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Im Bernstein

Roman.
Buch (kartoniert)
Die Journalistin Isa Becker ist in die Landschaft ihrer Kindheit zurückgekehrt, hat eine Ideenagentur gegründet und eine neue Liebe gefunden: Greg. Für ein Feuilleton-Projekt fliegt sie nach St. Louis/Missouri, um über Mark Twain zu arbeiten. Als sie … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Im Bernstein
Autor/en: Brita Steinwendtner

ISBN: 385218780X
EAN: 9783852187808
Roman.
Haymon Verlag

3. Mai 2012 - kartoniert - 274 Seiten

Beschreibung

Die Journalistin Isa Becker ist in die Landschaft ihrer Kindheit zurückgekehrt, hat eine Ideenagentur gegründet und eine neue Liebe gefunden: Greg. Für ein Feuilleton-Projekt fliegt sie nach St. Louis/Missouri, um über Mark Twain zu arbeiten. Als sie dessen Schriften gegen den Krieg entdeckt, löst dies eine intensive Beschäftigung mit den Briefen ihres Vaters aus, der Nationalsozialist war und im Osten gefallen ist.
Begleitet von Selbstzweifeln, dringt sie immer tiefer in seine Geschichte ein, legt sie Schicht um Schicht seines kurzen Lebens frei und kommt dem Geheimnis näher, das ihre Mutter in einen frühen Tod trieb. Die Frage nach den Ursachen für seine Begeisterung, die Isa bis zu den Gräberfeldern Russlands führt, mündet in der Auseinandersetzung mit dem Irakkrieg.
"Kein Krieg ist zu Ende. Er setzt sich fest und zeugt sich fort", heißt es im Buch. Die Autorin nähert sich diesem Phänomen in einem zwischen den Genres wechselnden Text und lässt authentische Dokumente und Fiktion, Zeit- und Liebesgeschichte ineinanderfließen. Der Roman führt an die Ufer des Mississippi, der Donau und der Wolga und lenkt den Blick abseits der historischen Ereignisse auf drei vielfach aufeinander bezogene Frauenschicksale. Brita Steinwendtner erzählt von Irrwegen und Hoffnungen im Rad der Geschichte.

Portrait

Brita Steinwendtner, geboren 1942 in Wels, Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Paris. Lebt als Autorin, Regisseurin und Feuilletonistin in Salzburg. Hörfunkfeatures und TVAutoren-Portraits für in- und ausländische Rundfunkanstalten. Lehrtätigkeit an den Universitäten von Salzburg, Klagenfurt und an der Washington University in St. Louis/Missouri. Leiterin der Rauriser Literaturtage. Bei Haymon zuletzt: Rote Lackn. Roman (1999), Im Bernstein. Roman (2005), Jeder Ort hat seinen Traum. Dichterlandschaften (2007), Du Engel Du Teufel. Emmy Haesele und Alfred Kubin - eine Liebesgeschichte (2009).

Pressestimmen

Würgend und gültig die Vater-Mutter-Großmutter-Geschichten, die ja den Tartaros des Buches ausmachen. Gut auch, daß die Tochter leidet an dem, was und, vor allem, wie es war mit den Vorfahren - nicht nur die billig zu habenden Kempowski-Collagen: das Persönliche muß sein und dazu da sein. Wunderbare Passagen der Schneelandschaftsgebete, und überhaupt Naturmomente - wo man auch sieht, wie gefährlich die "national besetzte" Natur ist (Vater und Hölderlin). Dieses Buch: Notwendigkeit, nicht nur die der Autorin.
Peter Handke
Brita Steinwendtners Roman hat viele Klänge und Tonarten. Er wechselt zwischen Prosa und Poesie, er stellt Dokumentarisches direkt neben die Fiktion. Eine lebendige Erzählform.
ORF/Ex Libris, Susanne Schaber
Einen drastischen Schlussakkord setzt Brita Steinwendtner und verdeutlicht so, dass es ihr ernst ist mit dem, was dieses so vielschichtig - sowohl mit eindringlich poetischen Bildern als auch lakonisch - erzählte, wohltuend klug gebaute Werk ist: ein leidenschaftlicher, von reicher Lebens- und Leseerfahrung gesättigter, anspruchsvoller Antikriegsroman!
Die Presse/Buch der Woche, O.P. Zier
Das Dramatisieren von Vorgängen in der Landschaft dient immer wieder dazu, um innere Konflikte abzubilden. Die griechische Mythologie hilft, Alltägliches zu überhöhen. Emotionen bekommen viel Raum zur Entfaltung. Es existieren mehrere sprachliche Ebenen. Der hohe Ton kann sich stark durchsetzen. Ein kostbares Bild folgt dem nächsten. Darüber hinaus ist es bemerkenswert, wie viel Bildung und Wissen ins Gewebe der Erzählung eingeschmuggelt werden.Das ist ein starker Roman über einen Versuch zur Aussöhnung mit einer fürchterlichen Vergangenheit.
APA, Werner Thuswaldner
... die überzeugende Architektur des Romans, der Zeiten und Räume von extremster Distanz in Beziehung setzt. Mit dem Missisippi, wo Isa über Mark twain recherchiert, korrespondiert die Wolga, der Ort Rschew genauer, wo ihr Vater 1942 als Offizier der Wehrmacht fiel, wenige Monate nach Isas Geburt. Zwischen diesen Flüssen die Donau, Isas eigenes fragiles Zentrum. Dass diese Figur nicht auseinanderfällt, verdankt sich einer undiskutablen Stärke der Erzählerin Brita Steinwendtner: ihrer verschwiegenen, distanzierten, immer aber solidarischen (mitliebenden) Menschenzeichnungen.
NZZ, Samuel Moser
Im Bernstein ist ein Buch über die persönlichen wie universellen Unentrinnbarkeiten, es ist aber auch ein radikales Aufbegehren, ein Anschreiben gegen eben- diese. Es erzählt auf kluge Weise über die Sehnsucht nach dem richtigen Leben im falschen. Dieser Roman ist hochpolitisch und hochpoetisch zugleich. Und führt vor, warum eines das andere nicht ausschließt, sondern vielmehr bedingt. Im Bernstein ist ein radikal subjektives Buch und gerade deshalb ein objektives Lektürevergnügen.
Der Standard, Josef Bichler
Authentische Dokumente und poetische Verfremdung bestimmen Brita Steinwendtners literarische Verfahrensweise. Ausgehend von ihrer eigenen Geschichte hat sie einen Roman als Plädoyer gegen den Krieg geschrieben.
Die Furche, Christa Gürtler
Steinwendtner schafft es, durch die Verklammerung von Gegenwart und Vergangenheit Spannung zu erzeugen und durch die Kraft der von ihr gefundenen Bilder einen Raum einzurichten, den die Leserin nur ungern verlassen hat.
Buchkultur, Ditta Rudle
Der Autorin ist eine intensive, packende Erzählung gelungen.
bn.bibliotheksnachrichten, Franz Holztrattner
Welch ein dicht vernetzter Text - anspielungsreich, intelligent und sensibel, die Genres wechselnd, den erzählerischen Ton variierend, Innen- und Außenperspektiven in kluger Balance, philosophisch, reflexiv und sinnlich, zeitgenössisch-aktuell und mit historischer Tiefendimension versehen, Möglichkeiten und Grenzen von Freiheit und Indoktrination auslotend (welch unfassbare historische Briefdokumente eines gläubigen Nazis werden hier wiedergegeben!), subkutane Zusammenhänge zwischen gestern und heute herstellend, immer wieder - im Makro- und im Mikrobereich des Romans - ganz wunderbar die strukturelle Waage haltend... das Beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe.
Univ. Prof. Dr. Karl Müller, Universität Salzburg
Ihre Sprache ist von eindringlicher Eleganz.
Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter
Es ist ein großartiges Buch, und wenn ich bedenke, wie berühmt Brita Steinwendtner, die jahrelang als Rundfunk-Feuilletonistin und Regisseurin gearbeitet hat, als Schriftstellerin wäre, wenn sie sich ganz auf die Schriftstellerei eingelassen hätte, kann man melancholisch werden. Aber andererseits: so ein Buch schreibt nur jemand mit großer Lebenserfahrung, jemand, dessen Ideen und Gefühle immer wieder durch Praxis korrigiert worden sind, und so bin ich gleichzeitig überzeugt, daß sie so ein Meisterwerk ohne die vielen anderen Tätigkeiten wiederum nicht hätte schreiben können. Ich wünsche dem Buch die denkbar größte Verbreitung! Washington University, St. Louis/Missouri, Paul Michael Lützeler
Ich habe sehr bewundert, wie Brita Steinwendtner die Zeit erzählt und reflektiert, wie sie die lineare, physikalische Zeit verschränkt mit Augenblickserzählungen, Kontinuität und Plötzlichkeit. Aber darauf beschränkt sie sich ja nicht. Der symbolische Kern der Erzählung stiftet neben der erzählten Lebenszeit eine Weltzeit. Das sind Hans Blumenbergs Begriffe. Hofmannsthal hätte eher von Ewigkeit gesprochen.
In der Zeitthematik verhandelt Steinwendtner aber, scheint mir, den eigentlichen Stoff: die Eigenzeit der Empfindsamkeit, die unabhängig und eine eigene Kontinuität gegen die Zeit ausbildet. An kein anderes Buch hat mich "Im Bernstein", das Thema der Einlagerung, so sehr erinnert wie an Vladimir Nabokovs "Ada oder das Verlangen".
Ich hätte diese Zeilen beginnen sollen mit einer Liebeserklärung an die Sprache der Autorin, denn sie ist das Herzstück des Gelingens, ein wunderbares Instrument des reflektierten Gefühlsausdrucks. Ich gratuliere ihr in jeglicher Hinsicht zu diesem schönen Buch.
Sibylle Cramer
Brita Steinwendtners kluger Roman verknüpft Themen und Motive, Fiktion und Dokumentation und einen klaren Blick.
Tiroler Tageszeitung
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