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Ach wie gut, dass niemand weiß

Ein Schweizer Lese- und Vorlesebuch. Empfohlen ab 9 Jahre.
Buch (gebunden)
Hätte Hugo nicht einen Brief an den "Presidänten" geschrieben, hätten wir vielleicht nie erfahren, warum plötzlich Frieden ist. Wer nicht weiß, dass auf dem Mond Wunder ganz normal sind, der wird kaum glauben, dass dort plötzlich ein Vogel mit glänze... weiterlesen
Buch

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Ach wie gut, dass niemand weiß als Buch
Produktdetails
Titel: Ach wie gut, dass niemand weiß

ISBN: 3312009456
EAN: 9783312009459
Ein Schweizer Lese- und Vorlesebuch.
Empfohlen ab 9 Jahre.
Herausgegeben von Gabrielle Alioth
Nagel + Kimche Verlag Ag

15. März 2004 - gebunden - 172 Seiten

Beschreibung

Hätte Hugo nicht einen Brief an den "Presidänten" geschrieben, hätten wir vielleicht nie erfahren, warum plötzlich Frieden ist. Wer nicht weiß, dass auf dem Mond Wunder ganz normal sind, der wird kaum glauben, dass dort plötzlich ein Vogel mit glänzendem Gefieder auftaucht. Sind Geschichtenerzähler nicht überhaupt raffinierte Geheimniskrämer? Die folgenden sind es in jedem Fall: Martin R. Dean, Catalin Dorian Florescu, Franz Hohler, Peter Höner, Thomas Hürlimann, Max Huwyler, Ulrich Knellwolf, Tim Krohn, Hans Manz, Klaus Merz, Brigitte Schär, Jürg Schubiger, Anita Siegfried, Verena Stössinger, Claudia Storz und Bettina Wegenast. Hätte Hugo nicht einen Brief an den "Presidänten" geschrieben, hätten wir vielleicht nie erfahren, warum plötzlich Frieden ist. Wer nicht weiß, dass auf dem Mond Wunder ganz normal sind, der wird kaum glauben, dass dort plötzlich ein Vogel mit glänzendem Gefieder auftaucht. Und hätte Lola kein SMS geschrieben, hätte niemand je gemerkt, mit wem sie eigentlich zusammen sein will. Manche Geheimnisse klingen auch ganz schön unglaubwürdig. Wie zum Beispiel kam es wirklich zu dem Riesenpilz, den Beni unter dem Fußboden bei seinem Großvater entdeckte? Sind Geschichtenerzähler nicht überhaupt - raffinierte Geheimniskrämer? Die folgenden sind es in jedem Fall: Martin R. Dean, Catalin Dorian Florescu, Franz Hohler, Peter Höner, Thomas Hürlimann, Max Huwyler, Ulrich Knellwolf, Tim Krohn, Hans Manz, Klaus Merz, Brigitte Schär, Jürg Schubiger, Anita Siegfried, Verena Stössinger, Claudia Storz und Bettina Wegenast. Geheimnisse darf man nicht verraten. 16 Schweizer Schriftsteller tun es doch. Gabrielle Alioth hat sie dazu angestiftet.

Portrait

Gabrielle Alioth, 1955 in Basel geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und Politik, arbeitete bei der Prognos und and er Universität Basel und siedelte 1984 nach Irland über, wo sie heute als Schriftstellerin und freie Publizistin lebt. Für ihr literarisches Werk und ihre Kinderbücher wurde sie mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Hamburger Literaturpreis.

Leseprobe

Unbenanntes DokumentFranz HohlerOh, Hugo!


Der kleine Hugo hatte kein leichtes Leben.
Zwar wohnte er mit seinen Eltern, seinem Schwesterlein Zora und seinem Meerschweinchen Olaf in einer schönen Siedlung am Waldrand. Aber wenn irgendetwas Dummes passierte, also wenn sein Schwesterchen weinte oder wenn sein Freund Rudi mit dem Fahrrad hinfiel oder wenn das Meerschweinchen Olaf an Vaters Schuhen knabberte, sagten die Eltern zu Hugo: »Du bist schuld!«, oder einfach: »Oh, Hugo!«
Dabei hatte Hugo sein Schwesterlein Zora nur an den Haaren gezogen und Rudi nur mit einer Grillzange in die Speichen gegriffen und Olaf nur mal schnell auf den Teppich gesetzt.
Wenn im Schulhaus eine Bananenschale auf der Treppe lag und die Lehrerin darauf ausglitt, war ganz klar, wer schuld war daran: Hugo.
Wenn bei den Fahrrädern auf dem Spielplatz die Luft raus war, konnte es nur einer gewesen sein: Hugo.
Wenn ein Abfallkorb in Flammen stand, weil jemand ein Streichholz hineingeworfen hatte, konnte das nur einen Grund haben: Hugo.
Einmal sollte Hugo sein Schwesterlein Zora hüten und machte stattdessen ein Computerspiel. Zora wollte zur Schokoladendose, stieg in der Küche auf einen Stuhl, fiel hinunter und schlug sich den Kopf so blutig, dass der Arzt nähen musste. Und die Mutter rief nicht etwa: »Ach, Zora!«, sondern: »Oh, Hugo!«
Als sich Olafs Bäuchlein eines Tages so zu blähen begann, dass man mit ihm zum Tierarzt musste, wusste Hugo, warum. Er hatte ihm allen Broccoli verfüttert, den er selbst nicht gern hatte, und er hielt sich die Ohren zu, damit er das Meerschweinchen nicht piepsen hörte: »Oh, Hugo!«
Langsam war Hugo überzeugt, dass er an allem schuld war, was schiefging.
Einmal brüllten sich seine Eltern so heftig an, dass Hugo dazwischen trat und »Frieden!« schrie. Am nächsten Tag sagten ihm die
Eltern, sie ließen sich scheiden. Hugo wusste sofort, wer schuld war daran.
Nach der Scheidung holte der Vater öfters seine beiden Kinder übers Wochenende zu sich in seine neue Wohnung.
Einmal aber rief er an und sagte, sie könnten morgen nicht kommen, er müsse in den Krieg. Hugos Vater war nämlich Militärpilot.
Hugo wusste gleich, wer schuld daran war. Er erinnerte sich, dass er bei der Scheidung gedacht hatte: »Hoffentlich gibt es Krieg, und mein Vater muss hin.«
Hugo war ganz verzweifelt und schrieb dem Präsidenten des Landes einen Brief, in dem stand:
»Lieber Herr Presidänt!
Bitte hören Sie auf mit dem Krig. Ich bin schuld daran, und es tut mir leid.
Ihr
Hugo.«
Der Präsident wunderte sich sehr über den Brief, und Hugos Mutter wunderte sich noch mehr, als der Präsident bei ihr anrief und sich nach Hugo erkundigte. Schon am nächsten Tag durfte Hugo zum Präsidenten fahren. Der fragte Hugo, wieso er meine, dass er am Krieg schuld sei, und Hugo erklärte es ihm.
Er war dann sehr erleichtert, als ihm der Präsident versicherte, der Krieg sei ganz und gar ohne Hugos Zutun ausgebrochen.
»Könnten Sie nicht damit aufhören?«, fragte Hugo und dachte an seinen Vater.
»Und wie könnten wir denn mit dem Krieg aufhören?«, fragte der Präsident zurück.
Hugo musste nicht lange überlegen.
»Bombardieren Sie die Städte mit Bananen und schießen Sie mit Schokolade auf die Feinde«, schlug er vor.
»Und für die Kinder der Feinde müssen Sie Meerschweinchen abwerfen«, fügte er hinzu.
»Wenn du meinst«, sagte der Präsident, »dann werden wir es einmal versuchen.«
Am nächsten Tag ließ Hugos Vater aus seinem Flugzeug statt der Bomben ein paar Tonnen Bananen auf
die feindliche Hauptstadt fallen.
Alle Kanonen an der Grenze wurden mit Osterhasen aus Schokolade geladen und pausenlos auf die Feinde abgefeuert, und an kleinen Fallschirmen schwebten Tausende von Meerschweinchen ins Feindesland hinunter.
Die Feinde waren sehr erstaunt über die neue Art von Krieg. In der Hauptstadt hatte es schon lang keine Bananen mehr gegeben. Alle Leute aßen davon und waren begeistert. An der Front hatte es schon lange keine Schokolade mehr gegeben, und alle Soldaten aßen ihre Osterhasen statt zu schießen. Die Kinder in diesem Land hatten nur wenig Haustiere, und nun tummelte sich fast in jedem Kinderzimmer ein Meerschweinchen.
Beim nächsten Fliegeralarm rannten die Menschen nicht in ihre Bunker, sondern auf die Straße, und diesmal regnete es Glockenäpfel und Goldhamster, und auf die Soldaten an der Front prasselten farbige Zuckereier.
So ging es nicht lange, bis die beiden Länder Frieden schlossen.
»Und wissen Sie«, fragte der Präsident den andern Präsidenten, als sie sich zu einem großen Versöhnungsessen trafen, »wissen Sie, wer eigentlich an diesem Frieden schuld ist?«
Natürlich wusste es der andere Präsident nicht.
Aber wir wissen es.




Pressestimmen

"Es ist wichtig, dass alle von der Existenz dieses Buches wissen und die 17 starken Geschichten viele Leser finden. Sie ergeben ein facettenreiches Abbild vom heutigen Jungsein." (Neue Luzerner Zeitung)
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