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Die Unruhe der Kultur - Potentiale des Utopischen als Buch
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Die Unruhe der Kultur - Potentiale des Utopischen

Buch (kartoniert)
Diesem Buch liegt die Absicht zugrunde, ein neues Verständnis der Eigenart und Funktion des Utopischen zu finden - nach dem sogenannten >Ende der Utopie<, das an der Epochenschwelle 1989 verkündet wurde.

Utopien als programmatische Handlungsanweisun … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Unruhe der Kultur - Potentiale des Utopischen

ISBN: 3934730779
EAN: 9783934730779
Herausgegeben von Jörn Rüsen, Michael Fehr
Velbrueck GmbH

1. Juni 2004 - kartoniert - 360 Seiten

Beschreibung

Diesem Buch liegt die Absicht zugrunde, ein neues Verständnis der Eigenart und Funktion des Utopischen zu finden - nach dem sogenannten >Ende der Utopie<, das an der Epochenschwelle 1989 verkündet wurde.

Utopien als programmatische Handlungsanweisungen sind gescheitert und haben sich als höchst problematisch, letztlich in Terror mündend, herausgestellt. Die Frage ist aber, ob mit dieser negativen historischen Erfahrung von >Realutopien< die Eigenart des Utopischen historisch schon hinreichend ausgemacht worden ist. Alles menschliche Handeln erfolgt in Orientierungen, und man wird in allen kulturellen Orientierungen immer auch Elemente des Überschwenglichen identifizieren. Überschwenglich in dem Sinne, daß die Absichten der Menschen über die gegebenen Umstände und Bedingungen ihres Handelns radikal hinausgehen und ein ganz Anderes von Welt und Mensch entworfen wird. Diese Überschwenglichkeit ist ein fundamentales und vermutlich anthropologisch universelles Element der Stimulation menschlicher Daseinsorientierung.

Es geht darum, das an dieser Überschwenglichkeit anzusprechen und auszulegen, was an ihr als spezifisch utopisch qualifiziert werden kann, sowie die Möglichkeit zu eruieren, utopisches Denken aus den Zwängen und Restriktionen der Handlungsanweisung oder des Realutopischen zu befreien und ihm eine Ursprünglichkeit wiederzugeben, mit der es auf neue Weise handlungsstimulierend wirken kann, ohne desaströs zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Jörn Rüsen
Einleitung

I. ESSAYS

Claus Offe
Nach dem Ende der Utopien - 'Zivilgesellschaft' als Fortschrittsidee? Metamorphosen des utopischen Denkens

Hayden White
Die Zukunft der Utopie in der Geschichte und die Zukunft der Geschichte in der Utopie

Jan Philipp Reemtsma
Keine Lust will Ewigkeit. Das utopische Bewußtsein als objektive Grille betrachtet

II. ZUKUNFT DURCH UTOPIE?
VERHEISSUNG UND SCHRECKEN DES VISIONÄREN

Wilhelm Voßkamp
Einleitung

David Kettler
Utopie als Entdeckungsprozess

Inge Münz-Koenen
Utopisches Denken in Zeiten der Globalisierung

Richard Saage
Vertragsdenken und Utopie nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus

Lyman Tower Sargent
Utopische Literatur und die Schaffung nationaler und personaler Identitäten

III. PRAGMATISMUS VERSUS FUNDAMENTALISMUS UND SONST NICHTS?
VISIONÄRES IN POLITIK UND GESELLSCHAFT

Gregors Claeys
Nach dem >Fortschritt<: Die Geschichte des politischen Denkens und die Schaffung einer grünen Utopie

Luisa Passerini
Der Beitrag der Erinnerung zur Utopie

Michael Thompson
Konkretisierte Zukunftsvisionen

IV. REFUGIUM FÜR UTOPIEN?
DAS MUSEUM

Barbara Kirshenblatt-Gimblett
Einleitung

Michael Fehr
Kurze Beschreibung eines Museums, das ich mir wünsche

Donald Preziosi
Haunted by Things. Utopias and their consequences

V. AUSLAUFMODELL MENSCH? PHANTASIEN ÜBER DEN NEUEN MENSCHEN

Matthias Kettner
Einleitung

Micha Brumlik
Die Republik der Cybizens - wie sich die Politik vom Menschen löst

Detlef B. Linke
Der neue Mensch und die künstliche Ethik

Eva M. Neumann-Held
Vom 'alten' zum 'Neuen Menschen'? Ein Plädoyer für eine erweiterte Perspektive

VI. Erlösung durch Wissenschaft und Technik?
Die Versprechen des Fortschritts

Peter Hennicke
Das Beispiel Energie

Claus Pias
Unruhe und Steuerung. Zum utopischen Potential der Kybernetik

Nico Stehr
Fragile Utopien

Portrait

Michael Fehr, geb. 1949, von 1987 bis 2005 Direktor des Karl Ernst Osthaus-Museum der Stadt Hagen; 1998 Lehrbeauftragter für Museologie am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Jörn Rüsen, geb. 1938. Von April 1997 bis 2007 war er Präsident des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen und seit WS 1996/97 Lehrstuhlinhaber der Professur für Allgemeine Geschichte und Geschichtskultur an der Universität Witten/Herdecke.
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