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Die Gesichter der Wahrheit

Roman. Ausgezeichnet mit dem Guardian First Book Award 2013 und mit dem Irish Book Awards in der Kat.…
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Begeistert gelobt, preisgekrönt, poetisch und berührend Ein kleines Städtchen in Irland. Die große Krise. 21 Stimmen, die davon erzählen. "Und plötzlich stürzte der Himmel ein."
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Produktdetails

Titel: Die Gesichter der Wahrheit
Autor/en: Donal Ryan

ISBN: 3257069634
EAN: 9783257069631
Roman. Ausgezeichnet mit dem Guardian First Book Award 2013 und mit dem Irish Book Awards in der Kat.
Originaltitel: The Spinning Heart.
Übersetzt von Anna-Nina Kroll
Diogenes Verlag AG

28. September 2016 - gebunden - 242 Seiten

Beschreibung

Es begann mit Wohlstand und satter Zufriedenheit und endet mit Entführung und Mord. Was dazwischen liegt, sind einundzwanzig Leben, einundzwanzigmal Hoffen und Träumen, Lieben und Leiden - einundzwanzig Menschen, die im Strudel der irischen Finanzkrise ihre Wahrheit erzählen - und das Geschick eines ganzen Landes.

Portrait

Donal Ryan, geboren 1976 in Nenagh, Tipperary, studierte Bauingenieurwesen und Jura; er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Castletroy, Limerick. Für >Die Gesichter der Wahrheit< wurde Ryan mit dem Irish Book Award, mit dem Guardian First Book Award und dem European Union Prize for Literature ausgezeichnet.
Bewertungen unserer Kunden
21 Blitzlichter in einem großen Ganzen
von Gisel - 28.10.2016
Ein kleines Städtchen in Irland: Noch vor kurzer Zeit ging es allen sehr gut. Der Bauboom ließ alle auf gutes Geld hoffen. Dann kam die irische Finanzkrise, und sie hat manche mehr, manche weniger gebeutelt. Donal Ryan lässt 21 Bewohner des Städtchens erzählen, wie es ihnen inzwischen geht. So erzählt jeder, was ihn bedrückt, in seiner eigenen Sprache und aufgrund seines eigenen Schicksals. Dies verleiht dem Buch einen ganz besonderen Reiz und den Protagonisten eine ganz eigene Authentizität. Dadurch entstehen 21 Blitzlichter, die jeder für sich und scheinbar ohne richtige Handlung aneinandergereiht erscheinen. Wenn der Leser sich auf diese Erzählungen einlassen kann, entdeckt er doch einen roten Faden, der mal mehr, mal weniger durchscheint. Insgesamt geht diese Art der Erzählung sehr zu Lasten der Spannung, so dass es nicht einfach ist, dieses Buch zu lesen. Zudem verbirgt sich in allen Geschichten ein eher depressiver Grundton, der so geballt sehr anstrengend für den Leser ist. So entsteht ein sehr nachdenkliches Buch, das man nach dem Lesen auch nicht einfach weglegt, sondern sich selbst noch etwas Zeit zum Nachdenken gönnt. Ich vergebe vier von fünf Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.
Nachdenklich machende Schicksale aus Irland
von adel69 - 19.10.2016
Worum es in diesem Buch geht: In 21 Kapiteln kommen Iren zu Wort. Jeder von ihnen erzählt eine Geschichte in einem Kapitel. Leute aus derselben Region, die ihre Jobs wegen der Finanzkrise verloren haben oder andere schwere Schicksale erlitten haben. Und auch Leute, die mit solchen Leuten etwas zu tun haben. Es sind alles Ich-Erzähler. Leute aus allen Altersgruppen. Ein Kind, Erwachsene, die im Berufsleben stehen - oder standen. Alte Leute ebenfalls. Diese Leute sind meistens verzweifelt oder wütend. Sie weinen also oder schimpfen. Manchmal sind die Kapitel als "innere Monologe" verfasst, also Gedanken, die sich Leute über dies und das machen. Andere Kapitel sind so formuliert, als würden die Leute mit einem Gegenüber reden. Jemandem, den sie kennen oder bei dem sie sich aussprechen wollen. Einige Beispiele will ich nennen. Da gibt es Bobby, der seinen Job als Vorarbeiter verloren hat. Einst arbeitete er für Pokey Burke, einst verdiente er gut. Jetzt hat er keinen Job mehr. Außerdem hat er erfahren, dass Pokey ihn und einige andere um ihre Alterssicherung betrogen hat. Die Enttäuschung sitzt tief. Halt gibt ihm nur noch seine Frau Triona, die zu ihm hält, und ihr kleiner Sohn Robert - und auch der Gedanke, dass er erbt, wenn sein Vater stirbt. Zu seinem Vater hat Bobby kein gutes Verhältnis. Bobby möchte das Haus und das Land des Vaters erben. Das könnte ihm etwas Geld bringen. Bobbys Vater und auch Triona kommen in anderen Kapiteln zu Wort. Sie erzählen ihre Sicht der Dinge. In einem anderen Kapitel kommt die Mutter von Pokey Burke zu Wort. Sie heißt Josie. Im selben Kapitel reden auch noch Pokeys Vater sowie Pokey selbst. Pokey Burke kaufte Immobilien, die niemand haben wollte. Deswegen brachte er sich, seine Firma und seine Mitarbeiter in Schwierigkeiten. Seine Eltern machen sich Vorwürfe, dass sie mit die Schuld an dieser Entwicklung tragen, weil sie während Pokeys Kindheit seinen Bruder Eamonn mehr unterstützt haben. Eine Frau, die in einem Kapitel zu Wort kommt, ist Hillary. Vorwiegend redet sie aber nicht über sich, sondern über Réaltín, eine Frau, die sie kennt und die schon in einem der vorigen Kapitel zu Wort kam. Hillary versteht nicht, dass Réaltín so scharf ist auf Bobby. Sie hat doch einen Sohn, namens Dylan, dessen Vater Seanie heißt. "Seanie Schnösel" nennen ihn viele, die ihn kennen. Seanie spricht über sich in einem anderen Kapitel über sich, über Réaltín und seine Sicht der Dinge. Meine Meinung: Wer sich auf dieses Buch einlässt, muss einen oft wütenden oder verzweifelten "Schreibton" aushalten. Ist man aber gewillt, sich gedanklich mit den Schicksalen und Problemen der erzählenden Personen auseinanderzusetzen, gelingt das gut. Die Leute, die erzählen, nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie schimpfen und schreien, sie heulen. Im Ton sind sie oft recht derb und ordinär - aber nicht so ordinär, dass ich die Lektüre unterbrechen wollte. Viele Schicksale bringen mich zum Nachdenken. Da haben Leute ihren Job verloren und wissen nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat vor vielen Jahren ihren Sohn verloren. Er wurde, als er angelte, von Wellen fortgespült. Sie hat diesen Schicksalsschlag nicht überwunden und trauert immer noch. Das kann ich verstehen - und über dieses Kapitel denke ich oft nach. Positiv an diesem Buch finde ich auch, dass viele verschiedene verzweifelte Personen in diesen 21 Kapiteln eine Stimme bekommen. Sie dürfen reden. Das kann auch zu einer Verteidigung einer Person in den Augen des Lesers fühlen. Ein Beispiel dafür ist Bobby. Im ersten Kapitel schildert er in sehr krassen Worten, was er über seinen Vater denkt. Bei der Lektüre dachte ich oft: "Wie kann man nur so herzlos sein!" Im letzten Kapitel kommt seine Frau Triona zu Wort. Es ist rührend, wie sie ihn und sein Verhalten verteidigt. Zwar finde ich es immer noch nicht gut, wie Bobby über seinen Vater denkt, aber ich weiß nun etwas mehr, warum er so ist, wie er ist. Die Sprache und die Geschichten in dem Buch kann ich also aushalten, und das Buch habe ich mit großem Interesse gelesen. Gut finde ich, dass ich nach jedem der 21 Kapitel eine Lesepause einlegen kann. Denn jedes Kapitel beleuchtet eine andere Person, ein anderes Schicksal. Auch wenn sich mehrere "rote Fäden" durch einige Kapitel ziehen. Das Schicksal von Bobby beispielsweise. Oder Réaltíns Geschichte. Mein Fazit: "Gesichter der Wahrheit" ist ein gut zu lesendes Buch in 21 Kapiteln über diverse Personen in Irland, die Schlimmes erlebt haben, gerade durch eine schlimme Zeit ihres Lebens gehen oder die mit einem oder mehrerer dieser Personen zu tun haben. Sie alle erzählen aus der Ich-Perspektive. Die Schreibweise ist oft etwas derb - aber gerade das macht viele Personen und ihre Schicksale authentisch. Deswegen will ich keine Sterne in meiner Gesamtwertung abziehen. Ich vergebe die Note "sehr gut" und empfehle das Buch weiter.
Finanzkrise in Irland
von Petra Reich - 07.10.2016
Einundzwanzig Menschen, einundzwanzig Leben, einundzwanzig Mal Erleben der gleichen Wirklichkeit und doch einundzwanzig verschiedene Wahrheiten. Verpackt in ebenso viele meist recht kurze Kapitel. Der Aufbau von Donal Ryans Roman ist nicht unbedingt neu, aber hier sehr gekonnt umgesetzt. Er erzählt aus einer kleinen irischen Gemeinde, die gerade in den Strudel der Finanzkrise geraten ist, die Irland bekanntlich besonders hart erwischt hat. Fast jeder hier ist unmittelbar davon betroffen. Der örtliche Bauunternehmer Pokey Burke hat sich nach der Insolvenz ins Ausland abgesetzt. Seine Arbeiter und Angestellten stehen nun nicht nur von einem Tag auf den anderen ohne Job da, sondern müssen auch erfahren, dass jahrelang weder Sozial- noch Rentenabgaben für sie abgeführt wurden. Die Subunternehmer und Zulieferer bleiben auf ihren Rechnungen sitzen, die wenigen Hauskäufer auf enormen Hypotheken und unbehobenen Baumängeln. Auch das sind natürlich keine neuen Erkenntnisse. So oder so ähnlich hat es sich nicht nur in vielen Ländern Europas sondern auch in den USA abgespielt. Und doch kommt man als Leser den Ereignissen durch die Unmittelbarkeit mit der die Personen hier ihr Erleben, ihre "Wahrheit" schildern, sehr nahe. Die Personen unterscheiden sich in dem Milieu, aus dem sie stammen, in ihrer Sprache, ihren Sichtweisen und durch das Zusammensetzen dieses Mosaiks durch den Leser erhält dieser einen authentischen, direkten Blick auf das Irland der Jahre 2011/2012. Mit fortschreitender Lektüre ermüdet die durchweg stark negativ geprägte Erzählweise allerdings etwas. Ist da nicht auch mal ein klein wenig Licht, ein bisschen Freude im Leben dieser, zugegebenermaßen stark gebeutelten Menschen? Da droht sich die Tristesse ein wenig totzulaufen und der Leser stumpft zunehmend ab. Das Ganze wird dadurch verstärkt, dass die meisten der Erzählenden einen extrem negativen Blick auf ihre Umwelt und besonders ihre Mitmenschen haben, auch in ihrer Ausdrucksweise stark verroht sind. Dysfunktionale Familien und entsetzliche Kindheiten scheinen die Regel. Auch das ist natürlich "Wahrheit" und dies ist sicher nicht der erste Roman eines irischen Autors, in dem das Leben genauso geschildert wird. Trotzdem nimmt Donal Ryan dem Buch gerade durch die ungebrochene Grautönung ein wenig seine eigentliche Wucht. Die einzige "Lichtgestalt" ist der Vorarbeiter Bobby Mahon, der trotz eigener schmerzlicher Erfahrungen Menschlichkeit verkörpert. Aber gerade er wird des Mordes an seinem völlig heruntergekommenen, alkoholkranken Vater angeklagt. Ganz dezent und von der Leserin fast überlesen, knüpft der Autor an sein vorheriges Buch "Die Sache mit dem Dezember" an. Ist der gewaltsame Tod des John Cunliff, jenes geistig etwas zurückgebliebenen Jungen, dessen Haus dem Bauboom vor der Immobilienkrise weichen sollte so etwas wie Initial und gleichzeitig Menetekel für die Vorgänge, die schließlich damit endeten, dass alles in dem kleinen Ort den Bach hinunter zu gehen scheint. Trotz einiger Kritikpunkte ist Donal Ryan ein sehr eindrückliches, lesenswertes Buch gelungen. Durch die unterschiedlichen Perspektiven sehr facettenreich, durch die Thematik hochaktuell und erhellend, durch den Handlungsbogen bis zuletzt spannend und durch die zupackende Art zu erzählen sehr unmittelbar und unterhaltsam.
Ein kleines Städtchen in Irland ...
von Inge Weis - 05.10.2016
Eine einfache und tief bewegende Geschichte. Ein Buch über ein fast belangloses Leben, vom ersten bis zum letzten Tag auf nur 240 Seiten, aber so intensiv erzählt, dass ich mich der Geschichte nicht mehr entziehen konnte. Sie, die Geschichte ist schnell erzählt: Bobbys Vater lebt immer noch die Straße runter und am Wehr vorbei in dem Häuschen, in dem er aufgewachsen ist. Er geht jeden Tag hin, um zu sehen, ob er tot ist, und jeden Tag enttäuscht er ihn. Es ist noch kein Tag vergangen, an dem er ihn nicht enttäuscht hat. Ein fleißiger, ein Kämpfer der sich nie aufgibt, zwar mit dem Schicksal hadert aber sich nicht von ihm zerstören lässt. Es begann mit Wohlstand und satter Zufriedenheit und endet mit Entführung und Mord. Was dazwischen liegt, sind einundzwanzig Leben, einundzwanzigmal Hoffen und Träumen, Lieben und Leiden - einundzwanzig Menschen, die im Strudel der irischen Finanzkrise ihre Wahrheit erzählen - und das Geschick eines ganzen Landes. In den Nachwehen des finanziellen Zusammenbruchs gab es gefährliche Spannungen an der Oberfläche in der irischen Stadt und es entfaltet sich eine authentischen Geschichte. Die Gesichter der Wahrheit spricht für das zeitgenössische Irland wie kein anderer Roman. Er artikuliert sehr verletzlich und allzu menschlich, in Sprache und Geist des ländlichen Irland und mit unheimlicher Wahrnehmung, die Worte und Gedanken von einer Generation. Dieser Roman der kleinen Stadt ist lebendig, witzig und süß, ergreifend, bewegend und wunderbar geschrieben. Mit faszinierendender Klarheit erzählt uns Donal Ryan von diesem Leben, von den Höhen und Tiefen, vom Gewinnen und Verlieren, von Familie und Freundschaft und von der Liebe - auf eine Art und Weise, die zutiefst beeindruckt und noch lange nachwirkt. Das erstaunliche an diesem Buch ist, dass Donal Ryan es geschafft hat, ein völlig durchschnittliches Leben mit all seinen Höhen und Tiefen so in Worte zu fassen, dass man am Ende einfach tief bewegt ist vom Leben und seinen Machenschaften. Ein stilles Buch, das zu Herzen geht und das eigene Schicksal für einen Moment in den Hintergrund treten lässt. Eine melancholische Geschichte großartig erzählt. In die Ruhe der Schilderungen kann man leicht abtauchen. Als großer Erzähler verbindet Ryan Entwicklung und Wohlstand mit dem Wortsinn von Stille und Gelassenheit zu einem wunderbaren Roman. Mit wenigen, einfachen Sätzen wird hier ein ganzes Leben, ein persönliches Universum beschrieben. Tief bewegender Lesegenuss. Große Literatur schlichtweg großartig! Ein literarisches Kleinod!
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