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Fall

Roman.
Buch (gebunden)
Fall schildert den Machtkampf in einem mittelständischen Unternehmen nach dem Tod des Firmengründers: Georg Voigtländer tritt die Nachfolge seines Vaters an. Der Mittdreißiger, der sein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Auszeichnung absolvier … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Fall
Autor/en: Ernst-Wilhelm Händler

ISBN: 3627000315
EAN: 9783627000318
Roman.
Frankfurter Verlags-Anst.

Januar 1997 - gebunden - 412 Seiten

Beschreibung

Fall schildert den Machtkampf in einem mittelständischen Unternehmen nach dem Tod des Firmengründers: Georg Voigtländer tritt die Nachfolge seines Vaters an. Der Mittdreißiger, der sein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Auszeichnung absolvierte, jedoch bereits keine Haare mehr auf dem Kopf hat, sieht sich am Beginn einer steil nach oben führenden Karriere. Nach den betriebswirtschaftlichen Lehrbüchern macht Voigtländer alles richtig. Nur mißachtet er dabei sämtliche unausgesprochenen Gesetze. Sein Onkel, Anteilseigner wie er, interpretiert die Firmenzukunft weitaus privater. Er will seinem Sohn Friedrich eine möglichst hoch dotierte Geschäftsführerposition zuschanzen und trifft alle Vorbereitungen, um den lästigen Mitgesellschafter aus der Firma zu drängen.Georg, der unter diesem 'falschen Berufsleben' leidet, sucht Rettung in einer ganz anderen Welt: in der Welt der Bücher, zunächst im Lesen, dann im Schreiben. Über den Umweg der Literatur nimmt er endlich die Kälte und den sprachlosen Größenwahn des Geschäftslebens wahr und erkennt, welchen Anteil er daran hat. Doch die Fallhöhe ist lange erreicht - der Narr stürzt ins Bodenlose.

Portrait

Ernst-Wilhelm Händler, 1953 geboren, lebt in Regensburg und München. Er ist Autor diverser Romane sowie eines Erzählungsbandes. 1999 erhielt Händler den Erik-Reger-Preis des Landes Rheinland-Pfalz und 2006 den Hans-Erich-Nossack-Preis.

Leseprobe

Um acht Uhr wird das Telefon läuten. Es wird ein junger Krankenhausangestellter am Apparat sein. Er wird mich fragen, ob ich der Sohn von Herrn Georg Voigtländer bin. Ich werde ja sagen. Er wird sagen, er muß mir leider eine sehr traurige Mitteilung machen. Dann wird er zunächst nichts sagen, und ich werde auch nichts sagen. Nach der Pause wird er fortfahren, daß soeben mein Vater verstorben ist. Ich werde sofort ins Krankenhaus fahren. Es ist Sonntagabend. Ich war, seit er am Dienstag eingeliefert wurde, jeden Tag morgens und abends bei ihm. Am Freitag hatte der behandelnde Arzt berichtet, die Herzrhythmusstörungen hätten sich unter der Medikation wesentlich gebessert. Mein Vater fragte schon, wann er das Krankenhaus wieder verlassen könne, man hatte ihm geantwortet, in etwa zwei bis drei Wochen, ob er dann wieder seinen Wein würde trinken können, in Maßen ja. Vormittags las er im Stuhl Zeitung. Nachmittags schien er in gedrückter Stimmung. Er saß auf dem Bett, ließ die Beine schlenkern und blickte auf die verschneite Parklandschaft und den vereisten Parkplatz vor dem Krankenhaus. Auf den Kirchturm mit der Uhr. Es wurde bereits dunkel. Wenn er hier jemals wieder herauskomme, werde er nicht mehr in die Firma gehen. Nie wieder. Als ich ihn verließ, sagte er, er sei sehr müde, er wolle schlafen, und er legte sich schon zurück, während ich mir den Mantel überzog. Wenn ich wiederkommen wird er noch warm sein. Er wird auf dem Rücken liegen. Seine Haare sind in Unordnung. Er wird noch warm sein, aber er wird bereits nicht mehr so aussehen, als wäre noch Leben in ihm. Er ist zu bleich, als daß er noch leben könnte. Seine Nase ist zu groß, als daß er noch leben könnte. Seine Haut ist straff, aber nicht wie bei einem Lebenden, sondern wie bei einem Toten.

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