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Die Rauchgiftfalle

Die heimliche Angst der Raucher vor dem Nichtrauchen. Paperback.
Buch (kartoniert)
Dieses Buch ist ein Augenöffner -
ein Geschenk für Raucher und Nichtraucher!

Vergessen Sie, was Sie bisher über Nikotinsucht, Raucherentwöhnung, Entzugserscheinungen und Wunderkuren gelesen haben. Der Autor entlarvt radikal und humorvoll alte Denkmus … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Rauchgiftfalle
Autor/en: Franz Wilhelm Bauer

ISBN: 3833439459
EAN: 9783833439452
Die heimliche Angst der Raucher vor dem Nichtrauchen.
Paperback.
Books on Demand

25. November 2005 - kartoniert - 120 Seiten

Beschreibung

Dieses Buch ist ein Augenöffner -
ein Geschenk für Raucher und Nichtraucher!

Vergessen Sie, was Sie bisher über Nikotinsucht, Raucherentwöhnung, Entzugserscheinungen und Wunderkuren gelesen haben. Der Autor entlarvt radikal und humorvoll alte Denkmuster und falsche Ansichten. Klar und verständlich beleuchtet er die Nikotinabhängigkeit in völlig neuer Weise.
Nichtraucher verstehen damit ihre rauchenden Mitmenschen besser und Rauchern fällt es plötzlich so leicht wie noch nie, die letzte Zigarette auszudämpfen und ihr Leben fortan als Nichtraucher zu genießen.

Franz Wilhelm Bauer, Jahrgang 1941, war Industriekaufmann und verbrachte die letzten fünfzehn Jahre seiner Berufslaufbahn als Lebensberater und Selbsterfahrungs-Coach. Er beschreibt in diesem Buch erfrischend selbstironisch auch seine eigene Raucherkarriere, mit deren Beendigung die Betreuung aufhörwilliger Raucherinnen und Raucher begann.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Liebe Raucherin, lieber Raucher

Mein heiteres Raucherleben
Wie ich in die Rauchgiftfalle geriet,
Jahrzehnte darin gefangen war und nichts davon bemerkte.

Schluss mit lustig
Wie sich die Nebel lichteten.

Fünfhundert Jahre Irrtum
Wie Nikotin nicht nur der Kaiserin den Verstand raubte.

Wie wir in die Falle geraten sind
Der Beginn der Täuschungen.

Was tun Sie da?
Wie Sie zu rauchen glauben und was da wirklich raucht.

Das tun Sie
Das Glück, negative Empfindungen zu spüren.

Was der Rauch tut
Unangenehme Tatsachen - wer kennt sie nicht.

Die Konsequenz
Ignoranz auf dem Friedhof oder Licht ins Dunkel.

Man stirbt eben
Die monatliche Tsunami-Katastrophe.

Geldverbrennung
Nikotin statt Vitamin und viel Geld für nichts.

Das olfaktorische Mysterium
Vorher stinkt es, nachher riecht es gut.
Die Umkehr des Normalen.

Täuschungsmonster Nikotin
Das unschuldige Gift.
Willkommener, Unheil bringender Gast.

Die Rauchgiftfalle
Illegaler Grenzübertritt, Rauchgiftschmuggel
und Gefangenschaft.

Großmacht Gefühl
Wie Gefühle unser Handeln bestimmen und wie
aus manipulierten Gefühlen falsche Gedanken entstehen.

Die heimliche Angst
und ihre unheimliche Wirkung.

Eine Angst kommt selten allein
Nikotin mildert nur eine. Sonst keine.

Die Stress-Schaukel
Aufputschende Entspannung
und anregende Beruhigung.

Sucht und Gewohnheit
Wie die Sucht Gewohnheit schafft
und Gewohnheit die Sucht verstärkt.

Genussraucher
Der Suchtwolf im Schafspelz der Leidenschaft.

Das alternative Nikotingeschäft
Wie man uns aus ärztlicher Sicht für dumm hält
und uns schon wieder Nikotin in Apotheken verkauft.

Wissen versetzt Berge
Glaubst du noch oder weißt du schon.

Das Entzugsmärchen
Was man über Entzug so hört, ist noch lang nicht wahr.

Gewichtsproblem
Die Entlarvung eines Gespenstes.

Abgewöhnen unnötig
Sucht stirbt schnell. Gewohnheit vergeht langsam, aber sicher.
Es gibt nichts zu tun. Du bist gescheiter als dein Gehirn.

Schlüssel Bewusstheit
Die Tür war immer offen. Du hast es bloß nicht gewusst.

Portrait

Franz Wilhelm Bauer, Jahrgang 1941, lebt in Wien, war Industriekaufmann und verbrachte die letzten fünfzehn Jahre seiner Berufslaufbahn als Lebensberater und Selbsterfahrungs-Coach, zuletzt als "Nichtraucher-Coach" mit der speziellen psychologischen Betreuung aufhörwilliger Raucherinnen und Raucher. Sein beruflicher "Ruhestand" begann mit dem Verfassen des Buches "Die Rauchgiftfalle".

Leseprobe


Bauer, Franz Wilhelm:
Die Rauchgiftfalle


Auszüge aus dem Kapitel "Mein heiteres Raucherleben"

...

Hie und da überlegte ich, mit dem Rauchen aufzuhören, bloß so, um Abwechslung in mein Leben zu bringen. Ich dachte: "Heute kaufe ich mir keine Zigaretten. Das Geld ist knapp und ich rauche einfach nicht mehr". Nichts leichter als das! Ein paar Stunden später dachte ich: "So, jetzt rauche ich wieder". Und dann rauchte ich wieder, völlig freiwillig. Ich überwand dann auch mit Leichtigkeit das manchmal in mir aufkeimende Gefühl, ich hätte gestern vielleicht ein wenig zu viel geraucht - der pelzige, bittere Geschmack im Mund und ein bisschen Husten machte mir aber nicht wirklich etwas aus.

Schuld an einem hie und da auftauchenden unguten Gefühl waren eher die Warnungen vor der angeblichen Schädlichkeit des Rauchens, an denen in Wahrheit aber sicher nicht wirklich etwas Ernsthaftes dran ist. Man stirbt doch nicht gleich wegen ein paar Zigaretten, die man an einem Abend zu viel geraucht hat. Schließlich kann man es auch so sehen: Auf Jahrzehnte verteilt sind sogar ein paar Millionen Lungenzüge leicht verkraftbar. Der schlagende Beweis sind die Kettenraucher, die so viel mehr rauchen, dadurch sogar eine interessant aussehende Haut und eine erotische Stimme bekommen und noch dazu schlank bleiben. Was soll's! So lange man raucht, lebt man - und zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!

Die aufdringlichen und voll übertriebenen Meldungen von wegen einer angeblichen Gesundheitsgefahr sind doch bloß lästig. "Gesundheitsschädlich"! Wenn ich das schon lese oder höre! Das ist doch alles bloße Angstmacherei fanatischer Gesundheitsapostel. Es betrifft, wenn schon, sicherlich nur diejenigen, die mit einer ohnehin schon schwachen Konstitution leben müssen oder irgendwelche psychosomatische Leiden haben, die dann zusätzlich noch Krebs hervorrufen oder Asthma oder so genannte Raucherbeine, die meistens sowieso nichts anderes sind als das Ergebnis einer angeborenen Gefäßschwäche. Mich betrifft das natürlich nicht, und so lange ich das Rauchen genieße, rauche ich eben und meine Lebensqualität lass ich mir von nichts und niemandem vermiesen. - Na gut, Sie kennen das ja.

...

Als die EU, die mit der Gurkenkrümmungsverordnung nicht mehr genügend ausgelastet war, sämtliche der so exquisit geschmackvoll gestalteten Zigarettenpackungen mit "Warnhinweisen" verunstaltete, war ich ziemlich sauer. Was denken sich diese überbezahlten Schreibtischtäter, wenn sie auf die Zigarettenschachteln ihre suggestive Botschaft von der Tödlichkeit des Tabakgenusses dick, fett und schwarz umrandet draufmalen lassen? Haben denn die noch nichts von der Macht negativer Gedanken gehört? Später einmal wird man sich wundern, wenn teure Studien beweisen werden, dass der Satz: "Rauchen verursacht Krebs" tatsächlich Krebs verursacht!

Glücklicherweise haben kreative Köpfe dann diese praktischen Zigarettenschachtel-Präservative erfunden, die die Verpackung der edlen Produkte zwar nicht verschönern, aber deren Anblick doch wieder halbwegs erträglich machen. Manche Raucherinnen und Raucher schaffen es zwar meisterlich, die negativ ausstrahlenden Aufdrucke unter Anwendung einer gewissen Schlauheit einfach aus ihrem Gesichtsfeld auszublenden, mir persönlich waren aber die blickdichten Verhüllungen lieber. Es gab zwar dann auch noch diese Aufkleber mit lustigen Sprüchen wie "Rauchen kann Ihre Zigarette verkürzen" oder "Diese Zigaretten enthalten Tabak" - echt lustig, nicht? - aber es war mir zu anstrengend, täglich neue Sprüche kleben zu müssen.

Ich rauchte also, wie gesagt, weil ich es wollte und weil es mir schmeckte.

...

Mein Jugendfreund Paul, dem ich vor vier Jahren die letzte Ehre erwies, war im Gegensatz zu mir ein starker Raucher. Ob der Lungenkrebs, an dem er letztlich starb, vom Rauchen kam, muss bezweifelt werden. Ich besuchte ihn zwei Tage vor seinem Lebensende und brachte ihm ein paar Dosen Bier - feste Nahrung konnte er nicht mehr zu sich nehmen. Man hatte ihm nämlich nach langwierigen und erfolglosen medikamentösen Behandlungen die halbe Lunge samt den davor liegenden Rippen entfernt. Das schwächte ihn natürlich sehr. Er war dadurch sogar zu schwach geworden, richtig zu kauen und wurde dann auch sehr schlank. Mit 35 Kilogramm etwas untergewichtig, würde ich sagen. Aber als echter Genussraucher hielt er bis zum letzten Augenblick die glühende Zigarette zwischen den leider schon etwas zittrigen, aber wunderbar männlich-gelbbraun gegerbten Fingern und presste, voll Schmerz zusammengekrümmt, die vorletzten Worte hervor, die ich von ihm hörte. Er sagte, mit seinem Kinn auf die Zigarette deutend, mit bebender, schwacher Stimme: "Das ist das Einzige, was ich noch habe".

Wie wahr! Die Zigarette war bis zum letzten rauchgefüllten Atemzug seine Freundin geblieben, immer treu, immer an seiner Seite. Immer hatte sie ihm das Leben erleichtert und verschönt, nie hatte sie ihn verlassen. Woran sonst hätte der Ärmste sich noch festhalten können, als ihm der Krebs die letzte Hoffnung raubte? Nirgends! Er war übrigens (und das ist jetzt genau so wirklich wahr, wie alles andere, was ich hier erzähle) überzeugt davon, dass er den extrem schwankenden Luftdruckunterschieden, die von der Klimaerwärmung ausgehen, zum Opfer gefallen sei.

Nach seiner Beerdigung war ich ein wenig mitgenommen, das muss ich gestehen. Als ich nach Haus kam, streikte wieder einmal der Lift. Sechsundneunzig Stufen - es muss wohl am Stress des Begräbnisses gelegen sein, dass ich an diesem Abend etwas mehr als an sonstigen Liftstreiktagen auf dem Weg hinauf zu meiner Wohnung anhalten und ein wenig verschnaufen musste. Irgend etwas schnürte mir die Luft ab und dann war da so ein eigenartig stechendes Ziehen in meiner linken Brusthälfte, weiter nicht der Rede wert, aber ...

Sicherheitshalber ging ich sofort ein paar Wochen später zu einer Herzuntersuchung. Belastungs-EKG, Ultraschall. Das Ergebnis - wie hätte es anders sein können: Keine Anzeichen irgendeiner Schädigung. Unheilbar gesund! Na also. Beruhigt konnte ich weiter rauchen.

Bloß um meiner Frau einen Gefallen zu tun, besuchte ich gleich ein Jahr danach eine Lungenfachärztin. Ließ mich von der freundlichen Medizinfrau willig abhorchen, stellte mich für eine Durchleuchtung zur Verfügung und machte bei einer amüsanten Lungenfunktionsprüfung mit. Das Ergebnis überraschte mich dann aber doch etwas: COPD. Chronic obstructive pulmonary disease - was auch immer das heißen mag. Behauptet wird, dass das eine Krankheit sei, die durch langjähriges Rauchen verursacht wäre. Quasi eindeutig bewiesen wäre das. Angeblich nicht heilbar, aber in den Griff zu bekommen durch die tägliche Einatmung eines Medikaments zur Bronchienerweiterung. Ich weiß nicht, ob man das so ohne Weiteres glauben kann. Zu allem Überfluss flüsterte die junge, attraktive Ärztin mir nach der Mitteilung der eigenartigen Diagnose auch noch übertrieben freundlich zu: "Lieber Herr Bauer, sie sollten zu rauchen aufhören!".

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