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Der letzte bekannte Wohnsitz des Mickey Acuna als Buch
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Der letzte bekannte Wohnsitz des Mickey Acuna

Roman.
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Eines Tages betritt Mickey Acuña mit geschultertem Seesack die Lobby des YMCA von El Paso. Ein zweifelhafter Outlaw, der untertauchen muß, ein "Gesetzloser auf der Flucht", ein ehemaliger Frauenheld, der schon bessere Zeiten gesehen hat, derzeit mit … weiterlesen
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Der letzte bekannte Wohnsitz des Mickey Acuna als Buch

Produktdetails

Titel: Der letzte bekannte Wohnsitz des Mickey Acuna
Autor/en: Dagoberto Gilb

ISBN: 3627000366
EAN: 9783627000363
Roman.
Frankfurter Verlags-Anst.

Januar 1995 - gebunden - 253 Seiten

Beschreibung

Eines Tages betritt Mickey Acuña mit geschultertem Seesack die Lobby des YMCA von El Paso. Ein zweifelhafter Outlaw, der untertauchen muß, ein "Gesetzloser auf der Flucht", ein ehemaliger Frauenheld, der schon bessere Zeiten gesehen hat, derzeit mit einer "kleinen Pechsträhne" und ohne Geld, dazu gezwungen, hier an diesem zwar halbwegs anständigen und sauberen, doch letztlich desillusionierenden Ort unterzukriechen. Mickey Acuña braucht eine Adresse, denn er wartet auf Post. Was die Post bringen wird, sagt er nicht, vermutlich Geld, viel Geld. Tage, Wochen vergehen, ohne daß Post kommt. Mickey erledigt ein paar kleine Jobs, arbeitet halbtags an der Rezeption des YMCA. Er vertreibt sich die Zeit mit seinen Nachbarn, allesamt herunterkommene und hoffnungslose Existenzen, verabredet sich mit der einen oder anderen Frau, doch entweder ist sie nicht gut genug für ihn, oder, meistens, ist das Umgekehrte der Fall. Er liest in einem billigen Western, mit dessen Handlung er in dem immer weniger Wirklichkeit bietenden Vakuum des YMCA mehr und mehr verschmilzt. Er beginnt, seinen Mitbewohnern aufregende Geschichten aufzutischen, und wird langsam zum Mittelpunkt dieser absonderlichen Männergesellschaft. Er übertreibt und verstrickt sich derart in seine Erzählungen, daß er seinem Geflecht aus Wahrheit und Lügen am Ende selbst nicht mehr gewachsen ist. Die Situation läuft immer mehr aus dem Ruder, am Ende steht ein Mord. "Der letzte bekannte Wohnsitz des Mickey Acuña" ist eine universelle Geschichte, ein Roman, möglicherweise ein Märchen über die Hoffnung, die am Leben erhält, eine minimalistische Parabel von Wirklichkeit und Fiktion. Scheinbar lakonisch berichtend und doch gewitzt-ironisch, mit einem tiefem Humor, fängt Gilb in stilistischer Perfektion die Nuancen seiner Umgebung ein - mit unerwartetem Ausgang.

Leseprobe

Mickey sagte, er sei ins Grand gegangen, weil er ein billiges Quartier brauchte und dieses Hotel im Zentrum ihm so gut wie jedes andere erschien. Aber kaum war er so lange dort, daß er vor dem Gestank fast keine Miene mehr verzog, kam die Angst, er könnte sich am Ende zu sehr bedauern und darüber vergessen, weshalb und wozu er überhaupt dort sei. Er fürchtete, wieder einmal gerade dann in eine unangenehme Lage zu geraten, wenn er es am wenigsten brauchen konnte - alles war möglich bei diesen Säufern und Pennern, die dort herumgrölten und sich prügelten, dann kotzten und bewußtlos auf den Teppichboden des Korridors sanken. War Mickey der einzige, der sah, daß dieser Teppich seit so vielen Jahren nicht mehr gesaugt, geschweige denn gereinigt worden war, daß sich darauf ein klebriger, unfruchtbarer Humus aus Wüstensand, Zigarettenasche, Whiskey, Bier und Blut und weiß Gott was sonst noch gebildet hatte? Und ständig wurde Mickey von diesen zwinkernden und viel zu teuren Nutten zweifelhaften Geschlechts angehauen, wenn sie hastig von einem Zimmer zum andern trippelten, um dort mit Männern zu kopulieren, die so erbärmlich waren, daß ihm die Vorstellung, was für Handlungen diesem Stöhnen und Schreien entsprechen mochten, keine Ruhe ließ. Mickey entwarf großartige Bilder von der Zukunft, wenn das Geld endlich käme - schon ein Teil davon würde reichen. Es würde kommen, weil es kommen mußte und kommen sollte. Er wußte es. Er glaubte es. Er mußte es glauben, denn was sollte er sonst tun? Mickey entspann eine ganze Reihe möglicher Phantasien. Weite Reisen in den Dschungel, in die Berge, ans Meer; umwerfende Frauen, die sich in der Liebe auskannten.

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