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Rendezvous mit einem Mörder

Roman. Originaltitel: Naked in Death. 'Blanvalet Taschenbücher'.
Taschenbuch
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In den zehn Jahren ihres aufreibenden Berufes als Lieutenant der New Yorker Polizei hat die gewitzte, mutige Eve Dallas viel Schreckliches gesehen und, für eine so junge, schöne Frau wie sie, viel zu viel erlebt. Doch sie weiß, dass s... weiterlesen
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Rendezvous mit einem Mörder als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Rendezvous mit einem Mörder
Autor/en: J. D. Robb

ISBN: 3442354501
EAN: 9783442354504
Roman.
Originaltitel: Naked in Death.
'Blanvalet Taschenbücher'.
Übersetzt von Uta Hege
Blanvalet Taschenbuchverl

1. Mai 2001 - kartoniert - 384 Seiten

Beschreibung

In den zehn Jahren ihres aufreibenden Berufes als Lieutenant der New Yorker Polizei hat die gewitzte, mutige Eve Dallas viel Schreckliches gesehen und, für eine so junge, schöne Frau wie sie, viel zu viel erlebt. Doch sie weiß, dass sie sich auf eines garantiert verlassen kann: auf ihren Instinkt. Bei der Jagd nach einem grausamen Serienmörder, der New York in lähmende Angst versetzt, gerät sie an den undurchsichtigen irischen Milliardär Roarke. Alle Indizien weisen darauf hin, dass er nicht so unschuldig ist, wie er vorgibt zu sein. Doch wider jede Vernunft sprechen Eves Gefühle eine andere Sprache. Sie lässt sich von einem hinreißenden Mann verführen, von dem sie nichts weiß, außer dass er als Killer verdächtigt wird - und ihr Herz erobert hat...


Portrait

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.


Leseprobe

Sie wurde im Dunkeln wach. Durch die Spalten in den Fensterl'n glitt tr'bes D'erlicht und warf schattige Streifen auf das Bett. Es war, als erwache sie in einer Zelle.
Einen Augenblick lang lag sie einfach da, erschaudernd, gefangen, w'end der Traum langsam verblasste. Nach zehn Jahren bei der Truppe wurde Eve immer noch gelegentlich von Tr'en heimgesucht.
Sechs Stunden zuvor hatte sie einen Mann get'tet, hatte gesehen, wie der Tod ihm in die Augen kroch. Es war nicht das erste Mal, dass sie den gezielten Todesschuss angewandt oder getr't hatte. Sie hatte gelernt, diese Praxis und ihre Konsequenzen zu akzeptieren.
Es war das Kind, das sie verfolgte. Das Kind, das sie nicht hatte retten k'nnen. Das Kind, dessen Schreie sich in ihren Tr'en mit ihren eigenen vermischten.
All das Blut, dachte Eve und wischte sich mit ihren H'en den Schwei'aus dem Gesicht. Dass ein so kleines M'hen so viel Blut in seinem K'rper hatte. Doch sie wusste, es war lebenswichtig, dass sie die Erinnerung verdr'te.
Der 'blichen Vorgehensweise der Truppe entsprechend w'rde sie den Vormittag mit diversen Tests verbringen. Jeder Beamte, der durch Gebrauch seiner Waffe ein Leben beendete, ben'tigte vor Wiederaufnahme des Dienstes eine physische und psychische Unbedenklichkeitsbescheinigung. Eve empfand die Tests als 'end.
Sie w'rde es ihnen zeigen, so wie sie es ihnen bereits zuvor gezeigt hatte.
Als sie schlie'ich aufstand, gingen automatisch ged'ft die Deckenlampen an und beleuchteten den Weg ins Bad. Als sie ihr Spiegelbild erblickte, zuckte sie zusammen. Ihre Augen waren vom Schlafmangel verquollen und ihre Haut beinahe so w'sern wie die der Leiche, die sie dem Pathologen 'berlassen hatte. Statt jedoch weiter dar'ber nachzudenken, trat sie g'end unter die Dusche.
'Achtunddrei'g Grad bei vollem Strahl', sagte sie und stellte sich so, dass das Wasser ihr direkt ins Gesicht spritzte.
Eingeh'llt in den hei'n Nebel seifte sie sich m'de ein, w'end sie die Ereignisse
des Vorabends noch einmal in Gedanken durchging. Die Tests begannen erst um neun, sodass sie die n'sten drei Stunden nutzen w'rde, um zur Ruhe zu kommen und den Traum vollends verblassen zu lassen.
Auch die geringsten Zweifel und das kleinste Bedauern wurden oft genug entdeckt und konnten bedeuten, dass man eine zweite, intensivere Testrunde mit den Ger'n und den eulen'igen Technikern, die sie bedienten, 'ber sich ergehen lassen musste.
Eve hatte jedoch nicht die Absicht, ihre Arbeit l'er als einen Tag zu unterbrechen.
Sie h'llte sich in ihren Morgenmantel, ging hin'ber in die K'che und programmierte ihren AutoChef auf schwarzen Kaffee und leicht gebr'ten Toast. Durch das Fenster h'rte sie das dumpfe Brummen der Flieger, die die fr'hen Pendler in die B'ros und die sp'n heimbrachten. Sie hatte das Apartment vor Jahren gerade deshalb ausgesucht, weil es im Zentrum dichten Boden- und Luftverkehrs gelegen war und weil sie die Ger'che und das Gedr'e mochte. Abermals g'end blickte sie aus dem Fenster und verfolgte mit den Augen einen klappernden, alternden Airbus, mit dem Arbeiter, die nicht in der gl'cklichen Lage waren, entweder in der City oder aber an ihren Computern von zu Hause aus arbeiten zu k'nnen, durch die Gegend gekarrt wurden.
Sie lud die New York Times auf ihren Bildschirm und 'berflog die Schlagzeilen, w'end sie an ihrem Ersatzkaffee nippte. Wieder einmal hatte der AutoChef ihren Toast verbrennen lassen, und w'end sie lustlos daran knabberte, dachte sie fl'chtig 'ber die Anschaffung eines neuen K'chencomputers nach.
Als sie sich stirnrunzelnd in einen Artikel 'ber den Massenr'ckruf von Cockerspaniel-Droiden vertiefen wollte, blinkte mit einem Mal ihr Tele-Link, sodass sie auf die Kommunikationsebene wechselte und sah, wie ihr Vorgesetzter auf dem Monitor erschien.
'Commander.'
'Lieutenant.' Obgleich er ihre noch nassen Haare und ihre m'den Augen nicht 'bersehen konnte, nickte er, statt darauf einzugehen, br'sk mit seinem Kopf. 'V
orkommnis in 27, West Broadway, achtzehnter Stock. Sie 'bernehmen die Leitung der Ermittlungen.'
Eve zog 'berrascht die Brauen hoch. 'Ich muss zur 'erpr'fung. Gezielter Todesschuss um zweiundzwanzig f'nfunddrei'g.'
'Die Ermittlungen haben Vorrang vor den Tests', erkl'e er ihr reglos. 'Holen Sie auf dem Weg zum Tatort Schild und Waffe bei uns ab. Code Five, Lieutenant.
'Zu Befehl, Sir.' Noch w'end sie sich auf ihrem Stuhl zur'cklehnte, verschwand bereits sein Bild. Code Five bedeutete, dass sie ihrem Commander direkt Bericht erstatten, dass es keine unversiegelten Bericht f'r die anderen Abteilungen und keine Zusammenarbeit mit der Presse geben w'rde.
Kurz gesagt, sie war auf sich allein gestellt.


Am Broadway herrschten H'llenl' und furchtbares Gedr'e. Es war wie auf einer Riesenparty, deren r'pelhafte G'e niemals wieder gingen. Sowohl auf den Stra'n als auch in der Luft herrschte ein so reger Verkehr, dass man inmitten der dicht gedr'ten Leiber und Transportmittel nur noch mit M'he Luft bekam. Sie erinnerte sich daran, dass die Gegend bereits in ihren alten Tagen als uniformierte Polizistin als Hot Spot, als gef'licher Fleck, sowohl f'r menschliche Wracks als auch f'r Touristen gegolten hatte, die zu sehr damit besch'igt waren, mit gro'n Augen das allgemeine Treiben zu verfolgen, um auf den Verkehr zu achten.
Selbst um diese fr'he Uhrzeit lockten die Ger'che der fest installierten und der fahrbaren Essensst'e, an denen von Reisnudeln bis hin zu Sojabohnen alles angeboten wurde, die zahllosen Besucher dieses Viertels an. Eve musste einen gro'n Schlenker machen, um nicht mit einem eifrigen Verk'er und seinem qualmenden Schwebegrill zusammenzusto'n, und nahm seinen zornig ausgestreckten Mittelfinger eher gelassen hin.
Schlie'ich parkte sie in zweiter Reihe, wich einem Mann aus, der schlimmer stank als das Gebr'in seiner Flasche, und trat auf den B'rgersteig. Zuerst sah sie sich das Geb'e an - f'nfzig Geschosse glitzernden Metalls,
die von ihrem Betonsockel wie ein Messer in den Himmel aufragten - und bekam, ehe sie sich schlie'ich durch die T'r schob, zwei unsittliche Antr'. Doch da der f'nf H'erbl'cke umfassende Broadway im Volksmund liebevoll Nuttenlaufsteg genannt wurde, war sie dar'ber nicht weiter 'berrascht.
Sie zeigte dem uniformierten Polizisten am Eingang des Geb'es ihre Dienstmarke 'Lieutenant Dallas.'
'Zu Befehl, Sir.' Er strich 'ber das offizielle Computersiegel, das das Geb'e gegen die Schaulustigen abschirmte und f'hrte sie in Richtung der Fahrst'hle. 'Achtzehnter Stock', erkl'e er, als sich die T'ren lautlos hinter ihnen schlossen.
'Setzen Sie mich ins Bild, Officer.' Eve stellte den Rekorder an und wartete.
'Ich war nicht als Erster am Tatort, Lieutenant. Was auch immer dort oben vorgefallen ist, ist bisher nicht bis hier unten durchgedrungen. Aber Sie werden schon erwartet. Ich wei'nur, dass es in der Wohnung Nummer 1803 einen Todesfall gegeben hat, der nach Code Five behandelt werden soll.'
'Wer hat die Sache gemeldet?'
'Das kann ich nicht sagen.'
Als sich die T'ren 'ffneten, blieb er im Fahrstuhl zur'ck, sodass Eve alleine einen schmalen Korridor betrat. Sicherheitskameras blickten auf sie herab, und ihre F'' bewegten sich beinahe lautlos auf dem abgewetzten Teppich, als sie sich in Richtung des Apartments 1803 begab. Ohne erst zu l'en, hielt sie ihre Dienstmarke in Augenh'he des Spions, bis jemand ihr aufmachte.
'Dallas.'
'Feeney.' Froh, ein vertrautes Gesicht zu sehen, verzog sie ihren Mund zu einem L'eln. Ryan Feeney war ein alter Freund und ehemaliger Partner, der die Arbeit auf der Stra' gegen einen Schreibtisch und einen Superposten in der Abteilung f'r elektronische Ermittlungen eingetauscht hatte. 'Dann schicken Sie also heutzutage sofort die Computerheinis an die Tatorte.'
'Sie wollten hohe Tiere, und zwar m'glichst die Besten.' Trotz der l'elnden Lippen in seinem breiten, zerknitterten Gesicht blieben seine Augen ernst. Er w
ar ein kleiner, untersetzter Mann mit kleinen, kr'igen H'en und rostfarbenem Haar. 'Du siehst geschafft aus.'
'Ich hatte eine ziemlich harte Nacht.'
'Das habe ich geh'rt.' Er bot ihr eine der gezuckerten N'sse aus der T'te an, die er f'r gew'hnlich mit sich herumtrug, und versuchte zu erkennen, ob sie bereit war f'r das, was sie in dem Schlafzimmer erwartete.
Mit ihren knapp drei'g Jahren war sie jung f'r einen Menschen ihres Ranges, doch ihre gro'n braunen Augen hatten nie Gelegenheit gehabt, kindlich-naiv zu blicken. Ihr rehbraunes Haar war kurz geschnitten, weniger schick als vielmehr praktisch, doch es passte zu ihrem dreieckigen Gesicht mit den rasiermesserscharfen Wangenknochen und dem von einem kleinen Gr'bchen verzierten, stolz gereckten Kinn.
Sie war gro' drahtig, versteckte unter ihrer Lederjacke, auch wenn sie beinahe mager wirkte, harte, feste Muskeln, besa'ein gut funktionierendes Gehirn und obendrein ein Herz.
'Die Sache ist ziemlich heikel, Dallas.'
'Das habe ich mir schon gedacht. Wer ist das Opfer?'
'Sharon DeBlass, Enkelin von Senator DeBlass.'
Keiner der beiden Namen sagte ihr etwas. 'Politik ist nicht gerade meine St'e, Feeney.'
'Der Gentleman aus Virginia, ultrarechts, altes Geld. Die Enkelin nahm vor ein paar Jahren eine scharfe Linkskurve, zog hierher nach New York und erwarb die Lizenz als Gesellschafterin.'
'Dann war sie also eine Nutte.' Dallas sah sich in der Wohnung um. Die Einrichtung war sehr modern - Glas und d'nnes Chrom, an den W'en signierte Hologramme, eine dunkelrote, in die Wand eingelassene Bar. Auf dem breiten Stimmungsmonitor hinter der Theke verschwammen verschiedene, k'hl pastellfarbene Formen miteinander.
Adrett wie eine Jungfrau, dachte Eve, und kalt wie eine Hure. 'Was angesichts ihrer Wohnungswahl nicht weiter 'berrascht.'
'Die Politik macht den Fall so delikat. Das Opfer war eine vierundzwanzig Jahre alte wei' Frau. Der Tod hat sie im Bett ereilt.'
Eve zog eine Braue i
n die H'he. 'Klingt beinahe poetisch, vor allem, nachdem sie ihr Leben anscheinend ebenfalls gr''enteils dort verbracht hat. Wie ist sie gestorben?'
'Das ist das n'ste Problem. Ich m'chte, dass du dir die Sache selbst ansiehst.'
Als sie das Zimmer durchquerten, nahm jeder von ihnen eine schlanke Dose, bespr'hte sich die H'e, um Fett und Fingerabdr'cke zu versiegeln, und vor der T'r des Schlafzimmers bespr'hte Eve auch noch die Sohlen ihrer Stiefel, damit keine Fasern, Haare oder Hautreste daran kleben bleiben w'rden.
Ihr Argwohn war geweckt. Normalerweise w'n au'r ihr zwei weitere Ermittler am Tatort, um Ger'che und Bilder aufzunehmen, und die Spurensuche w'rde mit der ihr eigenen Ungeduld l'st darauf warten, alles genauestens untersuchen zu k'nnen.
Die Tatsache, dass man au'r ihr nur noch Feeney auf den Fall angesetzt hatte, zeigte, welche Diskretion und Vorsicht geboten zu sein schienen.
'Es gibt Sicherheitskameras im Eingang, in den Fahrst'hlen und in den Korridoren', stellte sie jetzt fest.
'Ich habe die Disketten bereits sichergestellt.' Feeney 'ffnete die T'r und lie'ihr den Vortritt.
Es war kein h'bscher Anblick. Eve vertrat die Ansicht, dass der Tod nur selten eine friedliche, religi'se Erfahrung f'r den Menschen war. Er war ein widerliches Ende, das Heilige und S'nder gleicherma'n traf. Dieser Tod jedoch war regelrecht schockierend, als h'e jemand ihn absichtlich derart inszeniert, um andere zu beleidigen.
Das riesige Bett war mit offenbar echtem Satin in der Farbe reifer Pfirsiche bezogen, und kleine, sanfte Strahler waren auf die nackte Frau gerichtet, die in einer kleinen Mulde auf dem schimmernden Laken lag.
Die Matratze machte geradezu obsz'n geschmeidige Wellenbewegungen im Rhythmus der aus den Lautsprechern im Kopfteil des Bettes ert'nenden Musik.
Sie war immer noch eine Sch'nheit mit ihrem Kameengesicht, den langen, dichten, flammend roten Haaren, den smaragdgr'nen Augen, die glasig unter die verspiegelte Deck
e des Schlafzimmers starrten, und den langen, milchig wei'n, sanft schaukelnden Gliedern, bei deren Anblick man unwillk'rlich an Schwanensee dachte.
Allerdings waren Arme und Beine der Toten nicht gerade k'nstlerisch drapiert, sondern dergestalt l'stern ausgestreckt, dass die Tote genau in der Mitte des Bettes ein X formte.
Sie hatte ein Loch in der Stirn, ein zweites in der Brust und ein drittes, das gr'lich zwischen ihren offenen Schenkeln klaffte. Blut war auf das schimmernde Laken gespritzt, an ihr heruntergelaufen, hatte regelrechte Pf'tzen gebildet und 'berall widerliche Flecken hinterlassen.
Selbst die lackierten W'e waren dunkelrot bespritzt, als h'e irgendein b'sartiges Kind dort ein t'dliches Gem'e angebracht.
Sie musste schwer schlucken und sich zwingen, das Bild eines kleinen Kindes zu verdr'en.
'Ihr habt das Szenarium auf Band?'
'Ja.'
'Dann stell das verdammte Ding doch bitte endlich ab.' Als Feeney die Musik zum Verstummen und das schaukelnde Bett zum Stehen brachte, atmete sie aus. 'Die Wunden', murmelte sie und trat, um sie sich genauer anzusehen, n'r an die tote Frau heran. 'Zu sauber f'r ein Messer. Zu ausgefranst f'r einen Laser.' Pl'tzlich blitzte die Erkenntnis in ihr auf - alte Ausbildungsfilme, alte Videos hatten ihr diese alte Form der Grausamkeit gezeigt.
'Himmel, Feeney, die L'cher sehen aus wie Schussverletzungen.'
Feeney zog eine versiegelte T'te aus der Tasche. 'Wer auch immer das getan hat, hat ein Andenken zur'ckgelassen.' Er dr'ckte Eve die T'te in die Hand. 'F'r ein antikes Ding wie das hier kriegt man von einem legalen Sammler acht- bis zehntausend, und auf dem Schwarzmarkt problemlos mindestens das Doppelte.'
Fasziniert drehte Eve den versiegelten Revolver in der Hand. 'Er ist schwer', sagte sie beinahe zu sich selbst. 'Klobig.'
'Kaliber achtunddrei'g', erkl'e ihr Feeney. 'Die erste derartige Waffe, die ich au'rhalb eines Museums zu sehen bekommen habe. Das hier ist ein Smith & Wesson, Mo
dell zehn, gebl'er Stahl.' Er bedachte den Revolver mit einem beinahe liebevollen Blick. 'Ein echter Klassiker, bis in die zweite H'te des zwanzigsten Jahrhunderts Standardwaffe der Polizei. Die Produktion wurde zweiundzwanzig, dreiundzwanzig herum eingestellt, als das Waffenverbot durchkam.'
'Du bist wirklich ein erstaunlich guter Historiker.' Was erkl'e, weshalb man ihn ihr zugeteilt hatte. 'Sieht neu aus.' Sie schnupperte an der T'te und erhaschte den Geruch von ' und von Verbranntem. 'Irgendjemand hat das Ding hervorragend gepflegt. Stahl in Fleisch', dachte sie laut, w'end sie Feeney die T'te zur'ckgab. 'Eine wirklich unsch'ne Art zu sterben und das erste Mal in meinen zehn Jahren bei der Truppe, dass ich so etwas zu sehen bekomme.'
'F'r mich ist es das zweite Mal. Vor ungef' f'nfzehn Jahren geriet in der Lower East Side eine Party aus dem Ruder. Einer der Typen hat mit einer Zweiundzwanziger f'nf Leute erschossen, bevor ihm endlich klar wurde, dass er kein Spielzeug in der Hand hatte. Eine wirklich widerliche Sache.'
'Hauptsache, er hatte sein Vergn'gen', murmelte Eve sarkastisch. 'Am besten 'berpr'fen wir zuerst die Sammler, um zu sehen, wie viele von ihnen ein solches Ding besitzen. Vielleicht hat ja auch einer von ihnen einen Einbruch oder Diebstahl gemeldet.'
'Vielleicht.'
'Allerdings halte ich es f'r wahrscheinlicher, dass das Ding auf dem Schwarzmarkt erworben worden ist.' Eve blickte zur'ck auf die Leiche. 'Wenn sie bereits seit ein paar Jahren im Gesch' war, hat sie sicher Disketten, Kundenlisten, irgendwelche B'cher.' Sie runzelte die Stirn. 'Da dies ein Code Five ist, werde ich die Laufarbeit selbst erledigen m'ssen. Ganz offensichtlich handelt es sich hier um keinen gew'hnlichen Sexualmord', erkl'e sie seufzend. 'Wer auch immer das getan hat, hat alles sorgf'ig inszeniert. Die antike Waffe, die beinahe wie mit dem Lineal gezogene Einschusslinie, das Licht, die Pose der Toten. Feeney, wer hat die Tote gemeldet?'
'Der Killer.'
Er wartete, bis sie ihn wieder ansah. 'Von hier aus. Hat direkt auf der Wache angerufen. Siehst du, wie die Kamera direkt auf ihr Gesicht gelenkt wurde? Das war es, was bei unseren Jungs ankam. Kein Ton, einzig Bilder.'
'Dann findet er also Gefallen an Effekthascherei.' Eve atmete h'rbar aus. 'Ein wirklich cleverer Bastard, arrogant und anma'nd. Zuvor hat er mit ihr geschlafen. Darauf verwette ich meine Dienstmarke. Und dann ist er aufgestanden und hat sie erledigt.' Sie hob ihren Arm, zielte und lie'ihn, w'end sie z'te, wieder sinken. 'Eins, zwei, drei.'
'Das nenne ich ziemlich kaltbl'tig', murmelte Feeney.




Pressestimmen

"Ein wahrhaft gelungener Start der Krimi-Reihe von Nora Roberts, die unter ihrem Pseudonym J.D. Robb eine neue Ära des Spannungsromans einläutet!"

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"Rendezvous mit einem Mörder" von J.D.Robb
von Blubb0butterfly - 05.04.2017
Eckdaten 2001 Roman Blanvalet-Verlag ISBN: 978-3-442-35450-4 382 Seiten 8,00€ Übersetzung: Uta Hege Band 1 Cover Das Cover ist hauptsächlich schwarz und im Vordergrund ist ein Gegenstand zu sehen. Bei der neueren Auflage ist es eine blaue Blume. Ich kann mich nicht mehr genau an mein Cover erinnern, aber es war keine blaue Blume. Ich finde, dass das Cover ziemlich schlicht ist, was gut ist. Der Inhalt soll doch den Leser überzeugen. Das Cover sollte eher eine nebensächlichere Rolle einnehmen. Inhalt (Klappentext) In den zehn Jahren ihres aufreibenden Berufes als Lieutenant der New Yorker Polizei hat die gewitzte, mutige Eve Dallas viel Schreckliches gesehen und, für eine so junge, schöne Frau wie sie, viel zu viel erlebt. Doch sie weiß, dass sie sich auf eines garantiert verlassen kann: auf ihren Instinkt. Bei der Jagd nach einem brutalen Serienmörder, der New York in lähmende Angst versetzt, gerät sie an den undurchsichtigen irischen Milliardär Roarke. Alle Indizien weisen darauf hin, dass er nicht so unschuldig ist, wie er vorgibt zu sein. Doch wider jede Vernunft sprechen Eves Gefühle eine andere Sprache. Sie lässt sich von einem hinreißenden Mann verführen, von dem sie nichts weiß, außer dass er als Killer verdächtigt wird - und ihr Herz erobert hat¿ Autorin (Klappentext) J.D.Robb ist da Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte 1979 ein eisiger Schneesturm sie in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück - denn inzwischen zählt Nora Roberts zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Unter dem Namen J.D.Robb veröffentlicht sie seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane. Auch in Deutschland sind ihre Bücher von den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Weitere Informationen finden Sie unter: www.blanvalet.de und www.jdrobb.com. Fazit Ich kenne ja schon einige Bücher aus dieser Reihe, aber der erste Band ist mir immer noch am liebsten! Ich liebe Eve Dallas. Sie ist eigentlich eine untypische Figur, ganz anders als die Figuren, die die Autorin sonst so erfindet. Eve Dallas ist in keinem Sinne einer dieser Modepüppchen und ihr Aussehen interessiert sie auch nicht wirklich. Sie ist aber eine ehrenhafte Polizistin, die für ihre Fehler und Vergehen geradesteht. Sie tut alles, um ihren Opfer Gerechtigkeit zu bringen. Dabei versetzt sie sich in den Mörder und versucht so, den Tathergang zu rekonstruieren. Über ihre Vergangenheit wird nicht viel erzählt, aber das kommt noch in den weiteren Bänden. Ihre einzigen Freunde duzt sie, alle anderen werden immer noch gesiezt. Roarke ist auch eine sehr interessante Person. Unverschämt gutaussehend und super reich. Auch über seine Vergangenheit erfahren wir (noch) nicht viel. Aber die beiden geben ein tolles Paar ab. Sie sind nicht das typische Liebespaar, sondern wachsen miteinander. Seltsam finde ich ja immer noch, dass Roarke nur so heißt, wobei Roarke doch eigentlich sein Nachname ist/war. Vielleicht wird das noch in einem anderen Band geklärt? Die Geschichte spielt in der Zukunft, aber es tauchen Mordwaffen aus unserer heutigen Zeit auf. Und die Themen, die hier angesprochen werden, sind auch heute noch aktuell. Korruption, politische Spiele, Macht und Geld. Das wird sich wohl nie ändern.
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