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Adolf Hitlers Mein Kampf

Eine kommentierte Auswahl. 25. Auflage, Nachdruck.
Buch (kartoniert)
Wer sich mit Hitler und dem Nationalsozialismus auseinandersetzen will und sich nicht allein mit Sekundärliteratur begnügen möchte, kommt nicht umhin, Auszüge von Mein Kampf im Originaltext nachzulesen. Christian Zentner hat eine verantwortungsvolle … weiterlesen
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Adolf Hitlers Mein Kampf als Buch

Produktdetails

Titel: Adolf Hitlers Mein Kampf
Autor/en: Christian Zentner

ISBN: 3471665536
EAN: 9783471665534
Eine kommentierte Auswahl.
25. Auflage, Nachdruck.
List Paul Verlag

1. Juli 1991 - kartoniert - 256 Seiten

Beschreibung

Wer sich mit Hitler und dem Nationalsozialismus auseinandersetzen will und sich nicht allein mit Sekundärliteratur begnügen möchte, kommt nicht umhin, Auszüge von Mein Kampf im Originaltext nachzulesen. Christian Zentner hat eine verantwortungsvolle Auswahl von zentralen Passagen getroffen und diese kommentiert.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 08.06.2005

Der ewige Deutsche
Polen streitet über eine Neuausgabe von "Mein Kampf"

WARSCHAU, im Juni.

Nach der Wende erschien Hitlers "Mein Kampf" mindestens zweimal in polnischer Sprache. Das erste Mal 1992 in einer Übersetzung aus dem Englischen, das zweite Mal in diesem Jahr. Beide Publikationen stellen eine stark gekürzte Fassung des Originals dar, doch in keiner von ihnen ist dies vermerkt. Von den fast achthundert Seiten sind etwa ein Drittel beziehungsweise ein Viertel verblieben. Nach welchen Prinzipien die Auswahl erfolgte, ist schwer auszumachen, ja scheint eher willkürlich zu sein. Oft fehlen gerade die nationalistischsten Sätze Hitlers, etwa die am Ende des elften Kapitels des ersten Buches, daß es gelte, einen germanischen Staat deutscher Nation zu schaffen.

Vor einigen Wochen hat die Staatsanwaltschaft in Breslau den Verkauf der Übertragung aus dem Deutschen verboten, da die Verbreitung von faschistischen Inhalten nach dem Paragraph 256 des polnischen Strafgesetzbuches untersagt ist und es Probleme mit der Lizenz gäbe. Die Autorenrechte nimmt die bayerische Landesregierung für sich in Anspruch. Der Fall ist aber noch nicht letztinstanzlich entschieden.

Es gibt seither eine lebhafte Diskussion im Internet, ob man dieses Verbot aufrechterhalten solle. Die meisten sind der Ansicht, daß es keinen Sinn habe, denn der Inhalt des Buches sei langweilig und er könne auch niemanden mehr ansprechen. Außerdem würde man die Bücher anderer großer Staatsverbrecher wie Mao Tse-tung, Lenin oder Stalin ja auch nicht verbieten. Einige Witzbolde schlugen vor, das Vorwort möge Roman Giertych schreiben, ein nationalistisch gesinnter polnischer Politiker, der an der Spitze der Liga der polnischen Familien (LPR) steht und die EU-Mitgliedschaft Polens für eine Katastrophe hält.

Höchst interessant ist allerdings das Vorwort zu der neuen Übersetzung. Es stammt aus der Feder von Bogdan Michalski, der einen Lehrstuhl für Journalistik an der Warschauer Universität innehat. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen sagt er, daß die Übersetzung ohne Fußnoten erscheinen wird, denn die vielen Erläuterungen und ausgebauten Anmerkungsapparate seien eine deutsche Plage. Der Leser möge sich doch selber ein Bild machen. Die Bedeutung des Hitlerschen Werkes versucht er zu mindern, indem er darauf verweist, daß es Radikaleres gegeben habe. Einige Thesen Hitlers entbehrten übrigens nicht einer "gewissen Dosis gesunden Menschenverstandes", zum Beispiel jene, daß die "Bauern als Eigentümer von Grund und Boden ein stabilisierenderes ethnographisches Element darstellen als die Stadtbewohner, sie seien weniger für eine Rassenmischung anfällig".

Direkte Bezüge zu Polen finde man in "Mein Kampf" nicht, konstatiert Michalski, aber es gäbe den ewigen Drang der Deutschen nach Osten, der Hitlers Lebensraumkonzept eingeschrieben sei. Die Polen als der unmittelbare östliche Nachbar müssen dem daher als erste zum Opfer fallen. Es sei dagegen nicht ausgemacht, daß Hitler tatsächlich den Holocaust und nicht lediglich die Vertreibung der Juden aus Europa angestrebt habe. Sein Antisemitismus ergebe sich aus seiner Rassendoktrin, der zufolge er "zahlreiche positive Eigenschaften der Juden anerkenne", wodurch sie zu Hauptkonkurrenten derjenigen werden, die die Weltherrschaft anstreben, das heißt der Arier. Und darauf folgen wieder Sätze Michalskis: "Der Widerwille der Deutschen den Juden gegenüber hatte in den zwanziger Jahren in großem Maße ökonomische Gründe und solche der Abrechnung. Die Juden haben während des Krieges den Einsatz an der Front gemieden, und wenn sie schon Armeedienst leisten mußten, sind sie in die Verwaltung oder Intendantur gegangen. Viele sind durch den Krieg (zum Beispiel durch Lieferungen an das Heer, die Industrie) zu Vermögen gelangt. Insgesamt gestaltete sich die ökonomische Lage der Juden relativ besser als die der hungernden deutschen Mehrheit. Unabhängig davon erlangten die Juden - vor allem in Österreich - einen enormen Einfluß an den Hochschulen und in der Kultur sowie in den freien Berufen (vor allem Ärzte und Advokaten)."

Nach Michalski sollten die Studenten der Geschichte und Politologie "Mein Kampf" lesen, um sich klarzumachen, wie sich die Deutschen nach einer Herrschaft über die anderen Völker sehnen. Diese Sehnsucht sei auch nach 1945 noch lebendig geblieben, was aus dem Streben Deutschlands zu ersehen sei, einen festen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu erlangen. Durch die Kenntnis von "Mein Kampf" werde die Deutschlandkunde in Polen erheblich vertieft. Leider gäbe es noch kein Werk, in dem das Buch mit Hitlers Reden verglichen werde. Dies wäre interessanter als das "psychoanalytische Gestammel in den Vereinigten Staaten zum Thema von Hitlers Persönlichkeit".

Bei der Lektüre all dieser Ausführungen traut man seinen Augen nicht. Sinnigerweise gilt Michalski als Spezialist für Presse- und Autorenrecht. In den achtziger Jahren hat er das Jaruzelski-Regime und die Zensur verteidigt (noch im Februar 1989 konnte er sich ihre Aufhebung nicht vorstellen). 1995 wirkte er an dem Entwurf eines neuen Pressegesetzes mit, der von der populistischen Partei Andrzej Leppers, der "Samoobrona" (Selbstverteidigung), eingebracht wurde. Danach hätte ein Journalist als solcher nur tätig sein dürfen, wenn er dazu eine Erlaubnis von einer besonderen Kommission bekommen hätte. (Dieser Kommission hätte wahrscheinlich Michalski vorstehen wollen.) Nun verbreitete derselbe Autor antisemitisches (und überdies deutschfeindliches) Gedankengut als "Kommentar" zu "Mein Kampf". Das endgültige Verbot dieses Buchs wäre somit doppelt gerechtfertigt.

KAROL SAUERLAND

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