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Theorie der digitalen Gesellschaft. mit 2 Abbildungen.
Buch (gebunden)
Wir glauben, der Siegeszug der digitalen Technik habe innerhalb weniger Jahre alles revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar die Funktionsweise demokratischer Wahlen. In seiner neuen Gesellschaftstheorie dreht der Soziologe Armin N … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Muster
Autor/en: Armin Nassehi

ISBN: 3406740243
EAN: 9783406740244
Theorie der digitalen Gesellschaft.
mit 2 Abbildungen.
Beck C. H.

1. September 2019 - gebunden - 352 Seiten

Beschreibung

Wir glauben, der Siegeszug der digitalen Technik habe innerhalb weniger Jahre alles revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar die Funktionsweise demokratischer Wahlen. In seiner neuen Gesellschaftstheorie dreht der Soziologe Armin Nassehi den Spieß um und zeigt jenseits von Panik und Verharmlosung, dass die Digitalisierung nur eine besonders ausgefeilte technische Lösung für ein Problem ist, das sich in modernen Gesellschaften seit jeher stellt: Wie geht die Gesellschaft, wie gehen Unternehmen, Staaten, Verwaltungen, Strafverfolgungsbehörden, aber auch wir selbst mit unsichtbaren Mustern um?



Schon seit dem 19. Jahrhundert werden in funktional ausdifferenzierten Gesellschaften statistische Mustererkennungstechnologien angewandt, um menschliche Verhaltensweisen zu erkennen, zu regulieren und zu kontrollieren. Oft genug wird die Digitalisierung unserer Lebenswelt heutzutage als Störung erlebt, als Herausforderung und als Infragestellung von gewohnten Routinen. Im vorliegenden Buch unternimmt Armin Nassehi den Versuch, die Digitaltechnik in der Struktur der modernen Gesellschaft selbst zu fundieren. Er entwickelt die These, dass bestimmte gesellschaftliche Regelmäßigkeiten, Strukturen und Muster das Material bilden, aus dem die Digitalisierung erst ihr ökonomisches, politisches und wissenschaftliches Kontroll- und Steuerungspotential schöpft. Infolge der Digitalisierung wird die Gesellschaft heute also regelrecht neu entdeckt.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung
Wie über Digitalisierung nachdenken?
Eine techniksoziologische Intuition
Frühe Technologieschübe
Original und Kopie
Produktive Fehlanzeige und Sollbruchstelle

1 Das Bezugsproblem der Digitalisierung
Funktionalistische Fragen
Connecting Data -
offline
Was ist das Problem?
Das Unbehagen an der digitalen Kultur
Die digitale Entdeckung der "Gesellschaft"
Empirische Sozialforschung als Mustererkennung
"Gesellschaft" als Digitalisierungsmaterial
Der / die / das Cyborg als Überwindung der Gesellschaft?

2 Der Eigensinn des Digitalen
Die ungenaue Exaktheit der Welt
Der Eigensinn der Daten
Kybernetik und die Rückkopplung von Informationen
Digitalisierung der Kommunikation
Dynamik der Geschlossenheit
Die Selbstreferenz der Datenwelt

3 Multiple Verdoppelungen der Welt
Daten als Beobachter
Verdoppelungen
Störungen
Querliegende datenförmige Verdoppelungen
Die Spur der Spur und diskrete Verdoppelungen
Spuren, Muster, Netze

4. Einfalt und Vielfalt
Medium und Form
Codierung und Programmierung
Die digitale Einfachheit der Gesellschaft
Optionssteigerungen

Sapere aude im Spiegel der Digitalisierung

Exkurs Digitaler Stoffwechsel
5 Funktionierende Technik
Die Funktion des Technischen
Digitale Technik
Kommunizierende Technik
Die Funktion des Funktionierens
Niedrigschwellige Technik
Dämonisierte Technik
Unsichtbare Technik und der Turing-Test
Das Privileg, Fehler zu machen

6 Lernende Technik
Entscheidungen
Abduktive Maschinen?
Verteilte Intelligenz?
Anthropologische und technologische Fragen
Erlebende und handelnde Maschinen
Unvollständigkeit, Vorläufigkeit, systemische Paradoxien
Künstliche, leibliche, unvollständige Intelligenz

7 Das Internet als Massenmedium
Sinnüberschussgeschäfte
Synchronisationsfunktion
Synchronisation und Sozialisation
Selektivität, Medialität und Voice im Netz
Beim Zuschauen zuschauen
Komplexität und Überhitzung
Das Netz als Archiv aller möglichen Sätze
Intelligenz im Modus des Futur 2.0

8 Gefährdete Privatheit
Die Unwahrscheinlichkeit informationeller Selbstbestimmung
Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit?
Gefährdungen
Privatheit 1.0
Privatheit 1.0 als Ergebnis von Big Data?
Big Data und die Privatheit 2.0
Privatheit retten?

9 Debug: Die Wiedergeburt der Soziologie aus dem Geist der Digitalisierung
Digitale Dynamik und gesellschaftliche Komplexität
Eine Chance für die Soziologie

Anmerkungen
Sachregister

Portrait

Armin Nassehi, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maxmilians-Universität München und seit 2012 Herausgeber der Kulturzeitschrift Kursbuch.

Pressestimmen

"(...) Eine ungemein anregende Diagnose der Gegenwart (...)"
Tagesspiegel

"Sein Buch (macht ...) eindringlich darauf aufmerksam, wie tief die Gesellschaft bereits von digitalen Strukturen imprägniert ist."
WDR3, Martin Hubert

"Nassehi hat ein interessantes, das philosophische Denken herausforderndes, spannendes Buch geschrieben. Musterhaft!"
Philosophie Magazin, Gert Scobel

"Es ist das Buch der Stunde. (...) Nassehis Buch ist ein Augenöffner. Ein origineller Theorieansatz, frei von Alarmismus und Allgemeinplätzen."
SRF Kultur, Yves Bossart

"So radikal wie originell."
WDR 3, Martin Hubert

"Ein lesenswertes Buch."
Basler Zeitung, Christine Richard

"In seinem Buch 'Muster' sorgt der Soziologe Armin Nassehi für einen Perspektivenwechsel."
Deutschlandfunk, Vera Linß

"Ein anspruchsvolles, kluges Buch."
WELT am Sonntag

"Nassehi hat sein bislang wichtigstes Buch verfasst (...) Eine kleine Sensation, denn 'Muster' folgt mit seiner hermeneutischen Tiefenschärfe den großen Gesellschaftsstudien eines Adorno, Habermas, Luhmann, Bourdieu (...) Wenn es so klug und unterhaltsam passiert wie hier, könnte Gesellschaftswissenschaft wieder eine echte Leitdisziplin sein."
WELT, Marc Reichwein

"Dieses Buch lenkt den Blick weg von der Katastrophenerwartung, hin zur Herausforderung, das grosse Ganze in den Blick zu nehmen. Sein Reiz liegt im Versuch, die Grundfesten der Gesellschaft freizulegen."
Neue Zürcher Zeitung, Martina Läubli

"Viele Thesen, viele Hinweise, viel Stoff zum Nachdenken über das wunderlichste und nach wie vor unbegriffene Phänomen unserer Zeit."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Jürgen Kaube
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