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Tödliche Küsse

Roman. Aus d. Amerikan. v. Uta Hege. Originaltitel: Glory in Death. 'Blanvalet Taschenbücher'. 'Eve Dallas, In…
Taschenbuch
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In regengepeitschter Nacht wird eine brutal ermordete junge Frau auf einem einsamen Gehsteig gefunden - und ein zweites Opfer kurz danach in ihrem eigenen Apartement. Die attraktive Eve Dallas, Lieutenant der New Yorker Polizei, entdeckt sofort einen... weiterlesen
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Tödliche Küsse als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Tödliche Küsse
Autor/en: J. D. Robb, Nora Roberts

ISBN: 344235451X
EAN: 9783442354511
Roman. Aus d. Amerikan. v. Uta Hege.
Originaltitel: Glory in Death.
'Blanvalet Taschenbücher'. 'Eve Dallas, In Death'.
Übersetzt von Uta Hege
Blanvalet Taschenbuchverl

11. Oktober 2001 - kartoniert - 384 Seiten

Beschreibung

In regengepeitschter Nacht wird eine brutal ermordete junge Frau auf einem einsamen Gehsteig gefunden - und ein zweites Opfer kurz danach in ihrem eigenen Apartement. Die attraktive Eve Dallas, Lieutenant der New Yorker Polizei, entdeckt sofort einen Zusammenhang zwischen diesen Verbrechen. Beide Opfer sind schöne und höchst erfolgreiche Frauen. Ihr glamouröses Leben und ihre Liebesaffären waren Stadtgespräch. Ihre Verbindungen zu den Reichen und Berühmten beschert Eve dann auch eine lange Liste von Verdächtigen - inklusive ihres eigenen Liebhabers, einem der mächtigsten Männer der Welt: Roarke. Eve kann ihr Herz nicht verleugnen und die skandalösen Hinweise auch nicht ignorieren. Je enger sie den Täter einkreist, desto tiefer wird sie in den tödlichen Sog brisantester Geheimnisse hineingezogen, deren Kenntnis nicht nur ihr eigenes Leben bedroht ...


Portrait

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.


Leseprobe

Die Toten waren ihr Gesch'. Sie lebte mit ihnen, arbeitete mit ihnen, befasste sich mit ihnen. Tr'te von ihnen. Und weil das immer noch nicht auszureichen schien, empfand sie in einer verborgenen, geheimen Kammer ihres Herzens obendrein ehrliche Trauer.
Zehn Jahre bei der Polizei hatten nicht ausgereicht, um sie vollkommen abzuh'en, um sie den Tod und seine zahllosen Ursachen mit demselben kalten, klinischen und h'ig zynischen Blick wie viele ihrer Kollegen betrachten zu lassen. Ihre Arbeit machte Szenarien wie das momentane - ein regnerischer Abend in einer dunklen, von Unrat 'bers'n Stra' - beinahe normal. Doch noch immer waren ihre Gef'hle nicht erstorben.
Auch wenn Mord sie l'st nicht mehr schockierte, stie'er sie nach wie vor ab.
Die Frau war wundersch'n gewesen. Lange Str'en goldenen Haares ergossen sich wie Sonnenstrahlen auf dem schmutzigen Gehweg. Ihre Augen, gro'und voller Trauer, wie sie der Tod h'ig in ihnen hinterlie' hoben sich beinahe purpurfarben von ihren blutlosen, regennassen, hohen Wangen ab.
Sie trug ein teures Kost'm, in derselben leuchtenden Farbe wie ihre Augen. Die Jacke war ordentlich bis oben zugekn'pft, der hochgeschobene Rock jedoch stellte ihre schlanken Schenkel aufreizend zur Schau. Juwelen glitzerten an ihren Fingern, ihren Ohren, am Aufschlag ihrer Jacke. Eine Ledertasche mit goldener Schnalle lag unweit ihrer ausgestreckten Finger.
Lieutenant Eve Dallas ging neben der Toten in die Hocke und sah sie sich genauer an. Die Anblicke und die Ger'che waren meist dieselben, doch jedes Mal, ja, jedes Mal, gab es irgendetwas Neues. Sowohl Opfer als auch T'r hinterlie'n ihre individuellen Spuren, hatten ihren individuellen Stil, machten den Mord zu etwas Pers'nlichem.
Sie hatten die Szene bereits gefilmt. Polizeisensoren und eine Schutzwand hielten die Schaulustigen ab und sicherten den Tatort. Der Stra'nverkehr war umgeleitet, und in der Luft war derart wenig los, dass man davon nicht weiter abgelenkt wurde. Aus dem S
exclub auf der gegen'berliegenden Stra'nseite drangen Musik und das gelegentliche Gr'len der feiernden G'e an Eves Ohr. Die bunten Lampen des sich drehenden T'rschilds trafen pulsierend auf die Schutzwand und tauchten den K'rper des Opfers in kreischend grelles Licht.
Eve h'e Anweisung erteilen k'nnen, den Club bis zum n'sten Tag zu schlie'n, aber das erschien ihr als ein unn'tiger Aufwand.
Ein uniformierter Beamter machte weiter Video- und Audioaufnahmen der Umgebung. Ein paar Typen von der Gerichtsmedizin hatten sich zum Schutz vor dem Regen dicht neben die Abschirmung gehockt und unterhielten sich 'ber die Arbeit und ihr Lieblingsthema, Sport. Bisher hatten sie sich noch nicht die M'he gemacht, sich die Leiche anzuschauen, und sie demnach auch noch nicht erkannt.
War es schlimmer, fragte sich Eve, w'end sie mit starren Augen auf die im Regen liegende, blut'berstr'mte Leiche blickte, wenn man das Opfer kannte?
Auch wenn sie nur beruflich mit Staatsanw'in Cicely Towers in Ber'hrung gekommen war, hatte sie sie gut genug gekannt, um sich eine Meinung 'ber sie zu bilden. Sie war eine starke Frau, erfolgreich, eine unerbittliche K'ferin f'r das Recht.
Hatte diese Rolle sie auch hierher, in diese erb'liche Umgebung, kommen lassen?
Seufzend beugte sich Eve 'ber die elegante, teure Tasche und zog den Pass der Frau heraus. 'Cicely Towers', sprach sie in ihren Recorder. 'Weiblich, Alter f'nfundvierzig, geschieden. Wohnhaft 2132, 83. East, Nummer 61-B. Kein Raub. Das Opfer tr' immer noch seinen Schmuck und au'rdem wurden ungef' '' - sie 'ffnete die Brieftasche - 'zwanzig Dollar in Scheinen, f'nfzig Kreditchips und sechs Kreditkarten am Tatort zur'ckgelassen. Keine unmittelbaren Spuren eines Kampfes oder eines sexuellen 'ergriffs.'
Sie blickte nochmals auf die ausgestreckte Frau. Was zum Teufel hattest du hier nur verloren, Towers? fragte sie die Tote ehrlich 'berrascht. Hier, weit weg von den Zentren der Macht, weit weg von deinem eleganten Zuhaus
e?
Sie trug Arbeitskleidung. Eve kannte die Garderobe, die Cicely Towers bei Gericht und im Rathaus getragen hatte - leuchtende Farben, f'r den Fall, dass sie im Rampenlicht stand, passende Accessoires, immer mit einem femininen Touch.
Eve erhob sich und rieb sich geistesabwesend die nassen Knie ihrer Jeans.
'Sie wurde ermordet', kam die knappe Feststellung in Richtung der Mediziner. 'Also, seht sie euch mal an.'
Es war keine 'erraschung, dass die Medien die Witterung des Todes l'st aufgenommen und sich bei Eves Ankunft bereits vor dem eleganten Geb'e eingefunden hatten, in dem Cicely Towers gelebt hatte. Mehrere 'ertragungswagen und Journalisten kampierten bereits auf dem blitzsauberen Gehweg. Die Tatsache, dass es drei Uhr morgens war und in Str'men goss, schreckte sie nicht ab. In ihren Augen erkannte Eve das typische raubtierhafte Glitzern. Die Story war die Beute und die Einschaltquoten die Troph' die es zu erringen galt.
Sie ignorierte die Kameras, die in ihre Richtung schwenkten, und die Fragen, die wie spitze Pfeile auf sie niederprasselten. Inzwischen war sie den Verlust ihrer Anonymit'beinahe gewohnt. Der Fall, den sie im letzten Winter untersucht und erfolgreich abgeschlossen hatte, hatte sie abrupt ins Rampenlicht katapultiert. Der Fall, dachte sie jetzt, w'end sie einen Reporter, der die Dreistigkeit besa' sich ihr mitten in den Weg zu stellen, mit einem st'ernen Blick durchbohrte, und ihre Beziehung zu Roarke.
Auch damals war es um Mord gegangen. Doch die allgemeine Aufregung 'ber einen gewaltsamen Tod verfl'chtigte sich bald.
Im Gegensatz zum Interesse der Menschen an Roarke.
'Was haben Sie, Lieutenant? Haben Sie schon einen Verd'tigen? Gibt es ein Motiv? K'nnen Sie best'gen, dass Staatsanw'in Towers enthauptet worden ist?'
Eve verlangsamte ihr Tempo und lenkte ihren Blick auf den Haufen durchn'ter, wolfs'iger Journalisten. Sie war ebenfalls klitschnass, obendrein todm'de und angewidert von dem, was sie hatte sehen
m'ssen, trotzdem blieb sie besser auf der Hut. Sie hatte gelernt, dass die Medien alles, was man von sich preisgab, so lange drehten und wendeten, bis es so weit wie m'glich ihren eigenen, nicht unbedingt zutreffenden Vorstellungen entsprach.
'Die Polizei hat zu diesem Zeitpunkt nichts weiter zu sagen, als dass die Untersuchung des Todes von Staatsanw'in Towers eingeleitet worden ist.'
'Und die Leitung der Ermittlungen hat man Ihnen 'bertragen?'
'Ich bin die Ermittlungsleiterin', erkl'e sie mit barscher Stimme und trat entschieden zwischen den beiden Uniformierten, die den Eingang des Hauses bewachten, hindurch in das Foyer.
Zu allen Seiten sah man wundervolle Blumen: l'liche und runde Beete mit duftenden, farbenfroh bl'henden Gew'sen, die sie an einen Fr'hlingstag auf der exotischen Insel denken lie'n, auf der sie nach Abschluss ihres letzten spektakul'n Falles drei wunderbare Tage mit Roarke verbracht hatte, um sich von einer Schusswunde zu erholen und wieder zu Kr'en zu kommen.
Unter den gegebenen Umst'en nahm sie sich nicht die Zeit, um bei der Erinnerung zu l'eln, sondern marschierte, nachdem sie sich ausgewiesen hatte, 'ber die Terracotta-Fliesen in Richtung des ersten Lifts.
'erall wimmelte es von Beamten. Zwei sa'n hinter dem Tresen in der Eingangshalle und 'berpr'ften die Sicherheitsdisketten, andere bewachten die T'r und wieder andere lungerten in der Umgebung der Fahrst'hle herum. So viele Polizisten h'en sie eindeutig nicht ben'tigt, aber als Staatsanw'in war Towers eine von ihnen gewesen, sodass das Interesse der Kollegen gr''r als in anderen F'en war.
'Ihre Wohnung ist gesichert?', fragte Eve den ihr am n'sten stehenden Beamten.
'Ja, Ma'am. Seit Ihrem Anruf um null zwei, zehn kam niemand mehr hinein oder heraus.'
'Ich brauche Kopien von den 'erwachungsdisketten.' Sie betrat den Fahrstuhl. 'F'r den Anfang sollten die letzten vierundzwanzig Stunden reichen.' Sie blickte auf das Namensschild des Uniformierten. 'Und, Big
gs, ich m'chte, dass Punkt sieben Uhr ein Trupp von sechs Leuten anf't, die Nachbarn einzeln zu befragen. Einundsechzigste Etage', befahl sie dem Fahrstuhl, und die durchsichtigen T'ren glitten lautlos zu.
Einen Augenblick sp'r betrat sie den totenstillen, mit 'ppigen Teppichen ausgelegten Korridor des einundsechzigsten Stockwerks. Wie in den meisten Geb'en, die im Verlauf der letzten f'nfzig Jahre errichtet worden waren, war auch hier der Flur auffallend schmal. Die W'e waren cremefarben gestrichen, und eine Reihe in dichter Folge aufgeh'ter Spiegel schuf die Illusion von mehr Weite als tats'lich vorhanden.
Im Gegensatz zum Korridor herrschte in den Wohneinheiten selbst offenbar kein Platzmangel, dachte Eve, als sie bemerkte, dass es in jeder Etage nur drei Wohnungen gab. Mit ihrer Polizei-Masterkarte decodierte sie das Schloss des Apartments 61-B und trat durch die T'r.
Cicely Towers hatte es eindeutig zu etwas gebracht, beschloss sie angesichts der ruhigen Eleganz, die sie umfing. Und sie hatte gerne gut gelebt. Sie zog die kleine Videokamera aus ihrem Untersuchungsset, klemmte sie an den Aufschlag ihrer Jacke und betrat das Wohnzimmer. An der zart rosafarben gestrichenen Wand oberhalb einer ged'ft gr'n und pinkfarben gestreiften, ausladenden Sitzgruppe in U-Form entdeckte sie zwei Gem'e eines bekannten K'nstlers aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert. Dank ihrer Beziehung zu Roarke konnte sie die Bilder identifizieren und erkennen, dass die dezente Einrichtung und die wenigen ausgew'ten St'cke ein kleines Verm'gen gekostet haben mussten.
Wie viel kassiert ein Staatsanwalt pro Jahr?, fragte sie sich, w'end die Kamera das Zimmer aufnahm.
'erall herrschte tadellose Ordnung. Aber schlie'ich war Towers, soweit Eve sie gekannt hatte, eine auf Ordnung und Makellosigkeit bedachte Frau gewesen. Bei der Wahl ihrer Garderobe, bei der Arbeit und was den Schutz ihrer Privatsph' betraf.
Was also hatte eine elegante, clevere und ordentliche Frau mitten i
n der Nacht, und dazu noch bei str'mendem Regen, in einer derart schmuddeligen Gegend zu suchen gehabt?
Eve ging weiter durch das Zimmer. Der Boden war aus wei'm Holz und schimmerte wie ein Spiegel unter den h'bschen, ebenfalls gr'nen und pinkfarbenen Teppichen. Auf einem Tisch standen gerahmte Hologramme zweier Kinder in verschiedenen Entwicklungsstufen von der Babyzeit bis hin zum Collegealter. Ein Junge und ein M'hen, beide h'bsch, beide freundlich l'elnd.
Seltsam, dachte Eve. Im Verlauf der Jahre hatte sie in zahllosen F'en mit Towers zusammengearbeitet. Hatte sie gewusst, dass die Frau Kinder gehabt hatte? Kopfsch'ttelnd ging sie hin'ber zu dem kleinen Computer, der in die elegante Workstation in der Ecke des Zimmers eingelassen war und nahm erneut ihre Masterkarte zu Hilfe, um Zugang zu bekommen.
'Auflistung von Cicely Towers' Terminen vom zweiten Mai.' Mit gespitzten Lippen 'berflog Eve die angezeigten Daten. Eine Stunde in einem eleganten Fitnessclub, ein voller Tag am Gericht, gefolgt von einem Sechs-Uhr-Termin mit einem prominenten Verteidiger und einer Verabredung zum Abendessen. Eve zog erstaunt die Brauen in die H'he. Ein Abendessen mit George Hammett.
Roarke hatte gesch'lich mit Hammett zu tun, erinnerte sie sich. Sie war ihm bisher zweimal begegnet und wusste, dass er ein charmanter und gewitzter Bursche war, der von seinem Transportunternehmen ausnehmend gut lebte.
Die Verabredung mit Hammett war die letzte, die Cicely Towers f'r den Tag ihres Todes in ihrem Computer vermerkt hatte.
'Ausdruck', murmelte sie und stopfte das Papier in ihre Tasche.
Als N'stes versuchte sie ihr Gl'ck, indem sie den Tele-Link nach s'lichen ankommenden und ausgehenden Anrufen der letzten achtundvierzig Stunden befragte. Wahrscheinlich m'sste sie viel tiefer graben, aber f'r den Anfang lie'sie sich die Anrufe aufzeichnen, schob die Diskette zu dem Computerausdruck in die Tasche und begann mit einer sorgf'igen Durchsuchung des Apartments.
Um f
'nf Uhr morgens brannten ihre Augen, und ihr Sch'l drohte zu zerbersten. Die Stunde Schlaf, die sie zwischen Sex und Mord hatte einschieben k'nnen, hatte eindeutig nicht gereicht.
'Nach bisherigen Informationen', sprach sie m'de in ihren Recorder, 'lebte das Opfer allein. Die bisherigen Ermittlungen haben keine gegenteiligen Hinweise ergeben. Es gibt kein Anzeichen daf'r, dass das Opfer seine Wohnung unfreiwillig verlassen hat, und es gibt keinen Vermerk 'ber eine Verabredung, die erkl'n w'rde, weshalb das Opfer an den Ort seiner Ermordung fuhr. Die Ermittlungsleiterin hat die entsprechenden Daten von ihrem Computer und ihrem Tele-Link f'r weitere 'erpr'fungen gesichert. Die Befragung der Nachbarn beginnt um null sieben Uhr, und die 'erwachungsdisketten des Geb'es werden konfisziert. Die Ermittlungsleiterin verl't die Wohnung des Opfers und f't weiter zum B'ro des Opfers im Rathaus. Lieutenant Eve Dallas. Null f'nf, null acht.'
Eve schaltete Recorder und Videokamera aus, steckte beides in die Tasche und machte sich auf den Weg.
Es war bereits nach zehn, als sie endlich ihr B'ro erreichte. Als Zugest'nis an ihren knurrenden Magen ging sie zuerst in die Kantine, wo sie sich, nicht 'berrascht, aber entt'cht, weil der Gro'eil der genie'aren Gerichte l'st nicht mehr zu bekommen war, mit einem Sojamuffin und einer Tasse dessen, was man in der Kantine als Kaffee ausschenkte, zufrieden geben musste. So schlimm beides auch war, a'sie den Muffin dennoch bis auf den letzten Kr'mel auf und leerte ihren Becher bis auf den letzten Tropfen, ehe sie sich in ihr B'ro begab.
Kaum dort angekommen, blinkte auch schon ihr Link.
'Lieutenant.'
Sie unterdr'ckte einen Seufzer, als sie in Whitneys breites, grimmiges Gesicht sah. 'Commander.'
'Kommen Sie sofort in mein B'ro.'
Sie hatte noch nicht mal Zeit, den Mund zu schlie'n, als der Bildschirm bereits wieder schwarz war.
Verdammt, dachte sie und fuhr sich mit den H'en erst durch das Gesicht und dann durc
h die kurzen, wirren braunen Haare. So viel also zu der Gelegenheit, ihre Nachrichten abzuh'ren, Roarke anzurufen, um ihn wissen zu lassen, was sie trieb, oder das zehnmin'tige Nickerchen zu machen, von dem sie schon getr't hatte.
M'hsam stand sie wieder auf, lie'ihre verkrampften Schultern kreisen und zog sich ihre Jacke aus. Das Leder hatte ihr Hemd vor dem Regen gesch'tzt, doch ihre Jeans waren ungem'tlich feucht. Nun, es war nicht zu 'ern, sagte sie sich, als sie die wenigen bisher gesammelten Daten zusammenraffte und das Zimmer verlie' Mit ein wenig Gl'ck bek' sie im B'ro des Commanders ja zumindest eine weitere Tasse Kaffee.
Nach ungef' zehn Sekunden jedoch war Eve bewusst, dass der Kaffee noch w'rde warten m'ssen.
Statt wie gew'hnlich hinter seinem Schreibtisch zu sitzen, stand Whitney am Fenster und blickte auf die Stadt hinunter, der er seit 'ber drei'g Jahren treu zu Diensten stand. Seine H'e waren hinter dem R'cken verschr't, doch die auf den ersten Blick bequeme Haltung wurde durch die wei'n Kn'chel als Zeichen gr''er Anspannung entlarvt.
Eve studierte die breiten Schultern, die graumelierten dunklen Haare und den muskul'sen R'cken des Mannes, der erst wenige Monate zuvor den angebotenen Posten des Polizeipr'denten ausgeschlagen hatte, um weiter in direktem Kontakt mit seinen Untergebenen zu stehen.
'Commander.'
'Es h'rt allm'ich auf zu regnen.'
Sie kniff verwirrt die Augen zusammen, bem'hte sich jedoch sofort um einen ausdruckslosen Blick. 'Ja, Sir.'
'Alles in allem ist es eine gute Stadt, Dallas. Es ist leicht, das hier oben zu vergessen, aber alles in allem ist es eine gute Stadt. Ich arbeite gerade daran, es mir in Erinnerung zu rufen.'
Sie gab keine Antwort, sie hatte nichts zu sagen. Also wartete sie lieber ab.
'Ich habe Sie mit der Leitung der Ermittlungen in diesem Fall betraut. Eigentlich w' Deblinsky an der Reihe gewesen, also w'sste ich gern, ob sie Ihnen deshalb irgendwelche Scherereien macht.'
'Deb
linsky ist eine gute Polizistin.'
'Das ist richtig. Aber Sie sind besser.'
Da ihre Brauen in die H'he schossen, war sie froh, dass er sie immer noch nicht ansah. 'Ich wei'Ihr Vertrauen zu w'rdigen, Commander.'
'Sie haben es verdient. Ich habe die normale Verfahrensweise umgangen, weil ich aus pers'nlichen Gr'nden die Leitung der Ermittlungen in Ihren H'en wissen will. Ich brauche die Beste, die ich habe, jemanden, der keine Grenzen kennt.'
'Die meisten von uns haben Staatsanw'in Towers gekannt, Commander. Sicher gibt es in ganz New York nicht einen Cop, der nicht alles tun w'rde, um denjenigen zu finden, der sie get'tet hat.'
Er seufzte, und sein massiger K'rper schien bis in die Zehenspitzen zu erschaudern. Dann jedoch drehte er sich endlich um und bedachte die Frau, die er mit der Untersuchung des Mordfalles betraut hatte, mit einem durchdringenden Blick. Sie war schmal gebaut, doch ihre Zartheit t'chte, denn er wusste, sie war wesentlich z'r, als sie aussah.




Pressestimmen

"Eine fantastische neue Krimi-Reihe, fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!"

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Eckdaten 2001 Roman Blanvalet-Verlag ISBN: 978-3-442-35451-1 382 Seiten 9,00€ Übersetzung: Uta Hege Band 2 Cover Das Cover ist hauptsächlich schwarz und im Vordergrund ist ein Gegenstand zu sehen. Dieses Mal ist es eine rote Bombe mit einem Timer, der auf neun Minuten steht. Ich weiß nie, ob der abgebildete Gegenstand etwas mit der Handlung zu tun hat oder eher willkürlich ausgewählt wurde. Inhalt (Klappentext) In regengepeitschter Nacht wird eine brutal ermordete junge Frau auf einem einsamen Gehsteig gefunden - und ein zweites Opfer kurz danach in ihrem eigenen Apartment. Eve Dallas, Lieutenant der New Yorker Polizei, entdeckt sofort einen Zusammenhang zwischen diesen Verbrechen. Beide Opfer sind schöne und höchst erfolgreiche Frauen. Ihr glamouröses Leben und ihre Liebesaffären waren Stadtgespräch. Ihre Verbindungen zu den Reichen und Berühmten beschert Eve Dallas dann auch eine lange Liste von Verdächtigen - inklusive ihres eigenen Liebhabers, einem der mächtigsten Männer der Welt: Roarke. Eve kann ihr Herz nicht verleugnen, aber die skandalösen Hinweise ebenso wenig ignorieren. Je enger sie den Täter einkreist, desto tiefer wird sie in den tödlichen Sog brisantester Geheimnisse hineingezogen, deren Kenntnis nicht nur ihr eigenes Leben bedroht¿ Autorin (Klappentext) J.D.Robb ist da Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Ihre originellen, überaus spannenden Kriminalromane mit der Heldin Eve Dallas wurden von den amerikanischen Lesern bereits mit größter Begeisterung aufgenommen. Vor rund 20 Jahren begann Nora Roberts zu schreiben und ist längst eine der meistgelesenen Autorinnen der Welt. Ihre Romane werden in 25 Sprachen übersetzt. Fazit Eve Dallas ist schon seit zehn Jahren bei der Polizei, doch jedes Mal ist es so, dass die Toten sie nicht kalt lassen. Und sie setzt sich jedes Mal für ihre Opfer ein. Ich finde es immer bewundernswert, wie sie ihr Berufs- und Privatleben meistert bzw. wie sie damit umgeht. Da Roarke einer der Verdächtigen ist und das in den anderen Bänden sicherlich noch einmal so sein wird, bin ich gespannt, wie sie die Situationen meistert. Und dass Roarke so romantisch und gefühlsbetont ist, hätte ich nicht gedacht. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Eve ist da eher zurückhaltender, was ihre Gefühle betrifft. Es ist jedes Mal witzig zu lesen, wie sie bei seinen liebevollen Geständnissen zusammenzuckt und dergleichen. ^^ Man könnte annehmen, dass Eve keinerlei Gefühle hat, weil sie sich so gut verschließt. Aber sie hat durchaus welche, was man im Umgang mit ihrem Commander miterlebt. Ich habe mich gefragt, was diese Zahlen bedeuten. Ein Beispiel null zwei, zehn. Heißt das 2:10 Uhr? Wir erfahren, dass die Polizeipsychologin und Eve dieselben Albträume quälen. Wird sie sich endlich jemanden anvertrauen? Officer Delia Peabody tritt endlich auf! Ich mag sie auch sehr gern. In meiner Ausgabe gab es an einigen Stellen Zeichensetzungsfehler (Anführungszeichen). Es endet damit, dass Roarke Eve fragt, ob sie ihn heiratet. XD Die Antwort erfahren wir erst im nächsten Band. Aber die Situation ist genau passend, so direkt nach einem Verbrechen. Es ist immer wieder ein Vergnügen, Romane von Eve Dallas zu lesen! :D
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