannes zum Theater (wie im Wilhelm Meister Goethes), verbunden mit einer Vielzahl von Geschichten, Allegorien, Visionen, literarischen Anspielungen und essayistischen Partien. Paare, Passanten besteht aus einer Folge von mehr als 100 kurzen Skizzen und Beobachtungen, die aus der Sicht eines intellektuellen, kulturkritischen Ich-Erzählers die westliche Konsumgesellschaft (Fick- und Ex-Gesellschaft) und die soziale Bindungslosigkeit anprangern und gegen die herrschende Oberflächlichkeit die Kraft elementarer Erfahrungen (Eros, Tod) beschwören. Daneben stehen Reflexionen über die Kunst und das Schreiben in einer armseligen, von der Medienwelt erstickten Gegenwart. Diese Kritik an der modernen Massenkultur, der S. emphatisch die bewahrende Aufgabe des Dichters entgegenstellt, bleibt ein bevorzugtes Thema auch der späteren Essay- und Erzählbände wie Wohnen Dämmern Lügen oder Das Partikular. Diese kritische Haltung bildet auch den Hintergrund der letzten Prosabände, der Skizzen, Essays, Beobachtungen und Erinnerungen des Bandes Der Untenstehende auf Zehenspitzen und der mosaikartigen Erzählsequenzen von Die Nacht mit Alice, als Julia um das Haus schlich mit ihrem Wechsel von Tag- und Traum- bzw. Albtraumszenen, die den Verlust ursprünglicher Erfahrungen und Fähigkeiten in einer Zeit nach dem Ende des Geschlechterkampfs schildern. Die konservative Attitüde mit ihrem apodiktischen Sprachgestus stößt freilich auf Kritik - Irrationalismus, Gegenaufklärung, falsches Pathos sind einige der Stichworte -, beispielhaft zu beobachten etwa an der Diskussion über den Essay Abschwellender Bocksgesang, 1993 im Spiegel veröffentlicht. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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