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Glaube Liebe Tod

Kriminalroman. 'Ein Martin-Bauer-Krimi'.
Taschenbuch
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Woran kann man glauben in einer Welt voller Verbrechen?
Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Gel... weiterlesen
Taschenbuch

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Produktdetails
Titel: Glaube Liebe Tod
Autor/en: Peter Gallert, Jörg Reiter

ISBN: 354828891X
EAN: 9783548288918
Kriminalroman.
'Ein Martin-Bauer-Krimi'.
Ullstein Taschenbuchvlg.

12. Mai 2017 - kartoniert - 405 Seiten

Beschreibung

Woran kann man glauben in einer Welt voller Verbrechen?
Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel ...

Portrait

Peter Gallert wurde 1962 in Bonn geboren. Ein Germanistik- und Geschichtsstudium brach er erfolgreich ab. Seit den 90er Jahren Drehbuchautor für TV-Serien von Krimi bis Krankenhaus (in Zusammenarbeit mit Jörg Reiter). Er ist Karate-Kindertrainer, hat drei Töchter und lebt mit seiner Familie in Köln.

Pressestimmen

"Dieser Krimi ist das perfekte Debüt eines herrlich unperfekten Ermittlers. Eine fesselnde Geschichte, die man nicht aus der Hand legen mag.", Ruhr Nachrichten, Beate Rottgardt, 17.05.2017

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Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Der erste Fall für Martin Bauer und Verena Dohr
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - 25.05.2017
In letzter Minute kann Polizeipfarrer Martin Bauer den Tod des Polizisten Walter Keunert verhindern, der von einer Duisburger Rheinbrücke springen will. Doch wenige Stunden später wird Keunert tot aufgefunden. Martin Bauer macht sich schwere Vorwürfe. Hat er versagt? Oder war es vielleicht gar kein Selbstmord? Zusammen mit der jungen Polizeikommissarin Verena Dohr und entgegen den ausdrücklichen willen von Polizeidirektor Lutz will er herausfinden wie es zu dem Tod von Keunert kommen konnte. Dies ist der erste Fall für den Polizeipfarrer Martin Bauer und die junge Polizeikommissarin Verena Dohr, eine Leseprobe des zweiten Falls finden sie am Ende des Buches. Ein Krimi, der mir von Anfang an gut gefallen hat. Verschiedene Handlungsstränge, die nach und nach zusammenlaufen. Dadurch, das ständig zwischen den verschiedenen Schauplätzen gewechselt wird, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ein sympathisches Team rundet den Krimi perfekt ab. Ich bin gespannt auf den 2. Fall und vergebe 4 Sterne.
Bewertungen unserer Kunden
ein Krimi nach meinem Geschmack
von lesebiene - 25.06.2017
Meinung:   Der Einstieg in die Geschichte wurde wahrlich großartig gewählt.   Ohne Umschweife gelangt man als Leser in die spannende Geschichte, mit klopfenden Herzen und Gänsehaut verschlingt man förmlich die ersten Seiten des Kriminalromans. Und genau diese Spannung, wissen die Autoren, die gesamte Geschichte hindurch beizubehalten. Es vergeht keine Seite, ohne Spannung und Nervenkitzel.   Eine düstere Atmosphäre, die den Leser in ihren Bann zieht, rundet die Geschichte ab und macht sie zu einem beinahe perfekten und spannenden Kriminalroman.  Fazit:   Ein überzeugendes Debüt, welches mit Atmosphäre und Spannung überzeugen kann.  Ich bin begeistert, und freue mich auf weitere weitere Lektüren des Autorenduos.
und es wird spannend
von Anonym - 09.07.2017
Glaube Liebe Tod begingt als eine undurchsichtige Ansammlung an Teilhandlungssträngen, die sich nach und nach zu einer harmonischen, nachvollziehbaren Geschichte zusammenfügen. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Polizeipfarrer Martin Bauer, der mehrere Aufgaben übernimmt, und dabei seine Familie vernachlässigt um andere zu retten. Da es innerhalb der Polizei immer wieder zu Konkurrenzkämpfen und Postengerangel kommt, kommt er nicht umhin den falschen Leuten, sowohl Vorgesetzten als auch Kriminellen, auf die Füße zu treten. Dadurch gerät er unaufhörlich in gefährliche Situationen. Doch sein humanistischer Sinn für einen verlorenen Jugendlichen bringt die entscheidende Lösung mehrerer Kriminalfälle, indem der Polizeipfarrer seine Kompetenz überschreitet. Der Hauptcharakter ist sympathisch und man leidet mit ihm, wenn ihm die Kollegen der Polizei Steine in den Weg legen.
Ein Polizeiseelsorger als Ermittler
von Readaholic - 06.06.2017
Der Einstieg in das Buch war richtig gut. Ein Polizeiseelsorger, Martin Bauer, der mit ungewöhnlichen Mitteln den potentiellen Selbstmörder Keunert davor bewahrt, sich umzubringen. Als dieser dann doch vom Dach eines Parkhauses stürzt, ist sich Bauer dennoch nicht sicher, ob es sich tatsächlich um Selbstmord handelte, zumal gegen Keunert intern ermittelt wurde und er offensichtlich Verbindungen zum Rotlichtmilieu hatte. Bauer nimmt Kontakt zu Keunerts Familie, der Ehefrau und Sohn Tilo, auf. Die Ehefrau scheint vom Tod ihres Mannes nicht sonderlich mitgenommen zu sein, während Tilo bewaffnet untertaucht, auf der Suche nach dem vermeintlichen Mörder seines Vaters. Auch bei Bauer zuhause ist Krisenstimmung, da die 15jährige Tochter Nina zu einer Demonstration aufgebrochen ist, bei der es mit Sicherheit nicht friedlich zugehen wird. Diese ganze Geschichte um Nina ist allerdings viel Lärm um nichts. Es wird künstlich Spannung aufgebaut, die dann - puff - in sich zusammenfällt. Den Teil der Geschichte hätten sich die Autoren sparen können. Überhaupt bleibt Bauers Familie seltsam blass. Unbedeutende Nebenpersonen, wie etwa die Freundin von Keunerts Ehefrau, werden besser und anschaulicher beschrieben. In den wenigen Tagen, die es dauert, den Fall zu lösen, begibt sich Martin Bauer unzählige Male in Lebensgefahr, was mir auch ein bisschen too much war. Und die dramatische Auflösung des Ganzen - Geiselnahme inmitten eines tobenden Sturms, der zu allem Überfluss noch dazu führt, dass Bauers Haus durch einen fallenden Baum zerstört wird - ist für meine Begriffe einfach zu dick aufgetragen. Ich habe das Buch zunächst gern gelesen, aber gegen Ende war ich enttäuscht.
spannend mit einem Anflug von Philosophie
von Siglinde Haas - 28.05.2017
Als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, war ich mir nicht sicher, ob ich das Buch wirklich lesen will. Ein Pfarrer als Hauptperson in einem Krimi ? Dann dachte ich mir, ausprobieren kann man es ja mal und wurde nicht enttäuscht. Polizeiseelsorger Bauer kann den Polizisten Keunert vom Selbstmord abhalten. Doch ein paar Stunden später springt Keunert von einem Parkdeck und ist tot. Bauer quält sich mit Selbstzweifeln. Hätte er den Selbstmord verhindern können, ja müssen. Keunert hinterlässt eine Witwe, die nicht allzu traurig scheint und einen völlig verstörten 15jährigen Sohn, Tilo. Bauer fühlt sich für den jungen Tilo verantwortlich. Zumal er eine Tochter im gleichen Alter hat. Was wäre, wenn es kein Selbstmord war, sondern Mord. Der Polizist hatte Verbindungen ins Rotlichtmilieu, war vielleicht korrupt. Wusste er vielleicht sogar von dem Mädchenhandel mit jungen Rumäninnen ? Inzwischen sucht Tilo einen Verantwortlichen für den Tod seines Vaters. Und er hat eine Pistole. Bauer will dem Jungen unbedingt helfen und beginnt auf eigne Faust zu ermitteln. Im Laufe seiner Nachforschungen macht er sich und Gott Vorwürfe, zweifelt , ob er seinen Berufs weiter ausüben kann. Und der Leser leidet mit. Das Buch ist wirklich toll und voller überraschender Wendungen. Nichts ist nur schwarz-weiß. Die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen, wem man Loyalität schuldet, passen in die Geschichte, weil sie zu der Figur des Pfarrers passen. Der Autor versucht Antworten durch seine Hauptfigur zu finden, ohne belehrend zu sein. Bedingt durch die Sichtweise des Seelsorgers auf die Handlung, treten andere Aspekte zu Tage, die in einem konventionellen Krimi keine Rolle spielen und bieten eine spannende Abwechslung zum üblichen Verlauf. Das Buch hat mich wirklich überzeugt und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen werde.
Solider Krimi
von sabrina.reads - 08.05.2017
Gallert und Reiter haben mit Glaube Liebe Tod einen wirklich guten und soliden Ruhrpott-Krimi verfasst. Es ist der erste Titel der Reihe um den evangelischen Polizeipfarrer Martin Bauer. Mir gefällt die Idee mit einem Protagonisten als Polizeipfarrer zu arbeiten sehr gut, meines Wissens gibt es bisher keine vergleichbare Krimi-Reihe. Alle Protagonisten sind gut gewählt, der Krimi baut eine solide Story auf, wobei meiner Meinung bei den nachfolgenden Büchern noch Luft nach oben ist, was die Dramatik und Spannung anbelangt. In Glaube Liebe Tod gibt es zwar mehrere Spannungsspitzen, ein richtiger Spannungsbogen der sich über längere Strecken des Buches hält wird jedoch nicht aufgebaut. Ist in einem ersten Buch einer Reihe aber wahrscheinlich auch schwierig umzusetzen, da zunächst ein Grundgerüst aus Umgebung und handelnden Personen mit jeweiliger Einführung der Personen abgewickelt werden muss und somit Jammern auf hohem Niveau. Für meinen Geschmack war das Buch teilweise zu religiös, allerdings bringt das ein Polizeipfarrer wohl einfach mit sich. Dies sollte eher als Anmerkung und nicht als Kritik aufgefasst werden, denn ohne Religion macht die Reihe mit einem Pfarrer auch keinen Sinn. Besonders fies fand ich die Leseprobe des zweiten Buches am Ende (ist zumindest beim E-Books so), diese geht mal richtig voran und lässt einen mit Verzweiflung zurück, denn der zweite Band wird wohl erst im Mai 2018 - also in einem Jahr - erscheinen.
Gelungener Auftakt
von linus63 - 25.05.2017
Dem evangelischen Polizeiseelsorger Martin Bauer gelingt es in letzter Minute, einen Polizisten davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen. Doch einige Stunden später wird der Polizist nach einem Sturz von einem Parkhausdeck tot aufgefunden. War es wirklich Selbstmord? Während es für alle anderen klar ist, hat Martin Bauer seine Zweifel - und beginnt, Nachforschungen anzustellen ¿. Der Einstieg in "Glaube Liebe Tod" gelingt leicht und bietet Kopfkino vom Feinsten: Die anschauliche Schilderung einer spektakulären Situation sowie ihres unerwarteten Verlaufes lassen ab der ersten Seite Bilder im Kopf aufsteigen, die durch schlagfertige Dialoge und ein wenig Situationskomik eine Atmosphäre mit einem unterhaltsamen und amüsanten Beigeschmack schaffen, die mich sofort für dieses Buch einnehmen. Doch schon nach wenigen weiteren Seiten zeigt sich eine tiefergehende und ernste Thematik mit zum Teil recht brutalem Vorgehen, die einen interessanten Kontrast zur bisherigen "Leichtigkeit" bildet, was aber lediglich einen Vorgeschmack auf die kommenden gewalttätigen Machenschaften und organisierte Kriminalität gibt. Das Tempo ist flott, die Handlung ereignisreich, fesselnd und spannend, und ein Höhepunkt jagt den nächsten, wobei zwar einige momentan beliebte Klischees bedient werden, die Geschichte jedoch insgesamt recht abwechslungsreich und wenig vorhersehbar verläuft. Die plastische Erzählweise bietet Raum für eigene Bilder, die durch eine spürbare Atmosphäre, detaillierte Schilderungen und nachvollziehbare Emotionen greifbar werden. Herausragende Figuren sind natürlich der Seelsorger Martin Bauer, aber auch der Sohn des toten Polizisten, der fünfzehnjährige Tilo, der nicht nur von seinem Umfeld im Stich gelassen wurde und emotional wegzubrechen droht, sondern ungewollt in die aktuellen, kriminellen Machenschaften hineingezogen und tiefer darin verstrickt wird, als ihm lieb ist. Sein Frust, seine Verzweiflung, sein Misstrauen gegenüber anderen, aber auch sein "guter Kern", seine Hilfsbereitschaft gegenüber Menschen in Not und sein Unrechtsbewusstsein sind trotz, bzw. gerade in seiner Misere gut dargestellt und durchgängig spürbar. Martin Bauer hingegen ist ein Seelsorger, wie man ihn sich wünscht - sein Beruf ist Berufung, er steht mit beiden Füßen fest im Leben, hat ein intuitives Gespür für heikle Situationen und fast immer eine Lösung parat - zielorientiert, häufig ungewöhnlich, manchmal spektakulär, doch meistens effektiv. Seine Handlungen und sein Gespür werden gestützt durch seinen Glauben, was im Buch durch viele Bibelzitate immer wieder untermauert wird, wobei ihn sein zeitweiliges Hadern mit Gott und sein vereinzeltes Zweifeln an seinem Instinkt ihn menschlich und authentisch machen. Mir persönlich hat diese Figur sehr imponiert, die für einen Kriminalroman eine ganz andere Seite der Polizeiarbeit präsentiert, gleichzeitig aber auch sehr gut die Zerrissenheit seines Berufsstandes bezüglich Pflichtbewusstseins und Loyalität gegenüber seinen Kollegen auf der einen Seite, bzw. seiner Familie auf der anderen Seite darstellt. Das Buch endet schlüssig und so wie es begonnen hat - mit einem Paukenschlag, ein für meine Begriffe etwas überzogenes Showdown, das sicherlich ein wenig der bisherigen Laufbahn der beiden Schriftsteller als Drehbuchautoren geschuldet ist, aber dem Kopfkino ein letztes Highlight beschert. Fazit: "Glaube Liebe Tod" ist der gelungene Auftakt der neuen Krimireihe um den engagierten Polizeiseelsorger Martin Bauer, der mich durchgehend fesseln konnte, und den ich innerhalb von 24 Stunden zu Ende gelesen habe. Insbesondere die Figur des Seelsorgers und die anschauliche Darstellungsweise haben mir sehr gut gefallen - ich freue mich auf den nächsten Band, der im Mai 2018 erscheinen soll ¿.
von Anfang an spannend
von Marita Zschenker - 17.05.2017
Martin Bauer, evangelischer Seelsorger bei der Polizei, rettet einem Polizisten vor dem Selbstmordsprung von einer Brücke. Nur Stunden später wird dieser Polizist tot zu Füßen eines Parkhauses gefunden. War es Selbstmord? MEINE MEINUNG : Der Schreibstil ist flüssig, bildlich und gut zu lesen. Das Autorenduo baut die Geschichte von Anfang an sehr spannend auf. Die Handlungsstränge sind gut durchdacht und es bleibt nicht bei dem Selbstmord. Ich konnte ihn gut verfolgen und nach und nach wird alles zusammengeführt. Bei diesem Buch musste ich mich nicht groß einlesen und konnte sofort in das Geschehen abtauchen und dem Polizeiseelsorger folgen. Die Protagonisten werden hier gut charakterisiert und dargestellt. Gerade Bauer wirkt für mich authentisch, oft waghalsig und manchmal musste ich auch über ihn schmunzeln und an die Figur Pater Brown denken. Weitere Personen werden geschickt in die Handlung eingeführt. Kommissarin Verena Dohr hat es nicht immer einfach mit Martin Bauer. Manchmal hatte ich beim lesen das Gefühl den beiden über die Schulter zu schauen. Die Schauplätze werden sehr bildlich beschrieben. Der Kopf - Kino - Edition - Aufkleber auf dem Cover, sowie das Cover selber, passen für mich sehr gut zu dem Inhalt. Während den 406 - Seiten gab es keine Längen oder langweiligen Passagen. FAZIT : Glaube, Liebe, Tod von Peter Gallert und Jörg Reiter wird durch den Ullstein - Verlag veröffentlicht und gibt es als Taschenbuch, E-book und Hörbuch. Er ist ein von der ersten bis zur letzten Seite ein spannender Krimi. Krimifans müssen es einfach lesen. Ich warte jetzt auf die nächste Folge um den Polizeiseelsorger Martin Bauer. Die Leseprobe von Tiefer denn die Hölle am Ende des Buches hat mich schon neugierig gemacht.
Glaube Liebe Tod
von Gelinde - 09.05.2017
Glaube Liebe Tod, von Peter Gallert und Jörg Reiter Cover: Eine Szene aus dem Buch - total passend. Inhalt: Ein Polizist steht auf einer Brücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der evangelische Polizei-Seelsorger Martin Bauer kann ihn mit einer gewagten Aktion retten. Doch wenige Stunden später ist der Polizist doch tot, ein Sturz vom Deck eine Parkhauses. Alle glauben an einen Suizid, besonders als herauskommt, dass gegen den Beamten wegen Korruption ermittelt wurde. Nur Bauer ist skeptisch. Auf der Suche nach der Wahrheit geht er seine eigenen, nicht immer legitimen und geraden Wege. Was er findet, stellt ihn selber auf eine harte Probe¿¿¿¿ Meine Meinung: Eine unglaubliche, von Anfang an spannende und rasante Handlung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Geschichte wird Stück für Stück aufgebaut, wir kommen Puzzleteil für Puzzleteil der Wahrheit näher und lesen atemlos, wie eine Erkenntnis schockierender ist als die andere. Es geht ins Drogen- und Rotlichtmilieu und dass es dort nicht zimperlich zugeht ist wohl klar, doch wird dies nicht episch breit getreten sondern in seiner vollen Wucht unserem Kopfkino überlassen. Und doch schafft es das Buch, durch die besondere Person von Martin Bauer (ein sympathischer, menschlicher Charakter, mit Sorgen, Ängsten und Fehlern), nicht in einen Rambo-Aktion-Krimi abzudriften, sondern es werden existentielle Fragen des Lebens eingewoben. Zweifel, Freundschaft, Ehre, Lügen, Liebe, was ist wichtiger: persönliche Sorgen oder fremdes Leid? Sehr gelungen und ausgewogen finde ich die Balance zwischen Privatleben und Krimifall. Ein Krimi wie man ihn sich nur wünschen kann und bei dem ich mich schon auf den Nachfolger "Tiefer denn die Hölle", freue. Autoren: Peter Gallert, geb. 1962, ist (in Zusammenarbeit mit Jörg Reiter) Drehbuchautor, hat drei Töchter und lebt mit seiner Familie in Köln. Jörg Reiter, geb 1952 ist freier Autor und schreibt Drehbücher (mit Peter Gallert) und lebt auch in Köln. Mein Fazit: Ein wahnsinns Krimi, absolutes Kopfkino. Spannend, dramatisch, aufrüttelnd. Ein Show Down wie im besten Hollywood Film, total realistisch und echt krass! Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung und 5 Sterne mit **
Gelungenes Debüt
von Ingeborg Remberger - 29.07.2017
Das gelungene Cover ist schon einen Hingucker wert, vor allem paßt es zum Inhalt des Buches, mit dem den beiden Autoren Gallert und Reiter ein bemerkenswertes Debut gelungen ist. Von Anfang an war ich von dem Polizeiseelsorger Martin Bauer eingenommen, der um einen Selbstmörder zu retten, sein eigenes Leben aufs Spiel setzt. Er rettet den Mann zwar für den Moment, aber am nächsten Tag kommt dieser durch einen Sturz von einem Hochhaus ums Leben. War das nun Selbstmord oder Mord, weil ihn jemand gestoßen hat? Martin Bauer will den Fall unbedingt lösen und verbeißt sich dermaßen in die Aufklärung, daß er dabei die Belange seiner Familie außer acht läßt und auch mit den Kollegen bei der Polizei aneinander gerät. Bis zur Aufklärung des Falles tun sich viele Abgründe auf. Den Autoren ist es gelungen, die einzelnen Handlungsstränge zu einem stimmigen Ganzen zusammenzuführen. Unglaubwürdig wurde die Überführung des Täters am Ende des Buches im Haus des Seelsorgers. Die Geschehnisse waren dann doch etwas zu weit hergeholt, um glaubhaft zu wirken. Dies mindert um 1 Punkt die Qualität des Krimis. Alles in allem war es spannend zu lesen, und ich gebe gerne eine Leseempfehlung an alle Krimifans und freue mich auf eine neue Episode mit Pfarrer Martin Bauer.
Sehr guter schlüssiger Plot
von Langeweile - 12.05.2017
Inhalt: Als auf der Rheinbrücke in Duisburg der Polizist Walter Keunert in scheinbar selbstmörderischer Absicht steht,wird der Polizeiseelsorger Martin Bauer zur Unterstützung gerufen. Mit einem Trick gelingt es ihm, das Vorhaben zu vereiteln, doch kurze Zeit später ist Walter Keunert tot. Er stürzte vom Dach eines Parkhauses, für die Polizei ein klarer Fall von Suizid, zumal gegen ihn interne Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht laufen. Als der Pfarrer der Familie die Todesnachricht überbringt, deckt er einige Ungereimtheiten im Umfeld des Toten auf und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.Unterstützung erhält er von der Kommissarin Verena Dohr. Die Sache zieht immer weitere Kreise und Martin Bauer gerät selber in Gefahr. Meine Meinung: Es war für mich der erste Krimi, in welchem ein Polizeiseelsorger der Protagonist war. Die Figur war äußerst gut gezeichnet, man konnte sich sehr gut in sein Denken und Fühlen versetzen. Er war in seinem Glauben verwurzelt, hatte jedoch durchaus manchmal realistische Zweifel. Die innerliche Zerrissenheit zwischen dem Einsatz für seinen Beruf und der Sorge um seine Familie, kam gut zum Ausdruck.Auch der Polizeialltag war nach meinem Empfinden ziemlich realitätsnah dargestellt. Wie bei einem Puzzle wurden nach und nach die einzelnen Ermittlungsfakten zusammen getragen ,bis zu einer schlüssigen Auflösung. Dass die Geschichte in meiner Heimatstadt spielt, gefiel mir natürlich besonders,da mir die meisten Schauplätze sehr gut bekannt waren. Fazit: Ich vergebe verdiente fünf Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus. Auf das nachfolgende Buch mit den sympathischen Protagonisten warte ich gespannt.
Ein Pfarrer ermittelt
von Ecinev - 26.05.2017
Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Einsatz gerufen. Der Polizist Walter Keunert droht sich von einer Rheinbrücke zu stürzen. Bauer kann ihn abhalten in dem er selbst springt, Keunert hinterher um ihn zu retten. Am nächsten Morgen ist Keunert trotzdem tot. Er ist von einem Parkhausdach gesprungen. Doch Bauer glaubt nicht so recht an Selbstmord und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Unterstützung erhält er von Hauptlkommissarin Verena Dohr die sich dadurch den Zorn ihres Vorgesetzten erregt. Die Ermittlungen führen ins Rotlichtviertel wo in einem Bordell vor einigen Wochen ein junges Mädchen vom Balkon gestürzt ist. Die Hartnäckigkeit des ungleichen Ermittler Paares zahlt sich am Ende aus auch wenn es offen bleibt ob Keunert vom Dach gesprungen ist oder gestoßen wurde. Dazwischen gibt es etliche Nebenschauplätze, die Tochter des evangelischen Pfarrers ist mit anderen Aktivisten bei einer Großdemo in Frankreich und droht dort selbst in Gefahr zu geraten. Der 17 jährige Sohn von Keunert läuft mit einer Waffe in der Tasche und voller Wut im Bauch durch die Stadt. Bauer ist in einer schwierigen Situation, soll er sich um seine Tochter kümmern oder um den verschwundenen Tilo. Sein Glaube kann ihm da nicht helfen. Am Ende gerät er selbst in Lebensgefahr. Der Schreibstil ist eher kurz und knapp, keine langen Ausschweifungen. Durch die vielen Nebenschauplätzen verliert sich allerdings etwas die Spannung. Die Person von Bauer wird recht gut beschrieben. Einerseits holt er seine Kraft aus dem Glauben, passende Bibelverse finden sich im Buch, auf der anderen Seite eckt er überall an.
Mehr erwartet
von Anonym - 03.07.2017
Der Roman Glaube, Liebe, Tod von Peter Gallert und Jörg Reiter handelt von dem Polizeiseelsorger Bauer, der einen Polizisten vor dem Selbstmord retten will und sich dann immer mehr in einen mysteriösen Fall im Rotlichtviertel verstrickt. Das Buch beginnt so spektakulär, wie es anders nicht sein könnte. Protagonist Bauer springt selbst von der Brücke, um einen selbstmordgefährdeten Polizisten zu retten. In kurzer Zeit baut er Vertrauen zu dem Polizisten auf und verhindert so Schlimmeres. Man weiß nicht, ob man Bauer für ein Genie oder einen Wahnsinnigen halten soll. Dennoch ist der Polizist ein paar Tage später tot und damit beginnt ein spannender Fall. Bauer kämpft um die Aufklärung und ermittelt auf eigene Faust, unterstützt von seiner Kollegin Dohr. Er begibt sich in und seine Familie in Gefahr. Das Buch hat einen tollen Schreibstil mit kurzen prägnanten Sätzen. Es ist gespickt von vielen interessanten Details bezüglich des Rotlichtviertels und der Polizeiarbeit. Man bekommt einen guten Einblick in die Arbeit eines Polizeiseelsorger. Die Dialoge zwischen Bauer und Dohr sind herrlich zynisch. Bauer ist eine tolle Hauptfigur, er entspricht nicht dem Klischee des Pfarrers, er ist Hobbyboxer und fällt auch ansonsten aus jeder Schublade. Dennoch ist der Funke beim Lesen nicht übergesprungen. Das Buch hat für mich zu viele Schauplätze und wird dadurch etwas unübersichtlich. Es wird an vielen Stellen versucht Spannung zu erzeugen, ohne das es gelingt oder man weiß einige Seiten vorher schon, worauf die Situation hinaus will. Ein richtiger Spannungsbogen baute sich bei mir nicht auf.Gerade am Anfang ist der Zusammenhang nicht immer klar, man verliert leicht den Faden, die Neugier wird nur bedingt geweckt. Die Handlung klang am Anfang sehr vielversprechend, aber das lässt im Verlauf des Buches leider nach. Die Hauptfigur ist sympathisch und hat Potenzial, auch die Geschichte einfallsreicher, als ein normaler Krimi. Vielleicht wird der nächste Teil überzeugender.
Ein Polizeiseelsorger ermittelt
von leseratte1310 - 12.05.2017
Der Polizist Walter Keunert will sich von einer Rheinbrücke in Duisburg in die Tiefe stürzen. Seelsorger Martin Bauer wird dazu gerufen. Doch statt dem Mann gut zuzureden, klettert er über das Geländer und springt selbst in der Hoffnung, dass der Polizist ihn retten wird. So geschieht es dann auch, aber einige Stunden später ist dieser Mann tot, vom Deck eines Parkhauses gestürzt. Das Motiv scheint klar, denn gegen ihn wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer kann es nicht glauben, dass Keunert wirklich Selbstmord begangen hat. Nachdem ich eine Leseprobe gelesen hatte, wusste ich sofort: Das ist ein Buch, welches ich unbedingt lesen muss. Die Geschichte hat mich gleich gepackt. Martin Bauer ist Polizeiseelsorger. Er hängt sich voll rein in seinen Job und vergisst darüber manchmal seine eigene Familie. Auch der Fall von Walter Keunert lässt ihn nicht los. Die Verzweiflung von Tilo, Keunerts Sohn, bringt ihn dazu weiter nachzuforschen. Bauer ist ein sehr menschlicher Typ, der auch seine Schwächen hat. Ich mochte ihn von Anfang an, auch wenn er sich bei seinen Ermittlungen nicht immer ganz regelkonform verhält Er harmoniert auch gut mit der sympathischen Kommissarin Verena Dohn. Tilo Keunert ist nicht nur verzweifelt, er ist auch wütend auf seinen Vater, denn der hat seinen Heldenstatus bei ihm schon lange verspielt, weil Tilo überzeugt ist, dass sich sein Vater hat schmieren lassen. Bauer will ihm helfen und ahnt nicht, wie gefährlich das für ihn und seine Familie ist, denn die Spuren führen ins Drogen- und Rotlichtmilieu. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil die Handlung superspannend ist und ich wissen wollte, wie es weitergeht. Ein spannender und absolut lesenswerter Krimi mit einem besonderen Ermittler.
Polizeiseelsorger als brillanter Ermittler
von Gisel - 09.08.2017
Polizeiseelsorger Martin Bauer soll einen Polizisten davon abbringen, von der Brücke in den Tod zu springen. Das gelingt ihm, doch wenige Stunden später ist der Gerettete tot. Es scheint ganz klar ein Suizid zu sein, denn gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt, doch Bauer erkennt, dass da viel mehr dahinter steckt. Gegen den Widerstand von anderer Seite macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und landet im Sündenpfuhl von Duisburg¿ Peter Gallert und Jörg Reiter haben bereits als Autoren von Drehbüchern miteinander gearbeitet, nun haben sie mit diesem Band den Auftakt einer Reihe um den Polizeiseelsorger Martin Bauer eröffnet. Er ist einer, der nicht in den Gemeindedienst passt, dafür aber kann er sehr gut ermitteln, auch wenn dies manchmal schmerzhaft für ihn endet. Doch sein gesunder Menschenverstand lässt ihn nicht im Stich. Ihn bei seinen Gedankengängen und Ermittlungen zu begleiten, ist äußerst spannend, und man wünscht ihm, dass er seinen Stursinn in dieser Hinsicht behalten wird. Ob die Geschichte so immer glaubhaft ist, steht auf einem anderen Blatt, hier blitzt die Erfahrung der Drehbuchschreiber hervor. Das Ende ist mir dann doch ein bisschen sehr dramatisch geraten, das ist mir dann des Guten zuviel. Insgesamt aber lässt sich das Buch gut lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Nichts ist vorhersehbar, obwohl man manches dann doch schon erahnen kann, und die Autoren haben für überraschende Wendungen in der Geschichte gesorgt. Zunächst hatte ich befürchtet, dass das Buch evtl. etwas überfrachtet mit religiösen Ergüssen wäre, doch die Bibelzitate halten sich dezent im Hintergrund, sie sind lediglich eine Ergänzung zu Bauers Grundhaltung. So kann ich das Buch sehr gut weiterempfehlen und bin gespannt auf einen weiteren Fall dieses Polizeiseelsorgers.
Ein etwas anderer Krimi
von Zyrima - 05.06.2017
Inhalt ( Klappentext) : Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch am nächsten Tag ist der Polizist tot, erschossen mit seiner Dienstwaffe. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel ... Meine Meinung: Martin Bauer ist evangelischer Seelsorger bei der Duisburger Polizei und geht ganz in seinem Beruf auf, wobei er manchmal sogar mehr macht als er in seiner Position sollte. Die Geschichte ist sehr spannend und flüssig geschrieben und schon von der ersten Seite an sehr fesselnd. Das Kopfkino hat sehr viel zu tun in diesem Krimi, die Verzweiflung des rumänischen Mädchens das im Bordell landet oder der Sohn des toten Polizisten der Dinge über seinen Vater erfährt die ein Kind von seinen Eltern gar nicht wissen sollte. Ein sehr gelungener Auftakt für eine neue Krimireihe und ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall mit Pfarrer Bauer. Fazit: Ein fesselnder Krimi den ich sehr gerne weiterempfehle.
Spannender Krimi mit toller Hauptfigur
von Rebecca1120 - 22.05.2017
Ja, es muss nicht immer Kommissar XY in einem Krimi als herausragende Hauptfigur sein. Martin Bauer -Polizeiseelsorger- reicht aus einen unterhaltsamen, spannenden Krimi zu schreiben. Denn Bauer ist nicht nur einfach Pfarrer und/oder Seelsorger, sondern auch beharrlich, empathisch, hinterfragt auch mal seinen Glauben und seine Zuversicht in Gott und greift auch mal zu unkonventionellen Methoden. Den Typ muss man einfach mögen! Die Geschichte ist nicht einfach gradlinig als Mord-/Selbstmordermittlung erzählt, sondern beinhaltet auch viele Queer-Verwicklungen, was den Krimi in meinen Augen abwechslungsreich und spannend macht. Da hier Pfarrer Bauer die Hauptrolle bei den Ermittlungen spielt durch seine Denkanstöße, Einwände und Starrsinnigkeit, ist dies mal ein Krimi, der die Polizei nicht unbedingt als Helden darstellt. Mir hat das Buch ganz wunderbar gefallen. An keiner Stelle kam Langeweile auf. Ich musste einfach weiterlesen. Ein herrlich spannendes, aber auch zum Nachdenken anregendes Buch. Ich freue mich schon auf den Folgeband, der 2018 herauskommt. Von mir gibt¿s 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Polizeipfarrer gibt nicht auf
von andrea tandel - 22.05.2017
Polizeiseelsorger Martin Bauer wird auf eine Rheinbrücke gerufen. Dort steht der Polizist Keunert und möchte sich umbringen. Um ihn zu überrumpeln springt Martin selber, in der Hoffnung das Keunert ihn retten möchte. Dies gelingt ihm auch, zwar ist Keunert stinksauer, aber er lebt. Am nächsten Morgen erfährt Martin von Kommissarin Verena Dohr, dass Keunert von einem Parkhaus gesprungen ist. Da er dies nicht glauben kann und sich selbst auch etwas dafür die Schuld gibt, möchte er herausfinden ob er wirklich gesprungen ist oder ob es Mord war. Mir hat das Buch gut gefallen. Es war spannend und witzig geschrieben (mit witzig meine ich den Schlagabtausch zwischen Martin und Verena). Ich musste einfach wissen wie es weitergeht. Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert, wie und ob es Martin gelingen wird alles aufzudecken. Ich fand das Buch gut und werde es auch weiterempfehlen. Ich würde auch gerne erfahren wie es denn nun mit Martin und Sarah weitergeht. Das Buch würde 4,5 Sterne von mir bekommen, da mir für 5 Sterne noch etwas gefehlt hat, daher ganz gute 4 Sterne von mir.
Martin Bauers erste Runde
von Miss Marple - 11.07.2017
Mit Gottvertrauen stürzt sich der Polizeiseelsorger Martin Bauer in den Rhein, darauf hoffend, dass ihn der eigentliche Selbstmörder, der Polizist Walter Keunert, zu dem er gerufen wurde, rettet. Gelingt dies noch, muss er wenige Stunden später verstellen, dass sein "Retter" tot ist. Jedoch kann er den scheinbar offensichtlichen Selbstmord des Beamten vom Dach eines Parkhauses nicht so schnell akzeptieren und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Die Autoren schaffen mit ihrer Figur Martin Bauer einen neuen Blick auf dem Ermittleralltag- ist doch Bauer Polizeiseelsorger. In dieser Funktion überschreitet er schon mal die Grenzen seines Berufes, weil dieser für ihn eine Berufung ist und er durch gute Menschenkenntnis und eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe oft den polizeilichen Ermittlungen einen Schritt voraus ist. Der Leser begleitet ihn auf seinen Runden durchs Duisburger Milieu, wo er mit denen, die am Rande der Gesellschaft leben-Alkoholiker, Obdachlose, Prostituierte- ins Gespräch kommt und so wichtige Informationen für "seine" Ermittlungen erhält. Martin Bauer ist dem Leser sympathisch, verbeißt er sich doch wie ein Terrier in den Fall, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Jedoch ist er nicht frei von Fehlern- denn er bringt entgegen eines festen Vorsatzes, nie die Arbeit in sein Haus zulassen, am Ende seine Familie und sich selbst in Gefahr.
Glaube Liebe Tod - spannend und fesselnd
von nellsche - 28.05.2017
Der Seelsorger Martin Bauer soll den Polizisten Keunert daran hindern, von der Duisburger Rheinbrücke zu springen. Seine Taktik ist ganz anders als erwartet, denn er stürzt sich selbst in die Tiefe, so dass Keunert hinterher springen muss, um ihn zu retten. Bauer war sich sicher, dass sein Plan aufging. Doch leider hat er sich getäuscht, denn am nächsten Tag wird Keunert tot aufgefunden - er sprang vom Deck eines Parkhauses in den Tod. Alles deutet zuerst auf einen klaren Fall von Selbstmord hin. Doch Bauer hat Zweifel und beginnt Fragen zu stellen. Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr gut verständlich, so dass ich sofort bestens in die Geschichte rein kam und festgehalten wurde. Die Spannung wurde sehr gut aufgebaut und gehalten. Schon den Beginn fand ich äußerst ungewöhnlich, denn ein eigener Sprung von einer Brücke steht sicherlich nicht im "Handbuch" der Seelsorger. Die Selbstvorwürfe von Bauer, weil sein Plan nicht aufging, waren nachvollziehbar und verständlich und machten Bauer sehr menschlich. Da Bauer überzeugt war, dass es sich nicht um einen Selbstmord handelte, begann er mit seinen eigenen Ermittlungen, die ihn auch ins Rotlichtmilieu führten. Diese Ermittlungen und die Gedanken von Bauer haben mir sehr gut gefallen, denn er möchte den Angehörigen Antworten und Klarheit verschaffen. Prima fand ich, dass der Plot nicht vorhersehbar war und es mehrere Wendungen gab, wodurch die Spannung nicht nachließ. Ich kann diesen fesselnden Krimi absolut empfehlen und vergebe fünf Sterne.
Menschliche Verstrickungen
von heinoko - 17.05.2017
Menschliche Verstrickungen Mit einem furiosen Senkrechtstart beginnt das Buch: Dass der Retter dem Selbstmörder voranspringt und beide überleben, ist mehr als ungewöhnlich und zwingt den Leser sofort zum Weiterlesen. Der auf derart spektakuläre Weise gerettete Walter Keunert, ein Polizist, wird wenige Stunden später tot aufgefunden. Es sieht so aus, als sei er von der obersten Ebene eines Parkdecks heruntergesprungen. Martin Bauer, Polizei-Seelsorger, der vier Stunden vorher Walter Keunert gerettet hatte, glaubt nicht an einen nunmehr finalen Selbstmord und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Verschiedene Handlungsstränge tun sich auf, und je mehr Bauer unwissend, fast naiv, in den Welten der Prostitution, der Politik oder des Rauschgifts herumstochert, desto gefährlicher wird es für die Beteiligten¿ Die vorgestellten Protagonisten entsprechen weitgehend dem jeweiligen Klischee (taffe Ermittlerin, denunzierender Kollege, engstirniger Chef, von Wut zerfressener Jugendlicher, cracksüchtiger Politiker usw. usw.) Herausragend fand ich persönlich die Darstellung der Persönlichkeit des Martin Bauer mit seinen Glaubens- und Selbstzweifeln und dem verzweifelten Wunsch, alles richtig zu machen, zu helfen ohne zu werten. Diese Person Martin Bauer und die vielen Verweise auf passende Bibelstellen im Alten und Neuen Testament geben dem Krimi etwas mehr Tiefgang als bei diesem Genre üblich. Der Spannungsbogen wird leider nicht durchgängig hochgehalten. Nach dem fulminanten Einstieg wird die Erzählweise langsamer, ist streckenweise etwas mühsamer zu lesen, aber im letzten Drittel nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf und bleibt auf hohem Spannungsniveau bis zum Ende. Insgesamt ein absolut lesenswerter Krimi für Leser, die sich nicht scheuen, beim Lesen auch einmal über existentielle Fragen nachzudenken.
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