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Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

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Produktdetails

Titel: Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf
Autor/en: Oliver Pötzsch

ISBN: 3548288375
EAN: 9783548288376
Ullstein Taschenbuchvlg.

Juli 2017 - kartoniert - 681 Seiten

Ein Henker als Serienmörder
Der Schongauer Henker Jakob Kuisl reist im Februar 1672 mit seiner Familie zum Scharfrichtertreffen nach München. Erstmals hat ihn der Rat der Zwölf dazu eingeladen - eine große Ehre. Kuisl hofft, unter den Ratsmitgliedern außerdem einen Ehemann für seine Tochter Barbara zu finden. Barbara ist verzweifelt: Sie ist ungewollt schwanger und traut sich nicht, ihre Notlage ihrem Vater zu offenbaren. Dann kommt in München eine Reihe von Morden an jungen Frauen ans Licht, und Kuisl wird um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Alle Morde tragen die Handschrift eines Scharfrichters. Der Verdacht fällt auf den Rat der Zwölf ...
Der siebte Band der beliebten Henkerstochter-Serie


Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht.

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Bewertungen unserer Kunden
mörderisches München
von andrea tandel - 20.07.2017
Endlich wurde der Schongauer Henker Jakob Kuisl in den Rat der Zwölf aufgenommen. Zu seinem ersten Ratstreffen nach München, begleitet ihn seine gesamte Familie. Eigentlich erhofft er sich unter den Ratsmitgliedern einen Ehemann für seine Tochter Barbara zu finden. Was Kuisl jedoch nicht weiß: Barbara ist ungewollt schwanger geworden. Eine große Schande zu der damaligen Zeit. Die Münchner sehen nicht gerne, dass der Rat bei ihnen vor den Toren tagt und als dann auch noch ein paar Mädchen ermordet aufgefunden werden, gibt man den Henkern die Schuld. Kuisl und seine Familie versuchen herauszufinden wer hinter den grausigen Morden steckt, die die Handschrift der Henker trägt. Das Buch ist super gut und flüssig geschrieben. Es hat mir sehr gut gefallen. Habe bis zum Schluss gerätselt wer nun der Mörder ist und was hinter den Taten steckt. Oliver Pötsch wusste wie er mich an das Buch fesseln konnte. Ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen, wollte endlich wissen wer es war. Man erhält auch einen guten Einblick in das München von 1672. Durch die zwei Zeichnungen von München wusste man sofort wo die einzelnen Schauplätze zu finden sind. Daumen hoch. Ein muss für alle Kuisl-Fans.
Das Amulett mit der Frau im Strahlenkranz
von Hennie - 18.07.2017
"Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf" von Oliver Pötzsch ist bereits der siebte Band einer Historienreihe. Für mich war es das allererste Buch über die Henkerstochter. Ich fühlte mich von der 655 Seiten umfassenden Geschichte von Beginn an auf angenehme Weise vereinnahmt. Sofort war ich mittendrin im turbulenten Geschehen des 17. Jahrhunderts. Der Roman beginnt dramatisch an einem Sommertag des Jahres 1649 in München. Ein junges Mädchen erwacht in einem kalten, feuchten, erbärmlich stinkendem Verlies. Der Ort ist ihr fremd. Sie wurde gefesselt und geknebelt. Wer hat ihr das angetan? Bald merkt sie mit heillosem Erschrecken und tiefer Angst, dass sie eingemauert wird. Warum? War sie jemandem zu lebenslustig? Dann erfolgt ein Zeitsprung - mehr als 20 Jahre später - , ins Jahr 1672. Magdalena, die Tochter des Schongauer Scharfrichters Jakob Kuisl und inzwischen die Ehefrau des Stadtarztes Simon Fronwieser, wörtelt sich heftig mit dem Lehrer Weininger. Ihr neunjähriger, begabter Sohn Peter war wieder einmal blutig geprügelt worden von den reichen Patrizierkindern. Der Makel der ehrlosen Abstammung klebte auch an ihm. Währenddessen tollt der 60jährige Jakob Kuisl, der Henker, mit seinen Enkeln Paul und Sophia auf dem Eis. Er ist voller übermütiger Freude, dass er in den Rat der Zwölf aufgenommen wurde. Demnächst findet das Treffen der berühmtesten und besten Henker Bayerns in München statt. Seine ganze Familie, bestehend aus den beiden Töchtern Magdalena und Barbara, seinem Schwiegersohn und den drei Enkeln, soll ihn dorthin begleiten. Kaum in München angekommen nach einer nicht ungefährlichen Floßfahrt auf der Loisach und der Isar, stapft Kuisl in eine heruntergekommene Siedlung. Dort findet er als erstes die Leiche eines jungen Mädchens. Und schon ist er wieder mittendrin im Sog des Ermittelns... Die mitunter temporeichen Handlungen sind sehr vielfältig und führen alle bei einem Mitglied der Kuisl-Familie wieder zusammen. Jeder spielt eine wichtige Rolle bei den verschiedenen Unternehmungen, die der Aufklärung der Mädchenmorde dienen. Dabei gibt es sehr gefährliche Situationen zu überstehen. Die Geschichte endet für den Mörder dramatisch und mit überraschendem Ausgang. Für die Familie Kuisl gibt es am Schluß so etwas wie ein Happy-End. Und damit wohl in nächster Zeit einen achten Band!? Ich würde mich sehr freuen. Der Autor schreibt sehr lebendig über die Lebens- und Arbeitsweise der Menschen im 17. Jahrhundert. Seine Charaktere wirken natürlich und sehr anschaulich (z. B. Meister Hans mit weißem Haar und roten Augen). Ihre Sprache ist teilweise deftig, direkt und schnörkellos. Als schöne Zugabe empfinde ich die Stadtkarten Münchens und die Dramatis Personae im Vorspann des Buches. So behält man leichter den Überblick über die Vielzahl der handelnden Personen. Es sind immerhin annähernd vierzig. Im Anschluß erwartet den Leser ein "Kleiner Münchner Stadtführer". Man merkt "Der Henkerstochter" die gründliche, detail- und aufschlußreiche Recherche an und Oliver Pötzsch die Liebe zu seiner Heimatstadt München. Fazit: Band 7 ist für mich ein besonders gelungener, unterhaltender, historischer Roman! Das Schöne ist, ich kannte die Vorgänger nicht und hätte auch nicht bemerkt, das es welche gibt. Es ist ein eigenständiges Werk. Meine Bewertung: fünf von fünf Sternen
liebevoll versponnener historischer Krimi, toll geschrieben
von Rebecca1120 - 05.07.2017
Zwölf in den Rat gewählte Henker aus Bayern treffen sich zur Klausur in der Münchner Aue. Doch ihr Treffen wird von grausamen, auf Henkerart ermordeten jungen Frauen überschattet. Da Jakob Kuisl, der Schongauer Scharfrichter mit seiner gesamten Familie nach München angereist ist, versuchen alle, jeder auf seine Weise diese Mordserie aufzuklären. Ich muss sagen: ich bin begeistert von diesem historischen Krimi. Obwohl dies war mein erster Roman aus der Henkerstochter-Serie war, ist es mir leicht gefallen die Familie um Jakob Kuisl kennen und mögen zu lernen. Dabei haben die Söhne von Magdalena Peter und Paul am besten gefallen. Der draufgängerische Paul, der keiner Auseinandersetzung aus dem Weg geht, und im Gegensatz dazu der harmoniebedürftige, vor seinen Taten erst den Kopf befragende Peter - unterschiedlicher können zwei Brüder wohl nicht sein. Obwohl Magdalena Fronwieser als Henkerstochter mit den Titel des Buches prägt, ist in meinen Augen ihre Rolle hier eher klein, wenn auch nicht weniger gefährlich. Manchmal habe ich mich beim Lesen gefragt: wie kann sie als Mutter sich solcher Gefahren aussetzten? Ich wüsste gerne wovon der vom Autor versprochene neue historische Roman handeln wird. Denn Jakob scheint mir nun in die Jahre gekommen zu sein und sicher bald in Ruhestand zu gehen. Außerdem wird ja nun ein Teil der Familie in Schongau und der andere in München wohnen. Ich bin jedenfalls schon mal gespannt. Toll fand ich auch, welche Mühe Oliver Pötzsch sich am Ende des Romans gemacht hat und uns als Leser noch historische Touren durch München und Umgebung vorgeschlagen hat. Tolle Idee, Danke! Von mir gibt¿s für diesen historischen Krimi 5 Lesesterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
... macht Lust auf mehr
von Ameland - 18.07.2017
Der Henker Jakob Kuisl wird zum Scharfrichtertreffen nach München eingeladen - erstmals wird er in den Rat der Zwölf aufgenommen, was eine große Ehre ist. Es ist Brauch, dass der frisch Berufene mit seiner Familie anreist und diese vorstellt. Einige Familienmitglieder verbinden mit dieser Reise auch private Hoffnungen. Die Tochter Magdalena erhofft sich für ihren Sohn Peter einen Schulplatz bei den Jesuiten; der Schwiegersohn Simon möchte einen bekannten Arzt treffen und ihm sein Konzept für sein Buch präsentieren und Jakob selbst hofft auf einen Ehemann für seine jüngere Tochter Barbara. Bei den Kuisls handelt es sich um eine ganz normale Familie mit mehr oder minder alltäglichen Problemen. Das ist meines Erachtens das Geheimnis, was diese Familie so sympathisch macht. In München werden sie erstmal mit ermordeten jungen Mädchen, Geldfälschern, Kupplern und einem entlaufenen Schoßhündchen konfrontiert. Bei der Aufklärung dieser unterschiedlichen Fälle ist die gesamte Familie involviert. Ganz nebenbei bekommt man einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse des 17. Jahrhunderts - von Hygiene war damals noch nicht die Rede. Bei einigen Beschreibungen war ich doch froh, im Hier und Jetzt zu leben. Bei der Henkerstochter und der Rat der Zwölf handelt es sich bereits um Band 7 der Serie. Es hat mich nicht gestört, dass ich die Vorgängerbände nicht kannte. Es ist ein sehr gut recherchierter Roman, der sich aufgrund des tollen Schreibstils liest wie nix. Es ist unterhaltsam und durchgehend spannend. Von mir bekommt das Buch wohlverdiente 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung. Ich bin dann mal auf dem Weg in die Buchhandlung mir die Vorgänger besorgen.
Die Henkerstochter und der Rat der 12 - mega spannend
von kabru712 - 10.07.2017
Wow, das nenne ich mal ein spannendes Buch. Ab der Hälfte hätte ich es eigentlich nicht mehr aus der Hand legen können, aber irgendwann muss man ja auch mal essen und schlafen. Dieses war mein erstes Henkerstochter-Buch und ich bin restlos begeistert. Ich hatte die leichte Befürchtung, dass es stellenweise ohne Kenntnis der ersten Bücher schwer verständlich ist. Die war zum Glück völlig unbegründet. Die Familie Kuisl wird perfekt vorgestellt, der Fall ist in sich komplett abgeschlossen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt des Buches das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlen würde. Zur Geschichte: Ein Kriminalroman, der im München des 17. Jhds. spielt, ist natürlich eine tolle Idee. Auch ohne Spurensicherung, Gerichtsmedizin, Computer und Handy wird der Fall gelöst. Gleichzeitig taucht man in eine historische Welt ein, in der ich mich zumindest nicht wirklich auskenne. Die Übersichtskarten von München und Au sind zwar nett, aber im eBook nicht wirklich zu gebrauchen. In einem "richtigen" Buch schaue ich da aber immer gerne drauf. Die Stadtführungen am Ende sind eine tolle Idee. Die Personen sind durchweg sympathisch, außer natürlich die "Bösen". Aber da die nach und nach rausfallen als Täter, bleibt es wirklich bis zum Schluss spannend. Einfach super!
Die Kuisls in Lebensgefahr
von hasirasi2 - 13.07.2017
Ich bin ein Kuisl-Fan der ersten Stunde und fiebere jedem neuen Band entgegen. Doch inzwischen ist der Henker Jakob Kuisl schon an die 60 und ich habe genau wie seine Kinder Angst, dass er nicht ewig lebt. Dazu kommt, dass er das Ermitteln einfach nicht lassen kann und sich dabei immer wieder in Gefahr begibt. Leider hat er diese Wissbegier seinen Töchtern Magdalena und Barbara vererbt und auch Magdalenas Buben Peter und Paul treten schon in seine Fußstapfen. Und beim Treffen des Rat der 12, des höchsten Gremiums der bayrischen Scharfrichterzunft, 1672 in München, schaffen sie es alle gleichzeitig, in Lebensgefahr zu geraten ... Denn das Treffen wird von einigen ungewöhnlichen Todesfällen überschattet: Mehrere junge Frauen werden nach verschiedenen Henkersarten hingerichtet - aber von wem? Bald werden Stimmen laut, dass nur einer der 12 Scharfrichter der Mörder sein kann. Eine Spur führt in Bayerns erste Seidenmanufaktur. Mindestens 2 der Toten haben dort gearbeitet. Also schleicht sich Magdalena dort ein und findet heraus, dass die meisten Mädchen noch einen Nebenjob haben. Außerdem beherbergt die Manufaktur rätselhafte Venezianer. "Geheimnisse birgt dieses Haus wohl so einige." (S. 290) Und auch Barbara hat ein Geheimnis, zumindest vor ihrem Vater, der sie unbedingt verheiraten will - sie ist ungewollt schwanger. Bleibt ihr wirklich nur die Heirat mit einem der Henker, die Kuisl ausgewählt hat, um der Schande zu entgehen? Magdalenas Mann Simon, der Medicus, schwebt hingegen in völlig anderen Sphären. Er hat ein Traktat über Sauberkeit in der Medizin verfasst und will es mit unbedingt veröffentlichen. Darüber vergiss er leider ab und an seine Familie, was seine Frau sehr erzürnt: "Wie wäre es, wenn der Herr Doktor ihn sich wenigstens anschauen würde? Oder ist Dir der Arsch vom Seiler wichtiger als die Nase Deines Ältesten?" (S. 24). Oliver Pötzsch hat mit "Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf" wieder eine extrem spannende Fortsetzung geschaffen. Ich habe die knapp 700 Seiten an nur 3 Abenden gelesen, weil man das Buch, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen kenn. Er hat geschickt Hinweise und Spuren zum Täter gelegt und diesen gleichzeitig extrem gut verschleiert, so dass ich meine Vermutungen mehrfach redigieren musste. Neben der sich stetig steigenden Spannung und dem atemberaubenden Tempo, das die Handlung vorantreibt, lebt das Buch vor allem von den sympathischen Figuren. Jakob Kusil muss man einfach mögen. Er ist zwar stoffelig und dickköpfig, hat aber ein Herz aus Gold und würde alles für seine Familie tun. Magdalena ist oft die einzige, die ihn zur Räson bringen kann und ihm (sowie ziemlich jedem anderen), offen die Meinung sagt, auch wenn ihr das nicht immer gut bekommt. Dabei hadert sie genau wie die sture Barbara mit ihrem Schicksal. "Keiner kann etwas dafür, wohin ihn Gott gestellt hat." (S. 471) Durch die Hochzeit mit dem Stadtarzt Simon ist sie zwar ehrlich gesprochen, aber sie und ihre Kinder werden nach wie vor als Henkersbälger beschimpft. Wer auf richtig gute historische Krimis steht, kommt um "Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf" nicht herum. Sehr realistisch und anschaulich, vor einem realen historischen Hintergrund, gut recherchiert und extrem spannend mit einem ordentlichen Gruselfaktor.
Historischer Krimi der Extraklasse
von Gartenfee - 11.07.2017
Klappentext: Der Schongauer Henker Jakob Kuisl reist im Februar 1672 zum Scharfrichtertreffen nach München. Erstmals hat ihn der Rat der Zwölf dazu eingeladen - eine große Ehre. Kuisl hofft, unter den Ratsmitgliedern außerdem einen Ehemann für seine Tochter Barbara zu finden. Barbara ist verzweifelt: Sie ist ungewollt schwanger und traut sich nicht, ihre Notlage ihrem Vater zu offenbaren. Dann kommt in München eine Reihe von Morden an jungen Frauen ans Licht, und Kuisl wird um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Alle Morde tragen die Handschrift eines Scharfrichters. Der Verdacht fällt auf den Rat der Zwölf ... Schon der Prolog des Romans beginnt spannend im Jahr 1649 mit der lebendigen Einmauerung von Johanna, die sich von Gott für ein Verbrechen, dass sie begangen hat, bestraft fühlt¿. Jacob Kuisl, der Schongauer Henker wartet seit Jahren darauf, in den Rat der Zwölf aufgenommen zu werden, den Rat der Zwölf könnte man wie bei Handwerkern als Gilde bezeichnen. Als er nun endlich die Einladung erhält, reist die komplette Familie nach München, wo das Treffen etwas außerhalb in der Au stattfindet, da die Henker innerhalb der Stadttore von München nicht erwünscht sind . Die Klausur wird jedoch von Morden an jungen Frauen überschattet, die nach Art der Henker getötet wurden. Die Henker, zur damaligen Zeit verachtet in der Bevölkerung und ausgegrenzt, geraten in Aufruhr, denn es kann nur einer von ihnen sein und die Henker versuchen den Schuldigen in ihrer Mitte ausfindig zu machen, doch wie so oft im Leben, ist alles anders, als es zu sein scheint¿. Ein historischer Krimi, der auch schon wie seine Vorgänger begeistert, der Schreibstil ist leicht, flüssig und nimmt den Leser von der ersten Seite an mit in die vergangene Zeit, er wird ein Teil der Familie Kuisl und begleitet sie. Der Spannungsbogen wird schnell aufgebaut und zieht sich wie ein roter Faden bis zum finalen Schluss. Die Charaktere wirken echt, authentisch, haben ihre Ecken und Kanten sowie ihre Sorgen und Nöte. Sehr gut beschrieben auch die damaligen gesellschaftlichen Strukturen, die für uns heute sehr schwierig erscheinen, besonders die Frauen, die kein selbstbestimmtes Leben führen durften, sie waren auf Gedeih und Verderb den Männern ausgeliefert. Jakob Kuisl ist mit 60 Jahren schon ein alter Mann, aber trotzdem noch immer ein Haudegen, der sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lässt, spürt immer öfter sein Alter, ist scharfsinnig und versucht, die Familie zusammen zu halten, die älteste Tochter Magdalena ist sympathisch sowie clever und ihre drei Kinder sehr unterschiedlich, die beiden Jungen Paul und Peter könnten unterschiedlicher nicht sein, Peter liest in jeder freien Minuten und möchte viel lernen, Paul ist ein Raufbold und Draufgänger. Simon, Magdalenas Ehemann ist Medikus und widmet sich viel seinen Forschungen. Ebenso wie die anderen Nebencharaktere haben alle ihre Rolle in diesem spannenden historischen Krimi. Anschaulich und lebendig erzählt, packend und spannend geschrieben hat mir dieser historische Krimi sehr gut gefallen. Am Ende des Romans hat Oliver Pötzsch fünf historische Touren in und um München herum zusammengestellt und beschrieben, damit der Leser selbst auf mittelalterlichen Spuren wandeln kann. Lesezeichen setzen Inhalt melden
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von Archer - 10.07.2017
Der alte Kuisl könnte hochzufrieden sein, ist er doch endlich in den erlesenen Kreis des Rats der Zwölf gewählt worden, in den nur die besten Henker Bayerns aufgenommen werden. Aus diesem Grund tritt er mit der ganzen Familie die Reise nach München an, und prompt gerät er in einen Fall von ermordeten jungen Mädchen. Als wäre es damit nicht getan, beschäftigen ihn und seine Familie Geldfälscher, der verschwundene Hund der Erzherzogin, brutale Mädchenhändler und dass Kuisls jüngere Tochter nicht nur ungewollt schwanger ist, sondern auch dringend einen Ehemann benötigt - nur ist unter Henkern das Ehemannmaterial eher rar gesät, zumal der TOD auch ihnen mit der Sense winkt. Ein ganz schöner Wälzer, das Buch. Und doch hatte ich es extrem schnell ausgelesen, was für den flüssigen Schreibstil spricht. Das ist zwar nicht mein erstes Pötzschbuch, aber das erste, das ich mit der Henkersfamilie Kuisl verbracht habe - und ich hatte null Probleme, der Handlung oder den Verbindungen untereinander zu folgen. Höchstens, dass ich jetzt bereue, nicht schon vorher mit der Reihe angefangen zu haben. Die Personen wirkten auf mich sehr authentisch, keiner von denen kam mir wie vom Reißbrett vor, und obwohl ich nicht alle Familienmitglieder sympathisch fand (Simon, Paul), konnten sie mich überzeugen. Absolut gelungen ist auch der sehr präsente Nebendarsteller namens München - in die Stadt ein paar Jahrzehnte nach dem dreißigjährigen Krieg einzutauchen hat schon Spaß gemacht und zeugt von Pötzsch super Recherche und seinem Können, anschaulich zu erzählen, ohne zu klingen, als würde er von Wiki abschreiben. Kriegt eine fette Empfehlung.
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