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Das Mädchen, das schwieg

Kriminalroman. Originaltitel: Jenta som sluttet å snakke. 'Aufbau Taschenbücher'. 'Kasja Coren'. 1. Auflage.…
Taschenbuch
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Eine Frau stirbt, ein Mädchen verschwindet. Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann, dem Polizisten Karsten, auf einer idyllischen Insel in Norwegen. Doch der ganze Ort gerät in Unruhe, als Sissel tot aufgefunden wird - eine Frau von Mi... weiterlesen
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Das Mädchen, das schwieg als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Das Mädchen, das schwieg
Autor/en: Trude Teige

ISBN: 3746632919
EAN: 9783746632919
Kriminalroman.
Originaltitel: Jenta som sluttet å snakke.
'Aufbau Taschenbücher'. 'Kasja Coren'.
1. Auflage.
Taschenbuch.
Übersetzt von Gabriele Haefs, Andreas Brunstermann
Aufbau Taschenbuch Verlag

14. Juli 2017 - kartoniert - 364 Seiten

Beschreibung

Eine Frau stirbt, ein Mädchen verschwindet. Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann, dem Polizisten Karsten, auf einer idyllischen Insel in Norwegen. Doch der ganze Ort gerät in Unruhe, als Sissel tot aufgefunden wird - eine Frau von Mitte dreißig, die seit Jahren nicht mehr sprach, aber alles von ihrem Fenster aus beobachtete und auf kleine Zettel schrieb. Was hat Sissel gesehen, und warum musste sie sterben? Als plötzlich ein Mädchen verschwindet und Karsten mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, mischt Kajsa sich ein. Hochspannung von einer norwegischen Bestsellerautorin.

Portrait

Trude Teige, Jahrgang 1960, war Journalistin und gehört zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Norwegens. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane "Totensommer" und "Das Mädchen, das schwieg" lieferbar.
Bewertungen unserer Kunden
Spannende Unterhaltung
von amena25 - 29.08.2017
Ohne langes Vorgeplänkel steigt man gleich auf der ersten Seite mitten ins Geschehen ein. Die Journalistin Kajsa Coren, gerade mit dem Kinderwagen im Dorf unterwegs, kommt hinzu, als die 33-jährige Sissel von ihrer Nachbarin tot aufgefunden wird. Kajsa, die seit Kurzem mit ihrem Mann Karsten und ihren Kindern auf einer kleinen norwegischen Insel lebt, ist nicht nur von Natur aus neugierig. Ihr Mann Karsten arbeitet bei der Kripo und so weiß Kajsa, wer zu informieren ist und was es an einem Tatort zu beachten gilt. Kurze Zeit später verschwindet das Mädchen Tone spurlos. Hängen die beiden Fälle zusammen? Ein bisschen erinnert das Setting an Erika Falck und ihren Mann Patrick aus den Camilla Läckberg-Romanen. Dennoch haben die Figuren einen ganz eigenen Charakter. Karsten wurde bei einem Einsatz schwer verletzt und ist seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Er ist depressiv und grenzt sich völlig von der Außenwelt ab, auch von Kajsa, die zunehmend darunter leidet. Kajsa ist zwar Ehefrau und Mutter, allerdings überwiegt deutlich ihre journalistische Neugier und ihr Wille, etwas zu bewegen. So wittert sie sofort eine gute Story, versucht aber dennoch das Menschliche und die Grenzen dessen, was man veröffentlichen kann, im Blick zu behalten. So ,,ermittelt" sie teils mit, teils ohne die Polizei und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Für ihren Ehemann Karsten ist der Fall die Chance, aus seinem Selbstmitleid und seiner Lethargie herauszukommen und seine ermittlerischen Fähigkeiten trotz seiner physischen Einschränkungen zu beweisen. Private Konflikte und Krimihandlung werden geschickt miteinander verwoben und stehen in einer guten Balance. Sissels Geschichte erschließt sich durch Rückblenden in die Vergangenheit auf berührende, aber auch sehr bedrückende Weise. Nach und nach fügen sich die Puzzlesteinchen zusammen und so werden die Gründe für Sissels Mutismus deutlich. Auch das Schicksal der adoptierten Tone, die aufgrund ihrer Hautfarbe in der Schule gemobbt wird, bewegt den Leser. Interessant ist auch, dass in einer so kleinen Inselgemeinde, wo jeder jeden zu kennen glaubt, doch so mancher seine privaten Geheimnisse und Probleme mit sich herumträgt. Dies ist der 2. Fall mit Kajsa Coren, den man aber auch gut ohne Vorkenntnis des 1. Bandes lesen kann. Der Krimi bietet gute und spannende Unterhaltung bis zum dramatischen Showdown am Schluss. Deshalb gebe ich eine klare Leseempfehlung!
Warum schwieg Sissel?
von Langeweile - 16.09.2017
Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann Karsten auf einer kleinen Insel in Norwegen. Sie haben das Haus, welches Kajsa von ihrer Tante geerbt hat, liebevoll renoviert. Kajsa befindet sich in Elternzeit, während ihr Mann, der Polizist Karsten , sich von einer schweren Schussverletzung erholen muss und derzeit mit seinem Schicksal hadert. Die Idylle der kleinen Insel wird jäh gestört, als Sissel , eine junge Frau aus der Nachbarschaft ermordet wird. Sie hatte seit ihrer frühen Jugend nicht mehr gesprochen, beobachtete die Leute in Ihrer Umgebung und hielt ihre Beobachtungen in mehreren Notizbüchern fest. Die Polizei beginnt zu ermitteln und auch Karsten bringt sich,im Rahmen seiner Möglichkeiten, in die Ermittlungen ein. Kajsas journalistischer Spürsinn ist ebenfalls geweckt und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Als dann noch eine weitere junge Frau verschwindet, spitzen sich die Ereignisse zu . Meine Meinung: Die Autorin zeichnet auf sehr gründliche und einfühlsame Weise , ein Bild der verschiedenen Protagonisten. Jeder Charakter wird in Vergangenheit und Gegenwart ausführlich beschrieben . Neben den polizeilichen Ermittlungen, nehmen die zwischenmenschlichen Beziehungen einen großen Raum ein. Das führt dazu, dass die Spannung zeitweise auf der Strecke bleibt. Das ist jedoch von großer Bedeutung, um die dramatischen Ereignisse bei der Auflösung des Falls richtig zu verstehen. Der Schreibstil ist flüssig, es wird in kurzen Kapiteln berichtet. Ich habe das Buch in sehr kurzer Zeit gelesen , es bescherte mir einige interessante Lesestunden. Ich spreche eine Leseempfehlung für Krimileser , die keinen Wert auf Blutvergießen legen, aus.
Auge um Auge, Zahn um Zahn - Vielleicht braucht Gott manchmal etwas Hilfe, um g
von Elke Seifried - 14.08.2017
Dies ist nach "Totensommer" bereits der zweite Fall für Journalistin Kajsa Coren, für mich war es der erste, was mir keinerlei Verständnisprobleme bereitete, und wird mit Sicherheit nicht der letzte bleiben. Journalistin Kasja hat sich für ein Buchprojekt ein Jahr beurlauben lassen und lebt zusammen mit ihren drei Kindern und Lebensgefährten Karsten, der sich nach einem missglückten Polizeieinsatz noch erholen muss in Losvika, vor der Westküste Norwegens. Als sie mit ihrem Sohn Jonas im Kinderwagen eine Runde dreht, sieht sie, dass sich Bente vor der Tür von Sissel übergibt und schon wenig später warum. Sissel wurde vor Tagen ermordet und jetzt von der Nachbarin, die nach dem Rechten schauen wollte, gefunden. Kasjas Spürsinn ist sofort geweckt. Zwei Morde in einem Haus innerhalb von einem Jahr, da muss es einen Zusammenhang geben, ganz besonders, weil der Mord an Sissels Vater bisher nicht aufgeklärt werden konnte. Wer könnte Grund gehabt haben den Prediger brutal zu ermorden und jetzt auch noch dessen Tochter. Gibt es einen Täter, oder zwei, hatte Sissel etwas gesehen, schließlich ist die junge Frau, die mit niemanden gesprochen und nur schriftlich mit wenigen Menschen Kontakt hatte, tagelang am Fenster, mit Blick auf die einzige Zufahrtsstraße des Ortes, gesessen? Wurde ihr das zum Verhängnis und warum war sie nach dem Tod des Vaters auf einmal so anders? Als dann noch ein Mädchen verschwindet, das vielleicht auch etwas gesehen haben könnte, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wird es den Ermittlern mit Katjas Hilfe gelingen, den Fall rechtzeitig zu lösen? Man darf als Leser die Ermittlungen der Polizei und die von Journalistin Kajsa verfolgen. Sie ist Vollblutjournalistin, aber keine, der es nur auf Sensationsmeldungen ankommt, sondern sie ist auch um den Erfolg der Ermittlungen bedacht, teilt ihre Erkenntnisse und weiß vorsichtig mit ihren Informationen umzugehen. Sie verfügt über Menschenkenntnis, beobachtet ihrer Mitmenschen sehr genau und vielleicht auch, weil sie ihre Kindheit in Losvika verbracht hat, sind die Menschen ihr gegenüber aufgeschlossener, was ihr einen deutlichen Wissensvorsprung verleiht. Ihre Recherchen, die immer spannender werden, je mehr sie in Sissels Vergangenheit bohrt und die sich mit den offiziellen abwechseln, sowie die Zusammenarbeit, nicht zuletzt über Karsten, haben mir gut gefallen. Zusätzliche Betroffenheit und Anlass zum Grübeln und Kombinieren verschaffen Rückblicke, die vom schrecklichen Leid, das vor Jahren in einer Familie geschieht berichten. Einen kleinen Einblick, der sich allerdings nie in den Vordergrund drängt, erhält man auch ins Privatleben, was für Menschlichkeit sorgt. Der locker, leichte Schreibstil lädt geradezu dazu ein durch den Krimi zu fliegen. Häufige Perspektivwechsel, dazwischen die Rückblicke in die Vergangenheit und immer kürzer werdende Kapitel verleihen dem Geschehen unheimlich viel Fahrt und ich konnte das Buch immer schwerer aus der Hand legen. Ein über die Insel wütender Orkan verleiht dem rasanten Finale zusätzliche Gänsehautstimmung und Brisanz. Die Autorin beschreibt gelungen bildhaft, so hatte ich den Duft von Seetang und Salzwasser z.B. fast selbst in der Nase, habe die aufpeitschende Gischt in Tropfen beinahe gespürt oder hatte den Blick auf die Fjorde nahezu selbst vor Augen. Ich hatte stets das Gefühl mit Kajsa und den anderen unterwegs zu sein. Auch die Angst, die unter den Bewohnern der kleinen Stadt umgeht, und der Zusammenhalt werden gelungen eingefangen. Kajsa war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich prima in sie hinein versetzen. Ihr Lebensgefährte Kommissar Karsten ist nach einem missglückten Einsatz auf den Rollstuhl angewiesen und in Lethargie verfallen, was Kajsa verständlicherweise sehr belastet. Ob Karsten Aufwind bekommt, wenn Kajsa ihm Jonas mit den Worten "Die Windel ist voll" auf den Schoß setzt, weil sie einen Freelance Job angenommen hat und arbeiten muss, war spannend für mich. Sehr berührt hat mich die 14-jährige Tone, das Adoptivmädchen aus Äthiopien, das äußerst schwer unter den Hänseleien ihrer Mitschüler zu leiden hat. Das Polizeiteam arbeitet, wenn es nicht unbedingt die Ermittlungen gekonnt voran bringt, gut zusammen. Auch die anderen Nebendarsteller sind gelungen gezeichnet, beim desoptischen Ehemann Dag angefangen, über den schrägen Künstler Stephen Spitz bis hin zur Dorftratsche Else. Wegschauen, sich nicht einmischen, wenn es um häusliche Gewalt in der Nachbarschaft geht, vertuschen von Missbrauchsfällen, das ist hier Thema. Ich würde mir wünschen, dass nur einige Leser, durch die schrecklichen Auswirkungen, zu denen es hier geführt hat, aufgerüttelt werden könnten, eben nicht weg zu sehen sondern einzugreifen, auch wenn es nicht der bequeme Weg ist. Alles in allem hat Trude Teige mir einen spannend, rasanten Fall geboten, mich gelungen nach Norwegen entführt, und mit sympathischen Ermittlern gekonnt unterhalten was meiner Meinung nach auf jeden Fall noch 5 Sterne verdient.
Verstummt
von Bibliomarie - 24.07.2017
Die Journalistin Kasja lebt zusammen mit ihrem Mann, der noch die Folgen eines Polizeieinsatzes auskuriert, auf einer kleinen Insel vor der Westküste Norwegens. Das Landhaus zu renovieren war ein Projekt, dass sie sich für die Elternzeit vorgenommen haben. Da wird Sissel ermordet aufgefunden. Sissel ist eine junge, seltsame Frau, seit Jahren verstummt, kommuniziert sie nur mit Notizen und Briefen mit ihrer Umwelt. Sie bringt ihre Tage am Fenster zu und es scheint, dass ihr keine Bewegung im Dorf verborgen geblieben ist. Hat ihre Ermordung etwas mit dem Tod ihres Vaters zu tun, der vor einem Jahr im gleichen Haus gewaltsam ums Leben kam? Kasja ist Vollblutjournalistin und lässt sich diese Gelegenheit nicht entgehen, den Fall gründlich zu recherchieren, dabei kommt ihr untrüglicher Blick auf die Gesellschaft und ihre Abgründe zur Geltung. Die Geschichte entfaltet langsam eine hintergründige Spannung und einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Je tiefer Kajsa in die Vergangenheit von Sissel und ihrer Familie eintaucht, desto tiefer wird das Verständnis um das Verstummen der jungen Frau. Die Autorin entwickelt ihre Figuren sehr plastisch, mit viel Empathie und psychologischem Einfühlungsvermögen. Der kleine Ort mit seinen alt eingesessenen Familien und den strengen Traditionen der Gebetshäuser einer Freikirchlichen Gemeinde ist ein idealer Hintergrund für diesen Kriminalroman. Die Handlung treibt immer spannender auf einen emotional-tragische Höhepunkt zu. Die Autorin kann Bilder im Kopf erzeugen und kommt dabei fast ohne Gewaltschilderungen aus. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr hat mich der Roman gefangen genommen. Gudrun Teige ist wirklich eine Meisterin des subtilen Krimis.
Scheinheilig
von Fredhel - 29.08.2017
Kajsa ist mit ihrem Mann Karsten auf die kleine norwegische Insel Losvika gezogen, auf der sie ihre Kindheit verlebt hat und wo sie mit viel Liebe ein ererbtes Häuschen renoviert haben. Kajsa, die Journalistin, ist eigentlich noch in Elternzeit, und Karsten versucht, sich von einem fast tödlichen Polizeieinsatz zu erholen, wird dabei aber immer depressiver. Als nun in der Nachbarschaft ein Mord an einer stummen jungen Frau, Sissel, begangen wird, bedeutet das einen Wiedereinstieg in ihre jeweiligen Berufe. Keiner mag glauben, dass in ihrer kleinen Gemeinde ein Mörder umgeht. Die Autorin Trude Teige geht die Auflösung sehr behutsam an. Man erfährt viel Privates über die Dorfbewohner, schnell macht sich der Leser ein Bild über die unterschwellig herrschenden Spannungen. Dann verschwindet auch noch ein junges Mädchen und während eines fürchterlichen Wintersturms kommt es zum grandiosen Showdown, bei dem Karsten und Kajsa über sich hinauswachsen. Dass der Mörder nicht leicht zu erraten ist, macht nur einen Teil der Spannung aus. Genauso faszinierend sind hier die Einzelschicksale von der toten Sissel, oder auch von dem Entführungsopfer, Tone, das von allen Seiten gemobbt wurde. Ebenso macht die Beziehung von Kajsa und Karsten eine interessante Entwicklung durch, und es ist schön zu sehen, wie Karsten wieder zu seinem alten Selbst zurückfindet. Insgesamt ist Das Mädchen, das schwieg ein ruhiger, aber dabei sehr spannender Norwegen-Krimi, den ich gerne weiterempfehlen kann, weil er eben nicht so oberflächlich ist, wie manch anderer Krimi.
Die stumme Tote
von leseratte1310 - 01.08.2017
Der letzte Fall hat seine Spuren hinterlassen. Daher haben sich die Journalistin Kasja Coren und der Polizist Karsten auf die kleine norwegische Insel Losvika zurückgezogen. Allerdings fehlt Kasja ihr Job und als auf der Insel eine Tote in ihrem Haus aufgefunden wird, berichtet sie für die lokale Zeitung. Das gefällt Karsten eigentlich nicht, denn auch er ist in den Fall eingespannt. Dann verschwindet auch noch ein vierzehnjähriges Mädchen. Mir hat bereits der Vorgängerband Totensommer um die Journalistin Kajsa Coren sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist eingängig und angenehm zu lesen. Durch kurze Kapitel und Zeit- und Perspektivwechsel wird Spannung aufgebaut und das Tempo hochgehalten. Kasja hat sich bei dem Fernsehsender eine Auszeit genommen, aber sie ist mit Leib und Seele Journalistin und ihr fehlt der Beruf. Daher stürzt sie sich natürlich aus beruflichem Interesse auf diesen Fall. Sie ist sympathisch und hat ein Gespür für Menschen. Die Polizei kommt in diesem Fall nicht wirklich weiter. Die Tote, namens Sissel, lebte seit dem gewaltsamen Tod ihres Vaters vor einem Jahr alleine. Die junge Frau wirkt eigenartig. Sie hat seit vielen Jahren nicht mehr gesprochen, aber alles genau beobachtet und aufgeschrieben. Was hat sie gesehen, das nicht bekannt werden durfte? Oder lag das Motiv in der Vergangenheit der jungen Frau, denn bei der Obduktion stellte sich heraus, dass sie einmal schwanger war? Die Bewohner der Insel haben sich nicht weiter um sie gekümmert, sondern sie einfach so genommen, wie sie war. Kasja betreibt ihre eigenen Recherchen, dabei darf sie der Polizei nicht in die Quere kommen, aber sie will auch gute Arbeit abliefern. Ein schwieriger Spagat für sie. Was sie dann zutage fördert, zeigt wieder einmal die menschlichen Abgründe. Alle Charaktere sind sehr gut gezeichnet, so dass man sich gut einfühlen kann. Aber auch die etwas düstere Atmosphäre auf der Insel ist sehr gut dargestellt. Der Spannungsbogen wird von Anfang an hochgehalten und steigert sich dann zu einem dramatischen Showdown. Ein sehr empfehlenswerter Krimi
Fesselnder Krimi mit skandinavischem Flair
von Martin Schult - 23.07.2017
Nach einem traumatischen Abschluss eines Falles zieht sich die Familie um den Polizisten Karsten mit seiner Frau Kajsa und ihrem Sohn Jonas auf die kleine norwegische Insel Losvika zurück. Kajsa sehnt sich nach einer neuen Anstellung und sieht ihre Chance gekommen, als eine Frau tot in ihrem Haus aufgefunden wird. Sie kannte die tote Sissel nur flüchtig, aber sie informiert sich in der ihr bekannten Umgebung, um exklusiv über den Fall berichten zu können. Ihr Mann, der als Polizist ebenfalls auf den Fall angesetzt ist, findet nur wenig Gefallen an dem Engagement seiner Frau, da spätestens mit dem Verschwinden eines 14-jährigen Mädchens klar wird, dass Kajsa sich mit ihren Recherchen in den Fokus des Täters begeben hat... Das Mädchen, das schwieg ist nach Totensommer der zweite Band um die Journalistin Kajsa Coren. Obwohl ich den ersten Band bisher nicht kenne, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Die Hauptprotagonistin wird als investigative und sympathische Person charakterisiert, der es Spaß macht, ihr bei ihren Recherchen über die Schulter zu schauen. Die Autorin Trude Teige erzählt die Geschichte in einem bildreichen und sehr flüssigzu lesenden Schreibstil, der mich schnell an das Buch fesselte. Sie arbeitet dabei mit vielen kurzen Kapiteln, wodurch die häufigen Perspektivwechsel dem Kriminalroman ein zusätzliches Tempo verleihen. Die Story ist gut konzipiert und es gibt viel Gelegenheit für den Leser, eigen Überlegungen anzustellen, wer der Täter sein könnte und welches Motiv den Taten zugrunde liegen könnte. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches klassisch mit dem Auffinden der toten Sissel aufgebaut und durch das zusätzliche Verschwinden der Nachbarstochter auf hohem Niveau gehalten. Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung der besonderen norwegischen Atmosphäre. Das trübe Wetter, die Einsamkeit der kleinen Insel und die vertraute Umgebung verleiht dem Roman ein bedrückendes und passendes Szenario. Insgesamt hat mir Das Mädchen, das schwieg als skandinavischer Kriminalroman mit einem wohl dosierten Lokalkolorit sehr gut gefallen, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte.
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