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Mystik im Kontext

1. , Aufl.
Buch (gebunden)
Die in Mystik im Kontext aus den vergangenen zehn Jahren versammelten Studien entspringen einer doppelten Intention der mystischen Texte selbst. Diese sind zunächst nicht denk- und deutbar ohne ihre religiösen Einbettungen in bekenntnishaft... weiterlesen
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Produktdetails
Titel: Mystik im Kontext
Autor/en: Alois M. Haas

ISBN: 3770536932
EAN: 9783770536931
1. , Aufl.
Fink Wilhelm GmbH + Co.KG

30. Juli 2004 - gebunden - 571 Seiten

Beschreibung

Die in Mystik im Kontext aus den vergangenen zehn Jahren versammelten Studien entspringen einer doppelten Intention der mystischen Texte selbst. Diese sind zunächst nicht denk- und deutbar ohne ihre religiösen Einbettungen in bekenntnishaft-rituelle, glaubensmäßig-spirituelle, konkret-soziale und existentielle Lebens- und Denkformen, denen gegenüber sie sich zustimmend oder ablehnend verhalten. So oder so hat die mystische Erfahrung einen Gegenstand (und sei es das genauer zu deutende ,Nichts' Gottes selbst). All das bildet den mehr oder weniger bestimmenden religiös-,konfessionellen' Kontext. Ihn bei der Deutung von mystischen Texten zu vernachlässigen kann verheerend sein, weil dabei Selbstverständlichkeiten missdeutet oder Gesten des Protests gegen die kirchlich-religiöse Institution übersehen werden können. Sodann sind mystische Texte in der Exklusivität, mit der sie unvordenkliche Einheiten mit dem Absoluten beschwören - auch wenn die Vereinigung personal gedacht wird! - letztlich doch an einer eigenschaftslosen, jenseits aller Mannigfaltigkeit situierten Einheit orientiert. Sie kann sich in Widerspruch und Zustimmung zum Bestehenden artikulieren. Diese Spannung zwischen religiöser Institution und Durchbruchsintention des Erfahrenden in seiner auf Einheit gerichteten mystischen Intention macht den - auch literarischen Reiz - der immer an der Grenze agierenden mystischen Rhetorik aus.
Aus dem Inhalt
MYSTIK IM SPANNUNGSBEREICH VON SPRACHE, LITERATUR UND KUNST
1. Wozu Mystik erforschen?
2. Das Eine
3. Gottesnamen
4. Unio mystica. Geschichte eines Begriffs
5. Das Wechselverhältnis von Literatur und Religion im Mittelalter
6. Rhetorik und Mystik
7. Mystik und Literatur
8. Das Nichts Gottes und seine Sprengmetaphorik
9. Unsichtbares sichtbar machen - christlich-mystische Bildtheorie
10. Schöpfung - mystisch
11. Unähnliche Ähnlichkeiten und die Allmacht der Kunst
12. Mystische Eschatologie
MYSTIKTHEMEN IN ZEIT UND RAUM
1. Christliche Introversion
2. Gottesfreundschaft
3. Meister Eckharts Predigt 12: Qui audit me
4. Nichtsspekulation der rheinländischen Mystik
5. Nonnenviten
6. Christina mirabilis: Geschichte und Fiktionalität in mystischen Texten
7. Nikolaus von Kues in der traditio sapientiae
8. Nikolaus von Kues als mystischer Theologe
9. Nikolaus' von Kues Konzept der Paradiesesmauer
10. Sehen als Paracelsus' dynamische Sinndimension
11. Mystische Texte lesen
12. Teresa von Ávila - Subjektivität und Mystik
13. Jan von Ruusbroec
14. Hadewijchs poetische Botschaft: Zum Werk der niederländischen Mystikerin
15. Daniel Czepko von Reigersfeld
16. Angelus Silesius - Arzt und Mystiker
17. Weisheitliche Wege der christlichen Mystik
18. Die Verständlichkeit mystischer Erfahrungen
19. Fritz Mautners und Paul Valérys Auffassung einer gottlosen Mystik
20. Nichts im Gedicht
21. Zen und der Westen
22. Roland Barthes' ,Neutre' - auch ein mystisches Verfahren
23. Mystik heute

Portrait

Alois M. Haas wurde am 23. Februar 1934 in Zürich geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Zürich, Berlin, Paris, München und promovierte 1963 in Zürich zum Dr. phil. Die Habilitation im Fachgebiet Germanistik folgte 1969. Von 1969 bis 1971 war er Associate Professor an der McGill University in Montreal. Ab 1971 außerordentlicher, ab 1974 ordentlicher Professor für deutsche Literaturgeschichte von den Anfängen bis 1700 in Zürich. 1978 Dr. theol. h.c. von der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg i.Ü. 1988-1989 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin. Seit 1989 Präsident der Schweizerischen Paracelsus-Gesellschaft. Seit 2000 Ehrenpräsident der Schweizerischen Paracelsus-Gesellschaft; seit 2006 Ehrenpräsident der Hans Urs von Balthasar-Stiftung.

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