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Selbstportrait in Briefen als Buch
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Selbstportrait in Briefen

Band 3. 'Werkedition'. Zahlreiche Phot. Lesebändchen.
Buch (gebunden)
'Selbstportrait in Briefen' ist der dritte Band einer auf vier Bände angelegten Werkauswahl von Anne Sexton (1928-1974), die durch ihre gnadenlose Aufrichtigkeit gegenüber Tabuthemen wie weibliche Sexualität, Wahnsinn, Todessehnsucht sowie aufgrund i … weiterlesen
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Selbstportrait in Briefen als Buch

Produktdetails

Titel: Selbstportrait in Briefen
Autor/en: Anne Sexton, Elisabeth Bronfen

ISBN: 3100725077
EAN: 9783100725073
Band 3.
'Werkedition'.
Zahlreiche Phot.
Lesebändchen.
Herausgegeben von Elisabeth Bronfen
Übersetzt von Silvia Morawetz
FISCHER, S.

1. März 1997 - gebunden - 463 Seiten

Beschreibung

Ihre Lyrik verstand Anne Sexton ausdrücklich als Umformung ihres intensiven Lebens. Der Reiz ihrer Briefe liegt nun darin, daß hier auf ebenso leidenschaftliche wie selbstkritische Weise die Ereignisse geschildert werden, die dieses lyrische Selbst prägten. Da Anne Sexton nicht nur Zeit ihres Lebens die eigene Todessehnsucht zum Thema ihrer Lyrik machte, sondern ihr Selbstmord für ihre Nachwelt immer ein Rätsel bleiben muß, ist man geneigt, in diesen Briefen eine Antwort auf diese Todessucht zu suchen. Tatsächlich wird in diesen Briefen auf ungewöhnlich offene Weise die Verzweiflung und Verlassenheit geschildert, mit der Anne Sexton auf die vielen Tode in ihrer Familie reagiert, so wie sie rückhaltlos Aufzeichnungen der eigenen Delirien, Halluzinationen und Angstvorstellungen an ihre Freunde schickt.
Doch die Briefe dokumentieren auch den mannigfaltigen Ausdruck der Liebe für ihre Mitmenschen: die Zärtlichkeit für ihre Töchter, das Eingeständnis der Abhängigkeit von ihrem Ehemann, die grenzenlose Forderung nach Anerkennung und Zuwendung, die sie an ihre Liebhaber stellt. Zugleich zeigen sie Sextons Professionalität: die Entschlossenheit, ihre Gedichte auf dem literarischen Markt durchzusetzen, Eifersucht auf die Erfolge anderer, aber auch die Ehrfurcht, die sie für andere Autoren empfindet. Es entsteht das Portrait einer widersprüchlichen Frau, die ebenso von den Dämonen des eigenen Wahnsinns und den Phantomen ihrer Verstorbenen getrieben ist wie von einer unerbittlichen und überschwenglichen Bejahung des Lebens.

Portrait

Anne Sexton, geb. 1928 in Newton, Massachusetts, lebte zunächst das klassische Klischee der Mittelstands-Hausfrau der 50er Jahre, bis sie mit 28 Jahren nach einem psychotischen Schub auf Anraten ihres Therapeuten Lyrik zu schreiben begann: Sie wurde zu einer der prominentesten Vertreterinnen der »confessional poets«. Sie erhielt bedeutende Auszeichnungen, u. a. den Pulitzer-Preis. Am 4. Oktober 1974 setzte sie ihrem intensiven Leben des Glanzes, aber auch der psychischen Verzweiflung ein Ende.
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