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Kalkulierte Morde

Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944. Studienausgabe.
Buch (kartoniert)
Das im Oktober 1999 erschienene Buch ist nun als preiswerte Studienausgabe erhältlich
Wie kaum ein Gebiet unter deutscher Herrschaft ist Weißrußland im Zweiten Weltkrieg zerstört und die Zahl seiner Bevölkerung durch brutale Mordaktionen dezimiert wor … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Kalkulierte Morde
Autor/en: Christian Gerlach

ISBN: 3930908638
EAN: 9783930908639
Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944.
Studienausgabe.
Hamburger Edition

Dezember 2000 - kartoniert - 1231 Seiten

Beschreibung

Nach drei Jahren deutscher Besatzung Wei¿u¿ands (1941 bis 1944) war nichts mehr wie zuvor. Nahezu 1,7 von zehn Millionen Einwohnern waren ermordet, fast 400000 als Zwangsarbeiter verschleppt worden. Der Terror richtete sich gegen sowjetische Kriegsgefangene, Juden, ¿Intelligenzler¿, Bauern, Kinder, Geisteskranke, Sinti und Roma, vermeintliche Partisanen und Hungerfl¿chtlinge. Die St¿e des Landes waren zum Gro¿eil in Ruinenfelder verwandelt, drei Millionen Menschen waren obdachlos. Die industrielle Kapazit¿tendierte gegen Null, und der Viehbestand war um 80 Prozent gesunken. Wei¿u¿and schien fast ausgel¿scht. Der Historiker Christian Gerlach hat sich dieser bisher nur bruchst¿ckhaft aufgearbeiteten Besatzungsgeschichte in einer monumentalen Studie angenommen. Auf breiter Quellenbasis gibt seine Darstellung tiefe Einblicke in die Praxis der Vernichtung. Erstmals wird in dieser Arbeit f¿r ein Territorium die Vernichtungspolitik gegen¿ber allen betroffenen Bev¿lkerungsgruppen gleicherma¿n untersucht und der Zusammenhang mit milit¿schen, wirtschaftlichen und politischen Zielen und Handlungen umfassend analysiert. Die praktische Zusammenarbeit zwischen Organen und Akteuren verschiedener Ebenen, von Reichsministerien, SS, Wehrmacht, Zivilverwaltungen, Wirtschaftsgesellschaften und einheimischer Hilfspolizei wird eindrucksvoll belegt. Trotz Rivalit¿n unter den beteiligten Institutionen blieb eine gemeinsame Strategie des Terrors bestimmend, die vor allem auf der untersten Handlungsebene effektiv und in einer f¿r die Opfer unheilvollen Weise funktionierte. Sie ging aus von der Umsetzung des Plans, Millionen Zivilisten und Kriegsgefangene in der Sowjetunion verhungern zu lassen. Dabei zeigt sich: Zwischen Wirtschaftsinteressen und Massenmord bestanden bisher unbekannte Verbindungen. Zum Autor: Christian Gerlach, geboren 1963, Historiker in Berlin, promovierte mit der vorliegenden Arbeit 1998 an der TU Berlin.

Portrait

Christian Gerlach, geboren 1963, ist weltweit einer der besten Kenner der Geschichte von Massengewalt und Genozid. Nach Forschungs- und Lehrtätigkeiten u. a. am Hamburger Institut für Sozialforschung, der Universität Freiburg sowie der University of Maryland hat er seit 2008 den Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte am Historischen Institut der Universität Bern inne.
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