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Frühe Prosa

Die sibirische Klarheit. Die Bresche. Jutta Bamberger. Das Geheimnis des Reiches. 2. , Aufl.
Buch (gebunden)
In diesem Band sind Heimito von Doderers Texte aus der Zeit der Kriegsgefangenschaft 1916 bis 1920 und seine Werke aus den zwanziger Jahren zusammengefasst. In den frühen Skizzen und Erzählungen, die das Lagerleben reflektieren, aber auch das ferne W … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Frühe Prosa
Autor/en: Heimito von Doderer

ISBN: 3406399258
EAN: 9783406399251
Die sibirische Klarheit. Die Bresche. Jutta Bamberger. Das Geheimnis des Reiches.
2. , Aufl.
Herausgegeben von Hans Flesch-Brunningen, Wendelin Schmidt-Dengler, Martin Loew-Cadonna
Beck C. H.

31. Juli 2008 - gebunden - 500 Seiten

Beschreibung

In diesem Band sind Heimito von Doderers Texte aus der Zeit der Kriegsgefangenschaft 1916 bis 1920 und seine Werke aus den zwanziger Jahren zusammengefasst. In den frühen Skizzen und Erzählungen, die das Lagerleben reflektieren, aber auch das ferne Wien poetisch vergegenwärtigen, finden bereits Themenstränge, die sich, Jahrzehnte später, in der "Strudlhofstiege", den "Dämonen" und noch im "Grenzwald" romanhaft auffächern. Auch die Arbeiten aus den zwanziger Jahren deuten alle schon auf Charaktere und Situationen der großen Romane hin. Doderers eigentümliche Beschreibungsart und "dodereske" Stilmittel, aber auch für Doderer zentrale Motive, etwa das der Befreiung und Verstrickung durch die Landschaft und das der Menschwerdung, sind bereits erkennbar.

Portrait

Heimito (Ritter) von Doderer, 5. 9. 1896 Hadersdorf bei Wien - 23. 12. 1966 Wien. Der aus einer protestantischen Architekten- und Bauunternehmerfamilie stammende D. begann nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums 1914 in Wien mit dem Jurastudium, wurde jedoch 1915 zum Militär eingezogen und geriet 1916 als Kavallerist in russ. Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung (1920) studierte er in Wien Geschichte (Dr. phil. 1925). Danach lebte er als freier Schriftsteller und schrieb für das Feuilleton verschiedener Wiener Tageszeitungen. Am 1. April 1933 trat er in die nationalsozialistische Partei ein, die bald darauf in Österreich verboten wurde. 1936 siedelte er nach Dachau über. Er distanzierte sich bald wieder vom Nationalsozialismus und konvertierte 1940 zum Katholizismus. Im selben Jahr wurde er zur Luftwaffe eingezogen. 1946 kehrte er nach Wien zurück und besuchte von 1948 bis 1950 Kurse am Institut für österreichische Geschichtsforschung. Zahlreiche Ehrungen - u. a. Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur (1957) - bestätigten die Stellung, die er nun als Repräsentant der österreichischen Literatur der Nachkriegszeit erreicht hatte.

Leseprobe

Die Singvögel.

Auf dem Gartenweg ging langsam ein Mann. Hinter ihm kam die große, gefleckte Katze mit verführerischer Freundlichkeit daher. Sie dehnte sich bei jedem Pfötchenschritt, ihr Gang war weich wie Butter.
Der Mann auf dem Gartenweg sah sich um und bemerkte die Katze. Er ging wieder ein paar Schritte und freute sich, als die Katze ihm folgte. Es tat ihm leid, daß er nichts für sie hatte, kein Schüsselchen mit Milch oder ein Stückchen weißes Brot -
Hinter der Katze kam das Hündchen; es sah töricht drein. Die Katze beachtete es kaum, obwohl es sich näher an sie heranmachte und endlich an ihrer Seite daherzottelte. Die Katze hatte wichtigere und höhere Zwecke im Auge, als einem Spaziergänger nachzulaufen oder mit dem Hündchen zu spielen.
Denn auf einem Baum, gleich hier am Wege, gab es ein Vogelhäuschen mit Nestlingen. Und in der Krone des Baumes hüpften und pfiffen die Goldammern.
Der Mann bemerkte, als er sich wieder umsah, den Hund, und daß sich jener an die Katze heranmachte. Da hielt er im Gehen inne und sah zu, denn es gingen ihm die Worte "Hund und Katz" durch den Kopf, und er erwartete ein kleines Schauspiel.
Aber die Katze hatte, wie gesagt, Wichtigeres zu tun. Ihr Pfötchenschritt dehnte und streckte sich, sie schlich auf den Fuß des Baumes zu. Das Hündchen versuchte noch immer, mit ihr zu spielen, aber sie beachtete es nicht. Mit einem Male richtete sie sich auf - spak, spak die Krallen schlugen in die Rinde des Baumes. Das Hündchen sah nun wohl deutlich, daß die Wege der Katze über seine Kräfte gingen und daß sein Spielkamerad ihm zu sehr überlegen war. Aber es richtete sich auch auf an dem Baum, so gut es konnte, und legte der Katze ein Pfötchen auf den Rücken, wie um sie doch noch zurückzuhalten. Dab

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