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Böse Jahre, gute Jahre

Ein Leben 1931 ff. Lesebändchen.
Buch (gebunden)
Hans Maier, der im Juni dieses Jahres achtzig wird, hat ein wunderbares, vornehm schönes Buch der Erinnerungen geschrieben. Es enthält nicht nur treffsichere, subtil geschliffene Portraits zahlreicher Menschen, denen er auf seinem Lebensweg begegnet … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Böse Jahre, gute Jahre
Autor/en: Hans Maier

ISBN: 3406612857
EAN: 9783406612855
Ein Leben 1931 ff.
Lesebändchen.
Beck C. H.

1. März 2011 - gebunden - 419 Seiten

Beschreibung

Hans Maier, der im Juni dieses Jahres achtzig wird, hat ein wunderbares, vornehm schönes Buch der Erinnerungen geschrieben. Es enthält nicht nur treffsichere, subtil geschliffene Portraits zahlreicher Menschen, denen er auf seinem Lebensweg begegnet ist - darunter Martin Heidegger, Franz Josef Strauß und Joseph Ratzinger. Zugleich bietet es Einblicke in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Hans Maier als teilhabender Zeitzeuge miterlebt hat und mit großer atmosphärischer Dichte schildert.

Mit feinem Strich schildert Maier den Weg des Freiburger Buben, der bei der verwitweten Mutter und den beiden Schwestern in bescheidenen Verhältnissen aufwächst und NS-Zeit, Krieg und Trümmerjahre erlebt, zum Professor und Kultusminister im Kabinett von Franz-Josef Strauß. Aus der Ambivalenz seiner Erfahrungen mit der Politik macht er dabei keinen Hehl. Doch vor allem schildert er mit geradezu literarischer Genauigkeit die unterschiedlichen Milieus der Wissenschaft, der Politik, der Kirche und der Kultur mit ihren Eigenheiten. Sein Buch ist weit mehr als nur die Geschichte eines ungewöhnlich vielseitigen Mannes. Es fängt anschaulich wie nur wenige Memoiren die Stimmung früherer Zeiten ein und wird so zu einer geistvollen, unterhaltsamen, lehrreichen Reise in die Vergangenheit.

Portrait

Hans Maier, seit 1962 Professor für politische Wissenschaft in München, war von 1970 bis 1986 bayerischer Kultusminister und ist seit 1999 Prof. em. für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie. Von 1976 bis 1988 war er Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Er ist u. a. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 18.04.2011

KuMi Maier und wie er die Welt sieht

Als er nach München kommt, ist er der jüngste Professor der Ludwig-Maximilians-Universität. Er ist einunddreißig Jahre jung, hat den Krieg als Kind erlebt, zielstrebig eine Universitätslaufbahn eingeschlagen - als Erster seiner Familie überhaupt. Der Professor für Politikwissenschaft strotzt vor Tatendrang. Die angeblich bleierne Adenauer-Zeit ist für ihn - 1931 in Freiburg geboren, nicht mehr Flakhelfer, nicht mehr Mitglied der Hitler-Jugend - keine restaurative Epoche, sondern purer Aufbruch. Der Ortswechsel von Baden nach Bayern blieb für Hans Maier dennoch die einzige räumliche Veränderung.

Als Wahlbayer und Hörmensch freut er sich über die Mouillierungen: der oide Mann, der klapprige Stui, die frische Muich. Der Alemanne versucht gar nicht erst, sich sprachlich zu assimilieren. Seinen professoralen Duktus betont er mit dem Benefiziaten-T, dem behauchten, in Kirche und Lehrsaal gleichermaßen wirksamen T-Laut, der Andacht und Bildungswucht verströmt. Stets war er auch seiner Kirche zu Diensten, etwa als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (1976 bis 1988). Er ist bis heute ein Kritiker vatikanischer Organisationsverkrustung. Der leidenschaftliche Organist ist ein Menschenfischer - diesen Eindruck lässt jedenfalls die Autobiographie zurück, die Hans Maier sich selbst zum Achtzigsten am 18. Juni auf den Gabentisch gelegt hat ("Böse Jahre, gute Jahre. Ein Leben 1931 ff." C. H. Beck Verlag, München 2011. 420 S., geb., 24,95 [Euro]).

Hier schreibt der Wissenschaftler, Politiker, Kirchenfunktionär und Musiker. Oft der Jüngste, immer streitbar, konservativ aus Überzeugung, für sinnvolle Reformen zu haben. Sechs Töchter, fünf Bände gesammelte Schriften. Fast ein wenig unheimlich: Mehr als tausend Namen verzeichnet das Register. Durch das fortwährende Fallenlassen der Zelebritäten verengt der Autobiograph seinen Reflexionsspielraum freiwillig; Nachtreten ist Hans Maiers Sache nicht, er zeigt mit pointierten Porträts, was er von den Weggefährten hält. Die Contenance verliert er höchstens gegenüber den Studentenrebellen der Jahres 1968, die er mit aller Entschlossenheit bekämpfte. Als Politiker wäre er heute noch exotischer, als er es damals war. Sechzehn Jahre hielt er sich im Amt des bayerischen Kultusministers, erst unter "Don Alfonso" Goppel, dann unter dem Bayernherrscher Franz Josef Strauß.

Maier verhehlt keineswegs seine Bewunderung für das "Keltische" an Strauß, das rhetorische Naturtalent des Altphilologen, wissend, dass FJS zum Generalisten nicht taugte: "Seine Welt waren die Einzelfälle." Und Strauß schwante, dass die CSU ohne den ewigen KuMi Maier, wie er bei Schülern und Studenten hieß, wieder eine "Bierdimpfl-Partei" werden könnte. 1986 düpierte der Praeceptor Bavariae den Mann, den man durchaus für das höchste Amt im Staate im Auge hatte, durch Teilung des Ministeriums. Maier schmiss hin, kehrte an die Universität zurück - und sogar Franz Xaver Kroetz kondolierte. Das Leben nach der Politik gestaltet er nicht als von Jugend- und Reisewahn gepeitschter Turbo-Rentner. Sanft resümiert er mit Bedauern, die schönste Zeit des Lebens sei die nach dem Beruf, nach der Öffentlichkeit.

HANNES HINTERMEIER

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