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Die "Volksdeutschen" in Polen, Frankreich, Ungarn und der Tschechoslowakei

Mythos und Realität. 'Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau'. 1. , Aufl.…
Buch (kartoniert)
Der Begriff der "Volksdeutschen" gehört bis heute in Polen zu den am negativsten besetzten Begriffen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg. Bis 1989 zählte dieses Problem zu den politischen Tabuthemen. Die seit den 1990er Jahren verstärkt einsetz … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die "Volksdeutschen" in Polen, Frankreich, Ungarn und der Tschechoslowakei

ISBN: 3929759845
EAN: 9783929759846
Mythos und Realität.
'Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau'.
1. , Aufl. 2004.
Herausgegeben von Jerzy Kochanowski, Maike Sach
Fibre Verlag

6. Oktober 2006 - kartoniert - 431 Seiten

Beschreibung

Der Begriff der "Volksdeutschen" gehört bis heute in Polen zu den am negativsten besetzten Begriffen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg. Bis 1989 zählte dieses Problem zu den politischen Tabuthemen. Die seit den 1990er Jahren verstärkt einsetzende Forschung über die Geschichte der Deutschen in Polen hat gezeigt, wie komplex und vielschichtig das Problem ist und wie unterschiedlich die Erfahrungen der "ethnischen Deutschen" waren, besonders während des Krieges und unmittelbar nach seinem Ende. Um Forschungslücken zu diesem Themenkomplex zu füllen, haben Historiker des DHI Warschau im April 2003 gemeinsam mit dem Haus für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Gleiwitz eine internationale Konferenz über die Volksdeutschen organisiert, deren Ergebnisse im vorliegenden Band zusammengefasst sind. Dabei wurden Polen, die Tschechoslowakei und Frankreich als unmittelbare Nachbarn Deutschlands, die jeweils in Grenzstreitigkeiten verwickelt waren und gleichzeitig eine starke deutsche Minderheit aufwiesen, miteinander verglichen. Als sinnvolle Ergänzung erwiesen sich Studien aus Ungarn, der Ukraine, Rumänien und Serbien.

Inhaltsverzeichnis

I. EINFÜHRUNG
Ingo Haar:
Vom "Volksgruppen-Paradigma" bis zum "Recht auf Heimat": Exklusion und Inklusion als Deutungsmuster in den Diskursen über Zwangsmigrationen vor und nach 1945
Gerhard Wolf:
Die deutschen Minderheiten in Polen als Instrument der expansiven Außenpolitik Berlins
II. DIE DEUTSCHEN MINDERHEITEN 1918-1939
Christiane Kohser-Spohn:
Die Vertreibung der Deutschen aus dem Elsass 1918-1920
Winson W. Chu:
Metropole der Minderheit: Die Deutschen in Lodz und Mittelpolen 1918-1939
Krisztián Ungváry:
Die in Frage gestellte Assimilation. Zur Genese der "Deutschenfrage" in Ungarn in der Zwischenkriegszeit
Natalja Rublova:
Die Deutschen in der sowjetischen Ukraine 1933-1939
Ota Konrád:
Die deutschen Hochschullehrer in Prag vor und nach 1938/39. Versuch einer Bestandsaufnahme
III. DIE KRIEGSJAHRE 1939-1945
Isabel Heinemann:
"Deutsches Blut". Die Rasseexperten der SS und die Volksdeutschen
Rainer Schulze:
"Der Führer ruft!" Zur Rückholung der Volksdeutschen aus dem Osten
Jean-Marc Dreyfus:
Germanisierungspolitik im Elsass 1940-1945
Tatjana Tönsmeyer:
"Das verspätete Erwachen" - Die Slowakeideutschen 1939-1945
Norbert Spannenberger:
Zwischen Hakenkreuz und Stephanskrone. Der Volksbund der Deutschen in Ungarn
1938-1944
Volker Zimmermann:
"Volksgenossen" erster und zweiter Klasse? Reichs- und Sudetendeutsche in Böhmen und Mähren 1938-1945
Ottmar Trasca:
Rumäniendeutsche in Wehrmacht und Waffen-SS 1940-1944
IV. NACH 1945: KOLLEKTIVE VERANTWORTUNG, REHABILITIERUNG, AUSSIEDLUNG UND MYTHOS DER VOLKSDEUTSCHEN
Ágnes Tóth:
Die kollektive Schuld. Zum Vorgehen gegen die deutsche Minderheit in Ungarn 1945-1946
Jerzy Kochanowski:
Verräter oder Mitbürger? Staat und Gesellschaft in Polen zum Problem der Volksdeutschen vor und nach 1945
Christof Morrissey:
Die Karpatendeutschen aus der Slowakei. Kollektive Erinnerung und Integration in der Bundesrepublik Deutschland 1945-1975
Eugeniusz Cezary Król:
Das Bild des ethnischen Deutschen im polnischen Film nach dem Zweiten Weltkrieg
Stefan Zwicker:
Zur Darstellung der Sudetendeutschen in Literatur, Publizistik und Film der Nachkriegszeit in der Tschechoslowakei und Deutschland

Portrait

JERZY KOCHANOWSKI, Dr. hab., geb. 1960, Professor am Historischen Institut der Universität Warschau, war bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. MAIKE SACH, Dr. phil., geb. 1970, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Warschau.

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