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Blasse Helden

Roman.
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Mit seinem Debüt "Blasse Helden" gelingt Norris von Schirach alias Arthur Isarin ein "kühnes literarisches Abenteuer" (Viktor Jerofejew)

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Produktdetails

Titel: Blasse Helden
Autor/en: Arthur Isarin

ISBN: 3813507777
EAN: 9783813507775
Roman.
Knaus Albrecht

12. März 2018 - gebunden - 317 Seiten

Beschreibung

Mit seinem Debüt "Blasse Helden" gelingt Norris von Schirach alias Arthur Isarin ein "kühnes literarisches Abenteuer" (Viktor Jerofejew)

Ausgerechnet in den Trümmern der Sowjetunion hofft der romantische junge Deutsche Anton jene Leichtigkeit zu finden, die er im Westen vermisst. Jenseits von Moral und Ideologie betritt er Anfang der 1990er Jahre Moskau wie durch eine Tapetentür, um hier auf dem ausgebrannten Stern ein radikal freies Leben zu führen, interessiert nur an Geld, Frauen und der großen russischen Kultur. Sein lustvoller Gleitflug endet jäh, als Putin ein Jahrzehnt später die Szene betritt. Anton muss sich entscheiden.

Portrait

Der Name Arthur Isarin ist das Pseudonym von Norris von Schirach. Er wurde 1963 in München geboren und arbeitete nach dem Studium in London, New York und Almaty sowie, von 1993 bis 2003, in Moskau. Dort erlebte er die Jelzin-Jahre, die geprägt waren durch Privatisierungen und dem damit einhergehenden Erstarken der Oligarchen sowie dem Abrutschen großer Teile der Bevölkerung unter die Armutsgrenze.
Norris von Schirach hat einen Sohn und lebt heute abwechselnd in Australien und Rumänien (Bukarest). "Blasse Helden" ist sein erster Roman, den er unter dem Namen Arthur Isarin veröffentlichte.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Wer Russland heute verstehen will, sollte Isarin lesen - ein kühnes literarisches Abenteuer." Viktor Jerofejew
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Wiesbaden Kirchgasse - 22.10.2018
"Blasse Helden" ist ein gelungener Roman, in dem der Protagonist Anton versucht, dem chaotischen und korrupten Russland der 90er Jahre mithilfe "massiver Kulturmast" entgegenzuwirken. Spannend und mitunter sarkastisch: sehr lesenswert!
Bewertungen unserer Kunden
The Russian Way
von sommerlese - 03.06.2018
Auf der Suche nach Leichtigkeit und Freiheit zieht der junge Anton Anfang der 90er von Deutschland nach Russland. Sozusagen im Gegenverkehr zu den von dort flüchtenden Spätaussiedlern. Anton arbeitet in Moskau für einen Rohstoffhändler, zieht Geschäfte an Land und erlebt Umbruch, Korruption und wie das Kapital langsam, aber sicher die Macht gewinnt. Diesen Roman habe ich als Buchflüsterin erhalten, ansonsten hätte ich mir diese Thematik nicht ausgesucht. Der blasse Held Anton findet in Moskau ein Land im Wandel vor. Er herrscht Rezession, die Einkommen sind geschrumpft, im Gegenzug stieg die Todesrate durch Alkoholismus dagegen stark an. Die sozialen Bedingungen sind katastrophal und Prostitution und Kriminalität nehmen rapide zu. Lieferschwierigkeiten von Kohle, Wodka und kollektives Saufen mit Geschäftspartnern, problematische Arbeitseinstellung, Materialermüdung und Verschleiß: Russland hat Probleme, die wiederum im Wodka ertränkt werden. Ein Teufelskreis. Doch Anton nutzt seine Position aus und fühlt sich in Moskau recht wohl, er ist Ökonom und nicht ungebildet, trotzdem versprüht seine Figur nur einen blassen Charme, um nicht zu sagen, gar keinen. Durch seinen Job als hohes Tier in der Kohlebranche und als Mann aus dem Westen ist er ein gern gesehener Gast, er hat wechselnde kurze Liebschaften, empfindet aber keine echten Gefühle für die Frauen. Binden würde er sich nicht, er genießt das protzige Leben in Saus und Braus. Als Jelzins Regierungszeit von Putin abgelöst wird, geht Anton, denn seine Freiheit geht ihm über alles. Das Buch hat einen Aufbau in Form von Episoden, der Schreibstil ist recht plakativ und wirkt journalistisch, es lässt sich dennoch leicht lesen. Mit hat neben den landesgegebenen Vorgängen und Lebensweisen trotzdem etwas gefehlt. Ich kann es gar nicht genau sagen was, aber Anton allein hat mir nicht gereicht. Die gesellschaftlichen Bedingungen sorgen für schwierige Verhältnisse in Russland im Umbruch nach Jelzin, man erkennt die Lage der einfachen Bevölkerung und dennoch erzählt der Autor durch Anton scheinbar leicht und teilweise humorvoll die ungeschönte Wahrheit. Es ist fraglich, ob die Menschen in Russland ihre Lage wirklich einfach nur erdulden oder ob der Wodka ihnen hilft, aber mich konnte diese Geschichte nicht richtig erreichen. Anton erlebt einen Ritt auf dem Feuer, er spielt mit seiner Macht, setzt sich über Moral hinweg und zeigt damit schonungslos offen die Mentalität und Probleme vor Ort. Irgendwie wollte der Autor die Situation und den gesellschaftlichen Wandel Russlands aufzeigen, mir konnte er damit aber nicht mehr vermitteln als Informationen über Land und Leute. Anton ist und bleibt für mich ein blasser Held, moralisch verdorben und entwickelt nur zögerlich ein wenig Bedenken. Zu wenig in meinen Augen und daher konnte mich dieses Buch auch nicht überzeugen. Der Roman "Blasse Helden" führt in die Zeit zwischen Kommunismus und Putinregierung, der Sozialismus ist erledigt, der Kapitalismus hält Einzug. Wer sich für diese Zeit interessiert, findet mit diesem Buch eine passende Lektüre.
Die Welt der Oligarchen
von Martin Schult - 28.03.2018
Anfang der 90er Jahre sucht der deutsche Anton nach einer Leichtigkeit in seinem Leben. In der westlichen Welt kann er sie nicht finden, so dass er sich in das scheinbare Mekka Russland begibt. Er findet hier ein Land vor, welches eigentlich in Trümmern liegt. Hier kommt nur weiter, wer Moral und Anstand hinten anstellt und sich der Welt der Korruption und des Geldes öffnet. Anton macht genau dies, indem bei einem Rohstoffhändler die Deals ohne politische Interessen und moralische Bedenken abwickelt. Die Welt scheint ihm nun zu Füßen zu liegen, Frauen, Kultur und Alkohol stehen ihm in unbegrenztem Maße zur Verfügung... Auf sehr spannende und fesselnde Art und Weise lässt uns der Autor Arthur Isarin Anton durch das Russland der 90er Jahre begleiten. Der Autor erzählt die Geschichte in einem anspruchsvolleren, aber auch flüssig zu lesenden Schreibstil. Er schildert schonungslos die sehr unmoralischen Verhältnisse des Landes und spickt das Ganze mit einem sarkastischen Humor. Dies lässt das Buch sehr lebendig und die Welt, die sich hier dem Protagonisten offenbart, als authentisch erscheinen. Anton wird als Abenteurer beschrieben, der die Welt neu kennenlernen möchte. Er nimmt all die Verlockungen, die sich ihm bieten, in Anspruch und lebt in einem verarmten und in Unruhe befindlichen Land in Saus und Braus. Sicherlich nur zu ertragen für Menschen, denen ihr eigenes Wohl am Herzen liegt und die sich um eine Ideologie nur wenig kümmern. Spannend ist es nun Anton auf seinen 8 Jahren in Russland zu begleiten. Was macht dieses Leben aus ihm? Findet er hier sein Wohl und kann sein ausschweifendes Leben genießen, oder quälen ihn irgendwann seine sozialen und ethischen Wurzeln? Arthur Isarin schildert das damalige Leben Russlands anhand unterschiedlicher Episoden im Leben vom Hauptprotagonisten Anton. Ihm gelingt es, den Leser mit in die Zeit der 90r zu nehmen und ihm das Leben der wenigen Oligarchen in dem Land vor Augen zu führen. Auch wenn man ähnliches geahnt hat, hinterlassen die einzelnen Episoden einen Nachhall beim Leser. Blasse Helden hat mir sehr gut gefallen. Der Autor, der selber eine Zeit lang in Russland gearbeitet hat, hält dem damaligen Russland den Spiegel vor ohne das Ganze zu bewerten. Ein spannender Roman, der mich packen konnte und nachdenklich zurückgelassen hat. Aus meiner Sicht ist das Buch sehr lesenswert und ich bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen!!!
Blasse Helden
von Miss.mesmerized - 12.03.2018
Russland in der Post-Sowjet und vor-Putin Zeit. Oligarchen bedienen sich schamlos am Reichtum und den Bodenschätzen des Landes. Das Geld fließt in ihre Taschen wie abends der Champagner in die Münder fließt. Geschäfte dienen den Reichen, der unteren Hälfte der Gesellschaft bleibt nur der Kampf ums Überleben. Anton entflieht dem Westen, wo sogar Revolutionen friedlich und freundlich verlaufen und stürzt sich in die Moskauer Geschäftswelt. Für den Unternehmer Paul Ehrenthal kümmert er sich um das Kohlegeschäft und löst Probleme, wo sie entstehen: mal in Sibirien, mal in der Ukraine. Schnell lernt der Deutsche sich anzupassen, ohne politische Meinung und als Ausländer wird von ihm nicht viel erwartet und er kann in den 1990ern ein lockeres und entspanntes Leben führen. Doch die Zeiten ändern sich und irgendwann muss auch Anton sich entscheiden. Arthur Isarins Roman ist ein Blick in eine Gesellschaft, die losgelöst vom staatlichen System ihre eigenen Gesetze entwickelt hat und in der alles möglich scheint. Aus heutiger Sicht mit fast 20 Jahren Putin-Herrschaft, ist das Land nicht wiederzuerkennen, verheißungsvoll waren die Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die ersten Schritte im Kapitalismus, die jedoch die Versprechungen nicht halten konnten. "Blasse Helden" fängt den Rausch ein, in dem sich diejenigen befanden, die sich schnell umgestellt und mit den neuen Begebenheiten arrangiert hatten. Anton lebt in einer Blase aus Macht und Spaß-Gesellschaft; er hat keine Verpflichtungen und schafft es, sich lässig zwischen den Russen zu bewegen. Die notwendigen Konventionen hat er schnell übernommen, die Moral über Bord geworfen und sich so gemütlich in seinem Dasein eingerichtet. Man bekommt einen Blick in die Geschäftssitten, die klar auf Gewinnmaximierung und Ignoranz etwaiger Gesetzte ausgerichtet sind. Wen man kennt, ist entscheidender, als was man kann. Schnelllebig wie die damalige Moskauer Zeit liest sich auch das Buch, rasant schreiten die Jahre voran, die Welt außerhalb Antons Kosmos erscheint jedoch immer wieder am Rand. Hier lernt man das andere Moskau, das andere Russland kennen. Armut, Bestechung, Vetternwirtschaft, notwendige Prostitution - die negativen Begleiterscheinungen des Kapitalismus bleiben nicht aus und selbst Anton kann sie nicht gänzlich ausblenden. Auch wenn der Ton bisweilen ironisch oder gar sarkastisch wird, man spürt den Schmerz eines Erzählers, der das Land liebt und sieht, wie es vor die Hunde geht. Die Menschen haben schon immer viel ertragen und stoisch werden sie das auch weiterhin tun. Es schwebt jedoch die Frage über allem, wieviel ein Volk tatsächlich aushalten kann, bis es sich erhebt. Kommunistische Unterdrückung gefolgt von Ausbeutung durch Oligarchen, beide Extreme haben es dem kleinen Mann nicht leicht gemacht und die Versprechungen wurden nie erfüllt - muss ein starker Mann im Kreml da die Lösung sein? Arthur Isarin lässt einem nachdenklich zurück. Ein berauschendes Buch, dessen Nachwirkung ein Kater ist.
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