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Der Griff nach der Deutungsmacht als Buch
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Der Griff nach der Deutungsmacht

Zur Geschichte der Geschichtspolitik in Deutschland.
Buch (kartoniert)
Wenn historische Ereignisse Vergangenheit sind, beginnt der Streit um ihre Deutung. In den säkularisierten Gesellschaften der Moderne spielt Geschichte eine wichtige Rolle bei der Stiftung nationaler und kultureller Identität und bei der Legitimation... weiterlesen
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Der Griff nach der Deutungsmacht als Buch
Produktdetails
Titel: Der Griff nach der Deutungsmacht

ISBN: 3892447101
EAN: 9783892447108
Zur Geschichte der Geschichtspolitik in Deutschland.
Herausgegeben von Heinrich August Winkler
Wallstein Verlag GmbH

März 2004 - kartoniert - 267 Seiten

Beschreibung

Wenn historische Ereignisse Vergangenheit sind, beginnt der Streit um ihre Deutung. In den säkularisierten Gesellschaften der Moderne spielt Geschichte eine wichtige Rolle bei der Stiftung nationaler und kultureller Identität und bei der Legitimation politischer Herrschaft. Geschichtsbilder können unter diesen Bedingungen große historische Wirkungen entfalten. Wer über historische Deutungsmacht verfügt, übt daher mittelbar auch politischen Einfluß aus. Die Geschichte wird zu einem Kampffeld verschiedener Deutungseliten, die danach streben, ihre Sicht der Vergangenheit durchzusetzen, um so den Handlungsraum und das Selbstverständnis ihrer politischen Gemeinschaft zu beeinflussen. Diesem "Griff nach der Deutungsmacht" spüren der Berliner Historiker und Publizist Heinrich August Winkler und zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts nach. In klar und anschaulich geschriebenen historischen Essays werden geschichtspolitische Instrumentalisierungen, mythische Überhöhungen und rituelle Inszenierungen von Schlüsselereignissen der deutschen Geschichte erörtert. Dabei stehen Themen im Vordergrund, die bei der Diskussion um Geschichtspolitik bisher weniger stark beachtet wurden als die nationalsozialistische Diktatur und der Holocaust. In den Essays werden die Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges, die Erinnerung an die Napoleonischen Befreiungskriege, das Erbe der Revolution von 1848, das Gedenken an die Reichsgründung von 1870/71 und der lange Schatten der gescheiterten Weimarer Republik behandelt. Immer geht es dabei auch um das politisch-kulturelle Selbstverständnis der Deutschen und ihrer Nation.

Portrait

Heinrich August Winkler, geb. 1938 in Königsberg, studierte Geschichte, Wissenschaftliche Politik, Philosophie und Öffentliches Recht. Er habilitierte sich 1970 an der Freien Universität Berlin und war zunächst dort, danach von 1972 bis 1991 Professor in Freiburg. Seit 1991 ist er Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Veröffentlichungen u.a.: "Weimar. Ein Lesebuch zur deutschen Geschichte 1918-1933" (1999); "Der lange Weg nach Westen" (2000).

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