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Das Labyrinth des Fauns

Originaltitel: The Labyrinth of the Faun. Empfohlen ab 14 Jahre. 2. Auflage.
Buch (gebunden)
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Der neue Roman von Cornelia Funke - poetisch, sprachgewaltig, monumental

Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofel … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Labyrinth des Fauns
Autor/en: Cornelia Funke, Guillermo del Toro

ISBN: 3737356661
EAN: 9783737356664
Originaltitel: The Labyrinth of the Faun.
Empfohlen ab 14 Jahre.
2. Auflage.
Illustriert von Allen Williams
Übersetzt von Tobias Schnettler
FISCHER Sauerländer

2. Juli 2019 - gebunden - 317 Seiten

Beschreibung

Der neue Roman von Cornelia Funke - poetisch, sprachgewaltig, monumental

Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen.
Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?

Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.

Portrait

Cornelia Funke, geboren 1958, zählt zu den international erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Das US-Magazin »Time« wählte sie zu einem der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres 2005, das ZDF kürte sie 2007 zu einer der 50 »Besten Deutschen Frauen«. Für ihre Bücher wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Cornelia Funke lebt in Malibu, Kalifornien.

Pressestimmen

[...] ein absolutes Highlight, wenn nicht DAS Highlight des Jahres 2019! Shaaniels BookWorld 20190720
Bewertungen unserer Kunden
von Ein Hauch von Bücherwind - 19.08.2019
Ein Buch, das die Fantasie anregt. Der Schreibstil ist schon etwas speziell meiner Meinung nach, aber nach einigen Seiten gewöhnt man sich daran. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurzgehalten und die eigentliche Geschichte wird immer wieder durch Geschichten vergangener Tage unterbrochen, die sich nach und nach zusammenfügen. Die Stimmung war düsterer und ernster als ich es erwartet habe, ich hätte mir gewünscht, dass Ofelia manchmal etwas kindlicher und aufgeweckter gewesen wäre, um wenigsten ab und zu ein bisschen die Spannung zu lösen. Ich habe selten ein so fantasievolles Buch gelesen, das sich durch den einzigartigen Schreibstil und den wunderschönen Illustrationen sehr von anderen Büchern unterscheidet und so zu etwas ganz Besonderem wird.
Leider kein Buch für mich, meine Erwartungen waren ganz anders
von schafswolke - 15.08.2019
Wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Ich habe schon ein paar Bücher von Cornelia Funke gelesen und wusste, dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Ich gebe zu, dass ich mich im Vorfeld gar nicht groß über das Buch informiert habe, allerdings hätten die Informationen auch nicht vom unbedingt-lesen-wollen abgehalten und so ist es ja letztendlich auch egal. Cornelia Funke hat hier ein Buch zum Film von Guillermo del Toros Pans Labyrinth geschrieben. Der Film kam 2007 in die deutschen Kinos, allerdings kenne ich den Film nicht. Das Buch spielt in Spanien in Jahr 1944. Ofelia zieht mit ihrer schwangeren Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Ihr Stiefvater ist sehr brutal und so flüchtet sich Ofelia in eine andere Welt. Sie trifft auf einen Faun, der ihr drei Aufgaben stellt, denn der Faun hält Ofelia für eine Prinzessin. Von Beginn an ist das Buch recht dunkel gehalten. Ofelia wirkt, wie ein ungeliebtes Mädchen, dass sich in ein neues Leben einfinden muss. Ihr Stiefvater Vidal ist brutal und schreckt auch vor Schlägen und Folter nicht zurück. Es wird überwiegend aus der Sicht von Ofelia erzählt, aber es gibt auch noch andere Perspektiven. Dazu gibt es noch eine Geschichte in der Geschichte, die ergibt sich dann stückchenweise. Ich habe mit einer eher magischen Geschichte für Jugendliche gerechnet. Ob Das Labyrinth des Fauns nun etwas für Jugendliche ist, darüber kann man bestimmt streiten, da man die ja nicht alle über Kamm scheren kann, wird es wohl mühselig. Ich kann nur für mich sprechen. Mir hat das Buch als Erwachsene nicht gefallen und es wäre für mich als Jugendliche auch nichts gewesen. Ich lese ja auch gerne historische Romane und da wird auch mal gefoltert bzw. es ist etwas rauer, so auch hier, hier passt es für mich aber nicht. Über den Schreibstil kann ich nicht meckern, das Buch lässt sich flüssig lesen, aber es hat mich an keiner Stelle gefesselt oder berührt, ich fand es einfach nur merkwürdig. Ich wollte es auch schon abbrechen, aber da ich ja wissen wollte, wie es letztendlich ausgeht, habe ich mich fürs weiterlesen entschieden. Für mich war es leider nicht das richtige Buch. Es war mir alles zu düster, mysteriös und diffus. Ich bin hier nicht überzeugt zurückgeblieben und gebe 2 Sterne.
Von phantastischen Welten verführt
von bootedKat - 04.08.2019
1944 befindet sich Spanien nicht nur im Zweiten Weltkrieg, auch das Franco-Regime prägt das Land. Faschisten und Regimegegner liefern sich erbitterte Kämpfe. In dieser Zeit zieht Ofelia mit ihrer Mutter, die nach dem Tod von Ofelias Vater erneut geheiratet hat, in eine Mühle in den Bergen. Der neue Mann ihrer Mutter, ein Hauptmann und Anhänger Francos, hat die Mühle zu seinem Hauptquartier gemacht, von dem aus er Jagd auf Rebellen macht. Ofelia verabscheut den grausamen und brutal agierenden Mann und sucht schon bald immer wieder Zuflucht in ihren Büchern und im umliegenden Wald, wo sie auf einen Faun trifft, der ihr nacheinander drei Aufgaben stellt. Kann sie diese erfolgreich lösen, ist sie die lange verschollene Prinzessin eines verborgenen Reiches. Aber bereits nach der ersten Aufgabe ist Ofelia stärker mit der phantastischen Welt, die der Faun ihr eröffnet, verbunden, als sie es sich hätte erträumen können. "Pans Labyrinth" ist wohl einer der bekanntesten Filme von Guillermo del Toro, Cornelia Funke eine der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen mit einem Faible für Märchen. Und tatsächlich ist "Das Labyrinth des Fauns" ein modernes Märchen - und eine Novelle mit Rahmen- und Binnenhandlung. Mit "Vor langer, langer Zeit" und "Es war einmal" fangen die beiden Handlungsstränge an, deren Zusammenhang sich erst im Laufe der Erzählung eröffnet. Aber auch die drei Aufgaben, die verschwundene Prinzessin, die Mühle im Wald und die Figur des Fauns sorgen ebenfalls für Märchenatmosphäre. Ein weiteres Element sind die Bücher, die mit den Märchen in fremde Welten entführen. Auch, wenn Ofelia eine verschwundene Prinzessin sein soll, gibt es weder einen Prinzen, noch ein echtes Happy-End. Tatsächlich ist die Geschichte ein eher düsteres Märchen, was sich nicht nur durch die dunkle Grundstimmung und die Beschreibung der Handlungsorte niederschlägt, sondern auch in der Beschreibung rabenschwarzer menschlicher Abgründe. Auch wenn die eigentliche Gewalt nicht explizit beschrieben wird, reichen die Andeutungen vollkommen aus, um sich lebhaft ausmalen zu können, was in den entsprechenden Szenen passiert. Über allem steht aber Cornelia Funkes meisterhafte Art zu erzählen - auch wenn es diesmal auf Englisch und damit in der Sprache ihrer Wahlheimat ist. Phantastisches wie Grausamkeiten werden dadurch in ein fast schon zu elegantes Gewand gekleidet, das den Reiz der Geschichte zu großen Teilen ausmacht. Genau, wie die in der Erzählung beschriebenen Bücher führt damit auch "Das Labyrinth des Faun" in eine fremde Welt. Inwiefern sich ein Buch, das von anderen Büchern erzählt, die die Flucht vom Alltag ermöglichen, auf eine Metaebene begibt, bleibt dann wohl der Beurteilung der Leser überlassen.
von Mine_B - 31.07.2019
Das neuste Werk von der Autorin Cornelia Funke "Das Labyrinth des Fauns" konnte sofort mein Interesse wecken, habe ich doch unter anderem ihre Tintenwelt- Reihe geliebt. Es ist ohne Vorkenntnisse gut und verständlich lesbar, auch wenn man die Filmvorlage nicht kennt. Auf der einen Seite war ich total neugierig auf dieses Buch. Zum einen, weil mir der Name Cornelia Funke durchaus etwas sagt. Vor allem ihre Tintenwelt- Reihe finde ich großartig, aber auch andere Werke aus ihrer Feder finde ich sehr gelungen. Zum anderen kenne ich die Filmvorlage "Pans Labyrinth" und war sehr auf die Buchumsetzung gespannt. Auf der anderen Seite war ich voller Bedenken, kenne ich doch die Atmosphäre und die Geschichte des Films dazu. Ich konnte mir leider nicht richtig vorstellen, dass dies ein typischer Funke- Roman werden konnte, dass dies zu ihrer Art des Geschichtenerzählens passen könnte. Daher war ich voller Bangen und Vorfreude auf dieses Buch. Aufgewertet wird dieses Buch noch durch die aufwendige Gestaltung. Die Schwarz- Weiß- Zeichnungen lassen einen nochmal tiefer in die Geschichte hinab tauchen. Funke konnte mich auch diesmal wieder mit ihrem bildhaften, teilweise recht poetischen Schreibstil überzeugen. Dieser passt sehr gut zu den fantastischen Elementen des Buches. Er hat Bilder in meinem Kopf entstehen lassen und mich die eine oder andere Szene aus dem Film nochmal anders sehen lassen. Die Atmosphäre ist düster gehalten. Man steigt in eine Welt voller Gräueltaten und Gewalt ein. Hier wird nichts schöngezeichnet. Man befindet sich im Krieg, in einer Welt voller Soldaten, die Blut sehen wollen. Mir hat es zugesagt, dass Funke hier nichts beschönigt hat, dass sie die Brutalität des Krieges und auch die blutigen und gewaltvollen Seiten dargestellt hat, ohne diese zu überspitzen. Dadurch wird eine beklemmende Atmosphäre erschaffen, die trostlos und auch hoffnungslos wirkt. Gut gefallen hat mir auch der gekonnte Spagat zwischen Realität und den fantastischen Elementen. Diese werden gekonnt miteinander verwoben, zusammen ergeben sie ein rundes Bild. Die eine Seite könnte nicht ohne die andere erzählt werden, sie ergänzen sich und machen somit das Gesamtbild komplett. Funke hält sich im Buch recht nah an die Filmvorlage. Es gibt wenige Abwandlungen, zumindest sind mir persönlich kaum welche aufgefallen, aber bei mir liegt das Sehen des Filmes auch schon etwas zurück. Ergänzt wird die Handlung durch kleine Erzählungen an den Kapitelanfängen. Diese sind sowohl für die fantastischen Elemente als auch für die Realität relevant. Ich finde, dass in diesen kleinen Geschichten das Erzähltalent von Funke erst richtig zur Geltung kommt. Sie sind poetisch geschrieben und mit dessen Hilfe wird gekonnt der Bogen gespannt. Gewisse Elemente aus der Handlung ergeben dadurch mehr Sinn, manche Situationen lassen sich besser bewerten. Mir haben sie gut gefallen und ich hätte mir hiervon sogar noch etwas mehr gewünscht. Auch die Charakterdarstellungen fand ich gekonnt. Besonders Hauptmann Vidal kommt meiner Meinung gut rüber. Er ist gekonnt als Gegenpart dargestellt, ohne zu klischeehaft zu wirken. Er ist vielschichtig gezeichnet, klug und grausam. Seine brutale Ader wird gut dargestellt. Als Bösewicht der Geschichte konnte er mich überzeugen. Ofelia hat mir auch gut gefallen, wobei sie mir teilweise etwas naiv rüberkam. Sie ist zwar noch ein Kind, welches an das Fantastische glaubt, sollte sich aber dennoch der Tragweite der Aufgaben bewusst sein. Mir hat manchmal eine gewisse Ernsthaftigkeit gefehlt oder auch ein bisschen mehr Bedacht von Ofelias Seite. Manchmal hätte ich mir mehr Details oder auch Tiefe gewünscht. Vielleicht auch mal eine kleine Abänderung zum Film, wobei ich nicht weiß, wie die Vereinbarungen zwischen Guillermo del Toro und Cornelia Funke waren. Ich hätte mir einfach ein bisschen mehr gewünscht als nur eine schriftliche Form des Filmes. Insgesamt hat mir "Das Labyrinth des Fauns" gut gefallen. Auch wenn ich leider nicht vollständig in diese düstere Welt abtauchen konnte und meiner Meinung nach hat das gewisse Etwas gefehlt. Aufgrund kleinerer Anmerkungen von meiner Seite möchte ich 4 Sterne vergeben.
ein ganz nettes Buch
von mymagicalbookwonderland - 26.07.2019
Rezension Buchname: Das Labyrinth des Fauns Autoren: Cornelia Funke und Guillermo del Toro Seiten: 320 (Print) Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1. (2. Juli 2019) Sterne: 4 Cover: Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen Buchstaben im mittleren Bereich. Man kann auf den Seiten Bäume erkennen, ein Mädchen in der Mitte und ganz viele Fantasywesen. Und das Cover wurde in dunklem Blau gestaltet... Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend. Klappentext: (aus Amazon übernommen) Der neue Roman von Cornelia Funke - poetisch, sprachgewaltig, monumental Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen? Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann. Schreibstil: Der Schreibstil der Autoren ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich. Das Buch wurde aus der Erzzählsicht. geschrieben. Charaktere: Die Hauptprotagonistin ist Ofelia. Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Desweitern gibt es noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charakter sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen. Meinung: !!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!! Mir persönlich hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Allerdings fande ich es teilweise schon sehr düster und sehr brutal. Ich würde es jetzt nicht empfehlen Kindern zu lesen. Die Geschichte ist eigentlich mehr ein dunkles und düsteres Märchen für Erwachsene. Ich habe das Buch teilweise gelesen und teilweise gehört. Der Hörbuchsprecher war echt klasse. Ein tolles Hörerlebnis. Ok so neu ist die Geschichte nicht, denn wer "Pans Labyrinth" kennt, braucht das Buch ehrlich gesagt nicht mehr lesen. Der Film ist gut bzw das Buch wurde sehr gut nacherzählt. Da ich den Film schon vor Ewigkeiten einmal geschaut habe, konnte ich mich nicht mehr ganz so an den Inhalt erinnern. Ich vergesse so was immer ganz schnell ;) Ich hatte ein paar wirklich sehr schöne und spannende Lesestunden und auch Hörstunden. Von mir bekommt das Buch klare 4 Sterne und eine Leseempfehlung. Da ich noch so in der Welt rund um Ofelia gefangen bin, werde ich mir jetzt noch mal den Film reinziehen.
Im Labyrinth
von Anonym - 25.07.2019
Das Labyrinth des Fauns Ofelia fährt mit ihrer Mutter in Spaniens Berge. Ihre Mutter ist hochschwanger und auf dem Weg zu dem Vater des Ungeborenen - Einem Offizier, der mit seiner Truppe Jagd auf die Rebellen macht. Ofelia entdeckt den Zauber der Berge - und bald stellt sie ein Pan vor drei Aufgaben, die sie zu lösen hat. Eines vorn Weg. Ich liebe Guillermo del Torros meisterhaften Film heiß und innig. Mit jedem düsterem Winkel. Deshalb habe ich gezögert, ob ich das dazugehörige Buch lesen soll oder eben nicht. Es wurde auf der Basis des Filmes geschrieben, und der Film entstand nicht aus dem Buch heraus. Letztendlich bin ich froh, doch in das Buch abgetaucht zu sein. Es ließ mich die Geschichte noch einmal erleben und hat mir Lust gemacht, den Film wieder in meinen Player zu werfen. Ich hatte während des Lesens durchweg das Gefühl, ein typisches Funke-Buch vor mir zu haben. Düstere Elemente waren zwar vertreten (wer den Film kennt, weiß wovon ich rede), aber ich hatte ebenso das Gefühl, dass sich der Stoff nicht wirklich eignet für das typische Funke-Feeling. Die Autorin behält den Handlungsfaden durchweg bei, er zieht sich wie ein Faden durch das Buch, sodass ich beinahe schon im Vorhinein wusste, was die Figur sagen würde oder wie sie sich entscheiden würde. Okey, das hört sich jetzt schlecht an, oder? Das alles tat dem Lesegenuss keinen Abbruch, keineswegs. Die Sprache ist poetisch und ich liebe die Geschichte rund um den Faun und Ofelia und die Aufgaben, die sie erwarten. Auch fieberte ich mit den Rebellen mit und war betrübt, bei den düsteren Gedanken, die manche hegten. Alles in allem war es ein solides Buch, um eine wunderbare Geschichte, die im Filmuniversum ihres Gleichen sucht. Nun noch zu den beiden Dingen, die mir persönlich aufgefallen sind: Zunächst einmal die Perspektive: Eigentlich ist es üblich, die Point of View dann zu wechseln, wenn es nötig ist und dies kenntlich zu machen durch einen Absatz o.ä. - bei Cornelia Funke war es jedoch so, dass ihre Perspektivwechsel fließend erfolgten: Mal waren wir zu Gast in Ofelias Kopf, nur um dann rasch wieder an den Gedanken ihrer Mutter teilzuhaben. Ich konnte mich bis zum Schluss nicht entscheiden, ob ich diesen Schachzug genial oder störend finden sollte. Ich glaube, von allem ein bisschen. Gibt es das auch? Die "Märchen" in dem Buch waren wiederum tolle Ergänzungen zur eigentlichen Geschichte. Sie wurden eingestreut und erzählten Mal von einem Buchmacher oder einer Taschenuhr. Am Ende fügte sich das Ganze natürlich passgenau in die Geschichte ein und gab meinem kleinen Herz ein wenig mehr Einblick in die Welt, die ich so liebe. Natürlich, eine brutale, grauenerregende Welt - jedoch mit Schlupfwinkeln für mutige Mädchen, die zu träumen wagen. Ich gebe diesem Buch vier Punkte. Wieso nur vier? Nun - wirklich abholen konnte mich das Buch nicht. Es war schön, keine Frage. Aber Funke hat bessere Bücher geschrieben und für mich fehlen dem Buch die kleinen Ecken, Kanten und Anspielung, die den Film für mich zu einem Meisterwerk machen.
Sehr ergreifende Geschichte.
von Fabian - 25.07.2019
Wow. Dieses Buch hat mich ergriffen. Den Film Pans Labyrinth habe ich noch nicht gesehen und konnte daher vollkommen unvoreingenommen in dieses Buch eintauchen. Zuerst hat mich die Gestaltung des Buches berührt. Ich fühlte mich als würde ich mich in ein wunderbares Märchen wagen. Da ich mich nicht im Voraus mit der Geschichte beschäftigt habe, war ich auch etwas überrascht über das Setting. Und mein Gedanke, dass man dieses Buch als Gute-Nacht-Geschichte vorlesen könnte, wurde immer mehr aufgelöst. Dachte ich doch ursprünglich, dass ich mich auf eine Geschichte für Kinder einlasse, wurde jedes Kapitel intensiver und dramatischer.
Düsteres, pessimistisches Märchen für Erwachsene
von anushka - 23.07.2019
Spanien, 1944: Als Ofelia die Mühle im Wald und den neuen Mann ihrer Mutter erreicht, ahnt sie schon Schreckliches. Ihre Mutter hätte diese Reise in ihrem Zustand nie antreten dürfen, doch Hauptmann Vidal aus Francos Armee bestand darauf, da Ofelias Mutter mit seinem Sohn schwanger ist. Nun sitzen sie also mit ihm und seinen Männern in einem Wald, in dem sich Widerstandskämpfer verstecken, die vom Hauptmann gnadenlos gejagt werden. Doch das ist noch nicht alles. Ofelia steht plötzlich einem phantastischen Wesen gegenüber: einem Faun. Dieser behauptet, Ofelia sei die lang gesuchte Prinzessin des Königreichs unter der Erde und sie müsse 3 Prüfungen bestehen, um dorthin zurückkehren zu können. Doch würde Ofelia das überhaupt wollen, selbst wenn es wahr wäre? Immer tiefer gerät sie hinein in diese phantastische Welt, die fast schon eine Flucht wird vor der immer grausamer werdenden realen Welt ... Das Labyrinth des Faun hat mich tief hineingezogen in die Phantasiewelt zweier Autoren, die sich hier über Kontinente hinweg zusammengetan haben. Es handelt sich wohl um das Buch zum Film Pans Labyrinth . Wie gut es sich an den Film hält, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn nicht gesehen habe. Für sich selbst macht das Buch auf jeden Fall einen sehr starken Eindruck. Die Bilder sind sehr szenisch und man hat tatsächlich einen Film vor dem inneren Auge. Nicht selten kann man magischen Traum und surrealen Albtraum kaum auseinander halten in diesem Werk des magischen Realismus und fühlt sich mittendrin, auch wenn das oft eher beängstigend als magisch ist. Denn gerade die Szenen in der Realität sind oft sehr brutal: da wird gefoltert, misshandelt und gemordet, ohne mit der Wimper zu zucken. Aber auch die eingestreuten Märchen und Prüfungen sind nicht weniger blutrünstig und gruselig. So entsteht ein wirklich überzeugendes, sehr ungewöhnliches düsteres Märchen für Erwachsene, aber meiner Meinung nach keinesfalls für Jugendliche unter 16 Jahren. Die Grenzen verschwimmen und manches Mal scheint Vidal eher der Unterwelt und dem Reich des Faun entsprungen als ein Mensch zu sein. Das Buch enthält eine klare Gesellschaftskritik der Franco-Ära, die gut mit der Grundstimmung des Buches verwoben wird, aber es geht eben dabei auch auf die unmenschliche Behandlung der Bevölkerung und der Widerstandskämpfer ein, in Form eines sadistischen Kommandanten. Um dieser Welt zu entfliehen hinterfragt Ofelia die Existenz eines Fauns erst gar nicht und flüchtet sich immer wieder in den Wald, in der Hoffnung, die Aufgaben erfüllen zu können und als Prinzessin in das Reich unter der Erde wiederkehren zu können. Dabei kam mir Ofelia jünger vor, als sie angeblich war. Von ihrem Wesen und Verhalten her hätte ich sie auf zehn geschätzt, nicht auf 13. Dieses eher kindliche Mädchen vor Augen zu haben hat den Lesefluss jedoch nicht gestört und es hat sich gut in das düstere Märchen eingepasst, sodass man immer wieder auch Angst um die traurige Ofelia spürt, die sich lieber einem Kinderfresser stellt als in der realen Welt dem Hauptmann begegnet. Das Buch ist sehr aufwendig gestaltet und macht einen fantastischen Eindruck, der zusammen mit dem Leseerlebnis noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht zuletzt natürlich auch die absolut düstere und hoffnungslose Grundstimmung, die sich auch bis zum Schluss durch das Buch zieht. Auch wenn ich durch das Buch förmlich hindurch geflogen bin und mich gut auf dieses Märchen einlassen konnte, die Sätze aufgesogen und mich immer wieder wohlig gegruselt habe ... ein Buch für Jugendliche unter 16 ist dies auf keinen Fall und da finde ich schade, dass es genau für diese Zielgruppe so angepriesen wird (so zumindest ist mein Eindruck und auch die Aufmachung legt dies nahe).
Ofelias Flucht vor dem Horror des spanischen Militärs
von Christina P. - 22.07.2019
Das Labyrinth des Fauns ist das Buch zum Film Pans Labyrinth (El Laberinto del Fauno) von Guillermo del Toro aus dem Jahr 2006, welches Cornelia Funke auf dessen Bitte hin verfasste. Entsprechend nah hält sich dieses Buch an das Original. Neu sind die von der Autorin erdachten Kapitel einer Legende, auf der Ofelias Geschichte basiert und die geschickt mit der Realität kombiniert werden. Ofelia ist eine 13-jährige Schneiderstochter, deren verwitwete Mutter neu geheiratet hat und nun hochschwanger mit ihrer Tochter zu ihrem Gatten Capitan Vidal zu dessen aktuellen Einsatzort im Wald fährt. Dort hat es sich der Militäroffizier im franco-faschistischen Spanien des Jahres 1944 zum Ziel gemacht, die Gegner des Regimes auszurotten. Schnell erkennt Ofelia die Brutalität, welche ihrem neuen Stiefvater innewohnt. Vor dem Schrecken flüchtet Ofelia in eine Fantasiewelt, welche ihr völlig real scheint: Sie begegnet einem Faun, welcher ihr eröffnet, die lang verschollene Prinzessin der Unterwelt zu sein. Doch bevor Euch erlaubt wird, in sein Königreich zurückzukehren, müssen wir sicherstellen, dass Euer Wesen unverändert ist und Ihr nicht zu einer Sterblichen geworden seid. (Zitat S. 62/63) Wie bereits erwähnt, hält sich das Buch sehr ans Original. Der Film ist ab 16, düster und brutal. Das Buch ist ab 14 und macht die Schrecken der Erwachsenen deutlich, ohne allzu übermäßig ins Detail zu gehen. Der meiste Horror geschieht im Kopf, vieles wird eher angedeutet, wobei das bekannte augenlose Monster im Buch sogar relativ harmlos wirkte. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines allwissenden Erzählers. Dadurch erhält man z. B. beim Lesen ein wenig Einblick in Vidals Charakter. Sehr schön ist auch die Legende des dortigen Ortes rund um das Labyrinth, welche auf mehrere Kaiptel verteilt im Buch vorkommt und durch einige Details die Erzählung wunderbar ergänzt. Wir alle erschaffen uns unsere eigenen Märchen. (Zitat S. 73) Ofelias Abenteuer sind so geschickt in die Realität eingebettet, dass man nicht immer eindeutig sicher sein kann, wann sie vor dem Horror der Realität in ihre Fantasiewelt flüchtet und welche ihrer Erlebnisse real sind. Mehrere Male verschwimmen die Grenzen, um anschließend mit der gnadenlosen Brutalität der Wirklichkeit über einen hereinzufallen. Sehr schön haben mir auch die Erlebnisse der Erwachsenen gefallen, allen voran die der Widerstandkämpfer, welche in den Wäldern ums Überleben kämpfen und unter Vidals Augen verborgen heimlich Hilfe erhalten. Doch die Menschen hören nicht, was die Bäume sagen. Sie haben vergessen, wie man den Dingen der Wildnis lauscht (Zitat S. 118) Ihren Schreibstil hat die Autorin wunderbar der Erzählung angepasst. Mal ein wenig märchenhaft, mal auf eventuell drohende Ereignisse anspielend. Hin und wieder Andeutungen, dass Gegenstände magische Eigenschaften aus der Legende besitzen könnten. Die Wortwahl ist angemessen gewählt, auf lange Beschreibungen hat sie verzichtet, um nicht allzu lange auf der Stelle zu treten. Auf diese Weise geht es im Roman zügig voran. Und das Ende ist entsprechend gestaltet, dass jeder Leser für sich entscheiden kann, wo für ihn die Wahrheit von Ofelias Erlebnissen liegt.
Grausam und düster
von leseratte1310 - 20.07.2019
Es ist eine Weile her, dass Ofelias geleibter Vater gestorben ist. Inzwischen hat die Mutter eine neue Beziehung und ist schwanger. Mit Ofelia zieht sie in die Berge, wo ihr neues Zuhause sein wird. Ofelias Stiefvater, Capitán Vidal, ist ein grausamer Mann, dem es Vergnügen bereitet, die Widerstandkämpfer im Spanien des Jahres 1944 zu jagen und auszuschalten. Das Mädchen flüchtet in die Traumwelt ihrer Märchenbücher, um der düsteren Atmosphäre der Mühle zu entfliehen. In der Nähe der Mühle ist ein Labyrinth, das Ofelia erkunden möchte. Dort begegnet sie einem Faun. Er sieht in ihr eine lange verloren geglaubte Prinzessin. Daher stellt er ihr Aufgaben, die Ofelia bestehen muss, um zu beweisen, dass sie diese Prinzessin ist. Inspiriert von Guillermo del Toros Werk "Pans Labyrinth" hat die Bestsellerautorin Cornelia Funke eine phantastische Welt erschaffen, die faszinierend und grausam zugleich ist. Ich kann dieses Buch nicht mit dem Film vergleichen, da ich ihn nicht kenne. Ich lese auch sehr selten Fantasy-Romane, doch das Buch hat mich angezogen. Der gut zu lesende Schreibstil ist bildhaft und sehr poetisch. Die Charaktere sind interessant und gut dargestellt. Ofelias Mutter ist eine schwache Frau, die bei dem imposanten Mann halt sucht. Doch der verliert schnell das Interesse an ihr, nur der ungeborene Sohn interessiert ihn noch. Er ist grausam und ihm bereitet es Vergnügen, andere Menschen zu quälen. Ofelia entflieht der bedrückenden Atmosphäre des Hauses und gerät in diese magische Welt. Doch wird es ihr gelingen, die Aufgaben zu erfüllen, die ihr abverlangt werden? Zum Glück gibt es da Mercedes, die als Haushälterin für Vidal arbeitet, weil sie die Rebellen unterstützen will, zu denen auch ihr Bruder gehört. Sie kümmert sich um Ofelia. Die Atmosphäre in dieser Geschichte ist unheilvoll und düster und es geht ziemlich brutal zu. Darauf sollte man sich beim Lesen einstellen, doch ich will nicht zu viel verraten. Das Buch ist sehr schön gestaltet, das beginnt bereits mit dem Cover. Eine sehr fantasievolle Geschichte, die mir aber zu grausam war.
Eine großartiges, düsteres Märchen, das der Filmvorlage gerecht wird. Nicht für
von Bücherbrunnenkobold - 18.07.2019
Da ich Guillermo del Toros Film bereits kenne und sehr mag, wusste ich bei diesem Buch ziemlich genau was auf mich zukommt. Allen, die den Film nicht gesehen haben sei gesagt: Es ist keine Kindergeschichte! Film wie auch Buch sind von einer düsteren Atmosphäre geprägt, es gibt richtig unheimliche Szenen und detailreiche Gewaltdarstellungen. Deutlich spürbar sind Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Kein fröhliches Buch. Damit komme ich auch gleich zu meinem ersten Kritikpunkt: Das Buch wird ab 14 Jahren empfohlen, was ich völlig unpassend finde. Der Film ist ab 16 und das finde ich offengestanden schon knapp. Warum ich das so sehe, erkläre ich am Ende, da ich Spoiler mitten im Text vermeiden will. Jetzt aber zu meiner Meinung über das Buch selbst: Ich liebe düstere Geschichten, weswegen ich inhaltlich nichts auszusetzen habe. Die Verbindung von realem Schauplatz mit historischer Grundlage und Fantasy finde ich hier besonders gelungen. Cornelia Funkes Schreibstil mag ich sehr. Er ist anschaulich und von zauberhaften Metaphern geprägt. Sie versteht es, Spannung aufzubauen und den/die Leser*in zu fesseln. Obwohl ich die Handlung bereits aus dem Film kannte, klebte ich förmlich an den Seiten. Was meinen Lesefluss aber immer wieder gestört hat, war die Wahl der Erzählperspektive. "Der Erzähler" ist hier nämlich allwissend und bietet daher auch Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt fast aller Figuren. Mich hat es oft irritiert, in einer Szene mit mehreren Figuren mitfühlen zu "müssen" und es hinderte mich daran, zu den einzelnen Figuren sozusagen eine Beziehung aufzubauen. Was mir hingegen sehr gefiel, waren die Geschichten, die als "Zwischenkapitel" eingefügt wurden, die es - soweit ich mich erinnern kann - im Film nicht gibt. In diesen wird immer eine Art Legende erzählt, die sich nicht auf die aktuelle Handlung bezieht, aber über Umwege doch irgendetwas damit zu tun hat. Das fühlt sich beim Lesen so an, als würde man sich mit einer Vorgeschichte befassen und Geheimnisse lüften, so dass man die Zusammenhänge besser versteht. Anmerken möchte ich noch, dass ich den Preis unangemessen hoch finde. Zwanzig Euro für ein Hardcover mag ja als normal gelten, aber knapp siebzehn Euro für ein Ebook mit weniger als 400 Seiten finde ich zu viel. Das Labyrinth des Fauns ist eine wunderschöne, traurige Geschichte mit Tiefgang, die genau nach meinen Geschmack trifft. Einen Stern ziehe ich ab wegen der Erzählperspektive, mit der ich mich nicht anfreunden konnte, sowie der meiner Meinung nach unpassenden Altersempfehlung. !!!!!!ACHTUNG!!!!! Es folgen SPOILER! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Zu meiner Einschätzung der Altersempfehlung: Die im Buch wie auch im Film dargestellte Gewalt ist sehr anschaulich beschrieben. Vor allem finde ich aber die speziellen Motive unangemessen für Jugendliche. Zum einen wird Gewalt an Kindern dargestellt. Es gibt ein kinderfressendes Monster in dessen Behausung Bilder zu sehen sind, auf denen das Wesen Kinder mit Messern durchbohrt und auffrisst. Sofern man das Monster als (noch) menschlich betrachtet, hat man es also auch mit Kannibalismus zu tun. Angedeutet wird in einer späteren Szene, dass der Faun den neugeborenen Bruder Ofelias mit einem Dolch verletzen oder sogar töten will. Am Ende des Buchs wird Ofelia von ihrem Stiefvater ermordet. Zum anderen wird in mehreren Szenen dargestellt, wie sehr Hauptmann Vidal es genießt, Menschen zu quälen und zu töten. Folter wird deutlich beschrieben, aus Sicht von Opfer und Täter, und immer sind auch Vidals Emotionen, sein Sadismus, deutlich fühlbar. Selbst für mich als erwachsene Leserin war es beklemmend und verstörend, diese Freude am Quälen zu spüren. Ich persönlich habe gar nichts gegen diese Gewaltdarstellungen und bin es auch gewöhnt, mit menschlichen Abgründen konfrontiert zu werden, ich bin aber der Meinung, dass man Jugendliche diesen potenziell traumatisierenden Darstellungen nicht aussetzen sollte. Nicht wegen der Gewalt selbst, sondern wegen der emotionalen Bewertung des Ganzen, weil es nicht einfach nur ums Töten aus einer gewissen "Notwendigkeit" heraus geht, sondern darum, planvoll und mit Genuss jemanden zu entmenschlichen und vollständig zu vernichten. Zudem ist Cornelia Funke insbesondere als Kinderbuchautorin bekannt und es kann leicht der Eindruck entstehen, auch dieses Buch sei für Kinder geeignet. Gerade weil ein jüngeres Publikum (und dessen Eltern) die Autorin schätzt und ihr ein gewisses Vertrauen entgegen bringt, hätte ich mir eine deutliche Inhaltswarnung gewünscht oder zumindest eine aus meiner Sicht angemessenere Altersempfehlung.
Ein sehr düsteres Märchen
von Martin Schult - 13.07.2019
n der Zeit des fortgeschrittenen Zweiten Weltkrieges zieht Ofelia mit ihrer schwangeren Mutter zu ihrem neuen Steifvater. Das neue Zuhause behagt der jungen Ofelia überhaupt nicht, so dass sie sich gerne in dem dunklen umgebenden Wald zurückzieht. Hier begegnet sie einem mysteriösen Faun, der ihr drei Aufgaben stellt. Sollte es ihr gelingen diese zu lösen, wird sie die neue Prinzessin sein. Gleichzeitig wird dies zu einem Kampf zwischen Gut und Böse... Cornelia Funke ist als erfolgreiche Jugendbuchautorin fantastischer Bücher bekannt. Gerade ihre Tintenwelt-Trilogie konnte mich begeistern, so dass ich nun sehr gespannt auf ihr neues Werk war. Inspiriert wurde Cornelia Funke von der Idee und dem Film Pans Labyrinth des spanischen Regisseurs Guillermo del Toro. Sie hat dies nun in einen Fantasyroman umgewandelt und bedient sich in ihrer Erzählung vieler Stilmittel eines Märchens. Ihr fantasievoller und ausgeschmückter Schreibstil verleiht dem Buch einen eigenen Charme, ist dabei aber stets flüssig und einfach zu lesen. Typisch für ein Märchen unterscheidet sie hier deutlich zwischen Gut und Böse und gibt dem Bösen das Bild des Wolfes, während die Gute eine noch unerkannte Prinzessin darstellt. Das Ganze wird in den historischen Hintergrund der Kämpfe zwischen den faschistischen Spaniern und den Widerstandsgruppen gestellt, was der Szenerie eine dunkle Schwere verleiht. Weiterhin sorgen der dunkle Wald und die zahlreichen Fabelwesen im Labyrinth für eine sehr düstere Atmosphäre. Gerne kommen Märchen auch schon einmal sehr gewalttätig daher, was definitiv auch für dieses Buch gilt. Ich fand es für die Bezeichnung eines Jugendbuches stellenweise schon für grenzwertig, so dass man sich überlegen sollte, wem man das Buch zu lesen geben sollte. Mich hat die Geschichte zumindest gepackt und obwohl der Verlauf durchaus ein wenig vorhersehbar erscheint konnte ich doch gut in die fremde und düstere Welt abtauchen. Ich persönlich halte Das Labyrinth des Fauns für einen gelungenen und fesselnden Fantasyroman, der aus meiner Sicht vor allem von der Erzählkunst der Autorin lebt. Hervorheben möchte ich auch noch die grafische Umsetzung einiger Szenen, wo in sehr liebevoll gezeich-neten Bildern die Fantasie des Lesers ein wenig Unterstützung erhält. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Eine mitreißende Nacherzählung
von Anonym - 11.07.2019
Eine neue Geschichte von Cornelia Funke! , dachte ich und freute mich aufs Lesen. Spätestens nach der Hälfte des Buches und unzähligen Déjà-vus las ich mir dann den Klappentext erneut durch und stellte fest: Was hier als inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« bezeichnet wird, ist im Grunde nichts anderes als eine reine Nacherzählung dieser Geschichte. Nach dieser Erkenntnis war ich zugegebenermaßen etwas enttäuscht - und trotzdem schmälerte es das Lesevergnügen nicht. Denn wenn Cornelia Funke eins kann, dann Geschichten erzählen Schon die Tintenwelt -Trilogie fand ich toll und bereits nach den ersten Seiten von Das Labyrinth des Fauns zeigt sich wieder einmal Cornelia Funkes unglaublich toller und bildhafter Schreibstil. Jede ihrer Metaphern sitzt und das Buch ist atmosphärisch so dicht, dass ich manchmal geglaubt habe, mit Protagonistin Ofelia im Wald zu sein, die Blätter im Wind rauschen zu hören und die Gräser an meinen Beinen spüren zu können. Der Stil bewegt sich dabei irgendwo zwischen märchenhaft und grausam detailliert - und letzteres ist positiv gemeint! Nun kann man - finde ich - Cornelia Funke kein Kompliment für die Charaktere oder die Handlung machen, da sie nicht aus ihrer Feder stammen, aber die Nacherzählung der Geschichte ist ihr wirklich meisterhaft gelungen. Wer bei Cornelia Funke jedoch direkt an Jugendbücher denkt, der sei gewarnt, dass Das Labyrinth des Fauns in meinen Augen nicht für unter 16-Jährige geeignet ist - hierfür sind brutale und ekelerregende Szenen zu detailliert beschrieben. Wenn man sich im Vorhinein darüber bewusst ist, dass es sich hier um eine Nacherzählung von Pans Labyrinth handelt, ist das Buch eine tolle und mitreißend erzählte Geschichte, nicht nur für Fans.
Ein Märchen, wie es sich gehört
von Caro2929 - 11.07.2019
Klappentext: Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen? Meine Meinung: Eine tolle Geschichte, ein super Märchen. Dieses Märchen beinhaltet alles, was sich für ein ordentliches Märchen gehört . Soll heißen: Eine phantasievolle Welt, in der es aber alles andere als gemächlich zugeht. Brutalität ist an der Tagesordnung. Aber die Märchen-Kenner wissen genau, wie es sich um ein Märchen verhält, nämlich das doch immer das Gute siegen wird... Oder nicht? Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut gelungen, sehr bildlich. Dem Leser gelingt es schnell in die Welt, die ihm gezeigt wird, einzudringen. Außerdem ist die Geschichte wahnsinnig spannend, mir viel es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Habe es eigentlich ohne große Unterbrechung recht zügig durchgelesen. Ich habe die Geschichte einfach total gern gelesen, da die Geschichte zweigeteilt erzählt wurde, war es etwas ganz besonderes. Soll heißen, einmal die Geschichte in der dortigen Gegenwart (1944) und andererseits ein Märchen. Es ist wunderbar miteinander verwoben, so dass der Leser immer gespannter wird. Die einzelnen Charaktere sind auch, wie sie sich in einem Märchen zu verhalten haben, entweder gut oder böse , aber nichts dazwischen. Eigentlich liegt mir mehr an facettenreichen Charakteren, aber bei dieser Art von Geschichte kann es ja auch nur schwarz oder weiß geben und nicht grau . Denn dann wäre es ja kein Märchen mehr. Darüber hinaus ist das Buch gespickt mit zahlreichen schönen Illustrationen. Vielleicht sei noch wichtig, dass die Geschichte auf dem Film Pans Labyrinth beruht. Also mal etwas ganz anderes, dass erst der Film erschienen ist und danach ein Buch dazu geschrieben wird. Ich selbst kenne den Film nicht, deswegen war für mich die Geschichte eine ganz neue. Fazit: Tolles Märchen, absolutes Lesehighlight.
Wunderschönes aber auch sehr trauriges und düsteres Märchen für Erwachsene
von janaka - 10.07.2019
Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann. *Inhalt* Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen? *Meine Meinung* Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke ist ein wunderschönes aber auch sehr trauriges und düsteres Märchen für Erwachsene. Der Schreibstil der Autorin ist echt klasse, sehr episch und fantasiereich. Ich kenne die Vorlage zum Buch nicht, also kann ich nicht sagen, was sich Cornelia Funke ausgedacht und was nur beschrieben hat. Trotzdem ist es ihr Verdienst, was für Bilder sie in meinem Kopf gezaubert hat. Die Atmosphäre ist düster und beängstigend, ich kann sie förmlich spüren. Beim Lesen bin ich gleichzeitig fasziniert und schockiert, ich muss einfach wissen, wie es weitergeht. Die Charaktere sind lebendig und habe in meinem Kopf Gestalt angenommen. Ich habe Ofelia sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist so mutig und tapfer, und dabei braucht sie doch auch Schutz vor dieser bösen Welt und besonders vor ihrem Stiefvater Vidal. Aber auch der Faun ist sehr sympathisch, obwohl man ihm ja nicht trauen soll. Und auch die Bösewichte sind gut beschrieben Vidal ist der Böse und er wird nur mit negativen Charakterzügen beschrieben, an ihm ist nichts Sympathisches. Sogar seine Liebe zu seinem ungeborenen Sohn ist für mich nicht unbedingt positiv. Was mich nur an der ganzen Sache stört, dass dies als Jugendbuch vermarktet wird. Meiner Meinung nach ist es für Jugendliche nur bedingt empfehlenswert, nicht alle können mit diesen Grausamkeiten und Brutalitäten umgehen. *Fazit* Ein schönes Märchen für Erwachsene, ziemlich grausam und düster, aber es verbergen sich auch Hoffnungen drin. Ich vergebe gerne 4 Sterne.
Geniale Umsetzung des Films
von Cyrana - 10.07.2019
Nach der Vorlage des genialen Filmes von Guillermo del Toro hat Cornelia Funke die Düsterkeit und Beklemmnis des Filmes sehr gelungen umgesetzt. Spanien 1944, das Franco-Regime hat das Land fest im Griff. Die dreizehnjährige Ofelia reist mit ihrer hochschwangeren Mutter zum neuen Ehemann; Ofelias geliebter Vater ist gestorben. Der neue Ehemann ist ein grausamer, kalter Mann, der Rebellen im Wald jagt. Ofelia entkommt den Schrecken, indem sie dem Faun folgt und seine Aufgaben erledigt und so in eine Welt der Magie eintaucht, doch auch diese ist düster und voller Gewalt. Über dem Buch hängt eine bedrückende Stimmung, die den Zeitgeist wiederspiegelt und sich spiralförmig steigert. Von dem Buch geht eine große Sogkraft aus und Cornelia Funke ist es auf fantastische Weise gelungen, die filmische Vorlage umzusetzen. Auch Buchhliebhaber kommen nicht zu kurz, wie das folgende Zitat eindrucksvoll zeigt: Ofelia erinnerte sich nicht daran, dass es für sie ein besseres Geschenk als ein Buch gab. Ihre Mutter würde das nie verstehen. Sie machte Bücher nicht wie Ofelia zu ihrer Zuflucht oder erlaubte ihnen, sie in eine andere Welt zu bringen. Sie konnte nur diese Welt sehen, und auch das, dachte Ofelia, nur manchmal. Die Traurigkeit ihrer Mutter kam zu Teilen daher, dass sie nur das für die Wirklichkeit hielt, was sie unmittelbar umgab und betraf. Bücher hätten ihr so viel mehr erzählen können [...]. (S. 23/218) Aber dieses Zitat beinhaltet für mich auch die Botschaft des Buches, denn hier verschwimmen immer wieder die Grenzen zwischen Fantasie und Realität.
Krieg, Blut, Folter und ein Faun
von Sursulapitschi - 09.07.2019
Cornelia Funke soll ein Buch zu Guillermo del Toros grandiosem Film "Pans Labyrinth" schreiben. Ein Film wird verbucht, das hat man nicht oft und ist gespannt. Also, die Vorlage ist gegeben. Spanien 1944, die kleine Ofelia wird mit ihrer hochschwangeren Mutter in eine abgelegene Bastion gebracht, wo ihr Stiefvater Rebellen jagt und kein Erbarmen kennt. Fällt ihm jemand in die Hände, lebt er seine sadistische Ader aus und das Blut fließt in Strömen. Wer dachte: Oh, nett Märchenhaftes von Cornelia Funke, ist hier falsch. Auch Ofelia und ihre Mutter behandelt er alles andere als liebevoll. Da tut sich für Ofelia ein Ausweg auf. Sie trifft auf einen Faun, der behauptet, sie wäre eine lang verschollene Prinzessin des unteren Reichs. Sie muss drei Prüfungen bestehen, um ihre Identität zu beweisen. Ich habe das Buch eigentlich erst richtig verstanden, nachdem ich den Film gesehen habe. Kunstvoll und poetisch wird hier gezeigt, wie sich ein Mädchen in einer aussichtslosen Situation in eine Fantasiewelt flüchtet, bei der man sich fragt, ist es ein Hirngespinst oder Fantasy-Realität? Man beginnt sogar sich zu wünschen, dass diese Märchenwelt Realität sein könnte, weil die Realität zu grausam ist. Das ist wirklich genial gemacht. Im Buch bleibt dabei sehr viel auf der Strecke. Das Geschehen orientiert sich streng an der Flimvorlage, nur werden die Figuren nicht weiter ausgeformt. Während im Film Mimik und Gestik die jeweiligen Charaktere unterstreichen, hält sich das Buch zurück, was die Motivation oder die Gefühlslage angeht. Man hat den Eindruck, hier fehlt etwas, die Figuren sind flach. Den Vorteil, den ein Buch einem Film gegenüber hat, nämlich viele Aspekte zu vertiefen und Hintergründe aufzuzeigen, lässt Frau Funke weitgehend ungenutzt. Stattdessen ergänzt sie das Ganze durch märchenhafte Geschichten, die eine geheimnisvolle Verbindung zwischen beiden Realitäten schaffen. Das ist sehr hübsch, ändert aber nichts an der Flachheit der Figuren, insbesondere dem Eindruck, dass Ofelia nichtssagend und ihre Mutter sehr wahrscheinlich dumm ist. Hat man jetzt etwas davon, dieses Buch zu lesen? Es spricht wohl nicht für das Buch, wenn man den Film braucht, um es zu schätzen. Kenner des Films erfahren hier wenig Neues, alle anderen wundern sich über die simplen Protagonisten und hätten lieber den Film gesehen. Für Fans des Films ist es natürlich ein Musthave und ein Blickfang im Buchregal. Fans von Cornelia Funke, die sich auf Neues der Autorin freuen, sollten über 16 sein und sich darauf einstellen, dass hier kein bezauberndes Märchen geboten wird, sondern Krieg, Blut, Folter und ein Faun.
Folge mir in das Labyrinth des Fauns
von DoriZan - 09.07.2019
Ein düsteres fantasievolles Märchen für Erwachsene, das in eine andere Zeit und Welt entführt. Erlösend und grausam zu gleich. Fantastisch! Meine Aufregung, als ich dieses Buch entdeckte, war riesig, denn schlagartig erinnerte ich mich an ein Filmerlebnis vor ca. 10 Jahren, welches mich damals irritiert und unbeeindruckt zurücklies. Von Freunden wurde mir der Film "Pans Labyrinth" (orig.: El laberinto del fauno) von Guillermo del Toro empfohlen und obwohl ich aufgrund des Themas mit hohen Erwartungen an den Streifen heranging, hat dieser mich weder bewegen noch unterhalten können. Zu düster zu gruselig. So schnell wie möglich habe ich vergessen, dass ich diesen Film je gesehen habe. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich ihn zu Ende geschaut habe. Nun begegnet mir das Buch "Das Labyrinth des Fauns" von Cornelia Funke, eine Autorin, die ich aufgrund Ihrer fantastischen Tintenwelt-Triologie sehr schätze und schon ist mein Interesse an der Geschichte aufs Neue geweckt. Ich bin nun 10 Jahre älter und wer weiß, vielleicht erreicht mich die Geschichte im geschriebenen Wort besser als in bewegten Bildern. Schon allein das Zustandekommen dieses Buches ist interessant: Der Regisseur (del Toro) bittet die Autorin (Funke), seinen Film in Buchform zu bringen. "So vieles ist verloren, murmelten die Blätter. Alles Verlorene kann wiedergefunden werden, wisperten die Bäume." Inhalt: Erzählt wird die Geschichte des Mädchens Ofelia, die 1944 mit ihrer hochschwangeren Mutter zu ihrem neuen Stiefvater in die Wälder Nordspaniens zieht. Dieser ist ein grausamer Faschist, der im Wald Widerstandskämpfer jagt. Interesse hat er ansonsten nur an seinem ungeborenen Sohn. Ofelia flüchtet in eine Traumwelt. Im Wald begegnet sie magischen Wesen, die in ihr die Prinzessin eines unterirdischen Königreichs erkennen wollen. Prinzessin Moanna träumte vom Himmel und den Sternen, von der Sonne und dem Gras, doch als sie die oberirdische Erde betrat, vergaß sie, wer sie war. Ihr Vater schickte die magischen Wesen auf ihre Suche. Unter ihnen auch der geheimnisvolle Faun, der Ofelia drei Aufgaben stellt, um herauszufinden, ob sie wirklich die lang gesuchte Prinzessin ist. Immer tiefer taucht Ofelia in diese magische Welt ein, um dem Horror der realen Welt zu entkommen. Doch ist der Faun wirklich im Auftrag des Königs unterwegs? Gibt es Moanna überhaupt? Und was hat das alles mit Ofelias ungeborenem Bruder zu tun? Ich habe dieses Buch an einem langen verregneten Nachmittag gelesen und es hat mich weggetragen in einen verwunschenen Wald in Spanien. Selten hat ein Buch meine Fantasie so sehr angeregt wie dieses. Die unterschiedlichen Erzählebenen und die starke, schnörkellose Sprache machen es zu einem großartigen Vermittler in das Reich der Fantasie. Die Bilder, die in meinen Kopf entstanden, waren eindrücklicher und intensiver, als es irgendein Film je zeigen könnte. Die Geschichte ist fantastisch magisch wie auch grausam und wohl kaum für Kinder geeignet. Es ist ein Märchen für Erwachsene, jung oder alt. In welcher Welt wollen wir leben? Was sind wir bereit zu opfern? Fragen, die immer aktuell sein werden. Auch eine weitere Frage drängt sich nach dem Lesen auf, obwohl man die Antwort bereits kennt. Was war vorher da? Buch oder Film. Ich habe mir nach der Lektüre dieses Buches noch einmal den Trailer zum Film angeschaut und entschlossen, diesem keine 2. Chance zu geben. Denn meiner Erfahrung nach ist die eigene Fantasie immer unschlagbar.
Die Prinzessin des unterirdischen Reiches
von spozal89 - 09.07.2019
Im Buch des Lebens gibt es keine letzte Seite, denn die letzte Seite ist immer die erste Seite einer neuen Geschichte - Seite 270 Vor langer, langer Zeit lebte in einem unterirdischen Reich, in dem es weder Lügen nich Schmerz gab, eine Prinzessin. Sie träumte von der Welt der Menschen: von einem blauen Himmel, von der Sonne und dem Gras und dem Geschmack des Regens. Als sie ihren Wächtern entkam und in unsere Welt gelangte, vergaß sie, wer sie gewesen und woher sie gekommen war. Ihr Vater hörte nie auf, nach ihr zu suchen. Er wusste, dass ihre Seele unsterblich war, und dass sie eines Tages zu ihm zurückkehren würde. In einem anderen Körper, einer anderen Zeit. Vielleicht an einem anderen Ort. Er würde auf sie warten...Bis ans Ende der Zeit. Endlich wieder ein neues Buch von Cornelia Funke, dachte ich mir, als ich die ersten Werbungen über Social Media vor kurzem gesehen habe. Als ich dann erfahren habe, dass das Buch auf dem Film Pans Labyrinth basiert, habe ich mir noch nichts dabei gedacht, denn den Film kenne ich tatsächlich noch nicht - was ich aber nachholen werde, jetzt wo ich das Buch beendet habe. Ich kann daher die Geschichte nicht mit dem Film vergleichen und wusste beim Lesen auch nicht, welche Wendungen passieren werden, was vielleicht von Vorteil war, denn ich war so gefesselt und gebannt beim Lesen, dass die Seiten nur so dahin flogen. In unseren Entscheidungen bestimmt sich unser Schicksal. -Seite 18 Wer die Bücher von Frau Funke kennt, weiß welch tollen, poetischen und bildgewaltigen Schreibstil sie hat. Auch bei Labyrinth des Fauns hat sie es wieder geschafft mich in den Bann zu ziehen. Und sie hat es geschafft, trotz grausamer und stellenweise sehr brutaler Szenen, einen Sog zu erschaffen, dem man nicht entfliehen kann. Ich habe mit Ofelia bei ihren Prüfungen mitgefiebert, mit ihr gelitten und bin mit ihr in die Welt des Fauns entflohen. Die Flucht aus der Realität, die Ofelia hier mit ihrer Fantasie in Angriff nimmt wurde gut umgesetzt und ich hatte das Franco-Regime von Spanien tatsächlich nicht mehr auf dem Schirm. Das ganze Buch über herrscht eine sehr bedrückende Stimmung, was in diesen Zeiten damals aber leider Realität war. Die Handlung war stellenweise sehr grenzwertig was die Grausamkeit angeht, allerdings sind die richtig guten alten Märchen beispielsweise die der Gebrüder Grimm, hier und da genauso grausam. Von daher ist dies für mich kein Kritikpunkt. Allerdings sollte man den Punkt beachten, wenn man solche Szenen gerne meidet. Einen Stern ziehe ich allerdings ab, weil es für meinen persönlichen Geschmack stellenweise ein wenig zu schnell ging und recht oberflächlich in der Erzählweise blieb. Ich habe hier und da noch ein paar offene Fragen und hin und wieder wusste ich nicht, wie sich diese Handlung nun in den Geschichtenverlauf einfügen soll. Auch nach dem ich nach beenden des Buches eine Nacht darüber geschlafen habe, sind mir manche Stellen der Geschichte noch unklar. Ich persönlich mag es nicht, wenn man am Ende noch so viel selbst interpretieren muss. Aber das ist wie gesagt ja nur ein persönliches empfinden. Durch die viele Werbung ist das Buch ja in aller Munde. Ich denke, wer den Film noch nicht kennt, kann hier auf jedenfall in der Geschichte versinken, ohne groß enttäuscht zu werden. Für mich zählt es auf jedenfall zu den Highlights in diesem Jahr und wegen der tollen Aufmachung und der absolut schönen und passenden Illustrationen bekommt es einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal.
Auf der einen Seite märchenhaft und bezaubernd, auf der anderen Seite düster, gr
von Selection Books - 08.07.2019
Mit "Das Labyrinth des Fauns" erscheint der Film "Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro als Buch. Der Film wurde von Cornelia Funke in ein literarisches Werk umgewandelt. Sowohl an den Dialogen des Films als auch an der Handlung wurde sehr wenig verändert. Es handelt sich also nicht um ein typisches Werk von Cornelia Funke. Der Plot wurde um zehn Kurzgeschichten erweitert, die von Cornelia Funke geschrieben wurden. Diese kurzen Zwischenspiele verleihen den Schlüsselmotiven des Films eine Hintergrundgeschichte. Die Geschichte spielt im Jahr 1944 in Spanien. Es herrscht Krieg und die junge Ofelia zieht mit ihrer Mutter zu ihrem neuen Stiefvater, einem gewalttätigen und grausamen Mann. Immer häufiger flüchtet Ofelia sich in den geheimnisvollen Wald, der ihr neues Zuhause umgibt. Während ihr Stiefvater und seine Soldaten Rebellen jagen, entdeckt Ofelia ein verzaubertes Labyrinth. Eine Fee führt sie schließlich zum Faun, der ihr drei Aufgaben stellt. Das Bestehen der Prüfungen würde Ofelia als Prinzessin des Zauberreiches legitimieren. Doch die Prüfungen sind schwierig, voller grausamer Überraschungen und fordern von Ofelia mehr, als sie jemals erwartet hätte. Der Einstieg in das Buch ist mir dank des einfachen Schreibstils sehr leicht gefallen. Beim Lesen merkt man deutlich, welche Teile aus dem Film stammen und welche Szenen Cornelia Funke geschrieben hat. Die von der Autorin erschaffenen Kurzgeschichten lassen das Leserherz dank des märchenhaften Schreibstils höherschlagen. Cornelia Funke versteht es meisterlich, Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen und ihren Geschichten Leben einzuhauchen. Die Hintergrundgeschichten haben mir daher wahnsinnig gut gefallen und sie fügen sich absolut perfekt in den Haupthandlungsstrang ein. Ebenfalls hervorzuheben ist die wirklich wundervolle Optik des Buches. Der Umschlag sieht wunderschön aus und wurde teilweise mit Lack veredelt. Unter dem Umschlag, direkt auf dem Einband, erwartet den Leser eine wundervolle Zeichnung. Im Buch befinden sich zudem atmosphärische, seitengroße Zeichnungen in Schwarz-Weiß, die das Geschehen zum Leben erwecken und perfekt die düstere Grundstimmung spiegeln. Das Hardcover von "Das Labyrinth des Fauns" ist ein richtiges Schmuckstück für jedes Regal. Gestalterisch ist mir tatsächlich selten ein schöneres Jugendbuch untergekommen. Da ich den Film bisher nicht kannte, war ich auf einige Szenen nicht vorbereitet. Ich dachte ursprünglich, dass es sich um eine märchenhafte Erzählung handelt, die mehr in Richtung einer jüngeren Zielgruppe geht. Ich wusste bereits, dass die Geschichte im Krieg spielt und hatte daher erwartet, dass Menschen sterben. Allerdings hätte ich nicht damit gerechnet, dass es auch das Zauberreich grausam zugeht. Einige Szenen wollte ich mir nicht besonders gerne bildlich vorstellen, da ich alleine den Gedanken daran ekelhaft fand. Cornelia Funke wählte in Bezug auf den Film die Worte "verzaubernd und verstörend zugleich". Dieser Aussage kann ich mich auch in Hinsicht auf das Buch anschließen. Auf der einen Seite liebe ich die Kurzgeschichten und auch die durchgängig düstere und beklemmende Atmosphäre des gesamten Buches konnte mich mitreißen. Absolut genial ist es zudem, dass der Leser die ganze Zeit darüber im Unklaren gelassen wird, ob die Zauberwelt tatsächlich existiert oder ob sie Ofelias Fantasie entspringt. Dadurch ergeben sich interessante Interpretationsansätze und Denkanstöße. Auf der anderen Seite waren einige Szenen der Prüfung nicht so ganz mein Fall. Eine Altersangabe für das Buch konnte ich nicht finden, aber für jüngere Leser würde ich diese Geschichte nicht empfehlen. Dafür geht es teilweise zu blutig und zu grausam zu. Das Ende hat mich sehr überrascht zurückgelassen. Ich hatte zwar mit diesem Ausgang nicht gerechnet, doch das Ende passt perfekt zu der gesamten Geschichte. Es ist zugleich traurig, berührend und doch voller Hoffnung. Ein Lichtblick in völliger Dunkelheit, der nicht strahlend funkelt, aber genug Licht verbreitet, um Trost zu spenden. "Das Labyrinth des Fauns" ist eine berührende Geschichte über Leid, Verlust, Hoffnung und Glaube. Das Buch basiert auf dem Film "Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro und wurde durch Kurzgeschichten von Cornelia Funke erweitert. Guillermo del Toro hat ein atmosphärisches Fantasywerk erschaffen, das den Leser in die düstere Tiefe einer verzauberten Welt entführt. Guillermo del Toro und Cornelia Funke gelingt es meisterlich, beim Leser Gänsehaut entstehen zu lassen. Die Geschichte ist auf der einen Seite bezaubernd und märchenhaft, hat mich aber in bestimmten Momenten durch blutige und grausame Szenen schockiert. Von mir gibt es für dieses ungewöhnliche und düstere Werk 4 Sterne.
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