Historische Landschaften Italiens als Buch
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Historische Landschaften Italiens

Wanderungen zwischen Venedig und Syrakus. mit 60 Abbildungen. gebunden.
Buch (gebunden)
Ob auf den Spuren der letzten Bewohner von Ostia, auf der Suche nach der Sibylle im Zauberberg des Apennin oder auf Streifzügen zu Wasser durch die Lagunenlandschaft Venetiens - Arnold Esch taucht auf seinen Wanderungen quer durch die vielfältigen La … weiterlesen
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Historische Landschaften Italiens als Buch

Produktdetails

Titel: Historische Landschaften Italiens
Autor/en: Arnold Esch

ISBN: 3406725651
EAN: 9783406725654
Wanderungen zwischen Venedig und Syrakus.
mit 60 Abbildungen.
gebunden.
Beck C. H.

1. September 2018 - gebunden - 368 Seiten

Beschreibung

Ob auf den Spuren der letzten Bewohner von Ostia, auf der Suche nach der Sibylle im Zauberberg des Apennin oder auf Streifzügen zu Wasser durch die Lagunenlandschaft Venetiens - Arnold Esch taucht auf seinen Wanderungen quer durch die vielfältigen Landschaften Italiens tief in die Geschichte des Landes ein. Der Autor versteht es meisterhaft, den Wandel der Landschaft von der Vergangenheit in die Gegenwart nachzuvollziehen, und nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in oftmals unbekannte Gegenden.
Die in diesem Buch versammelten Beschreibungen betrachten italienische Landschaft von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Auf verlassenen römischen Straßen, auf alten Pilgerpfaden, durch etruskische Schluchtwege und auf den Bahnen des Viehtriebs durchstreift der Autor sein Gelände. Die Ergebnisse historischer und archäologischer Forschung, die unterschiedliche Wahrnehmung italienischer Landschaft in der Malerei und in der Literatur werden in das Landschaftserlebnis einbezogen und geben dem Historiker auf seiner Spurensuche entscheidende Hinweise: Geschichte, die in der Landschaft vor Augen ist. Viele, ganz unterschiedliche Landschaftsbilder kommen zusammen, die einen stimmungsvollen Eindruck von früheren Zeiten vermitteln und zu eigenen Erkundungen einladen.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Landschaft in ihrer Zeit

I. Wie Ruinenlandschaft entsteht. Die letzten Bewohner von Ostia

II. Landschaft des frühen Mittelalters. Zwischen den alten Landkirchen des südlichen Umbrien

III. Venedig vor Venedig. Ein Streifzug durch die Lagunenlandschaft Venetiens

IV. Die Stadtlandschaft des mittelalterlichen Rom. Wandel und Auflösung des Siedlungsgewebes innerhalb der antiken Stadtmauern

V. Fremde Landschaft und vertraute Landschaft in Reiseberichten des späten Mittelalters

VI. Landschaft der Frührenaissance. Auf Ausflug mit Pius II.

VII. Zur Identifizierung gemalter italienischer Landschaft des 18. und 19. Jahrhunderts

VIII. Italien-Wahrnehmung im 19. Jahrhundert. Ferdinand Gregorovius, Wanderjahre in Italien

IX. Landschaft und Zeitgeschichte. Die 'Thermopylen Italiens' in literarischer und militärischer Wahrnehmung

Landschaften Italiens

X. Auf der Via Francigena von Lucca zum Arno

XI. Im oberen Tibertal. Kulturlandschaft zwischen Toskana, Umbrien, Marken, Romagna

XII. Die Sibylle, Tannhäuser und Pilatus. Der Zauberberg in den Monti Sibillini zwischen Latium, Umbrien, den Marken

XIII. In den Schluchtwegen des südlichen Etrurien

XIV. Klein wie ein Dorf und doch eine Stadt. Mugnano in Teverina

XV. Die Wasser des Aniene. Nero und der Hl. Benedikt in der Berglandschaft von Subiaco

XVI. Auf den Spuren der Transhumanz im Molise. Die historischen Wege des Viehtriebs zwischen Apulien und den Abruzzen

XVII. Ummauerte Landschaft. Das Gelände von Syrakus als historischer Schauplatz

Antike in der Landschaft

XVIII. Landschaft mit römischer Straße

XIX. Archäologie aus dem Archiv. Antike Monumente in frühmittelalterlichen Grenzbeschreibungen um Rom

XX. Unausgegrabene Amphitheater als Bestandteil der Landschaft

XXI. Landschaft mit Aquädukten. Zwischen Tivoli und Palestrina

Literaturhinweise

Bildnachweis

Personenregister

Ortsregister

Portrait

Arnold Esch ist Professor für Mittelalterliche Geschichte und war bis zu seiner Emeritierung Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom. 2011 erhielt er den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Bei C.H.Beck ist zuletzt von ihm erschienen: «Rom. Vom Mittelalter zur Renaissance» (2016).

Pressestimmen

"Ein ungeheuer aufschlussreiches, im besten Sinne des Wortes lehrreiches Buch, das Reisepläne weckt."
das zeichen

"Kaufen Sie (...) das neue Italienbuch von Arnold Esch."
Süddeutsche Zeitung, Kurt Kister

"In diesem wunderbaren Band (mit 60 Abbildungen) (kommen) große Eindrücke von früheren Erkundungen wichtiger Reisender zusammen und verführen den Leser, auf deren Erkundungen zu machen."
Studiosus

"Ein umfassend gelehrter Flaneur (lädt) ein zu einundzwanzig Streifzügen durch Geschichte und Gegenwart, durch Raum und Zeit, durch die Veränderung des Sehens von Landschaft."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Dass ein (...) 'archäologisches' Buch derart viel Lust auf die sofortige Erkundung der beschriebenen Landschaften macht, dürfte die absolute Ausnahme sein."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Stefan Trinks

"Arnold Esch ist nicht nur ein umfassend gebildeter Historiker, er ist auch ein passionierter Wanderer. In jedem Kapitel des Buches spürt man, dass da einer spricht, der die Gegenden, über die er schreibt 'in den Beinen hat'. Man kann 'Historische Landschaften Italiens' auch als Wanderbuch höherer Ordnung lesen."
Neue Zürcher Zeitung, Thomas Ribi

"Es ist dieser halb poetische, halb gelehrte Sinn für die Symbolkraft landschaftlicher Gegebenheiten, der Arnold Eschs Betrachtungen auszeichnet und ihre Lektüre so vergnüglich macht."
Landshuter Zeitung, Alexander Altmann

"In seinem neuen Buch erleben wir den (...) Historiker als staunenden Wanderer in italienischer Landschaft. Er lädt zu 21 Wanderungen ein, dazu, die Vergangenheit nicht nur in Handschriften und Büchern zu suchen, sondern auch in der Natur. (...) Das Buch von Arnold Esch ist kein Reiseführer, aber es kann helfen, Italien neu zu sehen."
Deutschlandfunk Kultur, Jan-Christoph Kitzler

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 17.01.2019

Wandertage, Wanderjahre

Wenn ein Professor für mittelalterliche Geschichte, der so lange Zeit Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom war, dass man ihn getrost zum Deutsch-Römer adeln darf, ein Buch über Italien schreibt, dann schlägt sich das auch im Ton nieder. Hier doziert kein Wissenschaftler spröde Fakten, vielmehr lädt ein umfassend gelehrter Flaneur ein zu einundzwanzig Streifzügen durch Geschichte und Gegenwart, durch Raum und Zeit, durch die Veränderung des Sehens von Landschaft. Ein Spurensucher, ein Fährtenleser lässt uns teilhaben an seinen Exkursionen ins Verborgene. Seine Auswahl ist subjektiv, greift einzelne Gegenden und Orte heraus. Im Zentrum steht für ihn das unmittelbare Erlebnis, die Wanderung durch die Landschaft, die Begegnung mit Menschen. Zugleich taucht er in die Geschichte ein, legt Schicht um Schicht frei, befragt Landschaften und Städte nach ihrem Lebenslauf. Damit gewinnt auch das scheinbar Unscheinbare des gegenwärtigen Zustands Bedeutung. Man versteht, wie und warum etwas so und nicht anders geworden ist. Das macht den großen Reiz des Buches und seine Unmittelbarkeit aus. Am Bild der Gegenwart erfährt man Geschichte, die aber wiederum dem Selbstverständnis der Gegenwart dient. Indem der Autor den Leser mit einer präzisen Schilderung wie bei einer Bildbeschreibung in die Szenerie hineinzieht, ermöglicht er ihm, sich gleichsam darin selbständig zu bewegen. Dabei erinnert nicht nur die hohe Sprachkunst bildlicher Beschreibung an einen Klassiker der Italienliteratur aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Die "Wanderjahre in Italien" von Ferdinand Gregorovius muss man als Maßstab und Hintergrund für das Buch sehen. Es ist ohne das Vorbild nicht zu denken. Ihm widmet der Autor eigens ein Kapitel. Beide Publikationen gingen aus einer Reihe zunächst unabhängiger Aufsätze hervor. Beide sind trotz eines Entstehungszeitraums von mehr als zwei Jahrzehnten im Konzept durchaus einheitlich. Beide sind nicht als Reiseführer gedacht, vielmehr als Versuch, Natur, Geschichte und Gegenwart in ihrem Zusammenhang zu sehen. Trotzdem geben beide Autoren auch praktische Winke für die Reise: Erwähnt der Ältere Postkutschen und das neue Transportmittel Eisenbahn, notiert der Jüngere exakte GPS-Koordinaten und markante Orientierungspunkte. Der Deutsch-Römer Gregorovius nannte sein Werk ein "Produkt innerer Leidenschaft". Das gilt auch für dieses glänzend geschriebene Buch.

rmb

"Historische Landschaften Italiens. Wanderungen zwischen Venedig und Syrakus" von Arnold Esch. Verlag C.H. Beck, München 2018. 368 Seiten, 60 Abbildungen. Gebunden

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