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Siebzig verweht II

Buch (gebunden)
Im Tagebuch gibt sich der Autor von Tag zu Tag und, insofern er, wie Jünger das tut, seine Träume als wesentliche autobiographische Elemente einbezieht, von Nacht zu Nacht Rechenschaft; er läßt den Leser an seiner Entwicklung teilnehmen. Notiert werd … weiterlesen
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Siebzig verweht II als Buch

Produktdetails

Titel: Siebzig verweht II
Autor/en: Ernst Jünger

ISBN: 3129043217
EAN: 9783129043219
Klett-Cotta Verlag

Januar 1981 - gebunden - 641 Seiten

Beschreibung

Im Tagebuch gibt sich der Autor von Tag zu Tag und, insofern er, wie Jünger das tut, seine Träume als wesentliche autobiographische Elemente einbezieht, von Nacht zu Nacht Rechenschaft; er läßt den Leser an seiner Entwicklung teilnehmen. Notiert werden Begegnungen mit Menschen, Büchern und Bildern, mit Tieren, Pflanzen und Landschaften. Oft werden diese Begegnungen lediglich in einem kurzen Aphorismus fixiert, oft setzen sie auch Ketten von Reflexionen und Assoziationen in Bewegung, die bei aller thematischen Vielfalt auf überraschende Weise stets von neuem konvergieren.Es entsteht eine teils soghafte Sprache aus der für Jünger so charakteristischen Mischung aus Tagebuchnotaten, Briefen, Reflexionen und Kommentaren. Dieser Band umfasst dabei die Tagebücher der Jahre 1971 bis 1980.

Portrait

Ernst Jünger, geb. in Heidelberg am 29. 3. 1895, war Soldat in der Fremdenlegion, dann in der Reichswehr und der Wehrmacht. Er ist der Bruder von Friedrich G. Jünger. Seine Schriften 'In Stahlgewittern' (Tageb., 1920), 'Der Kampf als inneres Erlebnis' (Essay, 1922) und 'Feuer und Blut' (En., 1925) gelten als Verherrlichung von Soldatentum und Krieg. Später Schriften gegen Gewalt und Macht. Jüngers Teilzeitideologien sind bis heute ebenso umstritten wie seine literarischen Werke.

Leseprobe

Siebzig verweht II

Wilflingen, 3. April 1971
Gesät: Spinat, Mangold, Weiße Rüben, Braun- und Rosenkohl, Zuckermais, Petersilie. In der stahlblauen Nieswurz leuchten die weißen Staubfäden.

Korfu, 30. April 1976
[...] Wir fuhren an einem Eiland vorüber, das Böcklin als Modell zur Toteninsel gedient haben soll. Das schien mir glaubwürdig, obwohl ich das gleiche im Golf von Neapel gehört habe. Immerhin ein Zeichen dafür, daß ein Typus getroffen worden ist.
*
Abends wieder Leuchtkäferjagd. Auch Kinder, die sich daraus ein Vergnügen machten, trugen dazu bei und brachten ihre Beute in Streichholzschachteln an.

Wilflingen, 28. Oktober 1979
Nachmittags in Saulgau, zu einer Ausstellung des -uvres von Otto Dix, dem ich leider nur ein Mal im Leben begegnet bin.
Gut gefiel mir ein Selbstbildnis von unerbittlicher Präzision, gut auch eine Szene mit Dämonen im Stil des Isenheimer Altars. Allerdings ergibt sich das Dilemma des Vergleiches in der Konfrontation. Diesen Einwand hat Horst Janssen in seinem genialischen Werk Die Kopie (1977) nach Goya, Watteau, Hokusai und ein paar Dutzend anderen nicht erst aufkommen lassen: Den Laden, in dem ich geklaut habe, möchte ich genannt wissen. Ein erstaunliches Werk, Hellenismus der abendländischen Malerei - und das nebenbei.
Wie mögen unsere Maler, die den Zweiten Weltkrieg überlebten, wie Dix, Schlichter, Beckmann, Max Ernst nicht zu vergessen, der Zeit standhalten - einmal innerhalb der nationalen, dann im Vergleich zur französischen Kunst? Mancher vielleicht wie einer, dem ein Mal im Leben ein unvergeßliches Gedicht gelang. Freilich, wer malen kann, hat eine gewisse Konstanz in der Leistung; das beruht schon auf der erworbenen Technik (die den Dichter eher schädigt) oder, wie die Alten meinten, auf größerer Nähe zum Banausentum.

Pressestimmen

Die Sammlung von Aufzeichnungen und Zeugnissen, Erinnerungen und Briefen ist ein literarisches Dokument von beachtlichem Rang, eine Schatzkammer von Entwürfen und Analysen unserer Zeit, gerade dadurch eine spannende und anregende Lektüre.
Saarländischer Rundfunk

Die sorgfältigen Aufzeichnungen Jüngers atmen die Freiheit seines Geistes ...
Focus



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