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Tante Lisbeth

Die menschliche Komödie. Die großen Romane und Erzählungen. 'Insel-Taschenbücher'. 'Die Menschliche Komödie'.…
Taschenbuch
Der Roman »Tante Lisbeth« zählt zu den Meisterwerken Honoré de Balzacs, der nicht zu Unrecht auf Ähnlichkeiten seiner Titelheldin mit Jago und Richad III. hinwies. Ins Bild kommt die Lebensgeschichte des häßlichen... weiterlesen
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Produktdetails
Titel: Tante Lisbeth
Autor/en: Honore de Balzac

ISBN: 3458336095
EAN: 9783458336099
Die menschliche Komödie. Die großen Romane und Erzählungen.
'Insel-Taschenbücher'. 'Die Menschliche Komödie'.
Neuauflage, Nachdruck.
Herausgegeben von Eberhard Wesemann
Übersetzt von Arthur Schurig
Insel Verlag GmbH

Oktober 1996 - kartoniert - 538 Seiten

Beschreibung

Der Roman »Tante Lisbeth« zählt zu den Meisterwerken Honoré de Balzacs, der nicht zu Unrecht auf Ähnlichkeiten seiner Titelheldin mit Jago und Richad III. hinwies. Ins Bild kommt die Lebensgeschichte des häßlichen und verschlossenen Bauernmädchens Lisbeth Fischer aus den Vogesen, die von Jugend an zu den härtesten ländlichen Arbeiten gezwungen wird, während ihre hübsche Cousine Adeline verwöhnt wird. Durch eine seltsame Fügung heiratet Adeline den im Kriegsministerium einflußreichen Baron Hulot, gelangt dadurch in die vornehmsten Pariser Kreise und wird ihrem Mann im Hause wie in der Gesellschaft eine vorbildliche Gattin. Doch Adeline vergisst ihre Cousine Lisbeth nicht. Sie läßt sie nach Paris kommen und als »Verwandte» in ihrem herrschaftlichen Hause verkehren. Aus Neid gelobt nun die »Tante Lisbeth« für alle früheren und unsühnbaren neuen Demütigungen erbarmungslose Vergeltung. Sie will allen Hulots heimzahlen, was ihr zeitlebens an Schmach angetan wurde. So wird sie zu einer Heuchlerin und Intrigantin von geradezu genialischer Niederträchtigkeit, der es tatsächlich gelingt, die Familie des moralisch verworfenen Barons Hulot und seiner tugendhaft-frommen Frau in Tod und Verderben zu stürzen, wobei sie jedoch am Ende von der von ihr inszenierten menschlichen Katastrophe mitgerissen wird.

Besprechung

Der Roman Tante Lisbeth zählt zu den Meisterwerken Honoré de Balzacs, der nicht zu Unrecht auf Ähnlichkeiten seiner Titelheldin mit Jago und Richard III. hinwies.

Ins Bild kommt die Lebensgeschichte des häßlichen und verschlossenen Bauernmädchens Lisbeth Fischer aus den Vogesen, die von Jugend an zu den härtesten ländlichen Arbeiten gezwungen wird, während ihre hübsche Cousine Adeline verwöhnt wird. Durch eine seltsame Fügung heiratet Adeline den im Kriegsministerium einflußreichen Baron Hulot, gelangt dadurch in die vornehmsten Pariser Kreise und wird ihrem Mann im Hause wie in der Gesellschaft eine vorbildliche Gattin. Doch Adeline vergißt ihre Cousine Lisbeth nicht. Sie läßt sie nach Paris kommen und als "Verwandte", in ihrem herrschaftlichen Hause verkehren. Aus Neid gelobt nun die "Tante Lisbeth" für alle früheren und unsühnbaren neuen Demütigungen erbarmungslose Vergeltung. Sie will allen Hulots heimzahlen, was ihr zeitlebens an Schmach angetan wurde. So wird sie zu einer Heuchlerin und Intrigantin von geradezu genialischer Niederträchtigkeit, der es tatsächlich gelingt, die Familie des moralisch verworfenen Barons Hulot und seiner tugendhaft-frommen Frau in Tod und Verderben zu stürzen, wobei sie jedoch am Ende von der von ihr inszenierten menschlichen Katastrophe mitgerissen wird.

Portrait

Honoré de Balzac wurde am 20. Mai 1799 in Tours geboren. 1816 begann er ein Jurastudium an der École de Droit in Paris auf und besuchte daneben Vorlesungen an der Faculté des lettres und am Collège de France, was ihn dazu veranlaßte, neben seinem Jurastudium philosophische Überlegungen niederzuschreiben. Schließlich brach er das Studium ab, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Sein Vater finanzierte ihm die ersten zwei Jahre, die Balzac schreibend in einer Mansarde verbrachte. Das Ergebnis war allerlei Feuilletonistisches und Lyrisches, Fragmente eines Opernlibrettos und einer Tragödie. 1823 verdiente er sein Geld vor allem mit Beiträgen für das Feuilleton littéraire. Den erhofften Durchbruch als Romanautor schaffte er erst 1829 mit dem historischen Roman Le dernier Chouan, ou La Bretagne en 1800. In den folgenden Jahren schrieb Balzac wie besessen. Die Comédie Humaine sollte Balzacs Lebenswerk werden, das er jedoch nicht mehr vollenden konnte. 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen wurden fertiggestellt. Ab 1843 bekam Balzac aufgrund seiner ständigen Überanstrengung und seines exzessiven Kaffeeverbrauchs ernsthafte gesundheitliche Probleme, von denen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 18. August 1850 in Paris.

Leseprobe

Es war um Mitte Juli des Jahres 1838. Ein dicker Herr mittlerer Größe in der Uniform eines Hauptmanns der Nationalgarde fuhr in einer der damals unlängst in Paris Mode gewordenen Droschken, die man "Mylords" nannte, durch die Rue de l'Université.

Unter den Parisern, denen man nachsagt, geistreich zu sein, gibt es Männer, die sich in Uniform unsagbar besser gefallen als in ihrer zivilen Kleidung, und diese unterstellen den Frauen einen so schlechten Geschmack, daß sie sich einbilden, jene wären vom Anblick einer Bärenmütze sind eines Waffenrocks hingerissen.

Die Miene des Hauptmanns - er war von der zweiten Legion - strahlte vor Selbstzufriedenheit, was seine rote Gesichtsfarbe und seine Pausbacken geradezu leuchten ließ. Angesichts dieses Glorienscheines, einer Eigentümlichkeit reich gewordener Krämer, die sich zur Ruhe gesetzt haben, wußte man sofort, daß man einen der Auserwählten von Paris, zum mindesten einen gewesenen Vizebürgermeister eines Arrondissements vor sich hatte. Auch fehlte das rote Bändchen der Ehrenlegion auf der schneidig-preußisch wirkenden Heldenbrust nicht. In hochmütiger Haltung lehnte der Ordensgeschmückte in der Ecke seines "Milords" und ließ den Blick über die Leute auf der Straße hingleiten, die solcherart in Paris häufig ein freundliches Lächeln empfangen, das fernen schönen Augen gilt.

Der Wagen hielt zwischen der Rue de Belle-Chasse und der Rue de Bourgogne vor dem Tor eines großen Hauses, das auf einem Teil des Hofes eines alten Gartengrundstücks neu erbaut war. Das alte Gebäude hatte man verschont; bescheiden, wie es aussah, fristete es sein Dasein im Hintergrund des um die Hälfte schmaler gewordenen Hofes.

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