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Wortstoffhof

Sprachgeschichten von ÄH bis Zeitfenster.
Buch (gebunden)
"Sie sehen: Es geht hier um nichts anderes als um den Spaß am Valschen, die Poesie des Irrtuhms, die Freude an der Fehlleistunck - um einen Reichtum also, der erst durch menschliche Schwäche entsteht. Von welch' anderem Reichtum könnte man dies behau … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wortstoffhof
Autor/en: Axel Hacke

ISBN: 3888975085
EAN: 9783888975080
Sprachgeschichten von ÄH bis Zeitfenster.
Kunstmann Antje GmbH

1. März 2008 - gebunden - 224 Seiten

Beschreibung

"Sie sehen: Es geht hier um nichts anderes als um den Spaß am Valschen, die Poesie des Irrtuhms, die Freude an der Fehlleistunck - um einen Reichtum also, der erst durch menschliche Schwäche entsteht. Von welch' anderem Reichtum könnte man dies behaupten?" Seit Jahren betreibt Axel Hacke einen Wortstoffhof, in dem er Wörter sammelt: falsche, unsinnige, unbrauchbare. Sie sind weder nützlich noch irgendwie verständlich. Sie kommen zum Beispiel aus Speisekarten, Gebrauchsanweisungen, Tourismusprospekten. Aus den Lautsprechern der ICE-Züge gleich in ganzen Sätzen. Selbst in seriösen Zeitungen findet man den schönsten Unsinn. E-mails sind eine einzige Fundgrube. Mancher hingeworfene Politikersatz ist der reine Restmüll, ein anderer dann wieder von rarer Schönheit - auch hier gilt es, wie auf dem Wertstoffhof in jeder deutschen Gemeinde, das Verbrauchte von Noch-Brauchbaren zu trennen. Gerade das Falsche ist das Schöne an der Sprache. Das ist Axel Hackes Credo, und davon erzählt keiner so wie er. Seine wunderbar kuriosen Sprach­geschichten sind in diesem Buch von Äh bis Zee-sik-kai-ten geordnet. Ein Geschichten-Alphabet, das den Reichtum der deutschen Sprache vom verlegenen Stottern bis zu ihrer Japanhaftigkeit zeigt - und die Welt, wie sie ist und sein könnte.

Portrait

Axel Hacke
wurde 1956 in Braunschweig geboren und lebt heute als Schriftsteller und Journalist in München. Von 1981 bis 2000 arbeitete er als Reporter und »Streiflicht«-Autor bei der »Süddeutschen Zeitung«, für deren Magazin er bis heute unter dem Titel »Das Beste aus meinem Leben« seit Jahren eine viel gelesene Alltagskolumne schreibt. Seine journalistische Arbeit wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet: Joseph-Roth-Preis (1987), Egon-Erwin-Kisch-Preis (1987 und 1990) und Theodor-Wolff-Preis (1990). Hackes Bücher, zu denen mehrere Bestseller (»Der kleine Erziehungsberater«, »Der kleine König Dezember«) gehören, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Pressestimmen

"Der Kolumnist erzählt ein rasantes Sprachabenteuer nach dem anderen und entführt den Leser in zuvor völlig ungeahnte Wortwelten. Warum eigentlich wird ein Schriftsteller wie Axel Hacke nicht mit Literaturpreisen und Akademie-Mitgliedschaften überhäuft?"
Die literarische Welt

"Solange es Beobachter wie Axel Hacke gibt, wird die Sprachwelt nicht untergehen."
Kölner Stadt-Anzeiger

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 08.05.2008

Sprachmüllmann

Hier haben wir ein weiteres Buch über die Pflege der deutschen Sprache, aber ein anderes: eines, das jeden Anglizismus furchtlos willkommen heißt, das Dativ und Genitiv gleichermaßen schätzt, das überhaupt in Ausdrucksfragen große Gerechtigkeit walten lässt. Wohlwollend nimmt es sich der Freudschen Fehlleistung an, steht verzaubert vor der fremden Schönheit des Übersetzungsfehlers, der den uninspirierten, Verständnis heischenden Leser brüsk zurückstößt, sucht den hermetischen Sinn hinter der Rhythmik retardierenden Stotterns. Axel Hacke, Kolumnist der "Süddeutschen Zeitung" und des "Tagesspiegel", sammelt semantischen Nonsens wie ein Grundschüler Salatschnecken. Und er pflegt ihn, weil jederzeit eine ungeahnte Bedeutung auftauchen könnte, für die dann sogleich ein Wort zu ihrer Bezeichnung bereitstünde: Sprachmüll wird zum wertvollen Rohstoff. Man findet ihn als "Pilaf mit Leber und Wahnsinnigen" in Speisekarten anatolischer Restaurants, als "Aufstellungsort des Seins" in liegengebliebenen Reiseprospekten, in doppelt rückübersetzten Bedienungsanleitungen und dem achtlos hingeworfenen Silbenrätsel des Kindes. Der geduldige Sprachenthusiast Hacke lotet auch die unwahrscheinlichsten Konnotationen des Politikerjargons aus, bis dass in dem im Weltenwind klappernden Zeitfenster niemand anders als Superman erscheint. Lehrreich auch ein Blick in die lautschriftlichen German Phrase Books, die den amerikanischen Soldaten bei der Eroberung Nazi-Deutschlands die Konversation mit dem Feind erleichtern sollten. "MA-khen zee ess zish B'K-VAYM" und "er-GAY-ben zee zish" den Wundern des Verbalrecycling. (Axel Hacke: "Wortstoffhof. Sprachgeschichten von Äh bis Zeitfenster." Verlag Antje Kunstmann, München 2008. 224 S., geb., 16,90 [Euro].) brey

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