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Der Gebrauch des Selbst als Buch
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Der Gebrauch des Selbst

Die bewusste Steuerung des Gebrauchs im Bezug auf Diagnose, Funktionieren und ReaktionskontrolleMit einer…
Buch (kartoniert)
In diesem dritten und berühmtesten seiner Bücher schildert F.M. Alexander (1869 1955) sehr persönlich und detailliert die Umstände, Experimente und Entdeckungen, die ihn zur "Entwicklung einer Technik" führten.

Professor Nicolaas Tinbergen würdigte in … weiterlesen
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Der Gebrauch des Selbst als Buch

Produktdetails

Titel: Der Gebrauch des Selbst
Autor/en: F. M. Alexander

ISBN: 3805571704
EAN: 9783805571708
Die bewusste Steuerung des Gebrauchs im Bezug auf Diagnose, Funktionieren und ReaktionskontrolleMit einer Einführung von J. DeweyAus dem Englischen übersetzt von R. Krügel.
Übersetzt von R. Krügel
Karger Verlag

7. Juni 2001 - kartoniert - 95 Seiten

Beschreibung

A Karger 'Publishing Highlights 1890-2015' title In diesem dritten und berühmtesten seiner Bücher schildert F.M. Alexander (1869-1955) sehr persönlich und detailliert die Umstände, Experimente und Entdeckungen, die ihn zur «Entwicklung einer Technik» führten. Professor Nicolaas Tinbergen würdigte in seiner Nobelpreisrede von 1974 diese Tatsache - nämlich dass «ein Mann ohne medizinische Ausbildung eine der wahrhaft grossartigen Beschreibungen von medizinischer Forschung und Praxis» gibt. Andere Autoren sprechen davon, Alexander habe durch seine intensiven Beobachtungen des unter normalen Bedingungen tätigen Organismus «eine Physiologie des lebendigen Organismus geschaffen». «Der Gebrauch des Selbst» ist das eingänglichste der vier Werke F.M. Alexanders und enthält viele sehr nützliche Informationen, die dem Leser die Alexander-Technik näher bringen. Dazu gehört vor allem Alexanders Schilderung, welchen Weg er beschreiten musste, um die Grundprinzipien seiner Technik zu entwickeln. Dieses Buch ist somit ein Grundstein der Alexander-Technik. Für Lehrer und engagierte Schüler dieser Technik steht es an erster Stelle. Um Alexanders Methode wirklich zu verstehen, ist es sinnvoll, die Geschichte ihrer Entwicklung zu kennen. So erst kann man nachvollziehen, auf welche Prinzipien Alexander seine Methode gründete.

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;5
2;Vorwort zur Neuauflage 1946;7
3;Vorwort zur Erstausgabe 1932;11
4;Einleitung von Professor John Dewey;14
5;1. Kapitel Die Entwicklung einer Technik;19
6;2. Kapitel Gebrauch und Funktionieren im Bezug auf Reaktion;44
7;3. Kapitel Der Golfspieler, der den Ball nicht im Auge behalten kann;50
8;4. Kapitel Der Stotterer;63
9;5. Kapitel Diagnose und medizinische Ausbildung;78
10;Anhang;100
11;Sachwortverzeichnis;109

Leseprobe

3. Kapitel: Der Golfspieler, der den Ball nicht im Auge behalten kann (S. 32-33)

Nehmen wir an, ein erfolgloser Golfspieler konsultiert einen Golflehrer, um sein Spiel zu verbessern. Nachdem der Lehrer den Golfspieler eine Weile beobachtet hat, macht er ihm klar, dass er den Ball aus den Augen lässt, was er auf keinen Fall dürfe, wenn er jemals seinen Schlag verbessern wolle. Mit der besten Absicht, die Anweisung seines Lehrers zu befolgen, beginnt der Golfspieler nun wieder zu spielen, bemerkt jedoch, dass er trotz aller Bemühungen die Augen weiterhin vom Ball abwendet.

Diese Situation wirft einige Diskussionspunkte auf, doch ich möchte mich im Rahmen dieses Kapitels auf die Betrachtungen jenes Prinzips beschränken, das nicht nur der Diagnose und den Anweisungen des Lehrers zugrunde liegt, sondern auch dem Vorgehen des Spielers, wenn er sich entscheidet, die Anweisungen zu befolgen. Dabei drängen sich folgende Fragen förmlich auf:

Warum lässt der Golfspieler den Ball überhaupt aus den Augen, wenn ihm doch die Fachleute sagen, dass er dies nicht tun soll? Warum verliert er den Ball weiterhin aus den Augen, nachdem er sich doch entschlossen hat, ihn im Auge zu behalten? Warum versagt sein Wille, etwas zu tun im entscheidenden Augenblick?

Welcher Stimulus verleitet ihn offensichtlich und unwiderstehlich dazu, trotz seines Willens, etwas zu tun, die Augen vom Ball abzuwenden, und dies, obwohl er sich vorgenommen hatte, die Anweisungen seines Lehrers zu befolgen?

Die Antworten auf diese Fragen müssen im Zusammenhang betrachtet werden, da sie, wie auch die Fragen selbst, in einer engen Beziehung zueinander stehen. Zunächst zur ersten Frage:

Wenn der Golfspieler zum Schlag ausholt, setzt er für diese Handlung den gleichen gewohnheitsmässigen Gebrauch seiner Mechanismen ein, den er auch für all seine anderen Handlungen einsetzt. Da es sich beim Ball im Auge behalten um einen wesentlichen Bestand
teil der Golftechnik handelt, aber die Mechanismen zur Kontrolle der Augen bei diesem Spieler nicht seinem Wunsch gemäss funktionieren, ist die Annahme berechtigt, dass sein gewohnheitsmässiger Gebrauch fehlgesteuert ist. Dieser Umstand wird vom Lehrer durchaus erkannt, denn er führt die Unfähigkeit des Schülers, einen guten Schlag auszuführen, darauf zurück, dass dieser unfähig ist, den Ball im Auge zu behalten.

Nun stellt sich eine weitere Frage: Warum wendet der Schüler trotz seiner Absicht, die Anweisungen seines Lehrers zu befolgen und trotz seines Willens, dies zu tun, weiterhin die Augen vom Ball ab? Darauf lässt sich antworten, weil er in allem, was er tut, ein ausgemachter Zielstreber ist. Es ist seine Gewohnheit, sein Ziel mittels der Versuch-und- Irrtum-Methode direkt anzusteuern, ohne die Mittel gebührend zu beachten, mit denen sein Ziel erreicht werden könnte. Im vorliegenden Fall ist die erklärte Absicht des Spielers, einen guten Schlag auszuführen, nicht zu bezweifeln, doch bei ihm bedeutet dies, dass er in dem Moment, in dem er zu spielen beginnt, dieses Ziel direkt anstrebt, ohne zu bedenken, welche Gebrauchsweise seiner Mechanismen allgemein für einen guten Schlag erforderlich wären. Folglich schlägt er mit seinem gewohnheitsmässigen Gebrauch. Da dieser Gebrauch einschliesslich dem der Augen jedoch fehlgesteuert ist, lässt er den Ball aus den Augen und macht einen schlechten Schlag. Solange er daher von seinem gewohnheitsmässigen Zielstreben beherrscht wird, ist es einleuchtend, dass er weiterhin mit demselben fehlgesteuerten Gebrauch seiner selbst auf den Stimulus reagiert, einen guten Schlag zu machen, und dass er dabei weiterhin den Ball aus den Augen verlieren wird.
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