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Hard boiled Wonderland und das Ende der Welt als Buch
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Hard boiled Wonderland und das Ende der Welt

Roman. Originaltitel: SEKAI NO OWARI TO HADOBOIRUDO WANDARANDO. Lesebändchen.
Buch (gebunden)
Mit kühner Fantastik und Fabulierkunst verbindet Japans größter zeitgenössischer Romancier in seinem frühen und seit langem im Deutschen vergriffenen Roman zwei Welten, von denen die eine Hard-boiled Wonderland und die ander… weiterlesen
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Hard boiled Wonderland und das Ende der Welt als Buch

Produktdetails

Titel: Hard boiled Wonderland und das Ende der Welt
Autor/en: Haruki Murakami

ISBN: 3832179054
EAN: 9783832179052
Roman.
Originaltitel: SEKAI NO OWARI TO HADOBOIRUDO WANDARANDO.
Lesebändchen.
Übersetzt von Annelie Ortsmanns
DuMont Buchverlag GmbH

12. Oktober 2017 - gebunden - 506 Seiten

Beschreibung

Mit kühner Fantastik und Fabulierkunst verbindet Japans größter zeitgenössischer Romancier in seinem frühen und seit langem im Deutschen vergriffenen Roman zwei Welten, von denen die eine Hard-boiled Wonderland und die andere Das Ende der Welt heißt: "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" erzählt im Wechsel der Kapitel und der Zeiten von zwei parallelen und wundersamen Reisen. In einem futuristisch brutalen Tokyo der fernen Gegenwart, tobt ein Datenkrieg zwischen dem "System" der Kalkulatoren und einer Datenmafia, der "Fabrik" der Semioten. Ein genialer und greiser Professor hat durch ein sicheres Codierverfahren im Unterbewusstsein allen Datendiebstahl unmöglich gemacht. Der Held und Ich-Erzähler in "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" überlebt die Bearbeitung seines Gehirns, aber nach einem Überfall auf das unterirdische Geheimlabor des Professors ist der implantierte "Psychokern" wie eine Bombe im Hirn nicht mehr beherrschbar. "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" ist ein faszinierendes Leseabenteuer, rasant konstruiert zwischen den beiden Welten - einer realen an der Schwelle des Todes und einer anderen, zeitlos und zugleich seelenlos.

Portrait

Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto geboren, die Eltern sind Lehrer für japanische Literatur. Einzelkind, Studium der Theaterwissenschaften und Drehbuchschreiben in Tokyo, aufkeimendes Interesse an amerikanischer Literatur und Musik, erste, fehlgeschlagene Schreibversuche, aus Aversion gegen einen Konzernjob. 1974 Gründung des Jazzclubs "Peter Cat", den er bis 1982 betreibt. Fortgesetzte Schreibversuche, die 1978 zum Erfolg führen. Sein damals entstandener Roman "Wild sheep chase" ("Wilde Schafsjagd", Insel, 1991) erreicht 1982 eine Millionenauflage. In den 80er Jahren dauerhaft in Europa ansässig (u.a. in Frankreich, Italien und Griechenland), geht er 1991 in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrt - dem Jahr des schweren Erdbebens von Kobe und des Anschlags der Aum-Sekte auf die Tokyoter U-Bahn. Ein Akt der Solidarität, denn: "Ich hatte das Gefühl, dies sei ein Wendepunkt für Japan." 1987 erschien Murakamis bis dato erfolgreichster Roman, dem er den Titel eines Beatles-Ohrwurms ("Norwegian Wood", dt. "Naokos Lächeln", DuMont 2001) gab: Allein in Japan wurden über 4 Mio. Exemplare verkauft. Der Roman bündelt brennglasartig Stil und Themen des Erfolgsliteraten: "Ich hasste die japanische Literatur, also borgte ich mir amerikanische Erzählstrukturen, von Raymond Chandler und Kurt Vonnegut... Aber ich habe nicht ein Stückchen meiner japanischen Identität dabei verloren," so Murakami in einen "Zeit"-Interview. Kurze Sätze, kaum Adjektive, Innenansichten aus der Perspektive seiner meist männlichen Helden - das sind die prägenden Stilmerkmale. Hier wie in den anderen Romanen wird die Handlung von einem Einzelgänger mittleren Alters getragen - in dem stark kollektiv orientierten Japan die Ausnahme und zugleich Voraussetzung dafür, dass Murakami zum Kultautor werden konnte. Zentrales Thema Murakamis aus der Sicht von "Zeit"-Redakteur Ulrich Greiner: "Wie funktioniert unser Gedächtnis, wer beherrscht es? Wir selber sind es offenbar nur in höchst unzureichendem Maß... Erinnerung an die Verluste, an die verlorenen Gefühle - das ist das große Ziel." Mit Greiner, der Murakami einen "belesenen Könner" nennt ("Die Balance, der Rhythmus, die Tonart: Das alles ist wohl bedacht"), stimmt auch Harald Martenstein überein ("Der Tagesspiegel"). Auch für ihn geht es bei Murakami "immer um die großen, schweren Fragen des Lebens". Aber: "Es liest sich federleicht. Auf den ersten Blick ist er ein altmodischer Erzähler. Erst allmählich spürt man, wie raffiniert er ist und wie sehr auf der Höhe der Zeit. Die Erzählstruktur ist also auf so perfekte Weise modern, dass man sie fast schon wieder für traditionell hält." "Gefährliche Geliebte" von 1992 (deutsch bei DuMont, 2000), handelt von einem Jazzclub-Besitzer, der nach 25 Jahren wie in einer Halluzination seiner Geliebten aus früher Jugend wieder begegnet und sich zwischen zwei Lebenspolen zerschleißt: dem Versuch, ein unauffälliges Leben made in Japan zu führen und seinem Wunsch nach individuellem Glück.
"Mr. Aufziehvogel" (1994/deutsch 1998 bei DuMont) ist Murakamis opus magnum - und das nicht nur wegen seines Umfangs von annähernd 700 Seiten. Das Buch gibt zunächst vor, wieder ein Einzelgängerleben darzustellen - diesmal das eines 30jährigen arbeitslosen Juristen - , bei den Ausflügen in die verzweigten unterirdischen Gänge seines Lebens aber weitet sich die Erzählung zu einem Panorama der Epoche, einem "unglaublich dichten und dreidimensionalen Bild Japans im späten 20. Jahrhundert" (Thomas Hartl in "Der Standard"). Murakami habe so etwas wie die Quadratur des Kreises bewältigt: "Ein höchst lesbarer und spannender, aber auch vielschichtiger Text, der mit postmoderner spielerischer Leichtigkeit Genres wie Bildungsroman, Krimi, Liebesgeschichte, politische Allegorie und andere vermengt und dem das scheinbar Unmögliche gelingt: Auf keiner einzigen Seite kommt eine Spur Langeweile auf, nie gerät Murakamis erzählerischer Atem ins Stocken." Der so Gelobte hat natürlich auch seine Kritiker, namentlich in Japan selbst, wo ihn konservative Feuilletons und Schriftstellerkollegen als "batakusai" - "nach Butter stinkenden Wessi" beschimpfen. Trotzdem hat der japanische Literaturbetrieb in den letzten 20 Jahren an seinem neben Banana Yoshimoto erfolgreichsten Exponenten nicht vorbeisehen können; er hat ihn mit allen herausragenden und hoch dotierten Literaturpreisen des Landes überhäuft.
Zuletzt erschienen von ihm in deutscher Übersetzung der Roman "Tanz mit dem Schafsmann" (2002), "Sputnik Sweetheart" (2002), "Kafka am Strand" (2004), die Neuauflage von "Wilde Schafsjagd" und die Filmerzählung "Tony Takitani" (2005), sein Buch über den Tokyoter Giftgasanschlag "Untergrundkrieg" (2002), der Erzählband "Nach dem Beben"(2003) sowie die von ihm herausgegebene Anthologie "Birthday Stories"(2004). 2004 erschien Jay Rubins Biografie "Murakami und die Melodie des Lebens".


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