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ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL

Roman. Originaltitel: TODO ESTO TE DARÉ.
Buch (gebunden)
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Ein ungesühntes Verbrechen. Ein grausamer Verdacht.

Der preisgekrönte Bestseller von der »Königin der literarischen Spannung.« Carlos Ruiz Zafón

»Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.« Als der Schriftsteller Manuel … weiterlesen
Buch

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Produktdetails

Titel: ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL
Autor/en: Dolores Redondo

ISBN: 3442757657
EAN: 9783442757657
Roman.
Originaltitel: TODO ESTO TE DARÉ.
Übersetzt von Lisa Grüneisen
Btb

25. März 2019 - gebunden - 605 Seiten

Beschreibung

Ein ungesühntes Verbrechen. Ein grausamer Verdacht.

Der preisgekrönte Bestseller von der »Königin der literarischen Spannung.« Carlos Ruiz Zafón

»Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.« Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen.


Ein ungesühntes Verbrechen. Ein grausamer Verdacht.
Der preisgekrönte Bestseller von der »Königin der literarischen Spannung«. Carlos Ruiz Zafón
Wie weit geht eine Familie, um ihr Ansehen zu retten?
Ausgezeichnet mit dem Premio Planeta und dem Premio Bancarella.
Über 400.00 verkaufte Ex. in Spanien. Gesamtauflage Dolores Redondo in Spanien: 1,5 Mio Leser.
Erscheint in 21 Sprachen.
Verfilmung geplant.


Video

Portrait

Dolores Redondo begeistert mit ihren literarischen Spannungsromanen ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. »Alles was ich dir geben will« stand monatelang auf der spanischen Bestsellerliste und wurde mit dem Premio Planeta, dem höchstdotierten Literaturpreis des Landes, ausgezeichnet. Redondo wurde außerdem für den CWA International Dagger Award nominiert und war Finalistin beim Grand Prix des Lectrices de ELLE. Sie wurde 1969 in San Sebastián geboren und lebt heute in der nordspanischen Region Navarra.

Pressestimmen

"Der spanischen Autorin Dolores Redondo gelingt ein großartiger Thriller und ein packendes Familiendrama." Westfälische Rundschau

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 01.04.2019

Die Ruinen einer Familie
Dolores Redondo blickt in die Abgründe Galiciens

Ein gewisser Jim Hawkins reichte im Jahr 2016 ein Manuskript namens "Die Sonne von Theben" für den spanischen Premio-Planeta-Literaturpreis für unveröffentlichte Romane ein und gewann die hochdotierte Auszeichnung. Schnell stellte sich heraus, dass sich hinter dem Pseudonym die Bestsellerautorin Dolores Redondo verbarg. "Die Sonne von Theben" heißt auch der Roman, den der überaus erfolgreiche Schriftsteller im Mittelpunkt ihrer neuen Geschichte schreibt. Dessen Ehemann kritisiert den Entwurf, doch Manuel Ortigosa schüttelt den Einwand ab; das neue Buch sei eben, was seine Leser von ihm erwarten. Aber die Kritik dringt vor zu seinem Kern: Er ringt mit sich, um die Gründe und die Ziele seines Schreibens.

In diesen Metapassagen kann man nicht umhin, in Ortigosa die Schriftstellerin Dolores Redondo selbst zu sehen, die mit "Alles was ich dir geben will" den ersten Roman seit ihrer Baztán-Trilogie vorlegt. Die Bücher waren ein großer Erfolg, der Produzent von Stieg Larssons "Millennium"-Adaptionen hat den ersten Teil inzwischen verfilmt.

Der "Sonne von Theben" jedenfalls ist kein langes Leben beschieden. Polizisten unterbrechen Ortigosas Schreibklausur und teilen ihm mit, dass sein Ehemann Álvaro tödlich verunglückt sei. In den folgenden zwei Wochen wird er nicht nur mit der Vermutung konfrontiert, dass es sich bei dem Unfall aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Mord handelt, sondern auch mit der Tatsache, dass Álvaro ein geheimes Doppelleben führte, Spross einer alten Adelsfamilie war und den Titel eines Grafen trug.

Wie die vorherigen Romane Redondos ist auch "Alles was ich dir geben will" lokal verwurzelt. Diesmal jedoch nicht im Baskenland, sondern im ländlichen Galicien, wohin sich der gebürtige Madrilene sofort aufmacht, um sich in einer unerwarteten Dreieckskonstellation wiederzufinden. Gemeinsam mit einem pensionierten Polizisten und Álvaros Beichtvater bemüht er sich, die Umstände des Todesfalls aufzudecken, und stößt dabei auf Widerstände mit jahrhundertealter Tradition. Geschickt etabliert Redondo im ersten Viertel ihres Romans den Eindruck einer Region in der Hand einflussreicher Mächte: Verbindungen zur katholischen Kirche, ein Adelstitel und während der Franco-Diktatur angehäufter Reichtum gewährleisten hier eine selbstverständliche Immunität.

Dass Standesdünkel und passive Gottergebenheit auch über Álvaros Tod hinaus in der Gegend omnipräsent sind, vermittelt Redondo in zahlreichen scheinbar nebensächlichen Szenen. Wenn sie etwa den Polizisten über die "galicische Tristesse" schimpfen lässt, die Unart der Leute, alle Gebäude nur zur Hälfte fertig zu bauen. Gleichzeitig ist "Alles was ich dir geben will" aber auch eine Liebeserklärung an die Region, an die Landschaft, die traditionsreiche, schwere körperliche Arbeit der Weinbauern an den Steilhängen der Ribeira Sacra.

In dieser ursprünglichen Natur findet Redondo starke Metaphern und Symbole für ihre Geschichte. Etwa die von einem Stausee gefluteten Dörfer, deren aus den Untiefen aufragenden Überreste an die Menschruinen der Adelsfamilie erinnern, in der jahrzehntelanges Schweigen irgendwann zwangsläufig zur Katastrophe führt. Quer dazu stehen die drei Protagonisten: Während Redondo anfangs noch latente Homophobie von der einen und städtische Arroganz gegenüber der Provinz auf der anderen Seite thematisiert, rauft sich das Trio bald zusammen, lacht und weint miteinander.

Die Autorin ist stark, wenn es darum geht - so rechtfertigen sich auch die stolzen sechshundert Seiten -, nuanciert die Auseinandersetzungen ihrer Figuren untereinander und mit ihren eigenen Dämonen zu entfalten, kleinste Verschiebungen in ihrer Weltsicht nachzuvollziehen. Aber ausgerechnet in den Spannungsspitzen liegen ihre Schwächen. In der Eleganz ihrer Plotstrukturen mag Dolores Redondo an ihr offensichtliches Vorbild Agatha Christie heranreichen. Mit deren sprachlichem Timing und Rhythmusgefühl kann ihre Familiensaga aber nicht mithalten. So behält sie etwa durchgängig einen stark deskriptiven, gelegentlich langatmigen Tonfall bei.

Wenn es um Beschreibungen eines idyllischen Gartens geht, mag das tatsächlich dabei helfen, die Parameter der geschilderten Welt zu verstehen, bei einer Vergewaltigung wirkt es eher unnötig voyeuristisch. Und wer sich erst bemüht, die Untaten seiner Figuren behutsam aus psychologischen oder kulturellen Gegebenheiten heraus zu entwickeln, und dann die Täter unreflektiert als "Monster" bezeichnet, nimmt seine gedanklichen Abkürzungen an den falschen Stellen.

KATRIN DOERKSEN

Dolores Redondo: "Alles was ich dir geben will". Roman.

Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen.

btb Verlag, München 2019.

608 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Astrid B.
von Astrid B. - Hugendubel Buchhandlung Bad Homburg Louisenstraße - 16.05.2019
Dieses Buch hat mich mal wieder so richtig gepackt und mich zwei schlaflose Nächte gekostet. In einer sehr schönen Sprache erzählt die Autorin eine mitreißende Familiengeschichte mit Krimi-Touch. Unbedingt lesen!
Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Großartig
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 24.03.2019
Ein Roman, den ich von Anfang bis Ende gerne gelesen habe. Eigentlich ist es ein Krimi, es liest sich aber eher wie ein großartiger Familienroman. Eine Familiengeschichte mit vielen Abgründen, die sich uns beim Lesen nach und nach erschließen. Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt das sein Mann Alvaro ums Leben gekommen ist, fährt er in dessen Heimatort, um Näheres zu erfahren. Doch was er dabei erfährt, hätte er sich niemals vorstellen können. Eine Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Großartig erzählt von Dolores Redondo.
C. Häder, Buchhändlerin aus Flensburg
Ein literarischer Krimi der Extraklasse!
von C. Häder, Buchhändlerin aus Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 21.03.2019
Einfach großartig! Die Geschichte um Manuel und Alvaro hat mich begeistert und mitgerissen! Dieses Spiel um Lüge und Wahrheit, Familiengeheimnisse und viel Geld wird von der Autorin sehr gekonnt in Szene gesetzt und macht Lust auf mehr. Dolores Redondo kann toll schreiben und weiß, wie man eine Geschichte erzählt! Das Ganze auch noch vor der beeindruckenden Kulisse Galiciens, dessen Landschaft und Menschen sie wirklich gut und stimmig in diesen Krimi integriert. Ich wollte hier immer weiter lesen und Manuel auf seiner Suche nach der Wahrheit hinter den Lügen begleiten. Das er dabei auch Dinge über sich selbst erfährt ist nur natürlich, wenn auch für ihn nicht immer einfach. Die Lebendigkeit der Figuren, die spannende Geschichte, die langsam immer mehr Geheimnisse preisgibt, machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis! Absolut empfehlenswert!
Bewertungen unserer Kunden
Überraschende Einblicke in die Abgründe einer Adelsfamilie
von Anonym - 25.06.2019
Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen. Dieser Roman lässt bild- und wortgewaltig die Geschichte Manuels entstehen, der nach dem Tod seines Mannes entdecken muss, dass er diesen gar nicht vollständig kannte. Er muss nun eine völlig überraschende Seite an ihm entdecken. Sehr überzeugend sind die Emotionen, die Manuel überschwemmen, seine Gedanken und Überlegungen. Wie Manuel ist auch der Leser beim Mitraten voll dabei und muss sich durch das Dickicht der vielen Schichten um das Leben von Álvaro hindurchwühlen, um zum Kern der Geschehnisse durchzudringen. Die Geschichte des schwulen Schriftstellers, der notgedrungen auf die Suche nach dem Mörder seines Mannes gerät und dabei die Abgründe um eine Adelsfamilie entdecken muss, hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen, sehr gerne empfehle ich sie weiter.
Unfall oder Mord
von Klaraelisa - 20.06.2019
In Dolores Redondos Roman "Alles was ich dir geben will" steht ein homosexuelles Paar im Mittelpunkt. Eines Tages teilt die Polizei dem Schriftsteller Manuel Ortigosa mit, dass sein Mann Alvaro in Galicien bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sei. Ortigosa war der Überzeugung, dass sich sein Partner geschäftlich in Barcelona aufhielt. Er fährt sofort nach Galicien und erfährt eine Menge Dinge, von denen er nichts wusste. Alvaro stammte aus einer reichen adligen Familie und war vor dem Tod des Vaters zum Alleinerben eingesetzt worden - trotz der Spannungen, die es in der erzkonservativen Familie natürlich wegen seiner Homosexualität gab. Seitdem führte Graf Alvaro Muniz de Dávila die Geschäfte und hielt das Familienvermögen zusammen. Von Anfang an äußern ein Kommissar und die Gerichtsmedizinerin Zweifel an der offiziellen Todesursache. An den folgenden Ermittlungen beteiligen sich nicht nur Manuel Ortigosa, sondern auch der Priester Lucas, ein Freund von Alvaro und seinem Bruder Santiago. Es gibt weitere Tote. Alles hängt zusammen. Im Laufe der Zeit kommen immer mehr Intrigen und Geheimnisse ans Licht, die zeigen, wie weit einige Mitglieder dieser Familie zu gehen bereit sind, um ihre Ansprüche durchzusetzen. Für Ortigosa ist es tröstlich, dass sein Partner ihn nicht hintergangen hat, sondern die Familiengeheimnisse aus gutem Grund gewahrt hat. Redondo ist ein spannendes, sehr lesbares Porträt einer Gesellschaftsschicht gelungen, eingebettet in eine ganz besondere Landschaft. Mir hat der Roman sehr gut gefallen
Familiendrama
von canchita - 19.06.2019
Manuel, ein bekannter Schriftsteller, wird eines Morgens von den Schlägen an seiner Haustür geweckt. Eine Polizistin teilt ihm mit, dass sein Ehemann bei einem Autounfall gestorben ist. Und das in Galicien. Manuel ist verwirrt, eigentlich sollte Alvaro in Barcelona bei einem Kunden sein. Manuel reist sofort nach Galicien und stellt dort fest, dass Alvaro der Graf von Muniz de Davila war, und dass er sich mehrere Jahre lang um das Erbe und seine Brüder gekümmert hat, nachdem sein Vater gestorben war. Den Tod seines Vaters und die Familie, hatte er Manuel vollständig verschwiegen. Manuel ist erschüttert und enttäuscht und möchte so schnell wie möglich weg. Dann kontaktiert ihn ein pensionierter Polizist und legt ihm Beweise vor, die auf einen Mord hindeuten. Nach und nach lernt Manuel die Familie und deren Geschichte und damit auch viel von Alvaro kennen. Große Zweifel, ob er seinen Ehemann wirklich gekannt hat, befallen ihn je mehr er erfährt. Der Roman ist opulent mit einer blumenreichen Sprache und enthält sehr viele Einzelpersonen und Erzählstränge. Damit ist es m.E. auch etwas zu lang geworden, und in der Mitte hat meine Begeisterung etwas nachgelassen. Im letzten Drittel wird es dann aber wieder wirklich spannend. Mir hat die komplizierte und tragische Familiengeschichte sehr gefallen. Allerdings sind manche Personen auch etwas überzeichnet, wie die intrigante Gräfin. Ich hatte mich zunächst gewundert, warum die Autorin eine homosexuelle Hauptperson wählt, fand es im Buch dann aber sehr geschickt, weil Manuel es schnell schafft eine vertrauensvolle Beziehung zu den Frauen in der Geschichte aufzubauen. Insgesamt ein opulentes, spannendes Familiendrama bei dem man in der Mitte etwas Durchhaltevermögen braucht.
Sehr lesenswert !
von trucks - 09.06.2019
Sehr lesenswert ! Dolores Redondo ist nicht umsonst ein so hochgelobte, preisgekrönte Autorin. "Alles, was ich Dir geben will" war mein erstes Buch von ihr und ich war gleich gebannt von diesem eindringlichen Schreibstil und der sehr gut durchdachten Geschichte. Der Klappentext "Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.« Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen." verhieß eine spannende, ausgeklügelte Geschichte mit interessanten Persönlichkeiten und genau das lieferte die Autorin dann auch ab. Ich dachte erst, das Buch könnte vielleicht doch nichts für mich sein, eher ein Roman, der eher Frauen ansprechen wird, doch war überhaupt nicht der Fall. Es hat mir ausnehmend gut gefallen, wie detailgenau und -treu Delores Redondo Schauplätze und Mitwirkende "skizziert" hat und die Geschichte ist so spannend präsentiert, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, bis man es durchgelesen hat. Ich kann das Buch wärmstens weiter empfehlen !
Wie ein Thriller
von raschke64 - 07.06.2019
Manuel ist Schriftsteller. Sein Ehemann Alvaro ist Geschäftsmann und auf Dienstreise. Bei einem Autounfall verliert er sein Leben und Manuel wundert sich, wieso Alvaro in Galicien unterwegs war. Die Polizei will die Akte ganz schnell als Unfall schließen, doch Manuel kann sich nicht erklären, was Alvaro dort wollte. Noch größer wird die Verwunderung, als Manuel der Alleinerbe von Alvaro wird. Nur erbt er nicht nur das Geschäft, sondern auch ein riesiges Anwesen, denn Alvaro war adlig. Er hat große Ländereien, ein Weingut usw. All das wusste Manuel nicht. Immer mehr merkt er, dass er seinen Mann wohl überhaupt nicht kannte. Zusammen mit einem Priester und einem Polizisten stellen sie Untersuchungen an, denn sie glauben nicht an einen Unfall und die Sache wird immer mysteriöser. Das Buch hat mich sehr überrascht. Es liest sich wie ein Thriller. Gut geschrieben mit einer sehr hohen Spannung. Zum Ende hin lässt sie zwar ein wenig nach, doch das ist eher geringfügig. Je weiter die Ermittlungen vordringen, desto vielschichtiger wird die Geschichte. Und zwar auf mehreren Ebenen, sowohl in Alvaros Familie wie auch bei dem Priester und auch bei dem Polizisten. Eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit und gelesen habe.
DAS Lese.Highlight 2019 !!
von cabotcove - 01.06.2019
DAS Lesehighlight 2019 ! "Alles, was ich Dir geben will" zählt zu meinen absoluten Lese-Highlights in 2019 und das mit weitem Abstand. Die Autorin kannte ich bereits von drei anderen Büchern, aber mit diesem hat sie sich für mich persönlich nochmal selbst übertroffen. Trotz der vielen Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und nahm mir Zeit, es zu lesen, denn es ist sehr fesselnd geschrieben und ich wollte gerne "in einem Rutsch" bzw. an einem Tag lesen und habe es zum Glück auch geschafft. Sonst habe ich schon mal Lesepausen dabei, aber hier ging das einfach nicht, ich wollte immer noch ein Kapitel und noch ein Kapitel lesen und sofort wissen, wie es weitergeht. »Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.« Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen. Die Geschichte um Manuel und Alvaro ist so spannend und vielschichtig erzählt, dass Horowitz für mich immer wieder eine Bereicherung in der Lese-Landschaft ist. Ein echtes Unikum, keiner schreibt so wie er. Ich kann das auch gar nicht verifizierter beschreiben, seine Geschichten berühren einfach so sehr, ohne auch nur ansatzweise Kitsch inne zu haben, einfach auf einer anderen, tiefen, aber anspruchsvollen Ebene. Ich hoffe, das ist verständlich - es ist wirklich schwer zu erklären, diese Art von "Zauber", mit der der Autor mich mit seinen Krimis fesselt. Das klingt jetzt eher nach einem Liebesroman-Wort, aber für mich können durchaus auch Krimis ihren "Zauber" haben. Wenn da einfach etwas ist im Schreibstil, an den Geschichten, das sonst für mich SO kein anderer Autor verkörpert... Auch das Ende hat mich vollends überzeugt, wie die ganze Geschichte. So, nun ist es genug geschwärmt, einfach lesen !
leider sehr vorhersehbar
von M. - 31.05.2019
Die Leseprobe gefiel mir gut und die vielen positiven Rezensionen überzeugten mich, diesen Roman zu lesen, nicht zuletzt auch die wohlwollenden Worte von Carlos Ruiz Zafon, den ich sehr schätze. Nur leider wurde ich dennoch enttäuscht. Kurz zum Inhalt: Manuels Eheman, Alvaro, hatte einen tödlichen Autounfall. Infolgedessen fällt Manuel aus allen Wolken, da ihm offenbar wird, dass sein Mann ein Adliger war und das Erbe seiner Familie verwaltete, ein grosses Gut nebst Weinanbaugebiet. Manuel ist ziemlich geschockt vom Tod seines geliebten Mannes, aber auch ob der massiven Lügen. Schnell stellt sich zudem heraus, dass Alvaro ermordet wurde. Manuel und Nogueira, ein Polizist frisch im Ruhestand versuchen nun den Mord aufzuklären. Zum positiven: Der Roman liest sich gut weg. Einige Passagen sind wirklich schön atmosphärisch und überzeugend geschrieben, wie z.B. die Beschreibungen des Weinguts der Ribeira Sacra und der Gardeniengewächse, die Klosteranlage sowie auch die Rolle der Adligen. Der Roman weckt auf jeden Fall Neugier und Lust Galicien zu bereisen. Es gibt einige sehr sympathische Figuren. So zum Beispiel Manuel als Hauptfigur finde ich gut gezeichnet. Man wird Zeuge seines reichhaltigen und differenzierten Innenlebens. Und er zeigt Charakterstärke. Ebenfalls sympathisch ist der ruppige, aber herzliche Polizist Nogueira. Begleitet wird Manuel ab und zu von dem hässlichem, aber nettem Hund Cafe. Beide- Cafe und Nogueria sorgen schon für einige Schmunzler..:) Es gibt zwar Spannung vor allem in den ersten 2 Dritteln, aber nicht auf sonderlich hohem Niveau. Nun zum negativen: Das größte Manko für mich war die Vorhersehbarkeit, besonders im letzten Drittel des Buches. Das Lesen wurde damit wirklich langweilig, da doch recht offensichtlich war, wie letztendlich alles zusammen hängt. Auf wahrhaft überraschende Wendungen wartete ich vergeblich. Ich wußte einfach recht früh, wer der Täter war und wer es auf keinen Fall sein konnte. Darüber hinaus hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sehr auf Harmonie bedacht war, so dass sich viele Begebenheiten sehr wohlgefällig auflösten. Einige Details empfand ich darüber hinaus als unlogisch. Auch empfand ich einige Figuren doch als blass oder recht einseitig gezeichnet, wie z.B. den alten Freund von Alvaro Pfarrer Lukas sowie Alvaros Mutter. Auch Alvaro selbst fand ich nicht überzeugend, da er zu glatt gezeichnet wurde. Fazit: Ein netter, etwas emotionaler Roman, der gut zur Entspannung gelesen werden kann. Man sollte aber nicht zu hohe Erwartungen haben, vor allem nicht an den Kriminalfall an sich.
Düstere Familiengeheimnisse einer galicischen Adelsfamilie
von sommerlese - 23.05.2019
Der Spannungsroman Alles was ich dir geben will der spanischen Autorin Dolores Redondo erscheint als deutsche Übersetzung von Lisa Grüneisen im März 2019 im btb Verlag. Nachdem der Madrider Schriftsteller Manuel Ortigosa die schockierende Nachricht vom Tod seines Ehemanns Álvaro in Galicien erhalten hat, sind für ihn viele Fragen offen. Was mache Álvaro in Galicien? Manuel reist an den Unglücksort und erfährt, dass sein Partner von adeliger Herkunft ist und zudem ein Doppelleben führte. Gemeinsam mit dem Polizisten der Guardía Civil Nogueira und Álvaros Beichtvater Lucas stellt Manuel Nachforschungen an und taucht immer tiefer in alte Traditionen und Geheimnisse der Adelsfamilie ein. Er fragte sich, wann er vergessen hatte, dass Schreiben aus Unglück entstand, aus unaussprechlichem Schmerz, den Geheimnissen, die mit uns sterben, weil die Magie darin besteht, sie nur anzudeuten und nie ganz offenzulegen. Zitat Manuel Seite 124 Manuel fühlt sich nach dem Tod seines Mannes von ihm getäuscht, nun möchte er wissen, was Álvaro zu seinem Doppelleben geführt hat und besucht Álvaros Familienwohnsitz in Galicien. Nachdem der Polizist Nogueira eher von einem Mord ausgeht als von einem reinen Unfall, beginnt die Spurensuche nach dem wahren Hergang des Todesfalles seinen Lauf zu nehmen. Auch der Jugendfreund Álvaros, Priester Lucas, beteiligt sich an der Recherche. Sie finden einige Geheimnisse der Adelsfamilie heraus, die bisher der Öffentlichkeit verborgen waren. Dolores Redondo zeigt in diesem literarischen Spannungsroman ihre Kunstfertigkeit des Erzählens. Allerdings ist die Grundlage der Handlung ziemlich eng gestrickt, es geht um Traditionen, um schwarze Schafe von angesehenen Familien, die sich unterordnen müssen und es geht um die Vermeidung von Skandalen. Erst eine Mordaufklärung bringt Licht in die dunklen Geheimnisse von adeligen Familien im katholisch geprägten autonomen Galicien. Dabei führt die Autorin neben ausführlichen Situationsbeschreibungen auch einige Spannungselemente ein, sodaß man trotz der vielen Seiten immer weiter lesen möchte. Mir kam der Roman wie eine spanische Telenovela vor, nur dass die Figuren für mich keine charakterlichen Wiedererkennungswert besitzen. Der Kriminalfall entwickelt sich ziemlich langsam, lange Zeit kann man nur den Ermittlungen folgen, ohne jemanden Bestimmten zu verdächtigen. Auch hängt Manuel ständig seinen Gedanken nach, erst am Ende kommt wieder Tempo in die Handlung und es gibt unerwartete Ereignisse, die auch überraschen. In diesem Roman finden sich einige einfühlsame Charakterstudien verschiedender Figuren. Überraschende Wahrheiten bringen Manuels bisheriges Leben ins Schwanken, ich habe mit ihm gelitten und die schockierenden Nachrichten haben ihn scheinbar nur noch stärker nach dem wahren Tathergang suchen lassen. Die Einblicke in das Leben in Galicien, in den Weinanbau, Pferdezucht und landschaftliche Gegebenheiten sorgen für ein umfassendes Bild der Szenerie. Ich sah die wilde Landschaft mit ihren Weinbergen und den Kirchengebäuden deutlich vor mir. Doch die eigentliche Intention des Romanes war für mich ziemlich ausufernd dargestellt und konnte mir nicht nahe kommen. Es dreht sich hauptsächlich um Traditionen und um Konventionen, eine Familie verschleiert die Homosexualität und versucht, ihre Familienehre zu retten. Alles in allem konnten mich die Lobpreisungen einiger Rezensenten selber nicht erreichen. Für mich war das ein toll geschriebener Familienroman, der sich mit einigen Längen aber nicht vollkommen in mein Herz geschrieben hat. Wer dunkle Familiengeheimnisse mag, wird an diesem Buch sicher Gefallen finden.
Spannender Krimi mit kleinen Längen und viel galicischem Lokalkolorit
von Xirxe - 22.05.2019
Als Manuel erfährt, dass sein Ehemann Alvaro bei einem Autounfall in Galicien ums Leben gekommen ist, macht er sich sofort auf den Weg dorthin. Zu seiner Überraschung erfährt er, dass Alvaro dort ein Doppelleben führte, von dem er keine Ahnung hatte. Trotz seines Schmerzes und seiner Enttäuschung beginnt er gemeinsam mit dem frisch pensionierten Polizisten Nogueira nachzuforschen, weshalb Alvaro starb - und ob es wirklich nur ein Unfall war. Je mehr sie sich damit beschäftigen, umso unglaublicher werden ihre Entdeckungen, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Es ist eine erstaunliche und spannende Geschichte, die hier nach und nach offenbart wird. Viel erfährt man über das Leben des alten spanischen Adels, der offenbar noch immer eine große Zahl von Privilegien genießt, obwohl der Höhepunkt seiner Macht schon lange überschritten ist. Doch die Autorin ist auch den normalen Menschen sehr zugetan, die sie ebenso wie diesen spanischen Landesteil voller Zuneigung ausführlich beschreibt. Man sieht beim Lesen buchstäblich die beeindruckenden Landschaften vor sich und bekommt zusehends Lust, sich alles selbst anzuschauen (zumindest bei mir wuchs dieses Bedürfnis stetig :-)). Der Kriminalfall entwickelt sich zu Beginn eher bedächtig, denn es ist vergleichsweise lange unklar, ob tatsächlich überhaupt ein Verbrechen vorliegt. Blut fließt kaum und manchmal ist es fast schon etwas langatmig, wenn Manuel wiederholt seinen Gedanken nachhängt. Doch das Tempo zieht an und gegen Ende scheinen sich die Ereignisse beinahe zu überschlagen. Ein guter Schmöker, auch wenn ich ihn nicht so gelungen finde wie beispielsweise Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joël Dicker. Zwar ereignen sich auch bei Alles was ich Dir geben will eine Reihe von verblüffenden Geschehnissen, doch bei Weitem nicht in der Menge und Intensität. Irgendwie ahnt man stets doch schon, was ungefähr passieren wird. Auch die Figuren sind in ihrer Persönlichkeit eher eindimensional - entweder gut oder böse, große Überraschungen gibt es nicht. Dennoch: Alles in allem keine schlechte Unterhaltung.
Dunkle Familiengeschichte
von Langeweile - 20.05.2019
Klappentext: Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt,dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen . Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardia Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen. Meine Meinung: Die mir bis dahin unbekannte Autorin hat mich von Anfang an in die Geschichte hinein gezogen. In einem eindrucksvollen,aber völlig unaufgeregten Schreibstil,entwickelt sie eine Familiengeschichte, die ihresgleichen sucht. Der Roman ist eine Mischung aus Familiengeschichte und Krimi,letzterer entbehrt jedoch der reißerischen Affekte, ohne an Spannung zu verlieren. Vielmehr sind es die psychologischen Aspekte, die mich dazu brachten, dem Buch atemlos zu folgen. Stück für Stück blättert die Autorin eine Familiengeschichte auf, in der keine Handlung zu schmutzig ist, wenn sie dazu dient, das Ansehen hochzuhalten. Obwohl ich zwischendurch immer einige Lösungsideen hatte, wurde ich zum Schluss noch einmal überrascht. Fazit: Ein Buch, was ich sehr gerne gelesen habe und dem ich sehr verdiente fünf Sterne gebe. In Zukunft werde ich nach weiteren Büchern dieser Autorin Ausschau halten.
Mit ein paar Schwächen
von Emma¿s Bookhouse - 14.05.2019
Inhalt: »Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.« Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen. Mein Fazit: Zum Cover: Das Cover ist hier sehr interessant, ich finde es passt gut zum Ort des Geschehens. Ohne Schutzumschlag ist das Buch in schwarz gehalten. Zum Buch: Manuel steht am Abgrund, sein Ehemann stirbt bei einem Autounfall und seine Familie erkennt ihn nicht an. Als das Testament veröffentlicht wird, fallen alle aus den Wolken und dann ist da auch noch der Polizist, der sagt, dass Alvaro nicht einfach nur bei einem Autounfall gestorben ist. Manuel kommt nach und nach hinter den Geheimnissen der Familie. Hier wandeln wir auf den Spuren alter Geheimnisse und alten Traditionen und auch stoßen wir hier auf Vorurteile, gerade diese spürt Manuel extrem. Er hat das Gefühl seinen Mann überhaupt nicht gekannt zu haben und das dieser ein zweites Leben geführt hat. Dies alles ist hier in einem Thriller verpackt. 600 Seiten ist schon eine gewaltige Menge für einen Thriller und die mit geladener Spannung zu halten, ist schwierig und so empfand ich leider auch hier ein paar Längen. Der Schreibstil ist gut und meist auch spannend, aber eben nur meist. Leider nicht durchgehend. Familiengeheimnisse sorgen seit jeher für Spannungen, ob nun in der Buchwelt oder im realen Leben, das hier gut herübergebracht wurde. Aktuelle Themen gepaart mit alten Traditionen in einer guten Mischung. Die Charaktere sind gut erzählt und kommen realistisch rüber und Manuel wuchs mir im Laufe der Geschichte ans Herz. Ich habe mit ihm mit gefühlt. Wie würdest du reagieren, wenn du dinge von deinem Partner erfährst, woran du im Traum nicht gedacht hättest? Mit all dem muss Manuel klarkommen und lernen zu leben. Sehr gut wurde hier die bildliche Darstellung wiedergegeben, gerade die Landschaften konnte ich mir gut vorstellen. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen rund um die Gardenien, in diesen Landkreisen, eine sehr besondere Pflanze. Ich gebe hier 4 von 5 Sternen, denn es ist rundum ein gutes Buch mit einigen Schwächen.
Anspruchsvolle Literatur
von buecherwurm_01 - 04.05.2019
Der Roman spielt in Galicien, einer fruchtbaren und grünen Weinregion im Nordwesten Spaniens. Eine Mischung aus Kriminalgeschichte, Familientragödie und anspruchsvoller Literatur begeistert durch vielschichtige Charaktere. Es hat mir gut gefallen, dass lebendige Beschreibungen der Region nicht zu kurz kommen, es entsteht ein der Realität nahe kommendes Bild vor dem inneren Auge. Hauptperson ist Manuel, in Madrid lebend, der nach dem Unfalltod seines Ehemannes nach Galicien reist, um festzustellen, dass dieser dort ein zweites, von ihm unbemerktes, Leben hatte. Gekränkt, aber auch verzweifelt ob des nun fehlenden Partners, entschließt er sich, mehr über diese für ihn fremde Welt herauszufinden. Denn sein Ehemann war ein Adliger. Auf dem Weg zur Wahrheit werden die einzelnen Charaktere und Schauplätze in einem begeisternden Schreibstil detailgetreu und authentisch beschrieben. Dazu kommt ein tiefer Einblick in die Welt des alten spanischen Adels mit all seinen Standesdünkel, der mir total realistisch dargestellt erscheint. Die Handlung ist logisch aufgebaut, Gegenwart und Vergangenheit sind wunderbar miteinander verbunden, so dass aus allen Strängen häufig "nebenbei" Informationen zur Wahrheit führen. Mir hat die Mischung unterschiedlicher Genres sehr gut gefallen, ebenso das nicht wirklich vorhersehbare Ende - daher eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite.
Ein dunkles Familiengeheimnis
von Schnuck59 - 03.05.2019
In ihrem spannungsreichen Roman "Alles was ich dir geben will" beschreibt Dolores Redondo die Aufklärung eines dunklen Familiengeheimnisses. Dolores Redondo, geboren 1969, ist Juristin und hat in Spanien mehrere Kurzgeschichten, Kinderbücher und sehr erfolgreich literarische Spannungsromane veröffentlicht. Nach dem Tod seines Mannes Álvaro durch einen Autounfall erkennt der Schriftsteller Manuel Ortigosa dass dieser seit Jahren ein Doppelleben geführt hat. Während seinen Nachforschungen mit dem Kommissar Nogueira entdeckt er in Galicien Abgründe in Álvaro bedeutender Familie. Der Schreibstil ist flüssig und es entwickelt sich eine sehr verschlungene Geschichte mit einigen Spannungselementen. Durch die wechselnden Erzählperspektiven, verschiedene Zeitsprünge und unterschiedlichen Protagonisten mit gut ausgearbeiteten Charakteren entsteht ein spannender Roman. In den 600 Seiten kann der Spannungsbogen leider nicht immer auf hohem Niveau gehalten werden und die Geschichte wirkt bis zur Auflösung stellenweise etwas langatmig.
Unheilvolle Familiengeschichte
von Philo - 02.05.2019
Dies ist eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte, weil es alles enthält, was eine besondere Lektüre ausmacht: die spannende Familiengeschichte einer spanischen Adelsfamilie, die sich nur ihrem eigenen Ansehen verpflichtet fühlt und für die die Menschen, die für sie arbeiten, nichts bedeuten. Seit ewigen Zeiten sind die Menschen es auch gewohnt, der gräflichen Familie mit Hochachtung und Ehrerbietung zu begegnen. Die Familie aber hält nur scheinbar zusammen, so daß der Zerfall unaufhaltsam scheint. Die Autorin verwebt die Familiengeschichte mit einem Kriminalroman, und so gelingt ihr in ihrer wunderbaren bildhaften Sprache ein ganz besonderes Buch. Wir begegnen starken Charakteren, willensschwachen Menschen und der bitterbösen Gräfin, die ihrer Familie und insbesondere ihren drei Söhnen keinen Funken Liebe entgegenbringt. Die tragischen Hauptfiguren sind Manuel, ein spanischer, sehr erfolgreicher Schriftsteller, und sein Mann Alvaro, Sohn der gräflichen Familie. Manuel ist in seiner Liebe zu Alvaro gefangen und genießt seinen Erfolg als Schriftsteller. Erst durch einen tödlichen Verkehrsunfall von Alvaro muß Manuel erkennen, daß er den wahren Alvaro nicht gekannt hat. In Galicien, der Heimat von Alvaro, und dort auf dem gräflichen Gut, kommt Manuel nach und nach hinter die Familiengeheimnisse, die ihn in die Verzweiflung treiben. Mit Lucas, dem Beichtvater der Familie und Nogueira, einem pensionierten Kommissar, gelingt es ihm, die Tragödien in der Familie aufzuklären und Alvaro wieder in einem neuen Licht zu sehen. Die Charakterisierung der einzelnen Protagonisten gelingt der Autorin in einzigartiger Weise, und man kann sich mit jeder einzelnen Person auseinandersetzen, obwohl es in den meisten Fällen schwer ist, deren Handlungen nachzuvollziehen oder zu verstehen. Über allem schwebt der Duft der Gardenien und ein bißchen verliebt man sich auch in die wunderbare Landschaft Galiciens. Meine ganze Anerkennung gilt Manuel, der unbeirrbar nach dem Mann sucht, den er zu kennen glaubte und mit dem er verheiratet war. Er geht einen langen und schwierigen Weg, bis er sich endlich auch selbst findet. Wie immer in einem guten Kriminalroman hat man während des Lesens immer wieder eine Lösung parat, aber auch hier ist alles anders als erwartet. Das Buch ist spannend bis zum Schluß. Es ist ein Versäumnis, dieses Buch nicht zu lesen.
Faszinierende Blicke in die Abgründe einer galizischen Adelsfamilie
von EOS - 30.04.2019
Dieses Buch hat mich total gefesselt, trotz der 600 Seiten wurde es nie langweilig. Ich hatte einen interessanten Roman erwartet, aber Spannung pur erwartete mich mit allem, was man sich von einem guten Krimi/Thriller erhofft. Inhaltlich geht es um einen vorerst unerklärlichen Unfall. Manuel Ortigosa erhält die Nachricht, dass sein Mann tödlich verunglückt ist, allerdings nicht dort, wo er ihn auf Geschäftsreise vermutet hatte, sondern in Galizien. Manuel erfährt schmerzhaft, dass sein Mann ein Doppelleben geführt hat, das ihm unbekannt war und das auch so manche Gefahren heraufbeschworen hat. War der Autounfall wirklich durch Müdigkeit bedingt, oder war es sogar ein Mord? Gemeinsam mit einem gerade pensionierten Kommissar und einem Priester versucht er, Klarheit zu bekommen, denn er befindet sich in einem Zustand, in dem er noch nicht einmal trauern kann, weil sein Partner ihm plötzlich so fremd erscheint. Der Leser erhält Einblicke in die Strukturen der alten spanischen Adelsfamilien, deren Ziel es ist, ihr Ansehen zu wahren, koste es, was es wolle. Eine gefühlsarme Welt, voller Intrigen und voller Lug und Trug, sicher auch heute noch aktuell...Der immense Standesdünkel unterdrückt echte Gefühle. Der Erzählstil der Autorin ist literarisch spannend und beschreibt einen Plot, der allmählich erweitert wird, an Verwicklungen zunimmt und beim Leser unwillkürlich Mutmaßungen auslöst, wer der Täter sein könnte. Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen, die ein Gedanken-Update erfordern. Mir hat es großen Spaß gemacht, die neuen Informationen mit einzubringen und erneut zu spekulieren. Auch die Auflösung ist perfekt und logisch durchdacht, trotzdem überraschend. Es bleiben keine wichtigen Fragen offen, alles klärt sich lückenlos. Das Buch liest sich flüssig und angenehm, man fühlt sich durch die facettenreichen und lebendigen Beschreibungen nach Galizien versetzt. Auch die Protagonisten werden anschaulich geschildert und man fühlt sich in ihrer Welt. Am besten gefällt mir Manuel, dessen Gefühlsschwankungen, seine Wut, seine Angst, sein Misstrauen, überhaupt sein Seelenleben vortrefflich beschrieben werden. Die Lektüre dieses Buches war ein einzigartiges Erlebnis, es erhält die volle Sternenzahl und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.
600 Seiten purer Lesegenuss
von S.I. - 23.04.2019
Ein beeindruckendes Buch, nicht nur wegen der stolzen Seitenanzahl, sondern vor allem wegen des Inhaltes!! Ohne die Handlung vorwegzunehmen (denn ich kann jedem nur raten, diesen Roman zu lesen!): der erfolgreiche Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt kurz vor Vollendung eines Romans vom Tod seines Mannes Álvaro. Der Autounfall soll jedoch nicht Barcelona, wohin Álvaro seiner Aussage nach geschäftlich verreisen musste, stattgefunden haben, sondern in der Nähe seiner Familie, mit der er (angeblich) vor einigen Jahren gebrochen hat. Manuel trauert, ist schockiert, wütend - und will die Wahrheit wissen, da Zweifel an einem unglücklichen Unfall bestehen. Schon diese Beschreibung des emotionalen Wandels -durch die Trauerphasen und beim Aufdecken von Álvaros Geheimnissen- ist bemerkenswert, da man sehr genau mitfühlen kann. Auch die weiteren Hauptpersonen - ein Polizist, ein Pfarrer sowie im weiteren noch die Mitglieder von Álvaros Familie bzw. deren Angestellten- sind sehr gut und vielschichtig charakterisiert und mehr als eine wandelt und entwickelt sich im Laufe des Buches. Galicien als Handlungsort wird dezent eingeflochten, zB Seine Augen waren trüb wie der galicische Morgenhimmel. Eine Patina aus matter Traurigkeit nahm Ihnen jeglichen Glanz Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und der Spannungsbogen ist perfekt gespannt von der ersten bis zur letzten Zeile - die Wendungen sind nicht vorhersehbar, aber auch nicht absurd konstruiert. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man auf der einen Seite nicht aufhören kann zu lesen, weil sie so gut sind; man aber auf der anderen Seite nicht weiterlesen will, weil das ja zur Folge hat, dass das Buch bald vorbei ist...
Das Leugnen der Dinge
von Ecinev - 20.04.2019
ein großartiger Roman aus der Feder von Dolores Redondo, eine Meisterin der literarischen Spannung. Für Manuel bricht eine Welt zusammen als er erfährt das sein Mann einen tödlichen Autounfall hatte und zwar in Galicien wo er ihn doch in Barcelona erfartet hat. Manuel fährt nach Galicien und ist umso überraschter als er dort erfährt das sein Mann Graf war und die Herrschaft über ein Herrenhaus und einen Weinberg hatte und ihn außerdem als Alleinerben bestimmt hat. Doch war sein Tod wirklich Folge eines Unfalls? Zusammen mit einem pensionierten Kommissar und einem Pfarrer und engen Vertrauten der Familie begibt Manuel sich auf Spurensuche. Die Geheimnisse die er dabei zutage fördert sind erschütternd. Anscheinend ist der Ruf der Familie wichtiger als die Wahrheit. Der Schreibstil ist lebendig, die einzelnen Personen werden gut beschrieben. Eine gewisse Grundspannung bleibt die ganze Zeit aufrecht auch wenn das Buch ein paar Längen hat. Die Beschreibung der Familie und Galicien sind gut gesetzt und machen Lust darauf sich selbst ein Bild von der Gegend zu machen. Ich werde bestimmt noch mehr Bücher von Dolores Redondo lesen.
Lug und Trug
von Readaholic - 17.04.2019
Eines Morgens erhält der Madrider Schriftsteller Manuel Ortigosa eine schockierende Nachricht: sein Ehemann Alvaro ist bei einem Autounfall in Galicien ums Leben gekommen. Doch was hatte Alvaro in Galicien zu suchen? Eigentlich sollte er zu diesem Zeitpunkt ganz woanders sein. Manuel stellt fest, dass sein Partner ein Doppelleben führte und außerdem adliger Herkunft ist. Er fühlt sich hintergangen und versucht, mehr über den Mann herauszufinden, den er zu kennen glaubte. Dafür begibt er sich an Alvaros Familienwohnsitz in Galicien und lernt dessen Familie kennen, die alles andere als begeistert von seinem Auftauchen ist. Der Polizeibeamte Nogueira hat Zweifel daran, dass Alvaros Tod ein Unfall war und zieht Manuel ins Vertrauen. Gemeinsam mit Nogueira und dem Priester Lucas, einem Jugendfreund Alvaros, versucht Manuel, das Puzzle um Alvaros Leben und Tod zusammenzufügen. Es stellt sich heraus, dass die Adelsfamilie Muniz de Davila einige sprichwörtliche Leichen im Keller hat, von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren darf, koste es, was es wolle... Dolores Redondo ist mit "Alles, was ich dir geben will" ein spannender Roman gelungen, der für meine Begriffe allerdings ein bisschen zu ausufernd ist. Allerdings schafft sie es, den Leser immer wieder mit neuen Wendungen zu konfrontieren. Man bekommt Einblicke in das Leben in Galicien, wo sich Adlige selbst heute noch für "etwas Besseres" halten und ihre Angestellten entsprechend behandeln. Es ist ein interessantes Buch, das viele verschiedene Aspekte beleuchtet und bis zum Schluss zu überraschen weiß.
spannende Familienverwicklungen
von Anonym - 16.04.2019
Diese Buch hat mir total gefallen . Die Verwicklungen um die Unfallgeschichte des Partners, die zu einer Serienmordgeschichte ausufert, die Standesdünkel der Adelsfamilie und die tollen Landschaftsbeschreibungen fesseln den Leser. Die Recherchen des Schriftstellers, der an seinem Partner zweifelt und dann doch die richtigen Schlüsse zieht, führen zum Aufwühlen von schrecklichen Erlebnissen aus der Vergangenheit, die bis heute nachwirken. An Themen werden in dem Buch aber auch alle Register gezogen: mehrere Morde, einen Partner, der ein Doppelleben führt, Kindesmißbrauch im Kloster usw. Es ist ein sehr guter Schreibstil: detailliert und doch voranschreitend. Der Protagonist hat zu jeder Zeit das aufrichtige Mitgefühl des Lesers.
Tolle Lektüre!
von Svea Moisig - 14.04.2019
Familie, Liebe, Partnerschaft - alles Dinge, die doch irgendwie zusammengehören, den Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben sollen. Traditionen innerhalb eines solchen Kosmos können sich als verheerend erweisen, stellen sie doch manchmal gewisse Riten über jedes Individuum, stellen nach außen ein trügerisches Bild dar... Manuel Ortigosa ist ein erfolgreicher Schriftsteller und lebt mit seinem Mann Álvaro seit Jahren glücklich zusammen. Álvaro ist geschäftlich viel unterwegs und so nutzt Manuel die Zeit, einen neuen Bestseller zu schreiben, als er eines Tages zu Hause von zwei Polizisten aufgesucht wird und erfährt, dass sein Mann in Galicien einen tödlichen Autounfall hatte. Das kann nicht sein, dort war und ist er doch nicht, was soll er denn da? sind die Gedanken, die Manuel ständig im Kopf herum schwirren, als er sich auf den Weg zum Unfallort macht. Dort trifft er auf einen Anwalt, der jahrelang für Álavro tätig gewesen ist und Manuel eröffnet, dass sein Mann zu einem uralten Adelsgeschlecht mit langer Familientradition gehört(e) - er war ein Muñiz de Dávila, ein Graf, der nach dem Tod des Vaters die Familienangelegenheiten geregelt hat und somit das Oberhaupt der Muñiz de Dávila gewesen ist. Warum wusste Manuel nichts davon, was hatte Álvaro noch für Geheimnisse vor Manuel, was ist mit dieser Familie, von der er nie auch nur den Hauch einer Ahnung hatte? Während die Polizei vor Ort und die Familie eine schnelle Beisetzung wünscht, ergeben sich für Manuel bei der Testamentseröffnung immer mehr Fragen und ein riesiges nicht-verstehen-können. Der raubeinige, pensionierte Polizist Nogueira und ein Schulfreund Álvaros, der später sein Beichtvater wurde, helfen Manuel, langsam aber stetig Licht in das Dunkel zu bringen. Gemeinsam decken sie Schicht um Schicht ein grausames Geheimnis auf, vom dem der ermittelnde Polizist Nogueira wohl schon eine düstere Vorahnung gehabt haben muss... Dolores Redondo¿s über 600 Seiten starkes Buch - Alles was ich dir geben will - wirkt bei mir immer noch nach und ist ein Buch, dass den Begriff Roman wirklich verdient hat. Selten war ich irgendwie traurig , ein Buch fertig gelesen zu haben, jede Leseunterbrechung empfand ich als störend und so manche Heimfahrt mit Bus und Bahn hoffte ich, diese ohne Kollegen abhalten zu können, damit ich unbedingt weiterlesen konnte! ;-) Geschickt und einfühlsam entführt die Autorin den Leser Stück für Stück in eine Welt voller Abgründe und einiger Schicksale, die einen tief berühren. Dabei hat mich nicht einmal der Titel des Buches wirklich angesprochen, eher im Gegenteil - erinnert er doch an einen Liebesroman und beim Überfliegen des Klappentextes dachte ich zuerst eher an eine Gay-Romance-Story... Uppss... Zum Glück gibt es ja Leseproben und die hat mich dann nach wenigen Seiten voll gepackt - sprachlich auf hohem Niveau und in einer tollen erzählerischen Kraft erlebt man die vielschichtige Story hinter den verschiedenen Protagonisten. Auch das gesamte Umfeld, der Landsitz der Familie Muñiz de Dávila und die herrlich-schroffe Landschaft Galiciens bringt die Autorin wunderbar bildlich herüber; man riecht quasi die schönen weißen Blüten, das Meer und kann den Regen auf seiner Haut fühlen. Auch die seelischen Qualen, das nicht-trauern-können und die ständigen Zweifel, die Manuel seither immer wieder er- und durchleben muss, werden von der Autorin sehr authentisch vermittelt. Dennoch geht es nicht nur um eine tragische Geschichte, Redondo hat geschickt ein Geflecht aus Krimi und menschlichen Abgründen, Reisebericht (mit diversen Weinproben ;-)) und Traditionen geflochten, dass einen als Leser ständig auf einem hohen Spannungslevel hält, wobei sich die Geschichte durch ihren Schreibstil dennoch angenehm leicht lesen lässt, ohne abzuschweifen oder Längen aufzuweisen. Vorallem die Person um den Polizisten Nogueira ist toll geschrieben - kommt er Anfangs noch eher als Unsymphat rüber, macht dieser Mann im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch, die schon fast eine eigene Story verdient hätte. Dolores Redondo war mir vor diesem Roman noch nicht bekannt, aber das möchte ich unbedingt ändern. Absolut zu Recht hat ihr aktueller Bestseller Alles was ich dir geben will mehrere Auszeichnungen erhalten, auch von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung mit 5 Sternen!
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