Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei

Düsternbrook

Roman.
Buch (gebunden)
Kundenbewertung: review.image.5 review.image.5 review.image.2 review.image.1 review.image.1
Das Kieler Villenviertel Düsternbrook ist die ganze Welt.

Hier wächst Axel behütet auf und fühlt sich doch oft fremd. Wie er versucht, sich zurechtzufinden und die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, erzählt Axel Milberg mit Empathie, Humor und … weiterlesen
Buch

22,00 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Düsternbrook als Buch

Produktdetails

Titel: Düsternbrook
Autor/en: Axel Milberg

ISBN: 3492059481
EAN: 9783492059480
Roman.
Piper Verlag GmbH

2. Mai 2019 - gebunden - 283 Seiten

Beschreibung

Das Kieler Villenviertel Düsternbrook ist die ganze Welt.

Hier wächst Axel behütet auf und fühlt sich doch oft fremd. Wie er versucht, sich zurechtzufinden und die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, erzählt Axel Milberg mit Empathie, Humor und einem verträumten Ton. Als die populäre Theorie vom Wirken Außerirdischer die Stadt erreicht, scheint sie für Axel viele Merkwürdigkeiten zu erklären. Mit dem rätselhaften Verschwinden einiger Jungen wird die Heimat vollends unheimlich und der Wunsch auszubrechen übermächtig. Ein spannender Familien-, Adoleszenz- und Heimatroman, der die bürgerliche Welt als schützend und bedroht, liebevoll und düster darstellt.

Portrait

Axel Milberg, geboren 1956 in Kiel-Düsternbrook, machte sein Abitur an der Kieler Gelehrtenschule, träumte früh schon von einem Leben als Schauspieler, begann aber zunächst in Kiel, dann in München Literatur und Philosophie zu studieren. Nebenbei arbeitete er als Stadtführer, Paketsortierer und Aufnahmeleiter und wurde zu seiner Überraschung auf der Otto Falckenberg Schule aufgenommen. Zu Beginn des dritten Jahres kam er ins Ensemble der Münchner Kammerspiele und arbeitete dort mit den Regisseuren Dorn, Wendt, Langhoff, Lang, Zadek, Griem, Steckel in großen Theaterproduktionen, die auf zahlreichen Gastspielen und Festivals zu sehen waren. Ab Ende der Achtzigerjahre spielte er auch fürs Kino und Fernsehen, unter anderem in »Nach fünf im Urwald«, »Feuchtgebiete«, »Der Campus«, »Es geschah am helllichten Tag«, »Rossini« und »Jahrestage". Klaus Borowski ist der Kieler Tatortermittler, den er mit Empathie und Instinkt interpretiert.

Privat lebt der Vater von zwei Söhnen mit seiner Frau Judith in München.

Pressestimmen

"Wunderbar fragil fügt (Axel Milberg) Szenen und Erinnerungen kaleidoskopartig zusammen, um zu ergründen, wie er als Kind, Jugendlicher, Student die Welt sah.", Hörzu, 24.05.2019

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 11.05.2019

Der Junge mit dem Luftballon

Schmuddelkinder werden nicht geduldet, dafür gibt es Aliens und Schleckbrause in "Düsternbrook": Der Schauspieler Axel Milberg erinnert sich romanhaft an seine Kindheit in Kiel.

Axel Milberg spielt gern Figuren mit ein paar Macken oder schlimmeren Beschädigungen. Er war schon Killertunte mit hennaroten Haaren, Landarzt mit Blutphobie und natürlich Borowski, der eigenbrötlerische Kieler "Tatort"-Kommissar. Thomas Mann gehört eher nicht zu seinem Repertoire. "Düsternbrook" ist nicht der kleine Bruder der "Buddenbrooks", obwohl es auch hier um die Einsamkeit des heranwachsenden Künstlers in der bürgerlichen Krämerwelt geht. Milberg aber steht nicht am Ende einer langen Kette von Familientragödien und unaufhaltsamer Dekadenz und schreibt auch nie so gravitätisch ironisch wie der Herr aus Lübeck. "Düsternbrook" klingt nach Gothic Novel und ist tatsächlich unheimlich als Lebensform. Aber es ist keine Metapher, kein Bildungsroman, sondern das Villenviertel in Kiel, in dem der Autor aufwuchs. Und Milberg will weder Repräsentant noch Gewissen der Nation sein, sondern, als Kind wie als Kommissar, immer nur der stille, hellwache Beobachter am Rande. Die Menge ist ein Wasserkopf, und "wir sind was Besseres", das sog er schon mit der Muttermilch ein. Milberg ist zu stolz, eigensinnig und aufsässig, um mit der Masse mitzulaufen, aber er beobachtet das Leben der anderen mit Neugier, gespannter Aufmerksamkeit und leisem Witz und stellt es auch so dar; nach Bühne und Film jetzt auch im Buch und notfalls in Talkshows.

Adorf, Bierbichler, Berkel, Liefers, Meyerhoff, Tukur, sogar Andrea Sawatzki und Miroslav Nemec: Heute schreiben ja fast alle Schauspieler und namentlich Fernsehkommissare von Rang Romane oder wenigstens sachdienliche Kindheitserinnerungen. Die narzisstische Selbstbespiegelung in Künstleranekdoten, Kantinenklatsch und Kalenderweisheiten überlassen die Theaterprofis ungehobelten Gangsterrappern, Influencern und Profifußballern. Der noble Mime flicht sich lieber Kränze aus kreativer Authentizität und gesteigerter Lebenswahrheit. Oder wie es Matthias Brandt in seiner "Raumpatrouille" ausdrückte: "Alles, was ich erzähle, ist erfunden. Einiges davon habe ich erlebt."

Auch bei seinem Kommissarkollegen Milberg gehen Dichtung und Wahrheit, Erfundenes und Erlebtes munter durcheinander. Was Schauspiel und Rollenprosa, Inszenierung oder echte Ausdrucksnot ist, bleibt offen; es spielt aber auch eigentlich keine Rolle. Milbergs Vater war nicht gerade Bundeskanzler, aber ein bekannter Scheidungsanwalt in Kiel; den Werbeslogan "Kannst du deine Frau nicht leiden, geh zu Milberg, lass dich scheiden" hat aber wohl doch sein Sohn erfunden. Die Mutter tunkte mittags einmal den Kopf eines Suppenkasperkindes resolut in Spinat; ob es der Bruder oder die Schwester war, weiß Axel heute nicht mehr so genau.

Im Hause Milberg gingen Grafen, Generaldirektoren und weltläufige Dandys aus und ein; die vornehme Welt der Herrensitze, Salons und Treibjagden war Axel von Kindesbeinen an geläufig. Der kleine Junge lauscht atemlos Don Fernandos Geschichten von Krieg und Liebe in Mexiko und roch gern das "Pengföng" seines schwulen Patenonkels Carl-Oscar Ritter von Georg. Aber als 1956 geborenes Nachkriegskind kannte er auch die Abgründe und Ängste des Kleinbürgers, "Schnippedillerich" und andere verschämte Wörter für den Piephahn und später als Rebell ohne Grund den Überdruss an bundesdeutschem Spießertum und speziell norddeutscher Gefühlsarmut. 1968 kam für ihn zu früh, aber 1977 heftete Milberg sich dann einen RAF-Button an den Parka. Er hatte eine glückliche, behütete Kindheit, aber für ihn stand früh fest, dass er in Düsternbrook nicht bleiben konnte.

Düsternbrook war ein Idyll, ein Hort von Wohlstand, Sicherheit und Geborgenheit: "Es gab niemanden, der diese Welt hätte ändern wollen. Warum auch? So zu leben, wie wir lebten, wollten das nicht die meisten Menschen auf der Erde?" Aber Axel war ein sensibles, zu Verschwörungstheorien neigendes Kind, und damals lauerte Düsternis unter allen Treppen und Teppichen, die Gespenster einer unbewältigten Vergangenheit, das Grauen des Kriegs. Auch bei Milbergs wurden Schmuddelkinder nicht geduldet, Not und Tod, Geheimnis und Verbrechen beschwiegen und verdrängt. Dabei trieb sich im Wald doch ein Serienmörder herum, und Axels Freund Kalle verschwand einmal spurlos und hing Tage später übel zerschlagen an der Teppichstange von Frau Knüppel. Axel wird in seinen Albträumen von einem sadistischen Zwerg verfolgt. Ein Vortrag von Erich von Däniken erhärtet seinen Verdacht: Die Aliens leben längst mitten unter uns.

Er fühlt sich selbst oft als Außerirdischer, auch nach seinem Umzug nach Süden noch. München leuchtete, aber die Universität erwies sich als Missverständnis: "Wer Literatur liebt, sollte nicht Literaturwissenschaft studieren." Bleibt nur noch das Theater: "Das machen, was man will. Sich nicht schämen, für nichts mehr schämen." Mit vierzehn schreibt Milberg sein erstes Theaterstück ("Der Wilde Westen wie er wirklich war"), mit sechzehn hat er im Schultheater seinen ersten großen Auftritt als Apotheker Laberdan in Heinar Kipphardts "Die Stühle des Herrn Szmil". Mit neunzehn ermuntert ihn der große Gert Fröbe, seinen Traum von der Schauspielerei wahr zu machen. Im Theater ist alles möglich, auch das Dehnen, Zurückspulen und Anhalten der Zeit. Milbergs Kindheitserinnerungen schließen daher mit der Aufnahmeprüfung in der Otto-Falckenberg-Schule.

Alles ist in Milbergs hellwacher Erinnerung wieder da: der erste neugierige Blick aus dem Kinderwagen, das Barockzimmer im ersten Stock, die Aalverkäufer und Matchboxautos, Bäcker Iwersens Pflaumenkuchen, Frau Möllers Schleckbrause, Tante Irmis Rinderrouladen und natürlich Lilli, die erste große Liebe. Milberg beschreibt Düsternbrook samt Förde, Düster-Wald, Karstadt, Sternwarte, Psychiatrie und Tennisplätzen so exakt wie auf seinen Kinderzeichnungen im Umschlag. Sich selbst lässt er dabei eher im Dunkeln; schließlich will er seine Kindheitserlebnisse nicht mit den Worten und Wertungen des Erwachsenen verfälschen. Er trifft den naiven, staunenden Kinderblick von damals oft sehr gut, etwa wenn Klein-Axel eine Frau "auf vielleicht fünfunddreißig, mindestens aber sechzig" schätzt oder die Öffnungszeiten im Elternhaus benennt: "Papa hatte seine acht Stunden im Büro und mittags eine Stunde geschlossen, Mama hatte nie geschlossen". Aber wenn der Jüngling dann im klapprigen Peugeot 404 nach Frankreich fährt, um mit einer adjanihaften Francesca, viel Rotwein und Gitanes ein sommerlich-flirrendes "Oh là là"-Liebesglück zu erleben, verrutscht er, wahr oder nicht, doch ins Eric-Rohmer-Klischee.

"Düsternbrook" ist ein stilistisch und formal heterogenes Zwischending zwischen Roman, Memoir und Familienalbum. Es enthält, mal in Ich-, mal in Er-Form, Kindergeschichten, Schulanekdoten, Porträts, Milbergs Abiturrede, Radiodialoge, Traumprotokolle und nahezu kafkaeske Erzählungen. Das ist eine Menge an Sprüngen, Brüchen und schwarzen Löchern, aber eine kontinuierlich-kompakte Autobiographie will das Buch ja auch gar nicht sein. Milberg schreibt so trocken, nüchtern, ernst- und rätselhaft, wie er spielt, immer ein wenig verschmitzt, aber frei von bräsiger Nostalgie, Ironie und später Besserwisserei. Er stellt sein Licht unter den Scheffel und sonnt sich lieber selig in einem Strahlenkranz von Momentaufnahmen und Erinnerungssplittern. Das ewige Kind aus Düsternbrook ist nie ganz im Hellen oder gar im Zentrum des Geschehens, aber immer voll da. Auf dem schwarz-weißen Cover steht es breitbeinig verlegen, misstrauisch und trotzig vor einer Klinkerwand, auf dem Kopf eine Schiebermütze, im Mund ein Daumen, in der Hand ein roter Luftballon, fast wie bei Banksy. Wenn das Bild nicht echt ist, ist es jedenfalls gut erfunden.

MARTIN HALTER

Axel Milberg: "Düsternbrook". Roman.

Piper Verlag, München 2019. 283 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Düsternbrook
von leseratte1310 - 17.06.2019
Der Protagonist dieser Geschichte, Alex, wächst behütet im Kieler Villenviertel Düsternbrook auf und in diesem Buch gibt er uns Einblick in seine Kindheit und Jugend. Der Schauspieler Axel Milberg erzählt uns die Geschichte in vielen kleinen Episoden, aber ohne einen roten Faden. Auch wenn die kleinen Geschichten manchmal humorvoll sind, so kam für mich mehr Düsternis herüber, eben Düsternbrook. Vielleicht fehlten mir auch einfach Emotionen, denn alles wurde recht teilnahmslos erzählt. Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn der Autor fabuliert offensichtlich gerne. So bekommen wir Einblick in die kindliche Gedankenwelt des kleinen und des etwas größeren Alex. Wir erfahren, wie er versucht, sich in seiner Welt zurechtzufinden. Ich bin ebenfalls in jener Zeit aufgewachsen und beim Lesen kamen Erinnerungen an meine Kindheit und Jugendzeit hoch. Ich weiß ebenfalls noch genau, welche Diskussionen die Thesen von Erich von Däniken ausgelöst haben. Als dann Jungen aus dem Viertel verschwinden, möchte Alex diesem geordneten engen Leben entfliehen. Auch wenn dieser Roman fiktiv ist, so scheinen doch biografische Erlebnisse des Autors immer wieder durch. Mich konnte dieses Buch einfach nicht fesseln.
Zusammenhangslos & episodenhaft
von Lia48 - 05.06.2019
INHALT: Ein Buch, in dem der Schauspieler und Autor Axel Milberg von vergangenen Erlebnissen erzählt. Er wächst mit seinen beiden Geschwistern in Düsternbrook bei Kiel heran. Die Mutter ist Ärztin, der Vater Rechtsanwalt. Mal erzählt er aus der Perspektive seines Säugling-Ichs, mal aus den Augen eines Schulkindes oder aus denen eines jungen Mannes. Er schildert von Ereignissen in der Schule, von Urlauben, oder von Mitschülern. Seine blühende Fantasie sowie Tagträume begleiten ihn auf seinem Weg. MEINUNG: Dies ist ein Buch, mit dem ich leider so gar nicht zurechtgekommen bin. Es fing damit an, dass ich durch den Klappentext ganz andere Erwartungen hatte, die leider nicht erfüllt wurden. Zwar hat der Schreibstil an sich zum Teil wirklich Charakter, zumindest kommt die Sichtweise im Kindesalter gut zum Ausdruck und hat mir auch gefallen. Doch ich hatte eine zusammenhängende Handlung erwartet. Stattdessen beinhaltet das Buch episodenhafte Aneinanderreihungen von alltäglichen Erlebnissen in nicht chronologischer Reihenfolge. Lediglich in der Buchmitte gab es einen hauchdünnen roten Faden, der für kurze Zeit mein Interesse am Inhalt wecken konnte und mich kurz hoffen ließ, mehr davon zu bekommen. Doch der rote Faden riss leider sehr schnell wieder ab und ich hatte Mühe, mich auf das Buch zu konzentrieren. Denn mir fehlten einfach die Zusammenhänge und so erschien mir der Inhalt mehr wie aus der Luft gegriffen. Zudem gab es für mich bis auf die Buchmitte keinerlei Höhen und Tiefen, die mir persönlich wichtig sind. Dadurch war mir das Buch zu unaufgeregt, zu langatmig und ich musste den Text gegen Ende immer öfter überfliegen. FAZIT: Nur für Leser zu empfehlen, die keinen roten Faden benötigen und mit zusammenhangslosen Episoden zurechtkommen. Beides Punkte, dir mir sehr wichtig sind. Daher war es für mich leider nicht das richtige Buch. 2-2,5/5 Sterne!
Merkwürdige Episoden einer Kindheit in Kiel
von schafswolke - 25.05.2019
Ich mag Axel Milberg in seinen Rollen, allerdings ist er ja auch da manchmal sehr speziell. Als ich erfahren habe, dass er ein Buch mit dem Titel Düsternbrook gerschrieben hat, war ich sehr neugierig und gespannt. Ich wusste, dass er Teile seines Lebens mit in den Roman hat einfließen lassen, einiges ist auch Fiktion. Schade finde ich, dass überhaupt nicht klar wird, wieviel Axel Milberg in dem Buch steckt, das ist für mich schon ein großer Kritikpunkt. Aber auch ansonsten gibt es in meinen Augen keine zusammenhängende Geschichte und auch die Episoden finde ich sehr merkwürdig. Die Kapitel sind insgesamt sehr kurz gehalten und besteht größtenteils nur aus Episoden. Für mich kam da kein Lesefluß auf und so folgte bei mir recht schnell Lesefrust, denn mit der eigensinnigen Schreibweise konnte ich nichts anfangen. Ich habe mich oft gefragt, warum ich überhaupt noch weiterlese und am Ende muss ich sagen, dass ich mir diese Lesezeit auch hätte sparen können. Das einzig nette für mich war der Umstand, dass ich die Kieler Ortsbeschreibungen kenne und die haben mir auch am Besten gefallen. Das Buch von Axel Milberg wird bestimmt sein Publikum bekommen, da mache ich mir keine Sorgen, aber ich konnte damit nichts anfangen und würde es auch nicht weiterempfehlen.
Eigenwilliger Mix aus biografischen Elementen und Fiktion
von Gisel - 25.05.2019
Der kleine Axel wächst in Kiel-Düsternbrook auf in einem scheinbar behüteten Umfeld in einer gutbürgerlichen Familie. Der Leser begleitet ihn in seinen Kindheits- und Jugendjahren, bis er seine Berufung als Schauspieler findet. In einem Mix aus biografischen Elementen und Fiktion erzählt der Autor Axel Milberg Anekdoten, die er lose aneinander knüpft. Dabei passt er den Stil der Erzählung dem Alter seines Protagonisten an, sein kleiner Junge erzählt im kindlichen Ton und gewinnt auch in der Sprache immer mehr an Alter. Allerdings fehlt ein begleitender roter Faden, die Szenen wirken oft willkürlich aneinandergereiht und so mancher Handlungsfaden wird nicht beendet. Durch die Aneinanderreihung der Ereignisse ist es oft schwer, das Alter des Protagonisten einzuschätzen, vor allem in den Kindheitsjahren sind die Erzählungen nicht chronologisch. Es gibt einige verstörende Ereignisse, die, aus der Sicht des Kindes, einiges nur andeuten, worin jedoch eine Menge emotionaler Sprengstoff steckt. Das alles machte es mir schwer, einen Bezug zu Axel und zu seiner Familie zu bekommen. So bin ich am Ende des Buches etwas ratlos zurückgeblieben, welches Ziel der Autor verfolgte, als er mich zu dieser Reise in das Leben von Axel einlädt. Wirklich überzeugen konnte mich diese Lektüre nicht.
von Gisela Block - 17.05.2019
Und schon wieder ein schreibender Schauspieler!? Das dachte ich, zugegeben, zuerst bei diesem Buch. Aber da ich Axel Milberg sehr gerne mag, habe ich seine Erinnerungen doch in die Hand genommen, und wurde angenehm überrascht. Milberg beschreibt hier seine, teilweise fantasievollen, Erinnerungen an seine Kindheit im Kiel der 60er Jahre. Mit viel Humor, aber auch Melancholie erzählt er von seiner Familie und seiner frühen Leidenschaft für das Theater. Ein sehr gelungenes literarisches Debüt, das mir ausgesprochen viel Freude beim Lesen gemacht hat.
Erinnerungen
von Langeweile - 11.05.2019
Klappentext: Das Kieler Villenviertel Düsternbrook ist die ganze Welt. Hier wächst Axel behütet auf und fühlt sich doch oft fremd. Wie er versucht sich zurechtzufinden, und die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, erzählt Axel Milberg mit Empathie und Humor in einem verträumten Ton. Als die populäre Theorie vom Wirken Außerirdischer die Stadt erreicht ,scheint sie für Axel viele Merkwürdigkeiten zu erklären. Mit dem rätselhaften Verschwinden einiger Jungen wird die Heimat vollends unheimlich und der Wunsch auszubrechen übermächtig. Ein spannender Familien-, Adoleszenz - und Heimatroman,der die bürgerliche Welt als schützend und bedroht,liebevoll und düster darstellt. Meine Meinung: Ich habe eine Weile gebraucht, um mit dem Erzählstil zurechtzukommen. Die Erinnerungsfetzen, aus der Sicht des kleinen Axel beschrieben, waren ziemlich unkoordiniert. Nach einiger Zeit fand ich mich jedoch zurecht und auch der Schreibstil änderte sich zunehmend, parallel zum beschriebenen Alter. Zwar wuchs Axel in geordneten Verhältnissen auf, jedoch vermisste ich die Zuwendung und Empathie durch seine Familie. Schon früh entwickelte sich seine Liebe zum Theater,wie aus seinen Schilderungen hervorgeht. Der Übergang von der Kindheit zur Jugend und zum Erwachsensein,war gut beschrieben. Fazit: Der Abschluss des Buches versöhnte mich mit dem Rest der Geschichte, sodass ich wohlwollend vier Sterne vergebe.
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
¹ Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche ge-
kennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben.
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.