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Der Abgrund in dir

Roman. Originaltitel: Since we fell.
Buch (gebunden)
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Ein neuer Roman. Ein neuer Lehane. Eine Sensation. "Ich habe dich geliebt. Ich habe dich gehasst. Ich weiß nicht, wer du bist." Atemberaubend spannend - ein brillanter neuer Dennis Lehane.
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Der Abgrund in dir als Buch

Produktdetails

Titel: Der Abgrund in dir
Autor/en: Dennis Lehane

ISBN: 325707039X
EAN: 9783257070392
Roman.
Originaltitel: Since we fell.
Übersetzt von Steffen Jacobs, Peter Torberg
Diogenes Verlag AG

29. August 2018 - gebunden - 528 Seiten

Beschreibung

Rachel Childs hat alles, was man sich erträumt: ein Leben ohne finanzielle Sorgen, einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann. Doch im Bruchteil einer Sekunde macht ausgerechnet dieser Mann ihr Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr. Nichts ist mehr, wie es scheint, und Rachel muss sich entscheiden: Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen?

Portrait

Dennis Lehane, irischer Abstammung, geboren 1965 in Dorchester, Massachusetts, arbeitete als therapeutischer Berater für geistig behinderte und sexuell missbrauchte Kinder, als Kellner, Limousinenchauffeur, Parkplatzwächter, in Buchläden und als Erntehelfer, bevor er Creative Writing an der Florida International University studierte. Seine erfolgreich verfilmten Bücher >Mystic River< und >Shutter Island< sind Weltbestseller. Das Prohibitions-Epos >In der Nacht<, verfilmt von Ben Affleck, kam 2017 in die Kinos. Dennis Lehane lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Los Angeles und Boston.
Bewertungen unserer Kunden
Thriller mit Längen
von Miss Marple - 28.11.2018
Über Jahre versucht Rachel Childs von ihrer Mutter zu erfahren, wer ihr Vater ist. Doch diese weigert sich, bis es durch ihren plötzlichen Tod zu spät ist. Mit wagen und wenigen Informationen ausgestattet, beauftragt Rachel einen Privatdetektiv, ihr zu helfen. Gemeinsam mit ihr begibt sich der Leser auf eine lange Suche. Anfänglich glaubt man in einer tragischen Familiengeschichte zu sein, der packende Thrill will noch nicht erscheinen. In drei großen Kapiteln, die Rachels Leben über viele Jahre begleiten, lernen wir sie kennen. Als sie als Journalistin während eines Auftrages einen Nervenzusammenbruch bekommt und unter Panikattacken so gut wie an ihr Haus gefesselt ist, verändert sich für sie ihr bisher sorgloses Leben immer mehr. Bis sie eines Tages etwas für den Leser Unvorhersehbares tut. Nun, nach fast der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte Fahrt auf und lässt uns bis zum Schluss nicht mehr los. Schade, dass der Autor den Leser am Anfang so lange auf Spannung warten lässt. Hier muss man wirklich durchhalten, um dann doch noch gefesselt zu sein.
Meister der psychologischen Spannung
von Glücksklee - 07.11.2018
Für mich ist Dennis Lehane gleichbedeutend mit psychologisch geschickt aufgebauten Spannungsbögen und überraschenden Wendungen, die einem im sprichwörtlichen Sinn den Boden unter den Füßen wegziehen können. Auch "Der Abgrund in dir" ist hier für mich keine Ausnahme, wenn sich Dennis Lehane dieses Mal auch ein wenig zu viel Zeit nimmt, bis die Handlung an Tempo aufnimmt. Dafür nimmt sich Lehane viel Zeit, um Rachel als Protagonistin einzuführen. Man erfährt viel über sie: ihre Kindheit, ihre Zeit als Reporterin, die Traumata, die sie erfahren hat. Kurzum, man erhält einen Einblick in die Schlüsselmomente und -personen, die dafür gesorgt haben, dass Rachel so ist wie sie ist. Dennis Lehane schafft es in diesem Werk, seinen Lesern vermeintlich bekannte Muster in Form der Handlungsweise seiner Charaktere vorzuführen, nur um dann alles, was man zu wissen glaubte, auf den Kopf zu stellen. Für mich haben gerade diese Momente im Handlungsstrang dazu geführt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Wer sich während der etwas in die Länge gezogenen Einführung von Rachel ein bisschen stört, dem sei an dieser Stelle gesagt, dass das Durchhalten meiner Meinung nach wirklich belohnt wird. Mein Urteil lautet daher, volle fünf Sterne für den "Neuen" von Dennis Lehane.
Dennis Lehane überzeugt mich wieder einmal
von Dreamer - 28.10.2018
Dennis Lehane war mir bereits als Autor von Shutter Island bekannt. Dieser Thriller ist einer meiner absoluten Lieblingsthriller. Spannend, mit Wendungen, die absolut überraschen. Die Messlatte für "Der Abrgund in dir" lag also dementsprechend hoch. Nach dem das neue Buch damit beginnt, dass man erfährt, dass Rachel ihren Ehemann erschossen hat, flacht der Spannungsbogen danach zugegebenermaßen ab. Dennis Lehane nimmt seine Leser mit in Rachels Vergangenheit, bis hin zu ihrer Kindheit. Man erfährt über ihre schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, über die Suche nach ihrem Vater bis hin zu den psychischen Problemen, die Rachel im Laufe ihres Lebens entwickelt. Ab einem gewissen Punkt war ich dann schon beinahe davon überzeugt, das Drama eines Lebens/Familienlebens vor mir zu haben, das zwar durchaus interessant, aber nicht unbedingt spannend im Sinne meiner Erwartungen an einen Thriller von Dennis Lehane war. Und wieder einmal wurde ich eines besseren belehrt. Ab dem ersten Drittel nimmt die Handlung an Fahrt auf - es lohnt sich also definitiv, durchzuhalten! Von da an zeigt Lehane wieder einmal, dass er ein besonderes Talent für die unerwarteten Wendungen hat. Ich habe dies Entwicklung der Geschichte ehrlich gesagt so nicht kommen sehen. Ich könnte mir auch bei "Der Abgrund in dir" gut vorstellen, dass sich die Buchvorlage genau wie Shutter Island sehr gut als Filmvorlage eignet. Von mir erhält der Thriller daher 5 Sterne!
Roman? Psychothriller? Beides!
von S.I. - 26.10.2018
Ich hab dieses Buch und seinen Inhalt nun ein paar Tage sacken lassen - das Ende (welches ich hier gewiss nicht verraten werde!) musste verdaut werden :) und gewinnt im Nachhinein noch mal, da ich wirklich öfter daran denke; und manchmal sehe ich Parallelen zu dem Verwirr-Spiel in Shutter Island..... Zum Buch: zuerst geht es gar nicht, wie im Klappentext geschrieben, um Rachel und ihren Mann; sondern um Rachel und ihren Vater. Die Suche nach ihrer Herkunft wirkt eher wie ein Roman. Erst als Brian ein fester Bestandteil ihres Lebens wird, nimmt die Handlung rasant an Fahrt auf plötzlich weiß man so manches Mal gar nicht, was wahr ist und was nicht. Rachel zeigt plötzlich ganz andere Fähigkeiten als man ihr nach der Charakterbeschreibung im ersten Teil zugeschrieben hätte. Diese Zweiteilung ist für manchen Leser vielleicht schwierig - wer einen Roman erwartet, mag Probleme mit der zweiten Hälfte haben; wer einen (Psycho-)Theiller erwartet, kann sicher mit dem Beginn wenig anfangen... mir hat es, ohne konkrete Erwartungen im Vorhinein, in dieser Mischung gut gefallen. Ich denke bestimmt noch öfter an dieses Buch!
Anders als erwartet
von Lea - 21.10.2018
"Der Abgrund in dir" war irgendwie ganz anders als erwartet, aber trotzdem mega gut. Wegen dem etwas zu offenem Ende gibt es von mir vier Sterne, aber eine herzliche Leseempfehlung. Die Hauptperson in dem Buch ist Rachel, die man über einen großen Lebensabschnitt hinweg begleitet. Zuerst ist man mit ihr auf der Suche nach ihrem Vater, dann als Journalistin im Krisengebiet. Nach diesen Ereignissen, wird Rachel von Panikattacken heimgesucht, sodass sie kaum noch das Haus verlässt. Als sie ihren baldigen Ehepartner kennenlernt, scheint das Leben sich wieder einzurenken. Während das Buch am Anfang einfach interessant ist, wird die zweite Hälfte von Seite zu Seite spannender. Ich konnte wirklich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Ereignisse überschlagen sich, nichts ist mehr wie es war und man hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Schade nur, dass das Ende sehr offen gestaltet wird. Da hätte ein kleiner Epilog vielleicht nochmal gut getan. An Spannung ist dieses Buch jedoch kaum zu überbieten. Der Klappentext ist etwas unglücklich gewählt, weil er so etwa die Situation in der Mitte des Buches beschreibt. Das irritiert ein wenig, macht aber auch neugierig. Mich hat es nicht allzu groß gestört, aber ich verstehe, wenn das jemand kritisiert. Die Charaktere in dem Buch haben mir wirklich gut gefallen, weil sie besonders und außergewöhnlich sind, vielschichtig und manchmal schwer zu durchschauen. Nichts wird dem Leser (und auch Rachel) auf dem Silbertablett präsentiert. In Rachel kann man sich gut reinversetzen, weil man ihre Gedanken und Gefühle kennenlernt. Sie macht wirklich viel durch, da habe ich schnell mit ihre gefühlt. Den Schreibstil fand ich sehr überzeugend und gut zu lesen. Da gab es nichts auszusetzen. Das Buch hat es einfach verdient gelesen zu werden.
Gelungene Mischung aus Drama- und Thrillerelementen
von Anonym - 21.10.2018
Rachel Childs Leben ist zunächst bestimmt von der Suche nach ihrem Vater, dessen Identität ihr von der Mutter immer verheimlicht wurde. Diese Suche führt auch zu der Bekanntschaft mit dem Privatdetektiv Brian Delacroix. Nachdem sie Brian einige Jahre später wiedertrifft, wird daraus eine Liebe und eine Ehe. Brian hilft Rachel, ihre Panikattacken langsam zu überwinden und sie hat zum ersten Mal das Gefühl, glücklich zu sein. Umso größer ist ihr Schock, als sie erkennt, dass Brian ein Doppelleben führt. Der Roman beginnt als Psychodrama und entwickelt sich später immer mehr zu einem Thriller. Er ist gerade im letzten Drittel hochspannend und bietet eine Vielzahl von überraschenden Wendungen, die auch im Rückblick (größtenteils) schlüssig bleiben. Dennis Lehane ist wieder ein sehr lesenswerter Roman gelungen, auch wenn das Buch nicht an sein Meisterwerk Mystic River heranreicht. Mich hat der Roman jedenfalls gut unterhalten.
Ein Roman mit Höhen und Tiefen
von Gina1627 - 19.10.2018
Jung, erfolgreich, gefragt und geliebt, so könnte man Rachel Childs Leben beschreiben. Für sie und ihren Ehemann Sebastian läuft es beruflich und privat gerade sehr gut und sie schwimmen auf einer Welle des Erfolges. Doch dann bekommt ihr Leben im Bruchteil einer Sekunde auf schicksalhafte Weise eine Wendung. Als angesehene Fernsehjournalistin muss sie für eine Reportage über eine Naturkatastrophe nach Haiti reisen und ist dort von den schrecklichen Eindrücken und Erlebnissen überfordert. Vor laufender Kamera bekommt sie einen Nervenzusammenbruch und leidet zu Hause plötzlich unter bedrohlichen Panikattacken und Angstzuständen. Sebastian kommt damit überhaupt nicht klar, zieht sich von ihr auf übelste Weise zurück, fordert die Scheidung und lässt ihre finanziellen Sorgen wachsen. Rachel fällt in ein tiefes Loch und ist dankbar, als ihr früherer Bekannter Brian Delacroix auftaucht und versucht, sie mit ganz viel Geduld und Liebe aus ihrer selbstgewählten Einsamkeit herauszuholen. Doch ihr Misstrauen ihm gegenüber wird auf einmal durch einen dummen Zufall geschürt und Rachel versucht seinen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Leider entwickelt sich die ganze Sache zu einer undurchsichtigen und gefährlichen Mission. "Der Abgrund in dir" ist ein psychologisch gut aufgebauter Roman, der voller seelischer Probleme, menschlichen Schwächen, Liebe und einer spannenden Entwicklung in der Geschichte steckt. Mit seiner leicht zu lesenden Erzählweise schafft Dennis Lehane am Anfang eine bedrückende Atmosphäre, die durch ein schockierendes Ereignis und Rachels beklemmende Gedanken und Handlungen sehr gut dargestellt wird. Für mich holt er hier bei einigen Szenen etwas zu weit aus, sodass ich gedanklich nicht immer ganz im Buch steckte. Mit dem Auftauchen von Brian jedoch nimmt die Geschichte Fahrt auf und bekommt durch seine Geheimniskrämerei, gefährlichen Ereignissen und dem Erscheinen von zwielichtigen Personen immer mehr Dynamik. Man beginnt zu Rätseln, wird neugierig und ist so manches Mal überrascht von den unvorhersehbaren Geschehnissen, die einen am Ende des Buches noch mit einigen offenen Fragen zurück lassen. Mit seiner Unterteilung in drei Kapitel beschreibt Dennis Lehane die verschiedenen Lebensphasen von Rachel und Brian, deren Charaktere er sehr gut herausgearbeitet hat. Im ersten Abschnitt lernt man Rachel kennen, die als Kind ohne Vater aufgewachsen ist und unter den Launen und der Bitterkeit ihrer Mutter leiden musste, die gestört und hasserfüllt rüberkam. Sie ist gefühlt immer auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit, die ihr aber bisher keiner richtig schenken konnte. Ihre steile Karriere, der tiefe Fall, ihre großen innerlichen Kämpfe und der Hoffnungsschimmer, den Brian in ihr Leben bringt, erzeugen Mitgefühl. Brian lernt man erst richtig im zweiten Kapiteln kennen. Er scheint ein sehr einfühlsamer und ehrlicher Mann zu sein, der sich sehr um Rachel sorgt, sie liebt und alles dafür tut, dass sie aus ihrem Schneckenhaus herauskommt. Doch seine langen Geschäftsreisen und die weitere Entwicklung der Geschichte machen ihn zu einer undurchsichtigen und geheimnisvollen Person, die es in sich hat. Dramatisch und sehr spannend geht es schließlich im letzten Kapitel zu, in dem beide um ihre Existenz, ihr Leben und eine gemeinsame Zukunft kämpfen müssen. Mein Fazit: Dennis Lehane konnte mich mit "Der Abgrund in dir" nicht vollständig überzeugen. Das zeitweise Abschweifen meiner Gedanken am Anfang des Buches und einige kleine verworrene Szenen haben meinen positiven Eindruck des Romans leicht getrübt. Nichtsdestotrotz habe ich mich durch die sehr gut ausgearbeiteten menschlichen Abgründe und die spannende Entwicklung der Geschichte gut unterhalten gefühlt und vergebe hierfür 3,5 Sterne.
Inszenierung mit dramaturgischen Schwächen
von Hennie - 17.10.2018
Dennis Lehane wird bescheinigt, ein Meister des Thrillers zu sein. Der vorliegende Roman wird vom Diogenes Verlag als Roman bezeichnet. Für mich war es das erste Buch des hochgelobten Autors. Sein Schreibstil hat mir gefallen, aber die erzählte Story nicht. Ich versuche es zu erläutern. "Der Abgrund in dir" wurde in drei Teile gegliedert, die für mein Empfinden nicht zusammenpassen. Sie ergeben für mich kein einheitliches Ganzes. In einer Art Prolog erfährt man, dass die Protagonistin Rachel Childs ihren Mann mitten ins Herz schießt. Dann geht es weiter zum Teil 1 - Rachel im Spiegel 1977 bis 2010 Der Leser wird mit Rachel durch ihre Kindheit mit der dominanten, egozentrischen Mutter geführt, danach auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater mitgenommen. Man erfährt von ihrem totalen Versagen vor laufender Kamera, nachdem sie in Haiti dieses schlimme Chaos nach der Katastrophe erlebte. Sie erleidet ihre erste Panikattacke, der noch viele folgen sollen. Ihr Ehemann Sebastian wendet sich von ihr ab, weil sie nicht mehr die erfolgreiche, vorzeigbare Journalistin ist. Sie trennen sich. Und dann immer wieder Brian. Er scheint es zu spüren, wenn es Rachel schlecht geht und ist wie durch Zauberhand stets zur Stelle... Teil 2 - Brian 2011 - 2014 Brian und Rachel lernen sich intensiver kennen und heiraten. Trotz seiner Fürsorge verschlimmert sich ihr Zustand. Sie verläßt 18 Monate nicht das Haus, ehe sie es wagt, sich mit einer Freundin zu treffen. Danach geschieht das, was sie dazu bringt, sich mit ihrem Ehemann näher zu beschäftigen. Wer ist dieser Mann? Sie kommt ihm auf die Spur. Am Ende des Teiles 2 sind wir wieder beim Prolog... Teil 3 - Rachel in der Welt 2014 Rachel wird zu einer Frau, die ich mit den vorangegangenen Teilen nicht in Einklang bringen konnte. Die Geschichte entwickelt sich zu einem Thriller mit für mich unglaubwürdigen Szenen. Auf S. 377 trifft Rachel eine Kugel ins Rückgrat und doch geht es danach munter weiter bis zu einem Ende, dass alles offen läßt... Da bin ich nun wieder beim gesamten Buch. Mittendrin wollte ich aufhören zu lesen. Selten brauchte ich für ein Buch so lange. Mir fehlte die Struktur, das Gefüge in der Story, der rote Faden, der alles glaubhaft zusammenbringt. Zu viele Handlungsstränge laufen für mich ins Leere, vom Autor werden sie nicht wieder aufgegriffen. Es stellten sich für mich zu viele Fragen, für dich ich keine Antwort fand. Meine Interpretationen brachten mich nicht weiter. Einige der Szenen, Zusammenhänge waren für mich nicht logisch. Vor allem im letzten Teil fanden zu viele Inszenierungen mit deutlichen dramaturgischen Schwächen statt. So viel Action auf einmal, so viele Tote! Vielleicht macht sich das in einer Verfilmung sehr gut, aber in einem Buch bin ich da sehr kritisch. Es machte sich bei mir Skepsis breit. Der Abgrund in dir ist ein vielversprechender Titel und setzte bei mir deshalb schon eine gewisse Erwartungshaltung frei. Dem wurde das Buch leider nicht gerecht. Auch durch die unbeteiligte, sehr neutrale Erzählweise und der Draufsicht aufs Geschehen ergriff mich die Geschichte um Rachel nicht. Es war weder eine Liebesgeschichte, die mich berührte, noch ein Thriller, der mich zu packen verstand. Ich werde es nun mit den anderen Büchern von Lehane versuchen. Ich bewerte mit drei von fünf Sternen.
Beziehungsdrama und Thriller in einem
von Anonym - 15.10.2018
Rachel hat es nicht immer leicht im Leben. Ihre Mutter, eine Akademikerin, die ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Ratgebern verdient hat, hat ihr Zeit ihres Lebens aus Selbstschutz und auch zu Rachels vermeintlichem Schutz verschwiegen, wer ihr Vater ist. Sie stirbt, als Rachel gerade Anfang 20 ist und damit beginnt die Suche nach Spuren, die sie zu ihrem Vater führen könnten. Auf der Suche engagiert sie den Privatdetektiv Brian Delacroix, was sich später als schicksalhafte Begegnung herausstellt. Er rät ihr nach kurzer Recherche dazu, die Suche nach ihrem Vater aufzugeben und ihn nicht weiter damit zu beauftragen, nach ihm zu suchen, da dies mit den wenigen Informationen, die sie über ihn hat, nicht zielführend wäre. Doch Brian tritt nie wirklich ganz aus Rachels Leben. Über die Jahre verfolgt er ihre Karriere als Journalistin und ihre Ehe mit einem Kollegen im TV mit und schreibt ihr immer wieder aufmunternde E-Mails. Jahre später treffen die beiden zufällig wieder aufeinander, und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf... Die Geschichte beginnt, als Rachels Mutter noch am Leben ist. Nach ihrem Tod beginnt die Suche nach dem Vater. Man hofft mit Rachel mit, dass sie ihren Vater findet, aber muss auch Rückschläge hinnehmen. Das sind die zentralen Elemtente des ersten Teils des Buches. Eine Zeit lang verbringt Rachel als Reporterin auf Haiti, nachdem die Insel von einer Naturkatastrope schwer beschädigt wurde. Ihr Versuch, im amerikanischen TV auf das Elend in Haiti aufmerksam zu machen, wird von ihrem Sender abgeblockt und sie wird von Haiti abgezogen. Zuhause gerät ihr Leben immer mehr aus den Fugen, ihr wird gekündigt und ihre Ehe mit Sebastian geht in die Brüche. Bald trifft sie Brian wieder und es scheint, als hätte sie endlich wieder ihr Glück gefunden und von nun an den perfekten Mann an ihrer Seite, der mit ihr durch dick und dünn geht und Verständnis für all ihre Probleme und Zwangsstörungen zeigt. Er bleibt bei ihr, als es ihr unmöglich ist, das Haus zu verlassen und steht ihr bei, als es ihr besser geht. Doch es stellt sich heraus, dass Brian doch nicht der strahlende Saubermann und perfekte Ehemann ist, der er zu sein scheint. Die Charaktere sind sehr realistisch beschrieben und auch an den weniger spannenden Stellen im Buch habe ich mich nie gelangweilt. Die Spannung baut sich zwar langsam auf, aber bleibt dann bis zum Ende erhalten. Erst im Nachhinein wird klar, wie all die Puzzleteile, die im Laufe der Geschichte auftauchen und scheinbar keinen Zusammenhang haben, zusammengefügt werden müssen, damit alles einen Sinn ergibt. Ein brilliantes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann!
Der Abgrund in dir
von nasa - 15.10.2018
Der Abgrund in dir von Dennis Lehane aus dem Diogenes Verlag besticht erst ab der zweiten Hälfte des Buches. Im ersten Teil ist es eher ein Roman und ab dem zweiten Teil wird es ein Thriller. Ich muss dazu sagen das es mir schwer fiel beim ersten Teil dran zu bleiben. Aber ich bin froh das ich das Buch fertig gelesen habe.  Rachel ist ohne Vater aufgewachsen. Ihre Mutter war eine Schriftstellerin die das Geheimnis um Rachels Vater mit ins Grab genommen hat. Es hat den Anschein das Rachel dadurch eher planlos im Leben umhertappt. Sie versucht das Geheimnis ihres Vaters zu lüften, während sie ein Leben als Journalistin beginnt. Als sie auf Haiti einen Nervenzusammenbruch vor laufender Kamera hat, verändert sich ihr gesamtes Leben. Doch dann trifft sie ihren Mann, der ihr immer liebevoll zur Seite steht und ihr hilft. Doch Rachel ahnt nicht das dieser Mann ihr Ende sein kann. Wie oben schon gesagt fand ich den ersten Teil nicht besonders berauschend. Es war langatmig und teilweise auch langweilig geschildert. Ich habe dort keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden und war auch etwas irritiert was das alles mit dem Klapptext und dem Prolog zusammenhängt. Aber mal gut das ich dabei geblieben bin. Denn es war dann doch noch ein Actionreicher Thriller mit einigen Verwirrungen und den unterschiedlichsten Handlungen die mich dann überraschten. Allerdings werden hier auch einige Klischees abgedeckt und es kommen einige Zufälle zusammen die das alles dann auch unglaubwürdig werden lassen. Auch die Wesensänderung von Rachel war mir zu krass dargestellt. Sie hat sich innerhalb von wenigen Seiten um 180 Grad geändert.  Alles in allem kann man sagen das Dennis Lehane in einer sehr anspruchsvollen Sprache, einen lesenswerten aber nicht überragenden Thriller geschrieben hat. Trotz seiner Höhen und Tiefen, hat mir nette Lesestunden gebracht.
Ein Buch, das sich entwickelt...
von Martin Schult - 13.10.2018
Rachel Childs ist eine engagierte und mutige Frau und erlangt in ihrem Beruf als Journalistin immer mehr Anerkennung. Ihr Einsatz im Krisengebiet Haiti, wohin sie nach einem verheerenden Erdbeben beordert wird, verändert ihr Leben allerdings nachhaltig. Von den Ereignissen vor Ort schwer erschüttert, misslingt ihre Liveüber-tragung vor Millionen von Zuschauern. Sie verliert ihren gefeierten Status und ihr Karriere zerfällt so schnell, wie sie entstand. Kurz darauf trifft sie Brian, einen Mann, der ihrem Leben eine ganz neue Richtung gibt... Dennis Lehane hat sich als Autor unter anderen schon einen Namen mit seinen Büchern Mysric river und Shutter Island gemacht, gelesen hatte ich bisher allerdings noch keines seine Werke. Mit einer entsprechend hohen Erwartung bin ich in seinen neuen Thriller gestartet und wurde insgesamt auch nicht enttäuscht. Er erzählt die Geschichte in einem sehr gut zu lesenden Schreibstil, der das Geschehen lebendig und bildreich vor Augen führt. Die Story braucht allerdings ein wenig, bis sie wirklich in Fahrt kommt. Auf den ersten 200 Seiten stellte sich doch für mich die ein oder andere Länge ein, die ein wenig Durchhaltevermögen erforderten. Der zweite Teil tröstet aber über den schleppenden Beginn hinweg und baut mit überraschenden und für mich unvorhersehbaren Entwicklungen zunehmend die Spannung und Dramatik auf. Hier fiel es mir dann immer schwerer, das Buch zur Seite zu legen und war in der spannenden Handlung gefangen. Der Abgrund in dir ist für mich ein gelungener Thriller, der zu Beginn vielleicht um ein paar Seiten kürzer hätte sein können, insgesamt aber mit einer clever konzipierten und schwer durch-schaubaren Story überzeugt. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.
Ein Mord macht noch keinen Thriller!
von Igela - 12.10.2018
Rachel wächst ohne Vater auf. Dieser verlässt die Familie, als Rachel drei Jahre alt ist. Als Jugendliche möchte sie ihn kennen lernen, die Mutter verweigert jede Auskunft. Nach einem Arbeitseinsatz in Haiti, der Rachel sehr geprägt hat, leidet sie unter Panikattacken und hat Probleme ihr Leben auf die Reihe zu kriegen. Erst als sie Brian kennenlernt, kehrt so was wie Stabilität und Ruhe ein. Eines Tages erschiesst Rachel ihren Mann. Das Buch beginnt mit dem Schluss. Rachel erschiesst ihren Mann Brian. Und da war meine Neugier auch schon geweckt. Weshalb erschiesst eine scheinbar glückliche Ehefrau ihren Mann? Doch es brauchte eine grosse Portion Geduld um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Denn erst mal springt die Story zurück ins 1977. Rachels Vergangenheit, ihre Beziehung zu der gefühlskalten Mutter, die ihrer Tochter den Namen des Vaters vorenthält. Rachels Suche nach dem Vater und ihren Einsatz als Reporterin im mit Cholera, Erdbeben und Krisen geschüttelten Haiti. Dieser Teil enthält viele berührende Szenen. Da ist erst mal der Vater, den Rachel meint gefunden zu haben. Die Gefühle, die sie ihm entgegen bringt und die nur bedingt Anklang finden. Dann die Arbeit auf Haiti. Der Hurrikan, die Cholera, die wütet¿sehr authentisch und bedrückend beschrieben. Mich hat der Schreibstil begeistert. Zwar eher nüchtern, doch durch kurze und prägnante Sätze wunderbar zu lesen. Ohne viele und überflüssige Worte zu verlieren, kommt der Autor auf den Punkt. Perspektivwechsel gibt es keine. Daher ist die Geschichte, in der immer Rachel im Mittelpunkt steht, gradlinig und klar. Was dadurch langweilig sein könnte, hat der Autor durch viele Ereignisse in Rachels Leben wett gemacht. Zwar habe ich nicht so wirklich verstanden, weshalb, und das im Hinblick auf den Verlauf der Geschichte, Rachels Suche nach ihrem Vater, so viel Gewicht beigemessen wurde. Denn so wie es sich zum Schluss dargestellt hat, war das nur zwecks Verständnis für die Figur Rachel und ihre späteren Angststörungen. Und deshalb empfand ich, gerade diesen Aspekt, als zu viel Raum einnehmend. Lange Zeit ist man ahnungslos, wie sich die Story entwickelt und in welche Richtung sie geht. Der Einführungsteil in die Figur Rachel und ihrer Vergangenheit war mir zu sehr in die Länge gezogen. Die Spannung, die nach dem Mord auf den ersten Seiten sehr schnell aufgebaut wurde, verpufft im Nichts¿um dann Mitte Buch wieder in Fahrt zu kommen. Paranoia oder Misstrauen ziehen ein und man fühlt mit Rachel mit, deren Leben plötzlich komplett aus den Fugen gerät. Im Grossen und Ganzen habe ich mich mit diesem Spannungsroman gut unterhalten. Ein Thriller ist es leider ganz und gar nicht, dafür enthielt die Geschichte zuviele Familien und/oder Eheprobleme und zu wenig psychologische Spielchen oder Gänsehaut. Oder anders gesagt : Ein Mord macht noch lange keinen Thriller!
Vom psychologischen Roman zum Actionthriller auf etwas mehr als 500 Seiten
von MissGoWest - 06.10.2018
Rachel Childs lernt auf der Suche nach ihrem Vater Brian Delacroix kennen. Als sich ihre Wege nach einiger Zeit wieder kreuzen, scheint ihr Glück perfekt, als sie heiraten, obwohl sie nach traumatischen Ereignissen während ihrer journalistischen Tätigkeit in Haiti mit schweren seelischen Folgen und Einschränkungen zu kämpfen hat. Durch einen Zufall merkt sie, dass Brian einiges vor ihr verheimlicht und stößt bei ihren Nachforschungen auf Geheimnisse, die sie niemals vermutet hätte. Meine Erwartungen an "Der Abgrund in dir" waren sehr hoch, da ich Dennis Lehane dank seines Romans "Shutter Island" sehr schätze. Mehr als die Hälfte des Buches wird Rachels Leben in einem ruhigen Erzähltempo geschildert, wobei auch hier schon Andeutungen gemacht werden, dass vielleicht nicht alles so ist, wie es den Anschein hat: "Vermutlich konnte man einen Menschen jeden Tag seines Lebens fotografieren, ohne die tiefere Wahrheit über ihn zu erfassen, seinen Wesenskern." (S. 132) Als Rachel Brians Wesenskern erfasst, greift sie zur Waffe und schießt - und genau so lautet der erste Satz dieses Thrillers: "An einem Dienstag im Mai, im Alter von sechsunddreißig Jahren, erschoss Rachel ihren Mann." (S. 7) Diese Tat löst einen Strang von Handlungen und große Action aus. Ab hier ist der ruhige Erzählfluss definitiv vorbei, so dass sich das Buch in "davor" und "danach" einteilen lässt. Genau das lässt mich im Zwiespalt zurück. Anstatt der Actionsequenzen hatte ich mehr psychologischen Nervenkitzel gehofft - oder zumindest auf eine Wiederaufnahme der Fäden, die im ersten Teil gewoben wurden. Dann wäre das Buch eine rundere Sache gewesen. Außerdem macht Rachel eine zu große und teilweise unglaubwürdige Charakterveränderung durch - sie entwickelt sich zu einer Frau, die mir am Ende nicht mehr allzu sympathisch ist. "Der Abgrund in dir" ist ein gutes Buch, das hervorragend hätte werden können, wenn es homogener gewesen wäre. Die Sprachfertigkeit von Dennis Lehane nahm manchmal schon fast poetische Züge an: "Inzwischen war die Dunkelheit über sie hereingebrochen, es war so dunkel wie in einem deutschen Märchen oder wie bei einer Sonnenfinsternis." (S. 416) Alles in allem wurde ich gut unterhalten, aber ich bin davon überzeugt, dass der Roman als Film besser funktionieren wird. An manchen Stellen wirkt es, als wäre er mit dieser Idee im Hinterkopf geschrieben worden.
Spannend und gut zu lesen, im zweiten Teil leider unglaubwürdig
von Anonym - 04.10.2018
Rachels Childs Leben ist beherrscht von Ängsten. Seit einer Recherchereise in ein Krisengebiet, lassen sie diese nicht mehr los und sie erleidet immer öfter Panikattacken. Als sie Brian, ihren zukünftigen Ehemann kennenlernt, scheint sich ihr Leben wieder zu normalisieren. Dennis Lehanes Buch hat mich sehr angesprochen. Ein tolles Cover, das viele Fragen aufwirft und ein Plot, wie man ihn sich als Thriller-Leser nur wünschen kann. Jetzt am Ende der Lektüre bin ich hin und her gerissen. Denn mir scheint, als hätte ich zwei Bücher gelesen, die in meinen Augen ziemlich verschieden sind. Im ersten Teil hat man eine tiefgehende Charakterstudie der Protagonistin, die detailliert ihre ganze Entwicklung darstellt. Rachel ist immer auf der Suche nach ihrem Selbst. Sie hatte nie einen Vater, eine sehr problematische Beziehung zu ihrer Mutter und konnte deshalb keine tiefergehende Bindung eingehen. Die daraus resulitierenden Ängste und Panikattacken, ausgelöst durch grausame Erlebnisse in einem Krisengebiet, in dem sie als TV-Reporterin unterwegs war, beherrschten ihr ganzes Leben. Diese sind meiner Meinung nach sehr detailliert und realistisch dargestellt. Dann im zweiten Teil wendet sich das Blatt. Sie lernt Brian kennen. Er heiratet sie und scheinbar wendet sich ihr Leben zum Guten. Mit seiner Hilfe überwindet sie die Angstmomente. Aber das ging so rasend schnell, dass es für mich mehr und mehr unglaubwürdig wurde. Rachels rasante Entwicklung zu einer Frau ohne Angst und mit viel Risikobereitschaft war für mich nicht nachvollziehbar. So hat das Buch im zweiten Teil für mich ziemlich an Glaubwürdigkeit verloren. Ich hatte fast das Gefühl in einem anderen Film zu sein. Dass meine Bewertung dann doch so gut ausfällt, hat damit zu Tun, dass Lehane einfach meisterhaft schreibt. Man ist gefesselt und gebannt und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Mein Fazit: Ein durchaus spannender Pageturner. Wer jedoch großen Wert auf realistische Szenarien legt, ist hier schlecht bedient, wer es aber gerne actionreich und amerikanisch mag ist hier genau richtig.
Liebe
von Gerda - 01.10.2018
Dieses Buch war eine Quälerei. Es fing sehr interessant an, verflachte immer mehr, um zum Schluss fulminant aufzuholen. Ich tendiere zwischen 3 oder 4 Sternen. Jeder der sich auf dieses Buch einlässt, sollte es dann für sich selbst entscheiden. Der Erzählstil ist wirklich gut, aber diese Auseinandersetzung mit den Panikattacken ist zu ausufernd. Es lähmt die Geschichte völlig. Hier sollte der Verlag noch einmal kräftig kürzen. Im letzten Drittel des Buches wird aus diesem lahmen langweiligen Buch eine echter Thriller. Hätte uns der Autor bloß eher in die Geschichte hineingezogen. Da kommt auch Spannung auf und ich konnte mich das erste Mal mit den Personen auseinandersetzen. Hier hätte der Autor noch ruhig ein paar Kapitel mehr schreiben können. Ein merkwürdiges Buch!
Brillanter, actionreicher Psychothriller mit deutlichen Startschwierigkeiten
von bookloving - 29.09.2018
Mit dem neuesten Werk "Der Abgrund in dir" hat Bestseller-Autor Dennis Lehane einen recht ungewöhnlichen und äußerst vielschichtigen Spannungsroman verfasst, der eine Mischung aus Familienroman, Liebesgeschichte und Psychothriller darstellt, und den man spätestens im letzten Teil einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Untergliedert ist der Roman, in dessen Mittelpunkt Rachel Childs steht, in drei deutlich voneinander abgesetzte Teile, die unterschiedliche Zeitstränge repräsentieren und recht unterschiedliche Handlungsschwerpunkte aufweisen. Äußerst packend lässt Lehane seinen Roman mit einer packenden recht verstörenden Szene beginnen, die sein vermeintliches Ende andeutet. Gebannt liest man weiter, da man unbedingt mehr über die Hintergründe erfahren möchte. Trotz seines äußerst mitreißenden Schreibstils macht es der Autor dem Leser allerdings nicht leicht, bei der Stange zu bleiben, denn beinahe über 300 Seiten vergehen, bis die Handlung schließlich ganz überraschend den erwarteten Thrill erhält und ein atemberaubendes Tempo aufnimmt. Zuvor jedoch entwirft der Autor ein äußerst detailliertes Psychogramm von Rachel, das zwar sehr interessant ist, aber sehr deutliche Längen und wenig Spannung aufweist. So dreht sich der erste Teil hauptsächlich um ihre problembeladene Familiengeschichte, Rachels schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, ihre Karriere als erfolgreiche TV-Reporterin sowie ihre angeschlagene Psyche und zerrissene Persönlichkeit. Auch im zweiten Teil lässt sich der Autor noch viel Zeit seine eigentliche Geschichte zu entwickeln und rückt zunächst Rachels Liebesgeschichte und das glückliche Leben mit ihrem zweiten Ehemann Brian, einem charmanten, attraktiven Geschäftsmann in den Mittelpunkt. Geradezu meisterlich lässt Lehane dann seine Handlung durch eine unerwartete Entdeckung Rachels kippen, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Der Roman entwickelt sich zu einem äußerst packenden, temporeichen Psychothriller, der einem mit jeder Menge Action und erstaunlichen Wendungen in Atem hält. Lehanes clever konstruiertes Verwirrspiel führt den Leser so manches Mal in die Irre und lässt schließlich alles in Frage stellen. Das spannungsgeladene, wendungsreiche Verschwörungsgeschichte gipfelt schließlich in einem unglaublich mitreißenden Finale, das an Dramatik und Brutalität kaum zu überbieten ist und etwas überzogen wirkt. Sehr interessant, ausreichend undurchschaubar und vielschichtig sind auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Figuren des Romans angelegt. Leider bleibt die Glaubwürdigkeit von Rachels sorgsam angelegtem, komplexem Charakter für mich bei einigen Verhaltensweisen jedoch auf der Strecke, so dass ihr Handeln für mich nicht immer nachvollziehbar war. FAZIT Nach einem spannungsarmen ersten Teil entwickelt sich die Geschichte zu einem brillanten, rasanten Psychothriller, der mit Hochspannung und unerwarteten Wendungen bestens zu unterhalten weiß! Schade, dass der Autor anfangs so viel Potential verschenkt hat!
Spannend, verwirrend, teifgründig
von Biest - 29.09.2018
"Ich habe dich geliebt. Ich habe dich gehasst. Ich weiß nicht, wer du bist." Inhalt: Rachel Childs hat alles, was man sich erträumt: ein Leben ohne finanzielle Sorgen, einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann. Doch im Bruchteil einer Sekunde macht ausgerechnet dieser Mann ihr Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr. Nichts ist mehr, wie es scheint, und Rachel muss sich entscheiden: Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen? Meine Meinung: Die Geschichte gliedert sich in drei Teile, sie beginnt 1977 und endet 2014. Man begleitet Rachel durch ihre Kindheit, die nicht einfach war, diese macht dem Leser verständlich, warum sie so ist wie sie ist. Immer wieder scheitern ihre Beziehungen, und das formt sie. Sie scheint irgendwie immer gehetzt und auf der Flucht zu sein. Seit ihrer frühesten Kindheit leidet sie an unglaublich vielen Ängsten, traut sich überhaupt nichts zu, kann am Leben nicht wirklich teilhaben. Zumindest nicht an solch einem, wie wir es kennen. Im zweiten Abschnitt trifft sie auf ihren Ehemann. Der letzte Abschnitt ist eine wirkliche Überraschung. Man kann Rachels Leben und ihre Entwicklung sehr schön beobachten und gut nachvollziehen. Sie ist ein interessanter Charakter, mit dem es nicht langweilig wird. Aber auch Brain, ihr gutaussehnder und liebevoller Ehemann war ein sehr vielseitiger und facettenreicher Charakter. Auf den ersten Blick könnte man ihn mögen, so lange man nicht hinter die Fassade blickt. Man schaut in die tiefsten menschlichen Abgründe, man weiß nicht mehr was real ist und was nicht. Niemand scheint der zu sein für den er sich ausgibt. Ein gelungenes Verwirr- und Versteckspiel. Einmal angefangen, konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Jedes Kapitel hat immer ein echt fieses Ende, welches es einem nicht erlaubt dieses Werk beiseite zu legen. Normalerweise gefallen mir die Cover vom Verlag eigentlich nicht so sonderlich gut, dieses hier bildet aber eine Ausnahme. Im Nachhinein kann ich sicher sagen, dass es absolut zur Geschichte passt. Auch der Schreibstil war toll, modern, flüssig und bildhaft. Man fliegt nur so durchs Buch. Fazit: Eine klare Lesempfehlung für alle Krimifans. Spannend, verwirrend, beängstigend. Eine psychologisch tiefgründige und super durchdachte Story. Ein Highlight für mich in diesem Jahr.
psychologisch actiongeladener Roman
von lucyca - 29.09.2018
In meinen Augen beinhaltet dieses Buch zwei Geschichten über das Leben der Rachel Childs. Der erste Teil Rachel im Spiegel 1977 - 2010 . Das erste Kapitel beginnt mitten im jugendlichen Alter Rachels, als sie sich das erste Mal verlassen fühlt. Ihre Mutter, eine sehr dominante und gefühlskalte Person ist nicht gewillt, Rachel etwas über ihren Vater zu erzählen. Warum er die Familie verlassen hat, obwohl Rachel sich stark zu ihm hingezogen fühlte. Ihre Frage nach ihrem Vater wird für sie eine richtige Obsession. Als ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kommt, fühlt sich Rachel noch mehr verlassen und verraten. Nach ihrem Studium arbeitet sie erfolgreich bei einem Fernsehsender. Ihren unbekannten Vater versucht sie jetzt auf eigene Faust zu finden. Sie steigert sich förmlich in diese Suche. Ein schicksalhafter Reporter-Einsatz auf der total zerstörten Insel Haiti bringt Rachel an den gesundheitlichen Abgrund. Abrupt muss sie diesen abbrechen und nach Hause zurückkehren. Und hier beginnt der zweite Teil Brian 2011 - 2014 . Sie haben sich zwar schon früher kennengelernt. Rachel gefangen in ihrer Angst- und Verlassenwerdenphobie, traut sich schon seit längerer Zeit nicht mehr unter die Leute. Brian, gut aussehend, charmant und herzlich setzt als ihr jetziger Ehemann, Rachel wieder in ein normales Leben zurückzuführen. Er setzt alles auf eine Karte, die in einer alptraumhaften, ja verbrecherischen Tragödie endet. Dennis Lehane erzählt diese Geschichte sehr eindrücklich. Für meinen Geschmack waren die Kapitel manchmal zu lang, zu ausführlich und wiederholend. Trotzdem fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Das Fesselnde war Brian und seine Methoden und Gründe. Für mich ist dieses Buch eher ein Schicksalsroman mit einem kriminalistischen Schlussteil. Unglaublich, welche Wendungen das ganze nahm. Die Figur Rachel erlebt ein sehr facettenreiches Leben. Ihre Entwicklung von einer jungen verlassenen ja total verängstigten Frau in eine selbstsichere Person, unglaublich. Eine solche Wende kann ich mir kaum vorstellen. Leider hat mich dieses Buch von Dennis Lehane nicht vollkommen überzeugt. Der erste Teil psychologische, der zweite Teil actiongeladen. Was mir hingegen gut gefiel, ist sein toller Schreibstil. Eines ist klar, dies war nicht mein letzter Dennis Lehane.
Unentschlossen ...
von goat - 24.09.2018
Rachel Child macht sich nach dem Unfalltod ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem Vater. Die spärlichen Informationen machen das ganze Unternehmen allerdings zu einem fast hoffnungslosen Unterfangen, da ihre Mutter sich immer strikt geweigert hat, über ihn zu sprechen. Während dieser Suche lernt sie den Privatdetektiv Brian Delacroix kennen und sie haben auch sporadisch immer mal wieder schriftlichen Kontakt. Rachel steigt zwischenzeitlich die Karriereleiter als Fernsehjournalistin in einem rasanten Tempo hinauf und stürzt, nachdem man sie zu einem verheerenden Erdbeben nach Haiti schickt, um live über die schlimmen Verwüstungen zu berichten, ebenso schnell wieder nach unten. Vor laufender Kamera erleidet sie einen Nervenzusammenbruch und jeder vor dem Fernseher kann es mit ansehen. Gedemütigt und gebrandmarkt verkriecht sie sich in ihrem Haus und wird von Panikattacken überrollt, wenn sie es verlassen soll. Die Ehe leidet darunter und zerbricht schließlich. Erst als sich Rachels und Brians Wege zufällig wieder kreuzen, verliebt sie sich in den smarten Privatdetektiv, der inzwischen keiner mehr ist und erholt sich nach und nach von ihren Problemen. Aufopferungsvoll kümmert er sich um sie und sie blüht auf bis zu dem Tag, an dem sie erkennen muss, dass Brian nicht der Mann ist, für den sie ihn immer gehalten hat ... Lehanes Art zu schreiben, hat mich regelrecht in den Bann gezogen. Gerade der erste Teil des Buches, in dem Rachel sich auf die Suche nach ihrem Vater macht, hat mich wirklich überzeugt. Rachel ist ein sehr vielschichtiger Charakter und es gelingt dem Autor auch sehr gut, das rüberzubringen. Aufgewachsen ohne Vater, bei einer fürchterlich egozentrischen und manipulativen Mutter, die alles, aber auch wirklich alles versucht, um Rachel von ihrem Vater fernzuhalten, was ihr letzten Endes ja auch gelingt. Auch die Einsamkeit, die Rachel umgibt, weil da niemand mehr ist, dem sie sich zugehörig fühlen kann. Ihr Ehemann ist ein Langweiler, der sich nur für sein Hobby interessiert und sie im Grunde genommen gar nicht wahrnimmt. Dann Rachels Absturz und die Panikattacken, die sie ans Haus fesseln - all das bindet den Leser an die Protagonistin. Die Suche nach ihrem Vater ist kein spektakuläres Ereignis, nichts detstotrotz gehört das zu Rachels Leben dazu und ich habe Rachels Wunsch nach einem Vater während des Lesens deutlich spüren können und dieses auch komplett verinnerlicht, sodass ich total verwirrt war, als die Suche plötzlich zur Nebensache wurde. Was dann folgt, ist spannend - keine Frage, passt aber so gar nicht zum ersten Drittel des Buches und ist vielmehr eher das Drehbuch zu einem Actionfilm, bei dem sich ein Cliffhanger an den anderen reiht, die es an Logik und Glaubwürdigkeit mangeln lassen. Stattdessen wird so ziemlich jedes Klischee bedient. Bei der Bewertung habe ich mich etwas schwer getan, weil mir der Roman trotz allem sehr gut gefallen hat. Der Spannungsbogen war durchweg vorhanden. Nur hier prallen bei den Erzählsträngen einfach Welten aufeinander und mir haben die anfänglichen leisen Töne besser gefallen, als die actiongeladenen Seiten. Ich hätte mir die ruhigere, ebenso spannende Gangart durchgängig gewünscht, was aber daran liegen mag, dass ich ein Fan von Psychothrillern bin. Deshalb von mir bei der Abgrund in Dir nur drei Sterne - aus Unterhaltungssicht wären es aber doch eher vier gewesen.
Leider sehr langatmig
von Anonym - 24.09.2018
Der Abgrund in dir von Dennis Lehane ist im Diogenes Verlag erschienen und umfässt 528 Seiten. Das Buch kommt mit einem weißen Buchumschlag und einem dezenten Cover daher, welches zum Titel passt, jedoch nicht auf den Inhalt schließen lässt. Ich kenne den Autor, da er bereits das Buch Shutter Island verfasst hat, welches großartig verfilmt worden ist. Daher waren meine Erwartungen relativ hoch, auch wenn ich noch nie selbst ein Buch von Lehane gelesen habe. Leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden, ich musste mich regelrecht durch die Seiten quälen. Erst ab Seite 300 kam etwas Spannung auf, was leider auch nicht lange anhielt. Im Buch geht es um Rachel Childs - eine erfolgreiche Journalistin und Reporterin. Rachel hat ihren Vater nie kennen gelernt und leidet schon ihr ganzes Leben darunter, leider hat auch ihre Mutter ihr den Kontakt nie ermöglicht. Auf der Suche nach dem Vater lernt sie ihren Mann kennen, der scheinbar nicht so perfekt ist wie sie anfangs gedacht hat. Das Buch hat unglaublich viele Längen, Ausführungen bis ins kleinste (unwichtigste) Detail. Das Ende ist mir zu vorhersehbar und glatt. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen.
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