Der Hund aus Terracotta

Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall. Originaltitel: Il cane de terracotta / Titel der englischen…
Buch (kartoniert)
Commissario Montalbano ist schon ein bißchen überrascht, als der flüchtige Mehrfachmörder Tano u Grecu um seine Verhaftung bittet. Schließlich ist der Commissario, was diese Dinge betrifft, eher an Widerstand gewöhnt. Die Erklärung indes ist einleuch … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Der Hund aus Terracotta
Autor/en: Andrea Camilleri

ISBN: 3404920651
EAN: 9783404920655
Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall.
Originaltitel: Il cane de terracotta / Titel der englischen Ausgabe: The Terra-Cotta Dog.
'Bastei-Lübbe Taschenbücher'.
17. Aufl. 2000.
Übersetzt von Christiane von Bechtholsheim
Lübbe

1. Dezember 2000 - kartoniert - 351 Seiten

Beschreibung

Commissario Montalbano ist schon ein bißchen überrascht, als der flüchtige Mehrfachmörder Tano u Grecu um seine Verhaftung bittet. Schließlich ist der Commissario, was diese Dinge betrifft, eher an Widerstand gewöhnt. Die Erklärung indes ist einleuchtend: Tano fürchtet seine Feinde in der Mafia mehr als die Polizei ? mit Recht, wie sich herausstellt, denn wenig später wird er ermordet.Was zunächst aussieht wie ein typisches Verbrechen der Mafia, entwickelt sich zu einem komplizierten Fall, als Montalbano bei seinen Nachforschungen auf ein weiteres, bereits fünfzig Jahre zurückliegendes Verbrechen stößt. In einer Höhle entdeckt er die skelettierten Leichen eines Mannes und einer Frau in inniger Umarmung, bewacht von einem lebensgroßen Schäferhund aus Terracotta ...

Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 01.09.2000

Gut gebellt
Andrea Camilleri fahndet nach dem Hund aus Terracotta

Italo-Krimis sind in Mode. Man hat den Eindruck, daß jeder deutsche Publikumsverlag darum bemüht ist, sich wenigstens einen der italienischen Autoren zu sichern. Der Lübbe Verlag bringt mit "Der Hund aus Terracotta" den zweiten Roman des 1925 in der sizilianischen Küstenstadt Porto Empedocle geborenen Andrea Camilleri heraus. Der Autor, Drehbuchverfasser und Regisseur, Dozent an der Accademia d'arte drammatica Silvio d'Amico in Rom, hat einen Sinn für Expositionen. Ein Mafiosi läßt sich von Commissario Montalbano verhaften, um sich vor der Liquidierung durch die Konkurrenz zu schützen, wird natürlich doch umgebracht, verrät im Sterben dem Kommissar ein Geheimnis und bringt so die weitere Handlung in Gang. Montalbano stößt bei seiner Recherche in einer Höhle auf die Leichen eines jungen Paares in inniger Umarmung, "bewacht" von einem lebensgroßen Hund aus Terracotta.

Das Verbrechen, das hier offensichtlich begangen wurde, liegt fünfzig Jahre zurück, in der Zeit, in der die Amerikaner die Insel besetzten, die Deutschen sich zurückziehen mußten, die italienische Gesellschaft in einem Chaos versank. Ein Ritualmord? Ein Verbrechen, das sich durch eine Mystifikation vor der Aufdeckung schützen will? Eine Inszenierung mit einer Botschaft? Montalbano klärt den Fall auf. Am Ende gibt es einen Mörder, der die Sympathie des Kommissars (und des Lesers) hat und der unbestraft bleibt. Auch von Schlüssen versteht der Mann etwas.

Die Handlung dazwischen ist ein wenig unübersichtlich. Es gibt weitere Morde, ja der Kommissar wird in einer nächtlichen Schießerei schwer verletzt. (Camilleri sollte aufpassen, daß sein Held nicht zu früh als Invalide pensioniert werden muß.) Aber trotz allem, was geschieht, hat man den Eindruck, daß die Brutalität der Mafia, die notgedrungen schmuddelige alltägliche Arbeit der Polizei nicht wirklich präsent sind. Vielleicht hat das etwas mit den literarischen Ambitionen des Autors zu tun. Montalbano zieht einen skurrilen, mit historischen Bestattungsriten vertrauten Ex-Priester zu Rate, der ihn über die Semiotik Ecos belehrt, empfängt entscheidende Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens durch eine Dissertation, der man selbst in Deutschland nicht das Prädikat "abwegig" vorenthalten würde, und er liest Bücher, ausgerechnet die Kriminalromane von Montalbán, neben anderem. Daß er wie der Spanier ein Freund guten Essens ist, versteht sich. (Ebenso, daß Camilleri am Ende seines Romans einen Rezeptanhang abdruckt.)

Oder hat der Autor andere Ambitionen? Ist sein Roman auch eine ironische Antwort auf die Krimis, die durch ihr intellektuelles Getue dem Leser mitsamt dem Vergnügen auch noch die Absolution für seine Lust erteilen? Vielleicht könnte man darauf besser antworten, wenn man das Original mit seiner Mischung aus Hochitalienisch und Dialekt zu lesen wüßte, eine Mischung, auf deren Wiedergabe die Übersetzerin notgedrungen verzichtet. Solche Unsicherheiten sprechen für das Buch, das übrigens auch die Sünder, die keine Entschuldigung für ihre Leselust brauchen, zu unterhalten vermag.

ERNST-PETER WIECKENBERG.

Andrea Camilleri: "Der Hund aus Terracotta. Commissario Montalbano löst ein Rätsel". Roman. Aus dem Italienischen übersetzt von Christiane von Bechtolsheim. Edition Lübbe, Bergisch Gladbach 1999. 351 S., geb.

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