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Russland verstehen

Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens. 'C. H. Beck Paperback'. mit 2 Karten.
Buch (kartoniert)
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Wie ist es um die politische Kultur eines Landes bestellt, in dem ein Begriff wie "Russlandversteher" zur Stigmatisierung und Ausgrenzung taugt? Muss man nicht erst einmal etwas verstehen, bevor man es beurteilen kann? Gabriele Krone-Schmalz bietet i … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Russland verstehen
Autor/en: Gabriele Krone-Schmalz

ISBN: 3406675255
EAN: 9783406675256
Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens.
'C. H. Beck Paperback'.
mit 2 Karten.
Beck C. H.

10. Februar 2015 - kartoniert - 176 Seiten

Beschreibung

Wie ist es um die politische Kultur eines Landes bestellt, in dem ein Begriff wie "Russlandversteher" zur Stigmatisierung und Ausgrenzung taugt? Muss man nicht erst einmal etwas verstehen, bevor man es beurteilen kann? Gabriele Krone-Schmalz bietet in diesem Buch eine Orientierungshilfe für all jene, denen das gegenwärtig in den Medien vorherrschende Russlandbild zu einseitig ist.
Antirussische Vorbehalte haben in Deutschland eine lange Tradition und sind in zwei Weltkriegen verfestigt worden. Auch in der Ukraine-Krise lässt sich ihre Wirksamkeit beobachten. Tatsächlich ist aber nicht nur das Verhältnis zwischen Russland, dem Westen und der Ukraine vielschichtiger, als es der Medien-Mainstream suggeriert, sondern auch die russische Geschichte seit dem Ende des Kalten Krieges. Demokratie und Menschenrechte verbreiten - wer möchte das nicht. Es lässt sich aber sehr wohl über das Tempo und über die Methoden streiten. Und es lässt sich fragen, welche Interessen der Westen unter dem Deckmantel einer Menschenrechtsrhetorik verfolgt.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 1. Kapitel Der Auftakt oder: Wie alles anfing 2. Kapitel Mit zweierlei Maß - eine unendliche Geschichte 3. Kapitel Enttäuschte Hoffnungen - verpasste Chancen 4. Kapitel Die Idee vom Frieden 5. Kapitel Die Ukraine, Russland und der Westen 6. Kapitel Der Kampf um die Ostukraine Ausblick Anhang Wie es auch hätte laufen können - ein Sendekonzept aus den neunziger Jahren

Portrait

Gabriele Krone-Schmalz ist Professorin für TV und Journalistik an der Hochschule Iserlohn. Sie war von 1987 - 1991 Russland-Korrespondentin der ARD und moderierte anschließend bis 1997 den ARD-Kulturweltspiegel. Sie ist Mitglied im Petersburger Dialog und als eine der führenden Russland-Experten Deutschlands regelmäßig im Fernsehen zu sehen.

Pressestimmen

"Wer bereit ist, Russland nicht bloß als Bären zu betrachten, der von seinem Meiser am Nasenring durch die internationale Manege geführt wird, kann aus ihrem Buch eine Menge lernen."
Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 2015

"Ein so informatives wie meinungsstarkes Buch."
Katharina Granzin, die tageszeitung, 7. März 2015

"Ein bemerkenswert verantwortungsvolles Buch einer kenntnisreichen und erfahrenen Journalistin."
Roland R. Ropers, Epoch Times, 12. Februar 2015

"'Russland verstehen' könnte den Frieden retten."
Michael Girkens, Stadtanzeiger Hamm, 25. Februar 2015

"Eine Orientierungshilfe für all jene, die das gegenwärtig in den Medien vorherrschende feindliche Russlandbild ablehnen."
Neues Deutschland, 5. März 2015

"Krone-Schmalz' Verdienst ist es, sich auf die verlässlichen Fakten zu stützen. Sie nimmt dem Leser die westlich gefärbte Brille ab."
Jens Dierolf u. Julia Neupert, Heilbronner Stimme, 7. März 2015

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 14.04.2015

Wladimir im Glück?
Wie Journalistin Gabriele Krone-Schmalz Russland versteht

Sie wolle der "Dämonisierung Russlands etwas Substantielles entgegensetzen", schreibt Gabriele Krone-Schmalz am Anfang ihres Buches "Russland verstehen". In Deutschland werde die Wahrnehmung Russlands von einem tiefsitzenden "Feindbild" geprägt, das nur Ende der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts aufgrund von Perestrojka, Glasnost und deutscher Wiedervereinigung "für einen Wimpernschlag der Geschichte überwunden zu sein schien". Um dem entgegenzuwirken, gehe es ihr darum, "ein paar Dinge sauber auseinanderzuhalten, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln und darauf zu achten, nicht mit zweierlei Maß zu messen". Was Krone-Schmalz tut, ist das Gegenteil davon: Sie bringt Dinge durcheinander, verschleiert Zusammenhänge und pflegt selbst die "selektive Wahrnehmung" der Wirklichkeit, die sie der westlichen Politik und den deutschen Medien vorwirft.

Wie ein roter Faden zieht sich durch das Buch die Behauptung, an Russland würden stets andere, weniger faire Maßstäbe als an andere Länder angelegt: "Der verzerrte Blick, sobald Russland involviert ist, zieht sich durch alle thematischen Bereiche. Hat man irgendwo anders nach Olympischen Spielen eine politische Bilanz gezogen statt einer sportlichen? Soweit ich mich erinnere, nicht einmal in China." Diese Erinnerung ist falsch. Schon Jahre vor den Spielen in Peking 2008 begannen Medien in aller Welt damit, ausführlich über die damit verbundenen ökologischen Probleme, über die Repression gegen Kritiker und andere politische Begleiterscheinungen der Vorbereitung auf Olympia zu berichten. Wer damals Zeitung gelesen hat, konnte das nicht übersehen. Und auch bei Spielen in demokratischen Staaten gehören Berichte über soziale und politische Begleiterscheinungen von Olympia zum festen Programm deutscher Medien. Der Rest des Kapitels mit der Überschrift "Mit zweierlei Maß - eine unendliche Geschichte" ist nicht besser als dieses Beispiel.

In ihrer Darstellung des Ukraine-Konflikts lässt die Autorin wichtige Fakten weg. Zum Anfang der Demonstrationen auf dem Majdan in Kiew schreibt sie lapidar, der ukrainische Präsident Janukowitsch habe das unterschriftsreife Assoziierungsabkommen mit der EU "im letzten Moment doch nicht unterzeichnet". Die Vorgeschichte seines Gesinnungswandels kommt bei ihr nicht vor: massiver wirtschaftlicher und politischer Druck aus Russland. Dafür insinuiert sie, mit dem Assoziierungsabkommen hätten die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und Russland "mit einem Federstrich aus der Welt" geschafft werden sollen. Das behauptet nicht einmal die russische Propaganda.

Präsident Janukowitschs Fehler sei es gewesen, so Krone-Schmalz, dass er die Proteste "aussitzen" wollte. Deren gewaltsame Eskalation führt sie auf "die lange Zeit und die eisigen Temperaturen" zurück, in denen die Demonstranten auf dem Majdan ausharrten. Tatsächlich begannen die Straßenschlachten in Kiew, nachdem Janukowitsch am 16. Januar 2014 im Parlament im Schnelldurchgang (und unter zahlreichen Rechtsverstößen) ein Gesetzespaket hat durchpeitschen lassen, laut dem jedem Teilnehmer der Demonstrationen theoretisch mehrjährige Haftstrafen gedroht hätten. Krone-Schmalz erwähnt das mit keinem Wort.

Was sie zu den Vorgängen in der Ostukraine und auf der Krim schreibt, ist ebenso lückenhaft und zudem oft falsch. So versucht sie, den Einwand, das Anschluss-Referendum auf der Krim sei angesichts der Anwesenheit russischer Truppen nicht frei gewesen, mit einer Gegenfrage zur Absetzung Janukowitschs durch das ukrainische Parlament beiseitezuwischen: "Was ist von den Beschlüssen des Kiewer Parlaments zu halten, das erst von bewaffneten Kräften gestürmt wird und dann abstimmt?" Die von Krone-Schmalz behauptete Erstürmung des ukrainischen Parlaments durch Bewaffnete während der Revolution hat nicht stattgefunden.

Wer sich mit Russland befasse, müsse versuchen "mitzukriegen, was in diesem Land läuft, oder salopp formuliert: wie die Gesellschaft tickt", schreibt Krone-Schmalz. Das vermittelt sie in den Teilen ihres Buches, in denen es um die Zeit des Umbruchs Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre geht, während deren sie als Korrespondentin aus Moskau berichtet hat. Sie hat recht mit dem Hinweis, die russische Politik sei nur vor dem Hintergrund der für Westeuropäer kaum vorstellbaren Umwälzungen der vergangenen 25 Jahre zu verstehen. Über die vielfältigen Widersprüche und Verwerfungen in der Gesellschaft, die sich daraus ergeben, berichten die heutigen Russland-Korrespondenten deutscher Medien ausführlich und sachkundig. Gabriele Krone-Schmalz dagegen ignoriert sie weitgehend - sie kommen allenfalls als Argumentationshilfe ins Spiel, wenn sie fordert, der Westen solle das "Dauergemäkel" am russischen Präsidenten Putin bleibenlassen.

Über ihn schreibt sie, es sei "ein Glück, wenn in diesen Umbruchszeiten jemand an der Spitze steht, der sein Land nach vorne bringen möchte und bei der Versorgung nicht in erster Linie seine ,Familie', seinen Clan im Auge hat". Spätestens an dieser Stelle wüsste man gerne, auf welche russischen Quellen sich Krone-Schmalz stützt. Die wenigen noch überlebenden russischen Qualitätsmedien können es nicht sein. Wollte Gabriele Krone-Schmalz wirklich "Russland verstehen" (oder ihren Lesern dabei helfen, es zu tun), dann dürfte sie das Land nicht einfach mit seinen Herrschenden gleichsetzen. Ein treffenderer Titel für ihr Buch wäre: "Verständnis für Putin!"

REINHARD VESER

Gabriele Krone-Schmalz: Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens. Verlag C.H. Beck, München 2015. 176 S.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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Ein tolles Buch. Sollte jeder gelesen haben, auch die Nicht-Russlandversteher
von Zmei - 26.11.2015
Es ist schon so viel über dieses Buch geschrieben worden, daher mache ich es kurz. Ich habe mich lange von dem negativen Image, das einem Russlandversteher anhaftet, verleiten lassen und mich von dem Buch ferngehalten. Aber irgendwann, als ich das tägliche Russland-Bashing in den offiziellen Medien endgültig satt hatte, habe ich dieses Werk als Hörbuch geholt und bin sehr zufrieden, sowohl mit dem Inhalt als auch mit der Ausführung: Frau Krone-Schmalz hat wunderbar klar und sachlich geschrieben und gelesen. Schon den Anfang fand ich gut: "Wie ist es um die politischen Kultur eines Landes bestellt, in der ein Begriff "Russlandversteher" zur Stigmatisierung und Ausgrenzung taugt? Muss man nicht erst einmal etwas verstehen, bevor man es beurteilen kann? Verstehen heißt doch nicht automatisch für gut befinden. Wer etwas versteht, begreift Zusammenhänge, kennt Hintergründe und hat auf dieser Basis die Chance zu erklären, was vorgeht und warum." Im Buch erfährt man vieles über die Politik zwischen Ost und West seit dem Ende der Sowjetunion, über die Rolle von IWF bei der Bildung der Oligarchen in Russland, über die Rolle Gorbatschows und der USA in der Wiedervereinigung Deutschlands uvm. Auch die NATO Osterweiterung und seine Gefahren für Russland wird in diesem Zusammenhang klar und weshalb sie ein Punkt ist, um den es heute noch politisch und anderswie gekämpft wird. Auch über den Konflikt in der Ukraine und seine Ursachen hat Frau Krone-Schmalz klar und sachlich berichtet. Die Frage, ob Krimannexion auch eine ist, hat sie von mehreren Seiten beleuchtet. Die Rolle und das Interesse der USA auch in der Ukrainefrage kommen nicht zu kurz, weshalb vieles klar wird, was die Tagepresse für gewöhnlich nicht in die Öffentlichkeit trägt. "Da wirkt das bereits beschriebene Angstpotenzial. Mit dem stigmatisierenden Begriff Russlandversteher belegt zu werden ist schon schlimm genug.", sagt die Autorin. Was ich u.a. lobenswert finde: Bei jedem Thema geht Fr. Krone-Schmalz stets in die Tiefe, nennt die Zusammenhänge, deckt die Ursachen der Konflikte auf, liefert Hintergründe und Infos, die man nicht aus den offiziellen Medien bekommt. So macht sie, den Lesern deutlich, weshalb die politische Lage zwischen dem Westen und Russland heute so ist, wie sie ist. Die Darstellungen der Autorin fand ich sachlich, differenziert, adäquat, die Sachverhalte sind klar, logisch und leicht verständlich erklärt. Auch die feine Ironie kommt hier und dort gut durch. Fazit: Ein tolles Buch, eine sehr gute Adresse für alle, die die heutige Politik im Paradigma USA, EU - Russland nachvollziehen wollen. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung
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