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Wachsen wie Würth

Das Geheimnis des Welterfolgs.
Buch (gebunden)
Das Geheimnis des Welterfolgs
Mit dem Direktvertrieb von Schrauben begann 1945 die Erfolgsgeschichte des heutigen Weltkonzerns Würth. Aber es war nicht allein diese innovative Geschäftsidee, die den Erfolg begründete: Es war vor allem d… weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wachsen wie Würth
Autor/en: Bernd Venohr

ISBN: 3593379627
EAN: 9783593379623
Das Geheimnis des Welterfolgs.
Campus Verlag GmbH

März 2006 - gebunden - 210 Seiten

Beschreibung

Das Geheimnis des Welterfolgs
Mit dem Direktvertrieb von Schrauben begann 1945 die Erfolgsgeschichte des heutigen Weltkonzerns Würth. Aber es war nicht allein diese innovative Geschäftsidee, die den Erfolg begründete: Es war vor allem die einzigartige Unternehmensstruktur.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Einleitung 9
Kapitel 1
Würth: ein Ausnahmeunternehmer und sein Unternehmen 23
Reinhold Würth - der Unternehmer 23
Das Unternehmen Würth 30
Kapitel 2
Das Würth-Managementsystem im Überblick 37
Der Würth-Erfolg durch die Brille der Systemtheorie 38
Die Bestandteile des Managementsystems und ihr Zusammenwirken 46
Kapitel 3
"Weiche" Elemente der Würth-Unternehmenskultur: die Grundwerte 53
Haupttriebfeder Wachstum: "Was weniger als 10 Prozent wächst, ist krank." 54
Kundenorientierung als Leitstern: "Meine Leute sind nicht
bei mir angestellt, sondern beim Kunden." 55
Der Mensch steht im Mittelpunkt: "Lust an der Leistung" 59
Dezentralität: "Je größer die Erfolge, desto größer die Freiheitsgrade." 62
Die Flüssigkeit der Macht: "Alle Macht fließt zum Vorteilsgeber." 64
Führen heißt Machen: "Wissen ist Schlaf. Realisieren ist Macht." 65
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess auf schwäbisch: "Jedes Mal a' bissle besser" 67
Kapitel 4
"Harte" Elemente der Würth-Unternehmenskultur: die Führungsprinzipien 71
Würth als fraktales Unternehmen 72
Regelkreise bestimmen den Führungsalltag 74
"Policies and Procedures" (PAP) als "Weltsprache" und Management-Handbuch 78
Kapitel 5
Wachstum: Glaube und Klima 83
Würth als "Wachstumsweltmeister" 84
Einfache Wachstumslogik: freie Potenziale erkennen und Engpässe beseitigen 86
Ehrgeizige Langfristziele 90
Kapitel 6
Die Wachstumstechniken 95
Fortlaufend bessere Produkte und Dienstleistungen als Basis 96
Grundprinzip Zellteilung des Stammgeschäftes:
Regionalisierung und Branchenspezialisierung 100
Internationalisierung des Stammgeschäftes 106
Akquisitionen und schrittweise Diversifikation 109
Kapitel 7
Strikte Dezentralisierung: der Konzern als Gruppe von Kleinunternehmen 115
Organisation nach dem Baukastenprinzip 116
Maximale Kundennähe durch strikte Dezentralität 120
Koppelung von Eigenverantwortung und Erfolg 121
Führungsmatrix: das Prinzip der optimalen Reibung 123
Exkurs: die Corporate-Governance-Mechanismen 126
Kapitel 8
Navigation des Unternehmens: Würth-Info-System und Regelkommunikation 129
Aufbau des Würth-Info-Systems: einheitliche Definitionen und Datenbasis 130
Standardauswertungen und Regelkommunikation: perfekte Transparenz zur Selbststeuerung 131
Benchmarking: "Egal wie gut du bist, in diesem Detail ist dein Kollege besser." 140
Nie endender Verbesserungszyklus 143
Kapitel 9
Kernprozesse der Führung 145
Der Zielsetzungs- und Planungsprozess (Z&P) als Grundlage:
Top-down- und Bottom-up-Willensbildung 147
Z&P-Commitment-Konferenz 150
Monatliche Plan-Ist-Vergleich(PIV)-Konferenzen 158
Verkaufsinformation und -aktion (VIA):
Der Z&P-Spiegelbildprozess zur Außendienststeuerung 160
Kapitel 10
Das Würth-Anreizsystem: "Leistung muss sich lohnen." 167
Bezahlung der Führungskräfte: "Zieleinkommen für Zielerreichung" 167
Bezahlung des Außendienstes: "Erfolg ist freiwillig." 170
"Weiche" Anreizkomponenten: Verkäuferclubs, Reisen, Autos 176
Kapitel 11
Das "Geheimnis" des Würth-Erfolgs und die Übertragbarkeit des Managementsystems 179
Kernelemente des Managementsystems 179
Richtige Theorie für die erfolgreiche Praxis 187
Was ist neu am Würth-Managementsystem? 190
Die Übertragbarkeit des Managementsystems auf andere Unternehmen 195
Literatur 203
Register 207
Abkürzungen der Würth-Gruppe 210

Portrait

Bernd Venohr ist Professur für strategisches Management am Institute of Management der FHW Berlin. Sein besonderes Interesse gilt global tätigen mittelständischen Unternehmen, die auf ihren Märkten weltweit eine führende Position einnehmen.

Leseprobe

Einleitung





Eine kurze Zeitreise

Künzelsau im April 2005: Würth, der Weltmarktführer im Bereich Befestigungs- und Montagetechnik, feiert ein Doppeljubiläum: 60 Jahre seit der Firmengründung 1945; 70. Geburtstag von Reinhold Würth. Einer der Höhepunkte ist der Galaabend am 22. April mit 2?500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im größten freitragenden Zelt der Welt, dem "Millenniums-Dom", das für die Feierlichkeiten auf dem Firmengelände aufgebaut wurde. Eine Vielzahl prominenter Gäste, Festansprachen und das spektakuläre Unterhaltungsprogramm mit der "Philharmonie der Nationen" unter der Leitung von Justus Frantz, einem Abschlussauftritt von José Carreras, dazwischen Geburtstagsgrüße via Leinwand aus aller Welt - von Franz Beckenbauer bis Bud Spencer -, unterstreichen Erfolg und Selbstverständnis des Unternehmens und Unterneh-mers. Ein "Tag des Handwerks" für Kunden, Festabende für Mitarbeiter sowie ein Lieferantentag mit insgesamt 20?000 geladenen Gästen sowie ein "Tag der offenen Tür" mit weit über 50?000 Besuchern runden die Woche der Feierlichkeiten ab.
Künzelsau im Juli 1945: Gründung der Firma als Schraubengroßhandlung durch Adolf Würth als Ein-Mann-Unternehmen plus Ehefrau kurz nach Kriegsende unter schwierigsten Bedingungen in der fränkisch-schwäbischen Kreisstadt.1 Zu Beginn zieht Würth mit einem Leiterwagen hinter einer eingespannten Kuh zu Fuß durch das Land und beliefert Handwerker in der Umgebung. Genau wie Tausende seiner Wettbewerber auch. Der erstgeborene Sohn Reinhold hilft von Kindesbeinen an mit im Unternehmen, vor allem im Lager und beim Ausliefern der Ware. Mit 14 Jahren verlässt er die Künzelsauer Oberschule und tritt als Lehrling und zweiter Mitarbeiter in das Unternehmen des Vaters ein. Die Firma entwickelt sich gut und ermöglicht Adolf Würth selbstständiges Arbeiten und Unabhängigkeit, und sichert der Familie ein gutes Auskommen. Das ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis des Gründers steht all
erdings einer weiteren Expansion im Wege.
Reinhold Würth schließt seine Lehre zum Großhandelskauf-mann 1951 ab und erwirbt mit einer Sondergenehmigung den Kfz-
Führerschein, um seinen Vater, der keinen Führerschein besitzt, zu gemeinsamen Kundenterminen zu fahren. Auch besucht er schon sehr früh eigene Kunden im gesamten Bundesgebiet. Dabei durchlebt er eine harte Schule: "Als ich nach zwei Wochen mit einem Bündel von Aufträgen zurückkam, hat er mich nach dem schwäbischen Motto 'Net g'schimpft isch au g'lobt' stehen lassen"2.
Dann der plötzliche Tod des Vaters im Dezember 1954: Der 19-jährige Reinhold Würth übernimmt nach diesem Notfall gemeinsam mit seiner Mutter die Leitung der Schraubengroßhandlung. Zunächst ging es nur darum, die Situation zu meistern, die Zahlungsfähigkeit zu erhalten und Ware zu beschaffen. Neugier und Zielstrebigkeit, zwei hervorstechende Charaktereigenschaften von Reinhold Würth, führen das Unternehmen bald auf einen starken Wachstumspfad. "Als ich nach der Übernahme der Firma merkte: 'Hoppla, du kannst ja den Betrieb führen, das geht ja recht gut, das geht sogar besser, als du dir das gedacht hast', kam meine Entdeckerfreude auch geschäftlich zum Tragen. Da hatte ich dann allmählich die Idee, das Unternehmen aggressiv auszubauen und den Schraubenhandel in immer größeren Dimensionen voranzutreiben. Man kann diese Idee an keinem bestimmten Jahr oder Ereignis festmachen. Sie hat sich evolutionär entwickelt, und mit wachsender Größe und Stabilität der Strukturen habe ich dann meinen Blick immer weiter in die Zukunft hinaus richten können".3 Innerhalb weniger Jahre wird aus dem lokalen Händler erst ein überregional arbeitendes Unternehmen und schließlich ein global tätiger Konzern.
50 Jahre nachhaltig profitables Wachstum

Die Würth-Gruppe ist äußerst erfolgreich: 6,2 Milliarden Euro Umsatz, über 300 operative Gesellschaften mit 800 Profit-Centern und 47?000 Mitarbeitern weltweit, davon mehr als die Hälfte fest angestellt
e Verkäufer im Außendienst, ein Betriebsergebnis von über 400 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2004). In jedem der letzten 50 Geschäftsjahre hat Würth schwarze Zahlen geschrieben. Bis auf ein Jahr (1975) wurde der Umsatz über 50 Jahre kontinuierlich mit meist zweistelligen Wachstumsraten gesteigert. Dies gilt auch für das gerade abgeschlossene Geschäftsjahr 2005: Würth steigerte den Umsatz nach vorläufigen Angaben um 11,1 Prozent auf 6,89 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis stieg ebenfalls zweistellig auf 440 Millionen Euro.
Fast jedes Jahr neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn, weitgehend unabhängig von Standort-, Konjunktur- und Branchenkrisen. Wie erzielt Würth dieses nachhaltige und profitable Wachstum?


Pressestimmen

Vom Zwei Mann Betrieb zum Weltunternehmen
Wie schafft es ein Zwei-Mann-Betrieb, sich im Laufe von 50 Jahren zu einer international tätigen Firmengruppe mit 6,9 Milliarden Euro Jahresumsatz zu entwickeln? Der Erfolg des Vorzeigeunternehmers Reinhold Würth setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Firmeneigene Grundwerte sind dabei ebenso relevant wie Führungsprinzipien, Wachstumstechniken und Steuerungsprozesse. Bernd Venohr, Professor am Institute of Management der FHW Berlin, analysiert kenntnisreich die Strategien des schwäbischen Unternehmers und erläutert ihr Zusammenwirken. Entstanden ist ein Buch, das fundiertes Lehrwerk und spannende Lektüre zugleich ist - ein Spagat, der deutschsprachigen Autoren nur selten gelingt.

© Managementbuch.de


"Ein aufschlussreicher Einblick."
Wirtschaft & Weiterbildung

Lernen von der Schraubenfabrik
"Managementtheorie und -praxis mit Spaßfaktor."
Horizont.at

Württembergische Wachstumsformel
"Venohr schreibt spannend und unterhaltend. Das erhöht den Lerneffekt ungemein. Deshalb ist dieses Buch ein echter Gewinn."
Markt und Mittelstand

Der Erfolg hat Methode
"Venohr beschreibt das System Würth als eine Art schwäbischen Perfektionisten-Clan."
Handelsblatt

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