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Wo ist Norden

Roman. Paperback.
Buch (kartoniert)
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Ostdeutschland kurz nach dem Mauerfall. Marlene nutzt die Gunst der Stunde, kauft ein baufälliges Gutshaus und zieht mit ihrer Familie ein. Sie lässt das verschlafene Dorf zu einem Sehnsuchtsort für Gäste und Freunde werden, die daran glauben wollen, … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wo ist Norden
Autor/en: Barbara Handke

ISBN: 3746067588
EAN: 9783746067582
Roman.
Paperback.
Books on Demand

12. März 2018 - kartoniert - 308 Seiten

Beschreibung

Ostdeutschland kurz nach dem Mauerfall. Marlene nutzt die Gunst der Stunde, kauft ein baufälliges Gutshaus und zieht mit ihrer Familie ein. Sie lässt das verschlafene Dorf zu einem Sehnsuchtsort für Gäste und Freunde werden, die daran glauben wollen, alles habe hier seinen Platz in der unübersichtlich gewordenen Welt. Auch den Erzähler treibt es immer wieder dorthin. In seiner Erinnerung lässt er das Jahrzehnt noch einmal Revue passieren und ordnet damit auch sein eigenes Leben neu.

Portrait

Barbara Handke wurde 1976 in Barth an der Ostsee geboren, lernte Buchhändlerin und studierte Anglistik und Soziologie. Längere Aufenthalte in Irland, Paris und New York. Arbeit als Verlagslektorin in Leipzig und Hamburg, inzwischen freiberufliche Lektorin und Dozentin.
Bewertungen unserer Kunden
heimliche Liebe
von Mathias Lenk - 12.06.2018
Wie anstrengend die eigene Familie sein kann, zeigt sich erst dann, wenn man unabhängig sein will und denkt, dass man selbst und für sich alleine entscheiden kann. Wenn man dann kurz vor dem Punkt steht, wo man denkt, dass das eigene Leben den Boden unter den Füßen verliert, dann ist es wichtig, wenn man die richtigen Freunde zum richtigen Moment um sich herum hat, weil sie dann genau am besten wissen, was für einen wichtig und gut ist. Aber wenn man einen soliden Grund in Form der Familie hat, sollte man eigentlich wieder aufgenommen werden und sich wohl fühlen. Aber das ist nicht immer der Fall. Das beste Beispiel hierfür ist der in der DDR geborene Nikita Wander, deren Eltern beide vom Sozialismus überzeugte Lehrer waren. Als er sich mit 15 in Marlene verliebt. Wie er die gemeinsame Zukunft mit Marlene ertragen will und ob die Liebe zwischen beiden Bestand hat, beschreibt der vorliegende Roman sehr ausführlich.
Heimatsuche
von Kaffeeelse - 26.04.2018
Dieses Buch ist eine sehr ruhig gehaltene Geschichte einer Familie, die ein Gutshaus kauft, es für ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse umgestaltet und einzieht. Es kommt dabei für mich in der ersten Hälfte nicht so der Erzählfluss auf, es ist eher eine sich langsam dahinschleppende Geschichte, in der zweiten Hälfte wird das Buch dann für mich flotter, es hat sogar eine gewisse Komik an manchen Stellen. Dabei liegt meine Kritik nicht in der Sprache. Diese ist sehr schön, manchmal etwas altmodisch, aber dramaturgisch müsste etwas im Erzählstil und der Erzählfolge verändert werden. Zur Handlung: Konrad, Marlene und die Kinder Selma, Laure und Jakob haben ein Gutshaus im kleinen Dorf Plenskow gekauft und bauen es nun zu ihrer Bleibe aus. In dem Gutshaus entstehen eine Arztpraxis für Konrad, ein Café für Marlene und die Wohnräume der Familie und auch noch zwei Zimmer für die Eltern von Konrad, Pavel und Rita. Der Erzähler, Nikita/Niketsch/Nick, der Bruder von Konrad, steht der Familie nahe, besucht diese immer wieder, kann sich aber auch schwer lösen, möchte etwas beweisen. Er berichtet über das Entstehen des Hauses, die Befindlichkeiten in der Familie, die Stellung der Zugezogenen innerhalb Plenskows, ihre positiven wie auch negativen Kontakte. Auch seine eigenen Befindlichkeiten seitens seiner ehemaligen Geliebten und jetzt Ehefrau seines Bruders, sowie seine untergeordnete Stellung in der Familie werden beschrieben, dies geht bis zur Emanzipation seiner Person. Eigentlich ein wunderbares Konstrukt aus dem man hätte mehr machen können als hier erfolgt ist. Schade. Aber trotzdem eine schöne kleine Geschichte mit Charme von einer Autorin die Potenzial hat.
Eine große Familie und ihr Projekt Zuhause schaffen und leben in der Nachwende
von BigZ - 23.03.2018
1990, kurz nach der Wende, nutzt eine Familie die Gelegenheit, ein altes, sanierungsbedürftiges Gutshaus im weitflächigen mecklenburgischen Hinterland zu erstehen. Es folgt die aufwendige, irgendwie nie abgeschlossene Renovierung des Gebäudes. Die Mutter, Marlene, ist die treibende Kraft für dieses Mammutunternehmen und alle müssen mit ran. Neben den drei Kindern sind auch ein ganzer Haufen anderer Familienmitglieder an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt. Die Großeltern ziehen mit ein und Marlenes Bruder, ein Arzt, kommt fast jedes Wochenende aus der Stadt und stellt Geld und die eigene Muskelkraft zur Verfügung. Turbulent geht es zu und die Gestaltung des Wohn- und Lebenstraums steht irgendwie auch stellvertretend für die sehr in Bewegung befindliche Familiengemeinschaft. Sorgen und Nöte, eigene Lebenswünsche und -Perspektiven werden geradezu niedergedrückt vom Handwerkeln und all den anderen Problemen rund um den Gutshausumbau. Und eine Einbindung im Gefüge der kleinen Dorfgemeinschaft, in die sie alle so einfach eingebrochen sind, ist auch nicht wirklich gegeben, zugezogene Außenseiter von weit weg eben. Das Café, das Marlene schließlich eröffnet, findet wenigstens regen Anklang und bringt etwas, allerdings nie genug, Geld in die Familienkasse. Der Einblick in diese sehr lebhafte Groß-Familie, ihre Konflikte, das Gezerre und Gezanke, das Miteinander und Aufbegehren, kommt sehr unterhaltsam mit leicht geschriebener Feder daher. Ein bisschen geht verloren, was dieses Leben hier den einzelnen Personen abverlangt, was sie selbst dafür zurückstellen oder gar ganz aufgeben müssen. Ein klein wenig mehr Notwendigkeit, die eigenen Belange zu leben, hätte man sich gewünscht. Manchmal möchte man dem ein oder anderen zurufen, denk doch mal an dich selbst. Aber als Leser ist man dafür ja nicht vorgesehen und es bleibt, darüber nachzudenken, dass einem dies in der eigenen Familie nicht passiert. Die Erwartung, das die kurz nach der Wende-Aktion eine vielleicht dann auch recht interessante politisch-persönliche Sichtweise mit in den Roman einbringen würde, wurde eher weniger erfüllt, aber im Nachhinein hat das diesem sehr unterhaltsamen Buch auch keinen Abbruch getan. Familie auf seine ganz spezielle Art.
Die neunziger irgendwo im Osten
von S.L. - 14.03.2018
Ein heruntergekommenes Gut, irgendwo im Osten, irgendwo in der Provinz. Die Wende ist noch nicht lang her und das Gutshaus, ehemals Ambulatorium, Konsum und mehr, soll Café , Arztpraxis und Heim für Marlene, Konrad und ihre Kinder werden. Niketsch, der Ich-Erzähler, liebt seine Jugendfreundin Marlene noch immer, aber sie hat ihn verlassen, ist mit seinem Bruder Konrad verheiratet, hat mit ihm drei Kinder. Oder ist Selma, die Älteste, vielleicht von ihm? Ungefragt ziehen die Eltern der Brüder, Rita und Pavel, mit ins Gutshaus ein. Ständig funkt es zwischen den Frauen, ständig wird Niketsch ausgenutzt. Trotzdem kann er nicht von Gut Plenskow lassen, kommt immer wieder, hilft, verzichtet auf seine Träume. Das Gutshaus wird schön, ein geheimnisvolles Wandgemälde wird freigelegt, das Café läuft. Aber das Geld reicht nie für alle Umbauten. Die Dorfbewohner sind auch nicht erfreut über die "Neuen" und machen ihnen das Leben schwer. Dann hat Konrad einen Unfall.... Niketsch tut, was er kann, aber wird es ihm gedankt? Nimmt jemals jemand auf seine Gefühle Rücksicht? Ruhig, bescheiden und selbstlos ist der Protagonist dieses Buches. Sehr sympathisch. Oft möchte man ihn schütteln und ihm raten, auch einmal für sich einzustehen. Jakob, sein Neffe, scheint ihm ähnlich zu sein, wird gemobbt, hat es nicht leicht. Trotzdem mochte ich ihn, aber auch ( ein wenig) Selma. Die meisten anderen Figuren empfinde ich als selbstsüchtig, egoistisch. Von vielen Dorfbewohnern ganz zu schweigen. Barbara Handke schildert das Dorfleben treffsicher, zeichnet die Hauptfiguren lebendig und legt Boshaftigkeit und Häme offen. Gut zu lesen, interessant, wie Nachwendezeit im Osten beschrieben wird. Lesenswert.
Familie
von raschke64 - 12.03.2018
1990 kauft eine Familie - vor allem auf Wunsch von Mutter Marlene - ein heruntergekommenes Gutshaus in einem kleinen mecklenburgischen Ort am Ende der Welt. Die Kinder sind begeistert, die Eltern habe große Pläne, die Familie gibt Geld und dann wird doch alles ganz anders... Anfangs ist die Geschichte einfach die Geschichte einer Familie mit Großeltern, Eltern, Kindern, Katze und Bruder/Onkel in einem alten Herrenhaus. Sie ist eigentlich zeitlos und hätte auch hundert Jahre früher genauso spielen können, nur dass dann Hausbedienstete die Arbeit gemacht und die Kinder weniger Freiheiten hätten. Die Wendezeit mit ihren ganzen Problemen taucht kaum auf. Die Familie hat viele Ideen, treibender Keil ist immer Marlene, die unheimlich viel arbeitet, aber von allen verlangt, dass alle mitziehen und den gleichen Wunsch haben. Dafür nimmt sie die Schwiegereltern im Haus in Kauf, obwohl sie mit der Schwiegermutter nicht zurechtkommt. Sie sind anders als die Dorfbewohner und lassen diese das auch etwas spüren. Leidtragende daran sind später die Kinder. Auch der Bruder wird eingespannt und so oft an einem eigenen Leben zumindest behindert, denn seine finanzielle Unterstützung wird regelrecht eingefordert. Das Buch war für mich gut lesbar, aber eben auch zeitlos. Mir hätte hier mehr ein Eingehen auf die spezielle Zeit gefallen. Die Geschichte hätte genauso gut an jedem anderen kleinen Ort spielen können. Eigentlich war für mich die sympathischste Person die in die USA ausgewanderte Schwester Agnes, die als einzige ein eigenes Leben hatte. Familiäre Unterstützung ist schön, aber dieses absolute MUSS hier fand ich abschreckend.
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