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Tristan

'Reclam Universal-Bibliothek'.
Taschenbuch
»Hier ist "Einfried", das Sanatorium! Weiß und geradlinig liegt es mit seinem langgestreckten Hauptgebäude und seinem Seitenflügel inmitten des weiten Gartens, der mit Grotten, Laubengängen und kleinen Pavillons aus Baumrinde ergötzlich ausgesta... weiterlesen
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Produktdetails
Titel: Tristan
Autor/en: Thomas Mann

ISBN: 3150064317
EAN: 9783150064313
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Reclam Philipp Jun.

2012 - kartoniert - 63 Seiten

Beschreibung

»Hier ist "Einfried", das Sanatorium! Weiß und geradlinig liegt es mit seinem langgestreckten Hauptgebäude und seinem Seitenflügel inmitten des weiten Gartens, der mit Grotten, Laubengängen und kleinen Pavillons aus Baumrinde ergötzlich ausgestattet ist, und hinter seinen Schieferdächern ragen tannengrün, massig und weich zerklüftet die Berge himmelan.«

Portrait

Thomas Mann, 6. 6. 1875 Lübeck - 12. 8. 1955 Zürich. Der Sohn eines Senators und Kaufmanns (und jüngere Bruder Heinrich Manns) besuchte zunächst eine Privatschule, dann das Realgymnasium in Lübeck. Nach dem Tod des Vaters (1891) wurde die Firma liquidiert; 1893 zog die Familie nach München. Ein Volontariat in einer Versicherungsgesellschaft brach M. ab. Er entschied sich, wie sein Bruder abgesichert durch eine kleine Rente, für die Schriftstellerlaufbahn. 1896-98 hielt er sich mit H. Mann in Italien auf. Nach seiner Rückkehr arbeitete er kurze Zeit als Redakteur der Zeitschrift Simplicissimus und begann 1900 seinen Militärdienst, aus dem er vorzeitig entlassen wurde. Der Erfolg der Buddenbrooks (und die Heirat mit Katja Pringsheim 1905) ermöglichten ihm ein großbürgerliches Leben als freier Schriftsteller, wobei die Heirat allerdings seine homoerotischen Neigungen nicht beendete. Mit Kriegsbeginn kam es zum offenen Kon¿ikt mit H. Mann, dessen von Frankreich inspiriertem politischen Aktivismus M. mit nationalkonservativer Gesinnung und Polemik (Zivilisationsliterat) entgegentrat. Nach dem Krieg entwickelte sich M. zu einem Verfechter der Demokratie und der Weimarer Republik; 1922 kam es zur Versöhnung der Brüder. 1929 erhielt M. für die Buddenbrooks den Nobelpreis für Literatur. In Reden warnte M. ausdrücklich vor dem Nationalsozialismus. Während der Machtergreifung hielt er sich in der Schweiz auf; er kehrte nicht mehr nach Deutschland zurück, wo inzwischen wegen eines Wagner-Vortrags eine heftige Kampagne gegen ihn geführt wurde. Öffentlich bekannte sich M. erst 1936, nach längerem Schweigen, zur Emigration; er erhielt die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft, die deutsche wurde ihm aberkannt, ebenso die 1919 verliehene Ehrendoktorwürde der Universität Bonn. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 emigrierte er in die USA und lebte zunächst in Princeton (Gastprofessor) und seit 1941 in Paci¿c Palisades bei Los Angeles. Von 1940 bis 1945 hielt er monatliche Ansprachen - Deutsche Hörer! -, die über die BBC nach Deutschland gesendet wurden. 1944 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Auf seinem ersten Deutschlandbesuch nach dem Krieg 1949 hielt er Goethe-Reden in Frankfurt a. M. und in Weimar - und stieß damit auf Kritik in Westdeutschland; 1945 hatte es bereits heftige Reaktionen auf seinen offenen Brief, Warum ich nicht nach Deutschland zurückkehre, und die darin vertretene Kollektivschuld-These gegeben. 1952 ließ er sich in Erlenbach bei Zürich nieder; 1954 zog er nach Kilchberg um. Eine umfangreiche, aber nur unvollständig erhaltene Serie von Tagebüchern (1918-21, 1933-55) geben detailliert Einblick in seinen Alltag und seine Be¿ndlichkeiten. Sieht man von Ausnahmen wie dem Renaissancedrama Fiorenza und der Hexameteridylle Gesang vom Kindchen ab, war M. ausschließlich Prosaschriftsteller, wobei das erzählerische Werk - Romane, Erzählungen - durch ein vielseitiges essayistisches und publizistisches Schaffen ergänzt wird. Dabei kehrt eine Reihe von Themen immer wieder (Dekadenz, Bürgerlichkeit und Künstlertum, Leben und Geist, Mythos u. a.); manche Projekte verfolgte er über Jahrzehnte hin. Nach den im Kleinen Herrn Friedemann gesammelten frühen Novellen erzielte M. mit den Buddenbrooks den ersten großen Erfolg. Es ist die mit Ironie erzählte, mit Hilfe einer Art Leitmotivtechnik gleichsam musikalisch komponierte Geschichte eines sich über Generationen hinziehenden Verfalls einer Familie, der Dekadenz mit dem doppelten Aspekt der biologischen Degeneration bei gleichzeitig fortschreitender Verfeinerung. Die Gefährdung der Vitalität und Gesundheit und damit des bürgerlichen Leistungsstrebens geht dabei von den Gegenmächten Krankheit, Tod, Musik (als Rausch und Untergangslust empfunden), Religion und nicht zuletzt der Philosophie Schopenhauers aus. Variationen über die Themen des Zwiespalts von Kunst und Leben bzw. Bürgerlichkeit und Künstlertum stellen die in der Folgezeit entstandenen Erzählungen wie Tonio Kröger oder Tristan und der Versuch eines Lustspiels in Romanform Königliche Hoheit dar. In gesteigerter Form, kunstvoll auf eine mythologische Struktur und den Gegensatz des Apollinischen und Dionysischen bezogen, nimmt die Novelle Der Tod in Venedig die Künstlerthematik auf. Als humoristisches Gegenstück, als Satyrspiel dazu plante M. den 1913 begonnenen Zauberberg. Als er nach einer langen Unterbrechung die Arbeit 1919 wieder aufnahm, wurde aus der Novelle ein großer Zeitroman, der einerseits die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg schildert (1907- 1914) und ein Abbild der Seelenlage der dekadenten europäischen Gesellschaft bietet, andererseits auch die geschichtlichen Erfahrungen der langen Entstehungszeit re¿ektiert. Dadurch ergeben sich enge Beziehungen zur politischen Publizistik M.s von den konservativen Betrachtungen eines Unpolitischen bis zur Rede von deutscher Republik. Die Geschichte des Hamburger Patriziersohns, der zu Besuch in ein Davoser Sanatorium kommt und sieben Jahre auf dem 'Zauberberg' (Venusberg, Hades und der zaubertolle Berg der Walpurgisnacht zugleich) verweilt, trägt Züge des Bildungsromans, die aber durch eine Gegenbewegung, die Au¿ösung einer gefestigten Persönlichkeit, in Frage gestellt werden. Ausgangspunkt von M.s umfangreichstem Werk, der Joseph-Tetralogie, ist die Verbindung von Mythos und Psychologie. Das Werk erneuert die Josephsgeschichte der Bibel im Geist der Ironie und des Humors und zeigt zugleich am Beispiel Josephs, der Mythos mit Vernunft vermählt, dass auch der Geist eine mythische Tradition hat. Der aufklärerischen Haltung, der herrschenden Barbarei in Deutschland entgegengesetzt, entspricht die kommentierende und räsonierende ironische Erzählweise. M.s lebenslange Beschäftigung mit Goethe, dessen Humanismus und Weltbürgertum er 1932 in einem Essay gegen das völkisch-irrationale Goethebild hervorhob, gipfelte in dem Roman Lotte in Weimar, einer erneuten Variation des Themas Kunst und Leben. Dagegen ist der Ausgangspunkt seines Faustromans nicht Goethes Dichtung, sondern - neben zahlreichen anderen Quellen wie der Biographie und Philosophie Nietzsches und der Kompositionslehre Arnold Schönbergs - die Historia von D. Johann Fausten von 1587. M. selbst sprach von der Montage als künstlerischem Prinzip des Romans, wobei freilich die häu¿ge Übernahme von Texten und Realien bewusst verschleiert wird, so dass der Eindruck eines 'organischen' Kunstwerks entsteht. Der moderne Faust ist der Komponist Adrian Leverkühn, der Doktor Faustus ein Künstlerroman. Zugleich ist das Werk aber auch Gesellschafts- und Zeitroman und bezieht sowohl die geistige Vorgeschichte des Faschismus wie den Untergang des Dritten Reiches ein. Die Verbindung mit dem Deutschlandthema ergibt sich zum einen durch die teilweise Parallelisierung des Schicksals von Leverkühn mit dem Deutschlands, zum andern durch die Erzählweise: Der klassische Philologe Serenus Zeitblom, der die Lebensgeschichte seines verstorbenen Freundes am 23. Mai 1943 beginnt (wie M. seinen Roman), kommentiert mit dem Fortschreiten der biographischen Erzählung auch die aktuelle Lage bis zumEnde des Krieges. Ähnlich wie im Josephsroman verbindet M. im Erwählten, einer Erneuerung des Gregorius von Hartmann v. Aue, Legende und Mythos mit Psychologie, Ironie und Parodie. Zwischen Beginn und Vollendung (des ersten Teils) seines letzten Romans, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, liegen über 40 Jahre (das heutige erste Buch entstand 1910-13, Druck 1922; eine um ein fragmentarisches zweites Buch erweiterte Ausgabe erschien 1937). Die Schelmen- und Hochstaplergeschichte, zugleich Parodie des Bildungsromans, nimmt noch einmal zentrale Themen M.s in parodistischer Form auf, v. a. die Künstlerproblematik und den damit verbundenen Narzissmus. Von der geplanten Fortsetzung der Memoiren sind nur Notizen erhalten. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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