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Ein Gentleman in Moskau

Roman. Originaltitel: A Gentleman in Moscow.
Buch (gebunden)
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Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskel... weiterlesen
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Produktdetails
Titel: Ein Gentleman in Moskau
Autor/en: Amor Towles

ISBN: 3471351469
EAN: 9783471351468
Roman.
Originaltitel: A Gentleman in Moscow.
Übersetzt von Susanne Höbel
List Paul Verlag

8. September 2017 - gebunden - 560 Seiten

Beschreibung

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.
"Towles ist ein Meistererzähler" New York Times Book Review
"Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil" Washington Post
"Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé" O, the Oprah Magazine

Portrait

Amor Towles hat in Yale und Stanford studiert. Er ist in der Finanzbranche tätig und gehört dem Vorstand der Library of America und der Yale Art Gallery an. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Manhattan.

Pressestimmen

"Ein Leben im Hotel in einem Land im Ausnahmezustand, mitreißend geschildert.", Brigitte, Meike Schnitzler, 31.01.2018

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Bewertungen unserer Kunden
Wunderbar erzählt
von Fornika - 05.11.2017
Der junge Graf Rostov ist im besten Lebensalter und doch zu Untätigkeit verdammt. Eingesperrt im Hotel Metropol - zuerst in einer standesgemäßen Suite, dann in einem Dienstbotenzimmer - verliert er trotzdem weder Lebensfreude noch seinen Charme. Keine einfache Aufgabe, ist er doch ein Niemand, nach der Oktoberrevolution in Russland wurden ihm Land und Titel aberkannt. Verlässt er das Metropol, wartet auf ihn der Tod... Towles` Geschichte hat wirklich das gewisse Etwas. Das Etwas heißt der Graf. Eine charismatische Figur, die an ihrem aussichtslosen Schicksal nicht etwa verzweifelt, sondern das Allerbeste daraus macht. Der beschließt endlich mal alle Bücher aus der väterlichen Bibliothek zu lesen (vorher hatte man ja schließlich keine Zeit) und dann schon nach Essay zwei grandios elegant scheitert (was den Leser wiederum schmunzeln lässt). Man sollte meinen, dass es ihm nach jahrelangem Aufenthalt im Metropol sterbenslangweilig würde. Mitnichten. Es entwickeln sich tiefe Freundschaften, ob mit der kleinen Nina oder dem Hackmesser schwingenden Küchenchef. Diese zwischenmenschlichen Beziehungen werden von allen Seiten beleuchtet und es macht Spaß ihre Entwicklungen zu verfolgen. Dem Metropol ist eine ausgezeichnete Küche (ja, es gehört auch ein Weinkeller dazu) zu eigen, sodass der Graf dem Leser auch allerlei Gaumenfreuden näher bringt. Da er ja nicht in die Welt hinaus darf, kommt die Welt eben zu ihm hinein. Seien es hohe Funktionäre, amerikanische Spione oder große russische Schauspielerinnen, alle finden den Weg ins Metropol und so ist der Mikrokosmos des Hotels immer auch ein Abbild der Verhältnisse in der großen weiten Welt. Die ganze Geschichte wird vom Autor wunderbar leicht und gleichzeitig elegant erzählt, man könnte meinen, dass es der Graf selbst nicht besser gekonnt hätte. Und so fesselten mich nicht nur die mitreißende Handlung, sondern auch der elegante Stil an die Seiten. Sollte der Graf jemals wieder im Metropol gastieren, ich würde mich jederzeit mit ihm auf ein gutes Glas Wein und ein noch besseres Gespräch treffen.
Der stille Beobachter
von Miss Marple - 21.08.2017
Nachdem er durch das Volkskommissariat zu Hausarrest verurteilt wurde, bezieht Graf Rostov ein kleines Zimmer im Dachgeschoss seines geliebten Domizils - Hotel Metropol, in dem er seit seiner Rückkehr in seine Heimat aus dem französischen Exil 1918 eine geräumige Suite bewohnte und muss sich nun aus Platzgründen von manch liebgewonnen Gegenstand verabschieden. Ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster über die Dächer Moskaus, der schon freundschaftlich zu nennende Umgang mit einigen Hotelangestellten und seine bemerkenswerte Beobachtungsgabe, die den Leser dreißig Jahre russische Zeitgeschichte erleben lässt. Gemeinsam ziehen wir mit Rostov Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts unter das Dach des Hotels, richten uns auf beengtem Raum ein, gehen mit ihm in die Hotellobby und beobachten dort neu ankommende Gäste. Detailliert und brillant beschrieben, erfahren wir viel über seiner Familiengeschichte, die uns zurück ins zaristische Russland auf sein Gut führt. Immer wieder wird er durch alltägliche Beobachtungen oder Begegnungen, zum Beispiel mit seinem alten Studienfreund Michael Fjodorowitsch, dazu angeregt, in Rückblicken sich an Vergangenes zu erinnern. Die Veränderungen in der neu gegründeten Sowjetunion machen auch nicht am Hoteleingang halt und so führt uns Rostov in galanter Weise immer verbunden mit seinem täglichen Leben durch wichtige geschichtliche Ereignisse, in die er mehr oder weniger hineingezogen wird und mutige Entscheidungen treffen muss. Keine Frage, dass der Autor selbst über eine unbeschreibliche Beobachtungsgabe verfügt und diese in eine kunstfertige Sprache umzuformen versteht. Der Roman lebt von einer solch großen Detailfülle, dass der Leser am Schluss erst einmal innehalten muss, um das Gelesene einzuordnen. "Ein Gentleman in Moskau" ist kein schnelles Buch, es fordert sich die Zeit des Lesers ein, der immer wieder angeregt wird, auch das kleinste Detail, sei es sprachlich oder auch inhaltlich, zu erfassen. Nicht zuletzt verdanken wir einer brillanten Übersetzung durch Susanne Höbel ein bleibendes Leseerlebnis, das noch lange nachwirkt.
Der Glanz vergangener Epochen
von Julia Lindner - 12.09.2017
Graf Alexander Rostov wird Anfang des 20. Jahrhunderts in Moskau vor die Wahl gestellt: Entweder verbringt er sein Leben fortan unter Hausarrest im Hotel Metropol oder wird vor ein Erschießungskommando gestellt. Seine Zukunft verbringt er nun nicht mehr mit der Upper Class, sondern er findet Freunde unter dem Hotelpersonal und sieht aus dieser Blase heraus, wie sich die Welt langsam verändert, während die Zeit im Metropol scheinbar stillsteht. Auf einfühlsame Art und Weise hat Amor Towles ein Bildnis Russlands geschaffen, dass den Wandel vom prunkvollen Zarenreich zum kargen, kommunistischen Einheitsstaat nicht nur äußerlich sondern auch in den Köpfen seiner Bürger durchgemacht hat und dabei nicht vor Opfern zurückgeschreckt hat. Das Hotel Metropol, die erste Adresse am Platz in Moskau, veranschaulicht dabei sowohl durch die Auswahl seiner Gäste als auch im Umgang mit seinem Personal, diesen Wandel. Aber vor allem der Graf steht als Symbol dafür, wie sich dieser Wandel in den Menschen vollzieht: Als Sinnbild der vergangenen Glanzzeiten muss er sich schnell an einen gänzlich anderen Umgang mit menschlichen Werten gewöhnen und seinen Platz in einer scheinbar auf den Kopf gestellten Gesellschaft finden. Ich finde dieses Buch einfach wundervoll geschrieben: Die Personen, die man im Laufe des Buches kennenlernt, scheinen alle an ihrem Schicksal zu tragen, ohne daran zu zerbrechen und zeigen dabei eine Charakterstärke, von der man sich gerne ein Stück abschneidet. Und auch Moskau bzw Russland sieht man dank dieses Buches mit ganz anderen Augen. Es stimmt einen nachdenklich und verzaubert einen aber auch gleichzeitig. Auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights!
Für mich die Entdeckung des Jahres
von Gisel - 08.09.2017
Graf Alexander Rostov wird 1922 zum Tode verurteilt, die Strafe jedoch umgewandelt in lebenslangen Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau. Äußerst gelassen arrangiert er sich mit den neuen Umständen, bezieht sein Zimmer im 6. Stock des Hotels. Getreu der Maxime: "Wenn man nicht Herr seiner Umstände war, würde man von den Umständen beherrscht" (S. 507) bleibt er immer Herr seiner Umstände, in jeder Situation, und sei sie noch so bizarr. Er wird ein glückliches, wenn auch ungewöhnliches Leben führen. Dieses Buch ist für mich die Entdeckung des Jahres. Diese Gelassenheit, die der Autor Amor Towles seinem Protagonisten gibt, ist unbeschreiblich. Er ist ein Gentleman durch und durch, einer, der für seine Freunde einsteht ohne Wenn und Aber und sich nie von den Umständen beherrschen lässt. Er wird sogar einem Parteibonzen Lehrstunden darin geben, was einen Gentleman ausmacht. Es gelingt ihm, nicht die Demütigung hinter dem Hausarrest zu sehen, er betrachtet die neuen Umstände mit einer Heiterkeit, an der jeglicher Unbill abprallt. Das ist großes Kino vor der Kulisse eines bekannten Moskauer Hotels, das den Ereignissen der Zeit von 1920 bis 1954 huldigt. Noch stehe ich ganz unter dem Eindruck dieses Buches und bin einfach nur überwältigt. Der Erzählstil ist dem Thema angepasst, fast könnte man meinen, der Graf selbst erzählt die Geschichte, kein unpassendes Wort würde ihm dabei über die Lippen kommen. Hier hat der Autor ein Stück Literatur geschaffen, passend übersetzt von Susanne Höbel. Deshalb eine unbedingte Leseempfehlung von mir und sämtliche Sterne, die ich nur vergeben kann!
Ein starkes nachwirkendes Buch
von Philo - 08.09.2017
Schon lange hat mich kein Buch so gefesselt wie dieses. Amor Towles ist ein ganz wunderbarer Erzähler, bei dem man sich kein Wort entgehen lassen darf. Das Buch handelt von der russischen Revolution und den Jahren danach bis 1954 und gibt einen interessanten und lehrreichen Einblick in die russische Geschichte. Die herausragende Persönlichkeit im Buch ist Graf Alexander Iljitsch Rostov. Dieser hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ein Mann von Adel, hochintelligent, aber niemals hochmütig, den Menschen zugewandt, was es ihm erlaubt Freundschaften in allen sozialen Kreisen zu schließen. Ein Mann, der sich nicht unterkriegen läßt. Dies beweist er bei der gleich zu Beginn stattfindenden Gerichtsverhandlung, wo er 1922 wegen eines von ihm vefaßten provokativen Gedichtes und wegen seiner adeligen Herkunft zu einem lebenslangen Hausarrest verurteilt wird. Das Verhalten des Grafen während der Verhandlung spricht für ihn und zeigt seine Gesinnung. Ich habe diesen Teil mit großer Bewunderung für den Grafen gelesen. Er wird verurteilt, im Hotel Metropol, in dem er seit langem bereits wohnt, den Hausarrest anzutreten. Er kann jedoch nicht in der von ihm bewohnten Suite wohnen bleiben, sondern bekommt eine Kammer unter dem Dach zugewiesen. Ungebeugt und diszipliniert ergibt er sich in sein Schicksal. Er widmet sich nun der Beobachtung der Gäste im Metropol und schließt mit hochrangigen Persönlichkeiten Freundschaften, aber auch mit Emile, dem Küchenchef, Wassili, dem Portier, mit Marina, der Schneiderin, Audrius dem Barkeeper oder Andrei, dem Maître dHotel. Allesamt charakterisiert der Autor so lebensecht, man glaubt, sie selbst zu kennen. Eine besondere Freundschaft verbindet ihn mit Nina, einem 9jährigen Mädchen, das ebenfalls im Hotel wohnt. Sie ist eine aufgeweckte und neugierige kleine Person und schnüffelt im ganzen Hotel herum. Durch sie lernt der Graf auch den letzten Winkel im Metropol kennen. Eine besondere Zuneigung hegt der Graf zu Mischka, seinem Freund aus Jugendtagen. Durch die Gespräche der beiden lernt man viel über die Kindheit des Grafen und seinen Werdegang kennen. Mehr zu verraten, würde allen Lesern viele Überraschungsmomente nehmen. Ich habe viel gelernt von einem feinfühligen, toleranten, oft humorvollen, dann wieder sehr ernsthaften Menschen, den ein ganz wunderbarer Autor als Gentleman beschrieben hat. Dies ist er im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders hervorzuheben sind die erklärenden und interessanten Fußnoten. Sie werten das Buch zusätzlich auf.
Kraftvoll und fesselnd
von Arietta - 19.08.2017
Meine Meinung Zum Autor: Es war mein erster Roman und bestimmt nicht mein letzter Roman von Amor Towles, er hat mich begeistert beim Lesen, es wurde nie langweilig, der Spannungsbogen war von der ersten bis zur letzten Seite hoch. Mit seiner Geschichte " Ein Gentleman in Moskau", hat er ein grandioses Meisterwerk einer vergangenen Epoche geschaffen, das einem als Leser in den Bann zieht und nicht mehr los lässt. Sein Schreibstil ist sehr flüssig, klar und Kraftvoll , und sehr lebendig. Alles ist so bildhaft erzählt, das man das Hotel Metropol seine Räumlichkeiten und die Menschen dort, die da leben und ein und ausgehen förmlich vor sich sah, eine Art Kopfkino fand statt. Man konnte mit Genuss in die Geschichte abtauchen, obwohl sich alles im Hotel abspielt wird es nie langweilig. Seine Protagonisten wirken so real als wären sie aus Fleisch und Blut, er versteht es ihnen Leben einzuhauchen. Auch die einzelne Charaktere und deren Emotionen sind sehr gut heraus gearbeitet. Eine Facettenreich Geschichte voller Abenteuer und überraschenden Wendungen, wie ein Kaleidoskop , vor der großen Kulisse des Hotels Metropol in Moskau. Zum Inhalt: Es war toll den 30 Jährigen Graf Alexander Rostov, über 30 Jahre von 1922 - 1954 zu begleiten. Man hat ihn vor dem Notstandskomitee des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten am 21.07.1922 zu einem Lebenslangen Hausarrest verurteilt im Hotel Metropol verurteilt. Sollte er jedoch einen Fuß vor das Hotel setzen, wird er erschossen. Wer jetzt denkt, er ist verzweifelt und fällt in Depressionen, der täuscht sich, er arrangiert sich. Auch wenn man ihm alle Privilegien genommen hat, er muss seine Suite in der bisher mit allen Bequemlichkeiten und Komfort lebte verlassen und in eine Dienstbodenkammer im 6. Stock unter dem Dach ziehen. Ihn dabei zu beobachten, wie er es verstand aus dieser Rumpelkammer eine gemütliches zuhause zu machen, war schon Enorm. Auch wenn man ihn aus der Welt draußen ausgesperrt hatte wurde es nie langweilig, er schaffte es das die Welt zu ihm kam, ob Schauspieler, Journalisten, Männer von der Partei, sie besuchten ihn. Er bleibt die ganzen Jahre über sehr Charmant, höflich und zuvorkommend auch den Angestellten gegenüber, er schlüpft selbst eines Tages für Jahre in den Beruf des Kellners und bedient die Gäste des Hotels. Spannend war es am Anfang als er mit der 9 Jährigen und sehr gewitzten Nina durchs Hotel zog und mit ihr manches Abenteuer erlebte und einiges lernte, was ihm später mal zum Vorteil werden würde. Die Erwachsene Nina, vertraut ihm ihre 5 Jährige Tochter Sofia an, was er nicht Ahnte sie wird nicht zurückkehren. Er wächst an seiner Aufgabe, dank der Näherin Marina und wird dem Kind ein Vater. Ihm bleibt immer nur den Blick aus dem Fenster, das Politische Geschehen, der 2. Weltkrieg bleiben vor der Tür des Metropol. Seine Freunde im Hotel sind ihm sehr ergeben, besonders mochte ich Emilie den Hackmesser schwingende Koch, der Alexander mit seinen Kochkünsten verwöhnte, man konnte die einzelne Gerichte förmlich riechen und schmecken, auch all die Köstlichen Weine. Auch Andrei der Kellner oder Anna die Schauspielerin sind ihm treu und ergeben. Das ganze wurde aufgelockert durch seine Erinnerungen und Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugend. Es war schön mit Alexander, Sofia, Marina und den vielen anderen durch das Hotel Metropol zu spazieren. Eine Geschichte voller überraschenden Endungen..
Weltgeschichte wunderbar anders erzählt
von büchernarr - 26.08.2017
Graf Alexander Rostov wird im Moskau der 20er Jahre verhaftet und zu einem lebenslangen Hausarrest in seinem geliebten Hotel Metropole verurteilt. Der immer charmante und optimistische Graf räumt ohne Widerstand seine geräumige Suite und zieht in ein Dienstbotenzimmer unter dem Dach des Hotels, von dem er durch das Fenster das Geschehen der Außenwelt beobachtet. Nie aus der Ruhe kommend, freundet er sich mit dem Personal des Hotels an und erfährt alle Geschehnisse dieser bewegten Epoche aus all den wichtigen Persönlichkeiten der damaligen Zeit, die zu ihm kommen und ihn besuchen, seien es Spione, Männer der Politik, Journalisten, Schauspieler. Somit wird kein Tag wie der andere. Jedoch nimmt sein Leben eine interessante Wendung als ihm die Obhut eines Mädchens gegeben wird und er sich durch sie weiterhin zum besseren wendet und vieles dazu lernt.  Das besondere an diesem Buch ist der wunderbare Schreibstil des Autors, der uns in eine andere Welt eintauchen lässt aus die wir gar nicht wieder auftauchen möchten.
Nachdenklich, farbenprächtig, komplex
von Julia L. Jordan - 22.09.2017
Schon von der ersten Zeile an hat mich dieser Roman gefangen genommen. Es ist etwas zutiefst Russisches in Towles` Schreibstil, eine Eleganz, die ich aus den Romanen von Tolstoi und Dostojewski kenne und die dazu geführt hat, dass ich, ganz unabhängig vom Inhalt, die alten russischen Klassiker liebe und in ihrer Sprache schwelge, selbst wenn es sich bloß um Übersetzungen ins Englische oder ins Deutsche handelt. Nach wenigen Seiten schon ist klar, dass Towles sich auch eine andere Eigenart der alten Meister zueigen gemacht hat: das Abschweifen. Und das meine ich gänzlich positiv. [[ Ein Reigen warmherziger Charaktere Die Hauptperson in diesem Roman, Graf Alexander Iljitsch Rostov, gehört einer alten russischen Familie von Aristokraten an, die gute Verbindungen haben und zu den Reichen des Landes gehören. Wir begegnen ihm zu Anfang, als er gerade seine Strafe für exakt diesen Umstand erhält, denn natürlich ist dem Russland der Sovjets jegliche Aristokratie verdächtig. Dass er einst ein politisches Gedicht mit Inhalten, welche den Sovjets gefallen, geschrieben hat, rettet ihn vor der direkten Exekution, so dass er stattdessen zu Hausarrest im Metropol, einem real existierenden Hotel in Moskau, verurteilt wird. Dort hat er schon zuvor gelebt, doch statt seiner luxuriösen Suite bleibt ihm nun nur ein winziger Raum. Während er versucht, sich mit der neuen Gefangenschaft abzufinden, freundet er sich mit dem jungen Mädchen Nina an. Sie weiß nichts von den alten russischen Sitten, die unter Adligen geherrscht haben, hört dem Grafen aber geduldig bei Erzählungen zu. Dafür führt sie ihn in die tieferen Geheimnisse des Hotels ein, die sich nur einem neugierigen Kind erschließen. Er macht Bekanntschaft mit einer Näherin, einem Barbier, dem Koch und Kellner eines der beiden Restaurants im Hotel und lernt einige Gäste näher kennen. All diese Personen sind auf ihre Art eigenartig, doch es sind mitfühlende Menschen, die dem Charme und der Höflichkeit des Grafen erliegen und für ihn durchs Feuer gehen würden. Meisterhaft erzählt uns Towles von den Lebensgeschichten dieser Menschen, packt manchmal ganze tragische Zukunftsereignisse in Fußnoten und entspinnt so ein riesiges Netz aus Persönlichkeiten rund um Rostov. Es erfordert Aufmerksamkeit, zwischen all den Lebensgeschichten nicht verloren zu gehen, doch wer die Konzentration aufbringt, wird mit einem schillernden Bild des Russlands zu Beginn der Sovjet-Zeit belohnt. Es ist ein Russland, dass neuerdings so sehr an die Gleichheit aller Menschen glaubt, dass jeder mit Genosse angesprochen wird, außer natürlich der alte Adel, der entweder exekutiert oder inhaftiert wird. Es ist ein Russland, in dem höhere Bildung als elitär betrachtet wird und deswegen ein beschämter Kellner, der aus Unwissenheit einen falschen Wein empfiehlt, die Macht besitzt, sämtliche Etiketten von Weinflaschen entfernen zu lassen, damit künftig auch der einfache Mann einen Rotwein oder einen Weißwein bestellen kann, ohne dass sein Selbstbewusstsein darunter leiden könnte, dass er nicht weiß, welche Sorte dem Mahl tatsächlich angemessen wäre. [[ Gleichzeitig selbstironisch und kritisch Graf Rostov ist ein Mann von alter Schule, er kennt jedes noch so lächerliche Zeichen, das sich die Aristokratie einst für den sozialen Umgang ausgedacht hat. Wie schräg legt man den Kopf? Was bedeutet es, wenn ein Gast mit Zeitung unter dem Arm das Restaurant betritt? Welche codierten Floskeln haben welche Bedeutung? All das weiß Alexander im Schlaf - und er ist sich dieser Tatsache bewusst. Er weiß, dass ihn das über andere Menschen erhebt, kann aber gleichzeitig darüber lachen, dass sein ganzes bisheriges Leben in codierten Umgangsformen abgelaufen ist. Er beobachtet melancholisch, wie unter den Sovjets Stück um Stück der Glanz Russlands durch Gleichheit und Gemeinschaft zerstört wird. Er besitzt einen ungebrochenen Patriotismus und würde jedem Ausländer gegenüber den Stolz der Nation verteidigen, doch er ist nicht blind für den Schrecken einer kommunistischen Diktatur. Während das Metropol ein Ort der Wärme bleibt, wird es im Rest von Russland kalt. Politische Reformen, Fünfjahrespläne, Machtkämpfe und Zwangsenteignungen beherrschen die Gegenwart. Obwohl dem Leser all dies bekannt ist und Towles die Geschehnisse auch immer wieder andeutet, ist dieses große Ganze doch nicht der zentrale Aspekt des Romans. Es ist Rostov, der sich dank Nina und später dank seiner Tochter Sofia verändert. Rostov, der einen riesigen Horizont besitzt und gerne andere aufklärt, ohne belehrend zu wirken. Wie in den alten russischen Klassikern präsentiert uns Towles ein drei Dekaden umspannendes Historienepos, in dem aber die Geschichte in den Hintergrund tritt, um den Figuren und ihren Charakteren Raum zu Glänzen zu geben. Rostov kennt sich selbst so gut, dass er sich gleichzeitig sehr ernst nehmen und herzlich über sich lachen kann. [[ Nie eindeutig Das Buch erzählt nicht nur eine Geschichte, es erzählt viele Geschichten. Wir verfolgen das Leben von Rostov, ohne dass wir wissen, wo es hinführen wird. Erst sehr spät, auf den letzten 100 Seiten, kommt tatsächlich Spannung im klassischen Sinne auf, doch auch vorher schon kann Rostovs Lebensgeschichte fesseln. Genauso wird schnell deutlich, dass dieses Buch kein eindeutiges Anliegen hat. Es will uns ein Stück russischer Geschichte näher bringen, gewiss, aber das ist nicht das Wichtigste. Es will uns mit Rostov bekannt machen, doch gleichzeitig verlässt der Erzähler regelmäßig den Pfad, um das Leben anderer Personen nachzuverfolgen. Der Glanz der Aristokratie und die Nostalgie für vergangene Zeiten, in denen die Eliten geherrscht haben, wird farbenprächtig geschildert, doch wann immer das Nostalgiegefühl in Sehnsucht umzuschlagen droht, führt eine kleine spitze Bemerkung oder eine Anekdote dazu, dass man doch eher den Kopf schüttelt über den alten Adel. Für mich gehört dieses Buch wie kaum ein anderes zu jenen, die für jeden Leser eine andere Bedeutung haben wird. Vielleicht gehen einige darin verloren. Vielleicht lernen andere ganz neue Aspekte über Russland. Vielleicht inspiriert es einige, Tolstoi oder Dostojewski oder einen der anderen zahllosen, im Buch erwähnten russischen Autoren zu lesen. Vielleicht motiviert es andere dazu, Humphrey Bogart Filme zu sehen. Wer weiß? Mich persönlich hat es in meiner Liebe zu Russland gestärkt. Kaum ein anderes Land wird für mich je so sehr für Adel und höfische Kultur stehen wie das Russland vor der Revolution. Ich liebe das Russland vor 1900, aber ich bin ebenso fasziniert von dem Russland der Sovjetrepubliken und dem heutigen Russland, in dem ein Machtmensch die Geschicke leitet. FAZIT: Der Roman "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles ist ein prachtvolles Historiengemälde, in dem die Geschichte selbst jedoch nur die zweite Geige spielt. Im Zentrum steht Graf Rostov, der mit seinem althergebrachten Charme und seinem Wissen aus der Abgeschiedenheit des Hotels Metropol Russland beim Wandel zuschaut. Towles hat hier einen durch und durch russischen Protagonisten erschaffen, der selbstironisch aber auch kritisch sich, die Umwelt und seine Beziehung zu den Mitmenschen zu analysieren versteht. Das Buch ist so komplex und vielschichtig, dass wohl kaum zwei Leser zu einem gleichen Eindruck kommen werden. Daher kann ich es nur jedem ans Herz legen, es selbst zu lesen.
Große Umbrüche und ein Leben im Hotel
von rabenei - 12.09.2017
Mit der Gründung der Sowjetunion ändert sich das Leben der Menschen des einstigen Russlands schlagartig und nachhaltig. Der Protagonist des Romans Graf Rostov erfährt dies unmittelbar. Als Vertreter der aristokratischen Klasse hat er sich des schlimmsten Verbrechens schuldig gemacht. Er wird unter Hausarrest gestellt, kann aber im Hotel Metropol, das jetzt sein neues Zuhause ist, dennoch die Vorzüge eines gehobenen Lebensstils genießen und trotz widrigster Umstände findet er in kleinen Dingen immer wieder seine Lebensfreude. In Toweles Roman zieht eine ereignisreiche Zeit mit tiefgreifenden gesellschaftlichen Umwälzungen vorbei, während die Hauptperson in einer abgeschlossenen Welt in einem Hotel verbringt. Außerhalb dieser Welt nehmen die Ereignisse ihren Lauf, überschlagen sich geradezu. Im Hotel jedoch schein die Zeit teilweise stillzustehen. Doch immer wieder brechen auch Einflüsse von Außen in diese Abgeschlossenheit ein und zeigen auf diese Weise nur umso deutlicher die Veränderungen der Welt von Draußen. Insgesamt ein wunderbares Buch, das dem Leser durch das persönliche Schicksal des Grafen Rostov eindrücklich und immer wieder auch mit mancherlei Humor und Ironie die gesellschaftlichen Umbrüche zu Beginn der Sowjetunion nahebringen. Teilweise hat der Roman jedoch auch Längen über die man sich seitenweise hinwegquälen muss, nach deren Überwindung man aber immer wieder in die ergreifende Geschichte zurückfindet.
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von Buecherfreund - 07.12.2017
Nach der russischen Revolution wird Graf Rostov aus politischen Gründen zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Sein damaliger Wohnsitz, das pompöse Hotel Metropol mitten in Moskau wird zu seinem Gefängnis. Er muss seine elegante Suite aufgeben und wird in ein winziges Zimmer unter dem Dach verbannt. Wenigstens sein Gold, gut versteckt in seinem Schreibtisch, und ein paar Habseligkeiten, konnte er retten. Der Graf ist zu einem Leben im Hotel verdammt, das ihm sehr schnell sehr beengt vorkommt. Doch er wäre kein Gentleman, wenn er nicht auch mit dieser Situation zurechte kommen würde und das Beste daraus machen würde. Er lernt die guten Seiten dieses Lebens zu schätzen: gute Freundschaften, vor allem zum Personal des Hotels, die Gesellschaft des einäugigen Katers, und die vielen kleinen Geheimnisse, die hinter den verschlossenen Türen des Hotels darauf warten, entdeckt zu werden. Das Buch ist wundervoll geschrieben. Rostov ist ein besonderer Charakter, der durch seine ganz eigene Sichtweise auf die Welt außergewöhnlich wird. Sein unerschütterlicher Optimismus ist bewundernswert und so wird er mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Geschichte Russlands war mir bisher weitestgehend fremd. Durch den Einblick in die Welt der Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, nämlich der noblen Gäste des Hotels im Gegensatz zu den einfachen Angestellten, wird ein interessantes Bild gezeichnet, das vieles verständlicher erscheinen lässt. Manchmal wirkt die Geschichte ein wenig langatmig, da sie in diesem beschränkten Rahmen des Hotels stattfindet. Doch die interessanten Charaktere machen dies wieder wett. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, wird man belohnt werden.
Dieses Buch sollte man lesen!
von lesebiene - 09.10.2017
Inhalt: Moskau 1922, während Russland die stürmischen Jahre, voller geschichtsträchtiger Ereignisse erlebt, bleibt dem Graf Alexander Rostov nur der Blick aus dem Fenster, auf die immer selben Gebäude.  Der Gentleman alter Schule, wird mit 30 Jahren zu einem lebenslangen Hausarrest verurteilt, im Hotel Metropol.  Jahrzehnt um Jahrzehnt vergeht, während Rostov an seine Überzeugungen, der kleinen Guten Taten festhält, erblickt er und beobachtet er, die Geschichte Russlands, aus einer Scheibe hinweg.  Doch als plötzlich ein kleines Mädchen in sein Leben tritt, verändert dieses sein Leben. ...  Meinung :  Wow, ein großartiges Buch, welches mit literarischer Raffinesse und Feinfühligkeit komplett zu überzeugen weiß.  Wie es der englisch sprachige Autor Amor Towles schafft, die russische Geschichte, durch die Augen seines Protagonisten authentisch zu schildern ist mehr als bemerkenswert. Doch neben den historischen Fakten, die spielerisch und mit größter Freunde, dem Leser erzählt werden, schafft es der Autor auf so menschliche und anrührende Weise, Charaktere zu erschaffen, die das Leserherz erwärmen und zu tiefst berühren. Eine großartige Geschichte, die lehrreich ist, faszinierend gut geschrieben ist und dem Leser so viel über das Leben mitgeben kann, dass dieses Buch einfach nur bereichernd ist.  Fazit :  Lesen Sie dieses Buch, denn es ist ein wahres Geschenk der Literatur!  Großartig!!!!
Toller Stil, spannende Handlung
von bücherbelle - 10.09.2017
"Wie kann jemand sein Leben damit verbringen, auf das Danachkommende zu warten?" (S. 347) Zusammenfassung. Graf Alexander wird in jungen Jahren zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol verurteilt. Von da an breitet sich sein Leben in den weitläufigen Fluren des Hotels aus, wo er Freundschaften, Bekanntschaften und Liebschaften schließt und schließlich tatsächlich noch die Liebe seines Lebens findet. Cover. Das Bild auf dem Cover gefiel mir sowohl vom Stil als auch vom Motiv her richtig gut. Es passt zum Inhalt so gut und ebenso zur Stimmung des Romans, dass ich wirklich überzeugt war und bin. Inhalt. Hach, ich bin begeistert. Auch wenn man zwischendurch kritisieren könnte, dass es etwas lang ist, gelingt es Towles mit diesem Roman so ungeheuer gut, russische Geschichte mit einem Einzelschicksal zu verknüpfen, dass ich aus dem Staunen kaum herauskam. Über weite Teile ist es wirklich interessant und lehrreich, zum Ende hin wird es (für mich unerwartet) auch noch richtig spannend und bietet auf jeden Fall eine Menge Potential zum Mitfiebern. Meine Sorge, dass es langweilig werden könnte, weil die Handlung sich hauptsächlich auf die Flure des Hotels beschränkt, wurde jedenfalls nicht erfüllt. Und der Schreibstil erst! Die Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit, aus Fokussierung auf eine einzelne Person und dem Blick aufs Ganze, all das hat mich schon während des Lesens wirklich begeistert. Personen. Jeder der Figuren hat Persönlichkeit und Charakter, am meisten sticht dabei natürlich der Graf höchstselbst heraus, der wahnsinnig liebenswert ist und mich ein wenig ins Schwärmen verleitete - auf jeden Fall ein wahrer Gentleman. Doch auch die anderen Charaktere konnten mich in ihrem Charme oder auch ihrer Boshaftigkeit überzeugen und begeistern. Lieblingsstellen. "In ihrer gesammelten Phantasie ist den russischen Meistern offenbar nichts Besseres eingefallen, als dass die Hauptgestalten ihren Konflikt mit Pistolen und einem Abstand von zweiunddreißig Schritten aushandeln." (S. 56) "Aber das Schicksal hätte nicht den Ruf, den es hat, wenn es nur das täte, was naheliegend scheint." (S. 91) "Wenn Geduld nicht so oft auf die Probe gestellt würde, wäre sie wohl kaum eine Tugend." (S. 151) "Es ist eine Aufgabe der Geschichtsschreibung, von einem bequemen Lehnstuhl aus bedeutsame Momente zu identifizieren." (S. 180) "Aber als der Graf Sofias Spiel hörte, verließ er die Wissenden und betrat das Reich des Staunens." (S. 324) "In der Bar galt außerdem ab sofort, dass jeder, der alle vier Cocktails hintereinander trinken konnte, das Recht hatte, sich "Patriarch von Gesamtrussland" zu nennen - sobald er wieder bei Bewusstsein war." (S. 330) "Die Zeit zwischen dem Aufgeben der Bestellung und dem Eintreffen der Vorspeise ist eine der schwierigsten in zwischenmenschlichen Beziehungen." (S. 336) Fazit. Indem die letzten 100 Seiten diesem Buch noch das Krönchen aufgesetzt haben, das Fitzelchen, das mir bei einigen anderen Büchern in letzter Zeit fehlte, bin ich absolut und vollends begeistert. Die Charaktere sind toll, die Handlung ist überraschend spannend und die geschichtlichen Hintergründe, die mit so viel Leichtigkeit in das Leben des Grafen eingewoben wurden, sind wirklich interessant. Auf jeden Fall ein gutes Buch für alle, die einen Funken Interesse für russische Geschichte besitzen.
Eine Geschichte mit Stil
von Lea - 18.09.2017
"Ein Gentleman in Moskau" ist wirklich ein Buch mit Stil. Es geht um den Graf Rostov, der auf Grund eines Gedichtes, das zur Revolution anstiften könnte, zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau verurteilt wird. Allein diese Idee finde ich schon sehr spannend. Zusammen mit dem Grafen lernen wir die Welt des Hotels kennen (das riesige Hotel Metropol ist wirklich eine kleine Welt, mit zwei Restaurants, einem Friseur, Geschäften, usw.). Viele verschiedene Begebenheiten versüßen die Geschichte. Ich gebe zu, am Anfang hatte ich ein bisschen Angst, dass es langweilig und eintönig werden könnte. Zwar war es immer interessant die Geschichte zu lesen, aber weil oft nicht unbedingt Spannung erzeugt wird (was aber im Großen und Ganzen auch nicht fehlt, weil andere Faktoren die Geschichte am Leben erhalten), war die Geschichte nicht wirklich in meinen Gedanken und ich habe nicht so oft zum Buch gegriffen. Das ändert sich mit einem Eintreffen, das ich jetzt noch nicht vorweg nehmen will. Aber seitdem hing ich total an dem Buch und wollte es auch wenn ich keine Zeit hatte sofort weiterlesen. Außerdem finde ich sehr interessant, wie der Autor auf kleine Details des Lebens Bezug nimmt und auch eine gehörige Portion Philosophie mit einflechtet. Den Schreibstil fand ich sehr interessant, weil er verschiedene Stile vereint. Hauptsächlich wird erzählt, was der Graf macht, dann werden aber immer mal wieder irgendwelche Prophezeiungen auf Zukünftiges eingestreut oder der Leser wird direkt angesprochen. Außerdem arbeitet der Autor mit Fußnoten. Sehr interessant ist auch, wie viel man über die Geschichte Russlands lernt. Historische Ereignisse werden geschickt mit dem Metropol und der Geschichte des Grafen verknüpft. Manchmal gibt es jedoch große Zeitsprünge, die verwirrend sein können, aber meist erkennt man schnell wieder die Zusammenhänge, auch wenn nicht alle Fragen geklärt werden. Deswegen gebe ich vier Sterne für diesen Roman.
Entschleunigung
von S.L. - 15.08.2017
Graf Rostov hat Glück; statt zum Tode wird er im Jahr 1922 dazu verurteilt, sein weiteres Leben im Moskauer Edelhotel Metropol zu verbringen. Nicht in seiner großzügigen Suite, sondern in einem Dachkämmerchen. Was tut er so Tag für Tag? Er schließt Bekanntschaft mit der neunjährigen Nina. Mit ihr erkundet er die Ecken und Kammern des Hotels, zu denen Gäste keinen Zutritt haben. Beobachtungen der neuen Herrschenden spiegeln Zeitgeschichte. Hintergrundinformationen werden lakonisch eingestreut. Alexander Rostov hat verborgene Reserven.Diese ermöglichen es ihm, weiterhin ausgezeichnet zu speisen und Lieferungen von außerhalb zu empfangen.Gelegentlich trifft er alte Freunde und erhält Informationen, wie die neuen Machthaber ihre Vorstellungen umsetzen. Menschen werden wegen Lappalien verurteilt, Kulturgüter vernichtet, Etiketten von Weinflaschen gelöst, um fehlendes Wissen zu kaschieren, Posten mit unfähigen Emporkömmlingen besetzt. Aufgezeigt wird ein Kaleidoskop der 20-er Jahre und der folgenden Jahrzehnte in historischem Kontext. Für den Grafen ergeben sich unerwartete Betätigungen und eine ebenso unerwartete Beziehung. Im Mikrokosmos des Hotels findet er neue Freunde und übernimmt Verantwortung für Sofia, ein kleines Mädchen.Dafür vorgesehen waren zwei Monate; es werden Jahre daraus. Immer wieder erfährt die Handlung interessante Sprünge, die dem Leser Raum für eigene Schlussfolgerungen lassen. Mit bissigem Sarkasmus beschreibt Amor Towles die Entwicklungen in der Sowjetunion, schweift ab in glanzvolle Zeiten vor der Oktoberrevolution, gibt Benimmunterricht in unaufdringlicher Form. Auf jeden Fall sollte man sich beim Lesen dieses wunderbaren Buches viel Zeit lassen, um all die geschickt eingestreuten Details zu erkennen und zu würdigen.
Mein Buch des Jahres!
von Nela - 26.08.2017
Graf Rostov wird im Jahr 1922 zu lebenslangem Hausarrest im Moskauer Hotel Metropol verurteilt. Zudem verliert er alle Privilegien. Doch anstatt verbittert, wütend oder verzweifelt zu sein, nimmt der herzensgute, immer respektvolle und optimistische Graf die Situation an, wie ein echter Gentleman. Vor seinem Fenster herrschen wilde Zeiten, aber auch der Graf schafft es im Inneren Leben zu verändern und dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. Durch ihn lernt der Leser vom Hotelpersonal bis zu hochrangigen Gästen verschiedene Personen kennen und nimmt an interessanten Gesprächen teil. Obwohl ich normalerweise nur Bücher lese, die in der heutigen Zeit spielen, hat mich dieses Buch von der ersten Seite an begeistert. Der Graf als Mittelpunkt und Herz der Geschichte ist einfach eine wunderbare Figur. So positiv, charmant, mit Witz, Intelligenz und Neugier möchte man ihn immer weiter kennenlernen und die Welt durch seine Augen beobachten. Aber auch die Nebendarsteller wie Nina überzeugen auf ganzer Linie. Man fühlt sich selbst als Teil dieser Geschichte, so dicht ist man dabei und den Figuren so nah. Zudem bekommt man indirekt einen Eindruck vom Russland der damaligen Zeit. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
Anspruchsvolle und überzeugende Belletristik
von Jennifer Hempel - 02.09.2017
Die Geschichte rund um den jungen russischen Grafen Alexander Iljitsch Rostov, der 1922 wegen regimekritischer Literatur zu lebenslänglichen Hausarrest im Moskauer Hotel Metropol verurteilt wird, las sich ausgesprochen gut. Besonders Kultur und Philosophie begeisterte Leser werden diesen 460 Seiten starken Roman lieben. Denn der Hauptprotagonist Graf Rostov ist ein überaus kultivierter Zeitgenosse - ein wahrer Gentleman, der niveauvolle Unterhaltungen und stilvolle Wohnungen schätzt. Er umgibt sich gern mit Kulturschaffenden und kann dem Hausarrest daher anfangs wenig abgewinnen. Doch mit der Zeit kommen die Mächtigen und Freunde zu ihm ins Hotel, so dass er sich bald mit seinem Eingesperrtsein arrangiert. Letzteres liegt vor allem an zwei jungen altklugen Mädchen, beide Gäste, die ihn in die Rolle des Unterhalters und Lehrers schlüpfen lassen. Erst durch sie reift Rostov abseits von der hektischen Außenwelt zu einem Erwachsenen heran. Obschon er die geschichtlichen Ereignisse in Russland (revolutionäre Umwälzungen und Zweiter Weltkrieg) nur am Rande miterlebt, so befindet er sich durch diverse Zeitungen und Berichten von Freunden und Bekannten doch stets nah am Geschehen. Der amerikanische Autor Amor Towles hat aus Rostovs Leben in der glamourösen Haftanstalt, dem Hotel Metropol, etwas Besonderes gemacht. Trotz räumlicher Enge kann der intellektuelle Graf hier weiterhin seinen Leidenschaften frönen und dabei die verschiedensten Gäste studieren. Ihm dabei als Leser über die Schulter zu schauen macht Laune, da es sich um anspruchsvolle Bildungslektüre handelt. Zeitgenössische und antike philosophische wie literarische Autoren werden mit spielerischer Leichtigkeit zitiert und passend in die Gesamthandlung integriert. Wer sich dieser nicht ganz leicht zu lesenden Lektüre stellt, wir auf jeden Fall reich belohnt werden. FAZIT Ein charmanter und durchweg bildungsschwangerer Roman, der das geistige Klima in Russland vom Beginn bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts realistisch einfängt. Absolut lesenswert.
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von Gisela Block - 14.12.2017
Amor Towles ist ein wundervoller Erzähler ! In herrlich-poetischer Sprache, mit einem Augenzwinkern und sehr viel Esprit, erzählt er hier die Geschichte des jungen Grafen Rostov, der Anfang der 20er Jahre in Moskau verhaftet und in dem Hotel, in dem er gerade logierte, unter lebenslangen Hausarrest gestellt wird. Trotz beengter Verhältnisse verliert er nie seinen Optimismus und seine Manieren. Ein hinreissendes Buch und eines der literarischen Highlights des Jahres !
Hausarrest im Hotel
von leseratte1310 - 20.08.2017
Moskau, 1922: Die politischen Verhältnisse ändern sich in Russland. Graf Alexander Iljitsch Graf Rostov hat ein sehr privilegiertes Leben geführt und ist damit und mit einem seiner Gedichte angeeckt. Das Volkskommissariat verurteilt ihn zu lebenslangem Hausarrest im Luxushotel Metropol, in dem der Graf schon vor dem Urteil logiert hat. Er muss seine Suite räumen und darf nur wenige Dinge mit in seine neue Unterkunft, eine Kammer unter dem Dach, mitnehmen. Aber diese Dinge wählt er mit Bedacht. Er richtet sich in seiner Kammer und in seinem neuen Leben ein und dennoch lässt ihn die Situation nach einiger Zeit fast verzweifeln, denn auch wenn er durch das Fenster einen Blick auf das Leben draußen hat, so ist es doch anders als wenn man an dem Leben draußen teilhaben kann. Dann lernt er zum Glück die kleine Nina kennen, mit der er interessante Gespräche führt und die geheimen Ecken des Hotels kennenlernt. Dieses Buch ist ein ganz besonderes Highlight für mich. Der Schreibstil ist elegant und lebendig. Auch wenn die Umstände etwas traurig sind, so ist doch eine heitere Note spürbar. Der Autor beschreibt die Menschen und Schauplätze sehr bildhaft, so dass ich mir alles sehr schön vorstellen konnte. Graf Alexander Iljitsch Graf Rostov ist ein sympathischer Mensch. Obwohl er bisher das Leben in vollen Zügen genossen hat, fügt er sich mit Haltung in seine neue, missliche Situation. Er ist wirklich ein Gentleman, selbst als er der Umstände halber als Kellner die Gäste bedienen muss. Da er ein liebenswürdiger Mensch ist, reißt der Kontakt zu alten Freunden auch nicht ab und er gewinnt neue hinzu. So erfährt er aus zweiter Hand, was draußen im Land vorgeht. Er ist diskret, loyal und hilfsbereit und so kümmert er sich um das Mädchen Sofia, das ihm von der erwachsenen Nina anvertraut wird. Es ist ein Aufgabe, die weitaus länger andauert als vorhergesehen, nämlich viele Jahre. Unter seiner Aufsicht wächst das kleine Mädchen zu einer jungen Frau und wundervollen Pianistin heran, der er dann die Tür zur Welt öffnet. Es begegnen uns aber in diesem Hotel noch eine ganze Reihe von Personen, die ganz außergewöhnlich und von denen mir einige wirklich ans Herz gewachsen sind. Eine wundervolle Geschichte, die mich absolut begeistert hat. Ich kann das Buch nur empfehlen.
Kraftvoll und fesselnd
von Arietta - 25.08.2017
Von arietta Meine Meinung Zum Autor: Es war mein erster Roman und bestimmt nicht mein letzter Roman von Amor Towles, er hat mich begeistert beim Lesen, es wurde nie langweilig, der Spannungsbogen war von der ersten bis zur letzten Seite hoch. Mit seiner Geschichte " Ein Gentleman in Moskau", hat er ein grandioses Meisterwerk einer vergangenen Epoche geschaffen, das einem als Leser in den Bann zieht und nicht mehr los lässt. Sein Schreibstil ist sehr flüssig, klar und Kraftvoll , und sehr lebendig. Alles ist so bildhaft erzählt, das man das Hotel Metropol seine Räumlichkeiten und die Menschen dort, die da leben und ein und ausgehen förmlich vor sich sah, eine Art Kopfkino fand statt. Man konnte mit Genuss in die Geschichte abtauchen, obwohl sich alles im Hotel abspielt wird es nie langweilig. Seine Protagonisten wirken so real als wären sie aus Fleisch und Blut, er versteht es ihnen Leben einzuhauchen. Auch die einzelne Charaktere und deren Emotionen sind sehr gut heraus gearbeitet. Eine Facettenreich Geschichte voller Abenteuer und überraschenden Wendungen, wie ein Kaleidoskop , vor der großen Kulisse des Hotels Metropol in Moskau. Zum Inhalt: Es war toll den 30 Jährigen Graf Alexander Rostov, über 30 Jahre von 1922 - 1954 zu begleiten. Man hat ihn vor dem Notstandskomitee des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten am 21.07.1922 zu einem Lebenslangen Hausarrest verurteilt im Hotel Metropol verurteilt. Sollte er jedoch einen Fuß vor das Hotel setzen, wird er erschossen. Wer jetzt denkt, er ist verzweifelt und fällt in Depressionen, der täuscht sich, er arrangiert sich. Auch wenn man ihm alle Privilegien genommen hat, er muss seine Suite in der bisher mit allen Bequemlichkeiten und Komfort lebte verlassen und in eine Dienstbodenkammer im 6. Stock unter dem Dach ziehen. Ihn dabei zu beobachten, wie er es verstand aus dieser Rumpelkammer eine gemütliches zuhause zu machen, war schon Enorm. Auch wenn man ihn aus der Welt draußen ausgesperrt hatte wurde es nie langweilig, er schaffte es das die Welt zu ihm kam, ob Schauspieler, Journalisten, Männer von der Partei, sie besuchten ihn. Er bleibt die ganzen Jahre über sehr Charmant, höflich und zuvorkommend auch den Angestellten gegenüber, er schlüpft selbst eines Tages für Jahre in den Beruf des Kellners und bedient die Gäste des Hotels. Spannend war es am Anfang als er mit der 9 Jährigen und sehr gewitzten Nina durchs Hotel zog und mit ihr manches Abenteuer erlebte und einiges lernte, was ihm später mal zum Vorteil werden würde. Die Erwachsene Nina, vertraut ihm ihre 5 Jährige Tochter Sofia an, was er nicht Ahnte sie wird nicht zurückkehren. Er wächst an seiner Aufgabe, dank der Näherin Marina und wird dem Kind ein Vater. Ihm bleibt immer nur den Blick aus dem Fenster, das Politische Geschehen, der 2. Weltkrieg bleiben vor der Tür des Metropol. Seine Freunde im Hotel sind ihm sehr ergeben, besonders mochte ich Emilie den Hackmesser schwingende Koch, der Alexander mit seinen Kochkünsten verwöhnte, man konnte die einzelne Gerichte förmlich riechen und schmecken, auch all die Köstlichen Weine. Auch Andrei der Kellner oder Anna die Schauspielerin sind ihm treu und ergeben. Das ganze wurde aufgelockert durch seine Erinnerungen und Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugend. Es war schön mit Alexander, Sofia, Marina und den vielen anderen durch das Hotel Metropol zu spazieren. Eine Geschichte voller überraschenden Wendungen..
Wunderbar!
von takabayashi - 06.11.2017
Graf Alexander Iljitsch Rostov, der Verfasser des Gedichts Wo ist es jetzt , wäre wohl als Angehöriger der adligen Klasse standrechtlich erschossen worden, wenn er nicht als Urheber jenes Gedichts von einigen hohen Funktionären als Held der vorrevolutionären Zeit geschätzt würde, so dass das Notstandskomitee des Volkskommissariats ihn stattdessen zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol verurteilt. Allerdings muss er seine bisher bewohnte Suite verlassen, in ein winziges Dachkämmerchen umsiedeln und muss sich aus Platzmangel von diversen Besitztümern verabschieden. Gleichwohl nimmt dieser russische Gentleman die Veränderungen seiner Situation gelassen hin und feiert sein Überleben mit einigen Hotelangestellten und seinen letzten zwei Flaschen Cognac in seinem schäbigen Kämmerchen. Immerhin hat er einen Attachékoffer mit 52 Gläsern retten können. Erst am nächsten Morgen wird ihm vollends bewusst, wie eingeschränkt sein Lebensraum in Zukunft sein wird. »Mein Roman erzählt von Gefangenschaft und Widerstand, von Bildung, Höflichkeit und Integrität. Und von der Bestimmung, die jeder für sich finden muss.« beschreibt der Autor Amor Towles sein Werk. Der Graf versteht es, ohne Murren sein Schicksal anzunehmen und mit einigem Erfindungsreichtum das beste daraus zu machen. Er darf das Hotel nicht mehr verlassen, doch die Welt kommt zu ihm. Späterhin beginnt er als Kellner im eleganten Hotelrestaurant zu arbeiten und bildet mit Emile dem Chefkoch und Andrei dem Maitre dhotel ein einflussreiches Triumvirat, die Seele des Restaurants. Die beiden so wie auch Marina die Näherin werden ihm zu guten Freunden. Zu Beginn des Romans 1922 ist Alexander Anfang 30, am Ende 1954 ist er Mitte 60. Die Nutzung des Hotels und die Besucher des Restaurants spiegeln den Verlauf der jüngeren russischen Geschichte. Ein alter Freund sagt einmal zu Alexander, dass er wohl der glücklichste Mensch in ganz Russland sei. Und tatsächlich hat er trotz der Einschränkungen ein erfülltes Leben geführt. Zwei kleine Mädchen haben viel Raum in seinem Leben eingenommen: erst Nina, die mutterlos mit ihrem Vater im Hotel lebt und Alexander in die Welt hinter den Kulissen des Hotels einführt. Nina wächst heran und verschwindet wieder, kommt aber eines Tages zurück und vertraut ihm ihre Tochter an, die er dann wie seine eigene Tochter aufzieht. Towles erzählt diese Geschichte mit leiser Ironie und feinem Humor ohne durchgehenden Handlungsfaden, in vielen liebevoll geschilderten Episoden voller Atmosphäre. Der Graf ist mir ans Herz gewachsen, eine rundum sympathische Figur, dessen Jahre im Hotel Metropol ich mit großem Lesevergnügen verfolgt habe. Am Ende des Romans erwartet den Leser noch ein Paukenschlag, der ihn beglückt und zufrieden zurücklässt - und mit leichtem Bedauern darüber, dass das Buch schon zu Ende ist. Für mich einer der schönsten Romane seit langem!
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