29 Montag, 6. August (S. 155-156)
Sofi seufzte vor Behagen, als das Flugzeug die Wolken decke durchbrach. Weiß gelbes Sonnen licht breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Die Wolken reichten bis zum horizont und schwebten wie eine zweite Erdoberfäche in geringer höhe. Am horizont schimmerten die Ränder rosa. Seit dem einsteigen klebte sie mit der nase an der Scheibe, und schon kurz nach dem ab he ben hat ten sich ihre Ge dan ken ganz in dem trost lo sen an blick des Bahnhofsplatzes von Mär sta ver lo ren. Von oben war er noch grauer als vom Fenster eines Pendelzugs aus, als Sofi sich Kjell zu wandte, fogen sie längst über Små land.
Sie zog die deut sche Zeitung aus der ab lage und faltete sie auf. Wenn sie die bis zur landung schafen wollte, musste sie sich beeilen, dachte Kjell. Sofi hatte ihm er zählt, dass sie seit ihrer Schulzeit kein Deutsch mehr gelesen hatte. Er selbst hatte keine Ruhe zum lesen. Sich auf die Deutschland spur ein zu las sen, war ris kant. Für ihn als er mitt lungs leiter blitzte nach je der grö ße ren ent schei dung die angst auf, den falschen Weg ein geschlagen zu haben.
Verließ man zudem noch das Zentrum des Geschehens, war die Sorge beklemmend. »Glaubst du, dass es die Finger abdrücke des Mörders sind?«, mur melte sie, ohne den Blick von dem artikel zu heben, an dem sie gerade las. »er hätte sie kaum zu rück gelassen. Er hätte das Buch nicht zurück gelassen.« Sofi raschelte beim Umblättern. »So lange es nur keine Botschaft ist. Wenn man henning glaubt
« »Dann stammen die abdrücke nicht vom Mörder.
« Sofi zuckte mit den Schultern. »Wir werden ja hören, was die Deutschen uns zu berichten haben. Willst du was von der Zeitung?« »ich kann jetzt nicht lesen.« »Das hier! Da steht was über dich.« »Über mich?« »Ja, und linda. angeblich sollen töchter von allein er ziehenden Vätern später in die Pubertät kommen.« Sie grinste mit abgewandtem Gesicht vor sich hin. »Und warum?« »Um in zucht zu vermeiden. Du sonderst chemische Duftstofe aus, und sie reagiert mit einer verzögerten Hormonentwicklung.
Da mit du nicht über sie her fällst.« »Der Gedanke ist völlig abwegig.« Sofi grinste ihm un verhohlen ins Ge sicht und schwieg. Frechheiten wie diese er laubte sie sich nur so hoch über den Wolken, im Büro würde sie so et was nicht wagen. Sie hatten sich auf Gleis eins am centralen getrofen, um den express zug zum Flug hafen zunehmen. |