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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Roman. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 6. Aufl. 2018.
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Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen si … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: NSA - Nationales Sicherheits-Amt
Autor/en: Andreas Eschbach

ISBN: 3785726252
EAN: 9783785726259
Roman.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
6. Aufl. 2018.
Lübbe

28. September 2018 - gebunden - 800 Seiten

Beschreibung

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet ...

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Erscheint Oktober 2018

Trailer

Portrait

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, verheiratet, schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller Das Jesus-Video (1998), dem er 2014 mit Der Jesus-Deal eine spektakuläre Fortsetzung folgen ließ. Mit Romanen wie Eine Billion Dollar, Ausgebrannt und Herr aller Dinge stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Autoren auf. Sein Bestseller Todesengel befasst sich mit dem brisanten Thema Selbstjustiz. Weitere Infos zum Autor unter www.andreaseschbach.com


Pressestimmen

"Er versteht es auch brandheiße Themen aufzugreifen. Dieses Mal zeigt sich das schon beim Titel" Waiting on wednesday, 13/06/2018
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Claudia S.
von Claudia S. - Hugendubel Buchhandlung Lübeck Königstraße - 22.11.2018
Unglaublich packend wird die Geschichte der jungen Helene erzählt. Sie arbeitet für das Nationale Sicherheits-Amt (NSA). Während sich die Welt mitten im Krieg befindet, entwickelt sie ein Programm, wie man auffällige Menschen herausfiltern kann. Ohne ihr Wissen zielt es jedoch darauf ab, versteckte Juden ausfindig zu machen. Erst als sie ihre große Liebe trifft, erkennt sie den wahren Hintergrund... Ein interessantes, hochaktuelles Szenario zum Thema totale Überwachung mit der großen Frage: Was wäre passiert, wenn all diese Dinge bereits zu Zeiten Hitlers möglich gewesen wären? Wie würde die Welt heute aussehen?
Martina L.
von Martina L. - Hugendubel Buchhandlung Cottbus Mauerstraße - 22.10.2018
Was wäre, wenn es im NS-Regime bereits soziale Netzwerke, Internet und Smartphones gegeben hätte? Eschbach malt ein düsteres Szenario, welches erschreckenderweise gar nicht so weit weg ist - man richte den Blick nur auf die Türkei oder Nordkorea ...
Volker S.
von Volker S. - Hugendubel Buchhandlung Wismar Hinter dem Rathaus - 22.10.2018
"NSA" ist der vielleicht wichtigste und aktuellste Thriller der letzten Jahre, auch wenn er in der Vergangenheit spielt.
Bewertungen unserer Kunden
NSA
von JD - 05.02.2019
Ich liebe die Bücher von Andreas Eschbach, die Geschichten sind immer etwas ganz Besonderes und auch hier gibt es wieder eine Geschichte im Stile von was wäre, wenn... wie schon beim Jesus-Video. Dieses Mal führt uns der Autor ins Jahr 1942, ins Nazideutschland. Doch in dieser Parallelwelt, wenn ich es mal so nennen darf, ist die Technik weiter als wir immer gedacht hätten. Und was für eine gruselige Vorstellung, die Nazis hatten schon Komputer (bei den Nazis ist es natürlich eine deutsche Schreibweise) und ein Weltnetz und Helene arbeitet beim Nationalen Sicherheits Amt als Programmstrickerin . Mit Hilfe der neuen Technik sollen die Bürger besser überwacht werden und unliebsame Personen einfacher aufgespürt werden. Eine erschreckende Vision, eine, die sehr zum Nachdenken anregt und ein Schmöker, mit dem man viele Stunden in diese Vision eintauchen kann.
Erschreckend
von leseratte1310 - 14.11.2018
Ich habe in letzter Zeit einiges über die deutsche Geschichte angefangen in der Weimarer Republik bis zum Kriegsende gelesen. Es ist ein furchtbarer Teil der deutschen Geschichte. Aber als wäre das nicht schon schlimm genug, setzt der Autor Andreas Eschbach noch eins drauf. Er führt uns mit diesem Buch vor, wie es gewesen sein könnte, wenn das damalige Regime die technischen Möglichkeiten des Internets und Mobilfunks gehabt hätte. Konnte man damals vielleicht noch davonkommen, indem man sich abduckte, wäre mit diesen Techniken nicht mehr möglich gewesen. Helene Bodenkamp ist Programmiererin beim Nationalen Sicherheits-Amt und schafft damit die Voraussetzungen, die eine flächendeckende Überwachung möglich macht. Es dauert lange, bis Helene merkt, was wirklich läuft. Erst als ihr Geliebter desertiert und sie ihn schützen will, gerät sie mit in die Machenschaften ihres Vorgesetzten Eugen Lettke, der das alles auch für persönliche Zwecke benutzt. Der Schreibstil von Eschbach ist gut und flüssig zu lesen. Es gibt eine ganze Reihe von speziellen Ausdrücken, die an die Zeit angepasst wurden, aber eindeutig sind. Es ist eine spannende, aber auch sehr erschreckende Geschichte, die uns Eschbach in diesem gewichtigen Werk von 800 Seiten erzählt. Die Charaktere sind alle gut gezeichnet. Helene Bodenkamp wirkt etwas verschüchtert, obwohl sie höchst intelligent ist. Lettke dagegen ist ein widerlicher und rücksichtsloser Psychopath. Hat man sich beim Erscheinen von George Orwells Roman "1984" noch über eine solche Überwachung Sorgen gemacht, so hat die Wirklichkeit dieses Szenario schon vor vielen Jahren überholt. Wir sind bereits gläsern, auch wenn es von vielen ignoriert wird, denn die Sammelwut unserer Daten durch die großen Firmen wie Facebook, Google usw. wächst und wächst. Man mag sich gar nicht vorstellen, was dieses Werkzeug in falschen Händen anrichten kann. Es ist ein Buch, in dem vieles nur schwer zu ertragen ist. Aber gerade, weil es so erschreckend ist, macht es nachdenklich und hallt nach.
Was wäre wenn die Nazis Technik gehabt hätten?
von Andreas Eschbach - 12.11.2018
Was wäre wenn die Nazis damals die Technik von heute gehabt hätten? Darum geht es in diesem Buch. Es erzählt von zwei Leuten, die beim nationalen Sicherheitsamt arbeiten und so eine wichtige Rolle in der Überwachung der deutschen Bürger spielen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und einfach zu lesen, sodass ich schnell in die Geschichte reingekommen bin. Dazu fängt die Geschichte sehr weitläufig an. Dadurch bekommt man alles in kleinen Schritten erklärt und weiß so immer was passiert. Ich finde jedoch, dass man sehr viele Stellen hätte weglassen können, da sie für die Geschichte unwichtig waren und sie so unnötig in die länge gezogen haben. So bekommt man jedoch alles über die Charaktere mit und erst dachte ich, dass die Personen etwas flach wirken. Doch je mehr ich über sie gelesen habe, desto tiefsinniger und komplexer kamen sie mir vor. Sympathien konnte ich zwar nicht richtig aufbauen, da sie doch teilweise krasse Perönlichkeiten waren, dennoch war ich fasziniert von ihnen. Der Autor hat es gut geschafft mit seinen Charakteren zwei total unterschiedliche Personen zu schaffen, die sich beide auf eine ganz andere Weise mit dem Leben in der Nazizeit auseinander gesetzt haben. Ich fand es richtig interessant mitzuverfolgen wie sie reagieren würden und an so manchen Stellen wurde ich sogar überrascht. Außerdem wurden die Charaktere sehr realistisch beschrieben. Hatten Probleme und Macken, wie jeder Mensch sie hat und haben demnach gehandelt. Was die Spannung angeht, so haben die langezogenen Stelle sie etwas untergraben, obwohl es dennoch viele Momente gab, in denen ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Dies kommt teilweise auch daher, dass die Idee des Autors einfach super ist! Obwohl es etwas befremdlich ist über Nazis mit Handys zu lesen, so wurde alles so authentisch beschrieben, dass man es sich gut vorstellen kann es würde so eine Parallelwelt wirklich geben. Besonders die Stellen an denen die Technik, die uns bekannte Geschichte verändert hat, waren wirklich faszinierend und haben mich zum Grübeln gebracht. Hätte Technik tatsächlich den Lauf der Geschichte geändert? Allgemein fand ich das Buch, trotz der Längen, großartig. Es ist intelligent und unglaublich interessant geschrieben und man merkt, das der Autor sich wirklich viele tiefsinnige Gedanken über dieses ungewöhnliche Thema gemacht hat. Mit hat die Geschichte richtig gut gefallen und es ist ein Buch, dass jeder mal gelesen haben sollte, um sich darüber Gedanken machen zu können,
Big Brother is watching you!
von Connie Ruoff - 19.10.2018
INHALTSANGABE ZU "NSA - NATIONALES SICHERHEITS-AMT" Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet. Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung? Erscheint Oktober 2018 ZUM INHALT Andreas Eschbach präsentiert dem Leser das Dritte Reich mit den Errungenschaften Internet, soziale Medien und den daraus möglichen Überwachungsszenarien. Wir können dankbar sein, dass Hitler und den Nationalsozialisten diese Techniken nicht zur Verfügung standen. Andreas Eschbach zeigt dem Leser, dass er sich in einer Fiktion befindet, indem er den Ersten Weltkrieg 1917 enden lässt. Hier setzt sein Gedankenspiel und die dazugehörige Alternativgeschichte ein. Der Leser kannte NSA bislang nur als National Security Service, den geheimsten Geheimdienst der Vereinigten Staaten. Und diese Funktion hat er auch bei Andreas Eschbach. Das Nationale Sicherheitsamt, das harmlose Daten sammelt. Wie gefährlich dieses Datensammeln ist, zeigt der Autor durch das Aufeinandertreffen von Fakten und Fiktion. In diesem Zusammenhang lässt er Anne Frank, die Geschwister Scholl und hohe damalige Parteifunktionäre auftreten und mit den gesammelten Daten arbeiten. Das Schlimme an dieser Fiktion ist, dass dem Leser geradezu bewiesen wird, wie gefährlich die Konsequenzen dieses "harmlosen" Datensammels sein können, wenn man die Daten zueinander in Verbindung bringt und was alles daraus abgelesen werden kann. Die Menschen werden ausgespäht über ihre Telefone. Das Bargeld wird abgeschafft. Somit bekommt die Aussage: "Folge dem Geld" eine neue Brisanz. Dein ganzes Leben wird in Daten geschrieben, die ausgelesen werden. Postfaktisch! Der Autor mischt Fakten mit Fiktion. Der Leser erfährt viele historische Fakten. Wir haben zwei Haupthandlungsstränge zum einen Helene Bodenkamp mit deren Erlebnissen und zum anderen Eugen Lettke und dessen Leben. Durch die Telefone bzw. die Sendemasten, wird minutiös protokolliert, wer zu welcher Zeit, an welchem Ort war. Das kennen wir und betrachten es als selbstverständlich, dass man unser Handy orten kann. Tagebuch übers Internet zu schreiben? Ja, es gibt heute auch Apps, die als Tagebuch fungieren. Ich war froh, dass Andreas Eschbach durch seine Wortschöpfungen, wie Weltnetz, Komputer usw. den Leser ständig darauf hinweist, dass es eine Fiktion ist, aber auch die Fiktion erschreckt und ängstigt. 5/5 Punkten PROTAGONISTEN Helene ist das Töchterchen aus gutem Hause, die sich in einen Deserteur verliebt und diesen bei Freunden versteckt. Sie ist naiv oder verdrängt, wofür ihre Programme, letztendlich Algorithmen, verwendet werden. Lettke ist der Sohn eines Kriegshelden, der schon in der Jugend seine kriminelle Energie auslebt. Er ist eher ein Mitläufer, der keinesfalls an die Front möchte und sich für eine erlittene Schmach, die er als Jugendlicher erlitten hatte, rächen möchte. Andreas Eschbach findet zu diesem aufwühlenden Thriller das passende Ende. 796 Seiten und es liest sich, wie von selbst. Keine Langeweile - Spannung pur! 5/5 Punkten COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUNG " NSA - Nationales Sicherheits-Amt " von Andreas Eschbach hat 796 Seiten, einen Festen Einband und ist am 28.09.2018 unter der ISBN 9783785726259 bei Bastei Lübbe im Genre: Historische Romane erschienen. 5/5 Punkten GIBT ES EIN HÖRBUCH Das Hörbuch gibt es in gekürzter (ca. 11 h) und ungekürzter Fassung (ca, 22 h). Beide wurden von Lübbe Audio herausgegeben. Laura Maire spricht beide Fassungen. Im BookBeat Katalog ist die gekürzte Fassung enthalten. FAZIT "NSA - NATIONALES SICHERHEITSAMT Das Buch ist spannend, verstörend und ist als Warnung zu verstehen. In den nächsten Tagen veröffentliche ich das Gespräch mit Andreas Eschbach und weiteren Informationen zum Buch. @Bastei Lübbe Vielen Dank für das schöne Rezensionsexemplar und die Möglichkeit, Andreas Eschbach zu interviewen. Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.
Das Internet vergisst nicht!
von Wuschel - 16.10.2018
Beschreibung: Das Nationale Sicherheitsamt - kurz: NSA - ist für den Frieden im Land verantwortlich. Es überwacht die Bürger  und hilft der Regierung eine Volkshetze zu vermeiden. Dies ist der Ort, an dem Helene Bodenkamp und Eugen Lettke im Jahr 1942 in Weimar beschäftigt sind. Lange Zeit dient Helene treu ihrer Sache, bis ihr Liebster Fahnenflucht begeht. Während sie versucht, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln ihn und ihre Freunde zu schützen, nutz ihr Vorgesetzter Eugen Lettke durch ihre Hilfe das System um seinen ganz eigenen Rachefeldzug zum Abschluss zu bringen. Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Mobiltelefone, Internet, soziale Medien etc. gegeben hätte? Die absolute Überwachung ohne das Wissen von heute? Meinung: Dieses Buch hat mich einfach absolut überwältigt. Das es zu der damaligen Zeit nicht ganz normal zuging, dürfte wohl fast jedem klar sein - Euthanasie,  Lebensborn e. V., usw. Kombiniert man das dann auch noch mit den Möglichkeiten von heute und entwickelt dies weiter, tja, dann kommt man bei NSA raus. Zu Anfang bekommt der Leser eine kleine Einführung in die aktuelle Welt und die technische Entwicklung. Oft hat man das Gefühl, dass es gar nicht so abwegig ist was da gerade passiert, zumindest wenn man es ins heutige Zeitalter überträgt. Danach erzählt der Autor die Geschichte der beiden Protagonisten Helene Bodenkamp und Eugen Lettke. Was die einen vielleicht als langatmig bezeichnen, fand ich extrem spannend. Zum einen lernte ich als Leser die beiden Charaktere dadurch besser kennen und bekam so auch etwas über die Zeit vor dem Krieg, dessen Beginn und als sich alles begann zuzuspitzen mit. Quasi ein rundum Paket. Das sorglos spare ich mir, denn das war es mit Sicherheit nicht. Helene beeindruckt in meinen Augen durch ihren Ehrgeiz. Obwohl sie aus einer guten Ärztefamilie kommt, hat sie sich schon früh in den Kopf gesetzt, dass sie auf eigenen Beinen stehen möchte. So beißt sie  sich durch das Abitur, wird Programmstrickerin und beginnt ihre Karriere im NSA. Denn Programme stricken, das können nur die Frauen! Während ihre liebevolle Mutter stets versucht ihre Tochter unter die Haube zu bringen, verfolgt diese jedoch ganz eigene Pläne. Eugen hingegen erfüllt eher so ein bisschen die Rolle des Antagonisten, denn er als Sohn eines Kriegshelden, muss sich ja nicht alles bieten lassen. Während er also versucht der Front zu entkommen, findet auch er eine Anstellung beim NSA. Dies öffnet ihm ungeahnte Türen, wie er alsbald feststellt, doch das diese ihm auch zum Verhängnis werden können, vergisst er leider dabei. Im letzten Drittel des Buches überschlagen sich die Ereignisse. Ein ganz hervorragendes Konstrukt. Obwohl die Geschichte viele reale Anlehnungen beinhaltet, hat Herr Eschbach dennoch dafür gesorgt, dass man immer wieder daran erinnert wird: Es ist nur Fiktion! Doch gleichermaßen erschreckend, denn sind wir doch mal ehrlich: Wann gehen wir ohne unser Telefon aus dem Haus? Achten wir wirklich darauf was wir online von uns geben oder mit wem wir kommunizieren?  Ebenfalls das Auftauchen verschiedener bekannter Persönlichkeiten wie Anne Frank oder die Geschwister Scholl regen zum Nachdenken an. Was für den einen vielleicht ein recht abstruses oder gar schockierendes Ende sein mag, war für mich wunderbar gelungen. Überspitzt und für die Geschichte sehr realistisch, denn so hätte es sein können, wenn es so gewesen wäre. Durch den angenehmen Stil von Andreas Eschbach bin ich förmlich durch das Buch geflogen. Nie wurde mir langweilig, weil er immer wieder etwas in petto hatte, dass ich erfahren wollte. Gegen Ende kam es dann vor, dass ich das Buch erst mal zuschlagen musste um das Gelesene zu verarbeiten. Das einzige Manko an der ganzen Geschichte, spielte sich für mich in London ab, worauf ich jetzt aber nicht näher eingehen werde, da es eventuell zu viel verraten könnte. Denn selbst in der heutigen Zeit, hätte man die Folgen - auch für uns - wohl kaum durch die fortgeschrittene Entwicklung lösen können. Für meinen Teil interpretiere ich das inzwischen so, dass es eine dieser Momente war, in denen der Autor zusätzlich betonen wollte, dass es sich bei der Geschichte eben doch um fiktive Ereignisse handelte. Fazit: Ganz klare Leseempfehlung! Bei uns wandert das Buch bereits durch¿s Haus, weil ich jedem damit auf die Nerven gehe - und vermutlich auch jedem mit der Länge dieser Rezension, dabei habe ich wirklich versucht mich kurz zu fassen.
Fassungslos
von calimero8169 - 14.10.2018
Inhalt Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reiches überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet. Eindruck Eschbach hat mit diesem Buch einen Nerv getroffen und die Augen nochmals um einiges weiter geöffnet. Der Umgang mit sozialen Medien, der Gebrauch von Mobiltelefonen und Computers ist heikel und sollte mit einer so großen Vorsicht betrieben werden, wie es wohl den wenigsten bewußt ist. Schon seit langer Zeit habe ich die Kamera meines Laptops abgeklebt. Warum, was der Auslöser war, weiß ich gar nicht - ich fühlte mich einfach beobachtet. Nach diesem Buch bin ich mir sicher, dass es richtig ist so. Die Vorstellung, dass ich durch all diese Dinge, ja sogar durch den Fernseher beobachtet werden kann, ist beängstigend. Wenn ein Staat die Möglichkeiten hat, ALLES zu kontrollieren und über jeden Einkauf, jedes Gedankengut, beliebig Telefonate mithören kann und sogar über die Aktivitäten in eigenen vier Wänden informiert ist, dann steuern wir, gerade im Hinblick auf die politische Entwicklung in unserem Land, auf ganz dunkle Zeiten zu. Und ich möchte mir gar nicht vorstellen, wo wir heute stünden, wenn es 1942 tatsächlich bereits diese Möglichkeiten gegeben hätte. Die Schauplätze und Charaktere die Andreas Eschbach in NSA geschaffen hat, waren mit sehr nah. Mit allen konnte ich durch diese Geschichte gehen und mir alles sehr gut vorstellen. Den einen habe ich gehasst, mit den anderen habe ich gefiebert, gelitten und geweint. Ich war fassungslos wie dieses Buch endet, aber auch wenn es noch so hart ist - alles andere hätte die Authentizität zerstört. Fazit Ein großes Dankeschön an Andreas Eschbach für NSA - ein ganz großer Schatz unter meinen Büchern. Es war wieder ein Leseerlebnis vom Feinsten auch, oder gerade, weil es mich sprachlos gemacht hat. Es wird mich Sicherheit nicht das erste und letzte Mal gewesen sein, dass ich NSA lese. Leseempfehlung!
Die totale Überwachung!!
von leseratte212 - 12.10.2018
Das Buch "NSA - Nationales Sicherheitsamt" von Andreas Eschbach ist ein ebenso spannender wie fesselnder Roman. Die Geschichte spielt in der Zeit von Nazi-Deutschland, aber es handelt sich keinesfalls um einen historischen Roman: In NSA stehen den Nationalsozialisten modernste Kommunikationsmittel zur Verfügung. Von Computern über das Internet stehen den Nazis alle Wege offen. Es ist bereits absehbar, dass die totale Überwachung in viel extremerem Maß ausgeführt wird als sie historisch passierte. Die Hauptpersonen sind Helene Bodenkamp, Programmiererin im Dienst der Nazis und Eugen Lettke, der ebenfalls für die Nazis arbeitet und Bodenkamps Vorgesetzter ist. Es wird die Geschichte eines totalitären Systems erzählt, doch NSA ist mehr als das. Es ist ebenso die Geschichte der Bevölkerung. Von Verfolgten, die von ihren eigenen Landsleuten ausgeliefert werden und von der Bevölkerung, die langsam dahinter kommt, welches grausame Spiel in Deutschland gespielt wird. Außerdem ist es eine Warnung. Der Roman ist Fiktion, im Dritten Reich gab es die modernen Kommunikationsmittel nicht. Doch heute gibt es sie. Falls wieder ein totalitäres System in Deutschland Einzug halten sollte, dann könnte der Roman ganz schnell Realität werden. Deshalb ist Eschbachs Roman auch so faszinierend. Er ist ein Gedankenspiel, das sich bewahrheiten könnte. Und ist nicht bereits ein Teil Realität geworden? Wir leben in einer Welt der vollständigen Überwachung. Unsere Daten werden verkauft, wir werden überwacht und beobachtet. Dies zeigt sich auch im Titel. Mit der NSA verbinden wir Amerika, Geheimagenten und Überwachung. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Nazi NSA und der amerikanischen NSA? Was unterscheidet unsere freie Welt überhaupt von der Welt des Romans?
was wäre wenn...interessantes Thema - spannende Lektüre
von vielleser18 - 11.10.2018
Das Buch ist wirklich ein Roman, über den man schon während des Lesens, aber sicherlich auch nach dem Beenden, ziemlich viel nachdenken wird. Andreas Eschbach hat diesmal eine Mischung aus einem fantastischen-historischen Roman geschrieben. Was wäre.....wenn es im Dritten Reich schon die modernen Möglichkeiten der Kommunikation und der Überwachung gegeben hätte ? Was sind das (auch heute) für Machtinstrumente - die, wenn sie in die falschen Hände gelangen, was ausrichten können? NSA steht für das Nationale Sicherheitsamt. Dort arbeiten Eugen Lettke und die junge Helene. Abwechselnd beschreibt der Autor ihren Werdegang, wie sie zur NSA kamen, ihren privaten Hintergrund, ihre Ambitionen und auch ihre Einstellungen. Durch die kapitelweise wechselnden Protagonisten bleibt es immer spannend. Helene Bodenkamp - die sich verliebt und ihrem Liebsten zu einem Versteck verhilft - fängt an so einiges, was sie an der Arbeit zu sehen und hören - oder als Aufgabe zugeteilt - bekommt, zu hinterfragen . Sie lässt sich auch hinreißen einiges heimlich zu sabotieren oder jedenfalls so zu verändern, dass zumindest ihr Freund nicht zu Schaden kommt. Anders hingegen Eugen - er hat seine ganz persönlichen Gründe, um auch privat herumzuschnüffeln und seine Erkenntnisse gezielt auszunutzen. Trotz des dicken Wälzers von fast 800 Seiten bleibt die Grundspannung immer bestehen. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin, weil irgendwas immer passiert. Es geht natürlich auch viel um das Gebiet Programmieren, aber es ist hier alles sehr verständlich und nicht zu wissenschafltich erklärt, es ist ja immer auch ein fantastischer Anteil bei allem dabei. Diese Mixtur, einerseits reale geschichtliche Ereignisse und historische Personen, verknüpft mit einer was-wäre-wenn-Konstellation haben hier eine hochexplosive Mischung ergeben. Durch die sehr verschiedenen Hauptfiguren Eugen und Helene, die hier aufeinander treffen, und in ihrer Art, ihrem Hintergrund, aber auch in ihren Werten und Zielen so unterschiedlich sind, bleibt auch der Anreiz wissen zu wollen, wie es mit dem Einzelnen weiter geht immer konstant hoch. Und - hier kann man einfach nicht spoilern - Hut ab, das Ende hat es in sich und bietet wiederum viel Raum zum Nachdenken ! Aber etwas anderes hätte ich mir auch kaum vorstellen können. Fazit: Sehr interessanter Stoff - zum Nachdenken, zum Hinterfragen und für viele spannende Lesestunden. Trotz der vielen Seiten ist man aber schneller durch als man anfangs glaubt, weil man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Verstörendes Gedankenexperiment, konsequent zu Ende gedacht
von Webervogel - 07.10.2018
Was wäre, wenn ¿ ¿ es im Dritten Reich bereits ein überall verfügbares Internet sowie Big Data gegeben hätte? Ein gruseliger Gedanke, dem sich Autor Andreas Eschbach in seinem neuen Roman "NSA" auf 796 Seiten widmet - wobei es ihm gar nicht so sehr um die Frage geht, was dann damals passiert wäre. Auf der Plattform "Lesejury des Verlags Bastei-Lübbe stellte Eschbach im Rahmen einer Leserunde klar, dass ihn vielmehr folgende Überlegung bewegt hat: "Was wäre, wenn heute, da es all das gibt, noch einmal ein solches Regime an die Macht käme?" Die Antwort, die der Autor in seinem Roman gibt, ist immens verstörend. "NSA" beginnt im Februar 1942. Deutschland befindet sich im Krieg, doch das ist nicht der Grund, warum sich das Nationale Sicherheits-Amt (kurz: NSA) in Weimar im Ausnahmezustand befindet. An diesem Tag besucht der zweitmächtigste Mann des Reiches, Heinrich Himmler, die Behörde, um sich ein Bild von ihren Möglichkeiten zu machen. Falls er nicht von der Nützlichkeit des Amtes überzeugt werden kann, droht die Schließung, was für die männlichen Angestellten ohne Zweifel einen Einberufungsbefehl zur Folge hätte. Doch die Mitarbeiter sind vorbereitet, Himmler die Möglichkeiten von Big Data vor Augen zu führen. Und Big Data ist in dieser alternativen Vergangenheit tatsächlich noch weiter als heute, im Jahr 2018: So lassen sich zum Beispiel alle Einkäufe, die eine Person getätigt hat, lückenlos nachvollziehen - zumindest seit dem 1.07.1933, dem Tag, an dem das Bargeld in dem Deutschland dieser Alternativweltgeschichte abgeschafft wurde. Seitdem zahlen alle Bürger mit Geldkarte oder dem sich seit 1934 sprunghaft verbreitenden Volkstelephon (sic!). Über das man übrigens auch ins sogenannte Weltnetz gehen, etwas ins Deutsche Forum schreiben oder Elektropost versenden kann. Die totale Vernetzung und Überwachung bietet ungeahnte Möglichkeiten. Zum Beispiel wird vor Himmlers Augen live der Frage nachgegangen, ob ein signifikant überdurchschnittlicher Kalorienverbrauch kein Hinweis darauf sein könnte, dass in einem Haus mehr Menschen leben, als offiziell bekannt ¿ Nach einer eindrücklichen Vorstellung des Nationalen Sicherheits-Amtes und dessen Möglichkeiten nimmt Andreas Eschbach seine Leser dann erst einmal in eine noch ein paar Jahre weiter zurückliegende Vergangenheit mit. Die beiden Hauptfiguren des Romans, Helene Bodenkamp und Eugen Lettke, werden von Kindesbeinen an vorgestellt. Sie, Arzttochter aus gutem Hause, deren beste Freundin jüdische Wurzeln hat und er, stets auf den eigenen Vorteil bedachter Sohn eines Kriegshelden des Ersten Weltkriegs, sind sehr unterschiedliche Charaktere. Ihre Wege kreuzen sich im NSA, wo sie als hochtalentierte Programmstrickerin und er als Analyst eingestellt werden Der Roman zeichnet das Leben der Protagonisten nach und so findet man sich als Leser wie nebenbei in einer Art alternativem Dritten Reich wieder, das gleichzeitig fremd und vertraut wirkt. Bekannte Namen wie die von Anne Frank, den Geschwistern Scholl und Josef Mengele tauchen auf, doch der Kontext ist teils verändert, das Geschehen nimmt einen anderen Verlauf. Die Romanlektüre fühlt sich an, als hätte Eschbach die bekannten Fakten mit den heutigen technischen Möglichkeiten in eine Rührschüssel gegeben und alles kräftig durchgemixt. Dann fügt er noch eine ordentliche Prise "worst case" hinzu. Heraus kommt ein Roman, der es in sich hat, weil er sich nachvollziehbar liest und das Gedankenexperiment immer weiter auf die Spitze treibt. Die Handlung nimmt mehr und mehr an Fahrt auf. Immer, wenn man sich an die verstörenden Gegebenheiten halbwegs gewöhnt hat, setzt der Autor noch einen drauf - und noch einen, und noch einen. Mitunter ist es schwer auszuhalten - gerade weil das Ganze so glaubwürdig scheint. Die beschriebene Technik und was sie ermöglicht, das ganze fiktionale Konstrukt ist immens durchdacht. Eschbach schont weder seine Figuren noch seine Leser. Mir war bis zum Ende nicht klar, wo das alles hinführen würde und nach dem Romanende musste ich erst einmal wieder zu mir finden. "NSA" ist eine ganz klare Warnung vor dem Unvorstellbaren - das nach der Lektüre gar nicht mehr so unvorstellbar scheint, weil der Autor die existierende Vergangenheit mit bereits mehr oder weniger existierender und angewandter Technologie verknüpft hat. Bedenkt man, dass er eigentlich verdeutlichen wollte, was wäre, wenn ein derartiges Regime heute an die Macht käme, wird aus der Alternative History fast eine Dystopie. In jedem Fall hallt die Geschichte nach und sensibilisiert in Bezug auf den Umgang mit Daten. Keine Feelgood-Lektüre, aber eine, die das Zeug hat, die eigene Perspektive zu verändern und den Blick zu schärfen - durch eine furchtbare Ahnung davon, dass vermutlich nichts undenkbar oder unmöglich ist.
Unbedingt lesenswert
von Julia Lindner - 05.10.2018
Irgendwie fällt es mir bei diesem Buch besonders schwer, meine Begeisterung in Worte zu fassen. Denke ich darüber nach, fällt mir selten mehr ein als Unbedingt lesenswert! Allein das Setting dieser Geschichte, der beginnenden Machtergreifung der Nazis bis hin zum zweiten Weltkrieg, weckt wahrscheinlich in jedem schreckliche Bilder (egal ob man diese Zeit noch am eigenen Leib erlebt hat oder später davon erzählt bekommen hat). Auf die Spitze getrieben wird diese Vorstellung durch die Überlegung, inwieweit sich die Geschichte geändert hätte, hätten die Menschen damals schon über die Macht des Komputers und des Internets verfügt. Besonders anschaulich wird dies, da die Geschichte aus der Sicht zweier vollkommen gegensätzlicher Figuren erzählt wird, deren Wege sich am Knotenpunkt der Datensicherung und -sichtung kreuzen: dem Nationalen Sicherheitsamt. Taucht man in die Geschichte ein, beginnt man schnell die eigentlich fiktiven Fragen a la Welche gespeicherten Daten sind harmlose Daten? , Wie können selbst die einfachsten Datensicherungen zum Mittel der Unterdrückung und vollkommenen Überwachung werden? , Welche zur Zeit noch unwichtigen Daten können mir in der Zukunft zum Verhängnis werden? , Wo geht Sicherheit in Kontrolle über? in die Gegenwart zu transportieren und projiziert das Gelesene auf sein eigenes Kauf-, Mitteilungs- und Techniknutzungsverhalten. Die Frage ist also: Wieviel Fiktion steckt eigentlich in Andreas Eschbachs NSA und sollten wir nicht etwas mehr Misstrauen vor dem gläsernen Menschen, unserer Offenherzigkeit im Umgang mit sozialen Medien und vernetzter Technik wie Alexa haben? Das Buch ist grandios geschrieben, verbindet es doch perfekt Geschichte mit (noch?) Fiktion. Auch wenn einen die Anzahl der Seiten vielleicht erst einmal abschreckt, so kann ich doch sagen: keine davon ist zu viel! Mit Helene und Eugen hat Herr Eschbach zudem zwei sehr authentisch wirkende Figuren geschaffen, die zwar nicht unbedingt Sympathie wecken, aber vielleicht doch das Verständnis für diese Zeit erleichtern. Sie treffen einen definitiv ins Herz, egal ob positiv oder negativ. Fazit: Wie ich schon anfangs sagte: Unbedingt lesen, mehr ist dazu nicht zu sagen!
fiktiv oder schon Realität
von Gusaca - 03.10.2018
Andreas Eschbach beschreibt in diesem fiktiven Roman was hätte geschehen können, wenn Hitler damals die heutige Computertechnik zur Verfügung gehabt hätte. Er schildert sehr authentisch die damaligen Lebensumstände aus Sicht zweier PErsonen. DA ist einmal HElene, die als Programmstrikerin im NSA arbeitet und sich um ihren fahnenflüchtigen versteckten Freund Arthur sorgt. Eugen ist Analyst beim NSA . Er wird von seinen eigenen inneren Dämonen getrieben Dateninformationen zu persönlichen Zwecken zu mißbrauchen. Der flüssige Schreibstil läßt den Leser rasch in die damalige Zeit abtauchen. Er erkennt zusammen mit Helene wie geschickt kombinierte Daten zu gefährlichen Informationen werden, die Menschen den Tod bringen. Reale Begebenheiten und Figuren werden gekonnt in das Geschehen eingearbeitet, um alles sehr realistisch erscheinen zu lassen. Der Leser denkt schnell an unsere heutigen gespeicherten Daten, die uns schon fast zum gläsernen Menschen werden lassen. Und der Autor führt dieses Gedankenspiel sehr geschickt weiter. Der MEnsch der mittels Gehirnmanipulation zur gelenkten Marionette wird. Eine erschreckende Vorstellung, die leider kein Happy End zuläßt. Dieses Buch ist wieder ein Pageturner mit einer gar nicht so unrealistischen Zukunftsvision, die hier in der Geschichte zwar in der Vergangenheit spielt, aber einen sehr starken Bezug zur Gegenwart hat. Das Buch unterhält, erschreckt und regt zum Nachdenken an.
Wissen ist Macht
von subechto - 03.10.2018
Um es gleich vorweg zu nehmen, das neue Werk von Andreas Eschbach ist der Hammer! Ein Horrorszenario, das Datenüberwachung durch den Staat thematisiert. Weimar 1942: Es gibt bereits Komputer, das Weltnetz, Elektropost und tragbare Telephone. Und eine Stelle, die über alldem wacht: das Nationale Sicherheits-Amt (NSA). Hier arbeitet Helene Bodenkamp als Programmstrickerin. Ihre Programme fragen Daten aus Tabellen ab, verknüpfen diese und erstellen Listen sogenannter Regimegegner. Auf diese Art und Weise werden auch Anne Frank und die Geschwister Scholl aufgespürt. Während Helene Gewissensbisse bekommt, denn sie selbst versteckt ihre große Liebe, den fahnenflüchtigen Arthur, nutzt ihr Chef Eugen Lettke das System für seine ganz eigenen Zwecke¿ Wie Andreas Eschbach zeigt, ist es möglich, auch völlig unblutige und dennoch spannende Thriller zu schreiben. Ich liebe "Was-wäre-wenn"-Geschichten. "Ein König für Deutschland" ging auch schon in diese Richtung. Aber "NSA" ist viel mehr als das. Ähnlich wie in George Orwells Roman "1984". Ein Staat, der praktisch jeden ins Visier nehmen kann. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Helene ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie hat viel Empathie, ist aber auch ein bisschen naiv. Lettke dagegen mochte ich nicht. Er ist ein Kotzbrocken, ein Krimineller. Der Autor hat in seinem visionären Roman ein erschreckendes Szenario geschaffen. Brandaktuell, bestens recherchiert und spannend erzählt. Denn die totale Überwachung ist doch längst Realität. Alles und jeder wird ausgespäht. Mit dem Internet ist unser Konsum-, Lese- und Wahlverhalten öffentlich geworden. Unser Denkverhalten auch. Was wäre, wenn heute eine Regierung an die Macht käme, die diese technischen Möglichkeiten für ihre Zwecke missbraucht? Fazit: Geniale Idee. Gelungener Mix aus Fakten und Fiktion. Spannend, erschreckend, real.
Erschreckend...
von Thomas Jessen - 28.09.2018
Deutschland zur Zeit des dritten Reiches. Ein dunkle Zeit, eine bedrückende Zeit. Und nun stelle man sich vor es hätte damals schon Mobiltelefone, Computer und eine Art Internet gegeben und so dem Staat die Möglichkeit gegeben die Bürger einer totalen Überwachung zu unterziehen. Eine schlimme Vorstellung? Durchaus. Genau diese Vorstellung hat Andreas Eschbach aufgegriffen und in seinem neuen Buch NSA - Nationales Sicherheits Amt verarbeitet. Die Idee an sich war für mich so faszinierend, dass ich das Buch nur ganz selten aus der Hand legen konnte. Und so hatte mich der Autor alleine mit der Idee schon gefangen, kaum begonnen hatte er mich dann auch mit Schreibstil und Spannungsaufbau fest im Griff. Es ist Andreas Eschbach sehr gut gelungen die damals herrschende Atmosphäre einzufangen und man hatte das Gefühl tatsächlich in dieser Zeit zu sein. Eine Atmosphäre von Angst und Misstrauen. Die Figuren und Schauplätze sind sehr plastisch beschrieben und wirkten durchweg real. Ständig hatte ich den Gedanken, wie es denn tatsächlich gewesen wäre, wenn man diese Technik schon damals gehabt hätte. Ich meine, es war schon sehr schlimm damals, doch wie schlimm müsste es gewesen sein, wenn man tatsächlich jedermann zu jeder Zeit und an jedem Ort aufspüren könnte? Die Story ist vom Gesichtspunkt der technischen Entwicklung hochinteressant, doch ist sie insgesamt sehr grausam, wenn Andreas Eschbachs Gedanken weiterspinnt. Die Story ist keine, die man mal so fix nebenbei weg lesen kann, sondern eher mit viel Zeit lesen sollte. Es ist eine Geschichte, die den Leser betroffen zurücklässt und hoffen lässt, dass so etwas nie wieder geschehen darf, schon gar nicht mit den heutigen technischen Möglichkeiten. Insgesamt komme ich hier auf die volle Punktzahl, sowie eine Leseempfehlung.
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