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Mittsommermord

Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Belletristik 2001 und dem Deutsc.…
Buch (gebunden)
Grausame Überraschungen für Kommissar Wallander
In Kostümen des 18. Jahrhunderts feiern drei junge Menschen an einem geheimen Ort Mittsommer. Sie kehren nicht nach Hause zurück. Bald ist es grausige Gewissheit: Sie wurden Opfer eines Verbrechens. Ein … weiterlesen
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Mittsommermord als Buch

Produktdetails

Titel: Mittsommermord
Autor/en: Henning Mankell

ISBN: 3552049622
EAN: 9783552049628
Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Belletristik 2001 und dem Deutsc.
Originaltitel: Steget Efter.
'Kurt Wallander'.
18. Auflage.
Übersetzt von Wolfgang Butt
Zsolnay-Verlag

14. Februar 2000 - gebunden - 608 Seiten

Beschreibung

Neu in der Grundschule: Zirkel und Geodreieck treten in Aktion!
Je früher Schülerinnen und Schüler mit Zirkel und Geodreieck umgehen lernen, desto leichter haben sie es später im Geometrieunterricht der Sekundarstufe. Im Vordergrund dieses Bandes stehen daher einfache und abwechslungsreiche Übungen an 15 Stationen einer Lerntheke.
Dort experimentieren die Schülerinnen und Schüler spielerisch mit den Zeichenwerkzeugen und üben dabei die richtige Handhabung ein - so wie es die neuen Lehrpläne verlangen.
Die Übungen sind eingebunden in eine komplette Unterrichtsreihe mit Lernstandsdiagnose, Selbsteinschätzung und Lernzielkontrolle.
Zu jeder Übung gibt es Auftragskarten, Arbeitsblätter und Lösungen für die Selbstkontrolle. Anhand von individuellen Übungsplänen erstellen die Schülerinnen und Schüler z.B. Muster aus Kreisen, zeichnen parallele Linien und konstruieren Flächen. Gemäß ihren Fähigkeiten bearbeiten sie Aufgaben, die mit einem Tiersymbol gekennzeichnet sind.
Für Sie eine runde Sache, für Ihre Schülerinnen und Schüler Experimentierspaß mit Ecken und Kanten!

Leseprobe

Die Nacht auf den 9. August 1996 wurde eine der längsten in Kurt Wallanders Leben. Als er in der Morgendämmerung aus dem Haus in der Lilla Norregata wankte, war es ihm noch nicht gelungen, sich von dem Gefühl zu befreien, mitten in einem unbegreiflichen Alptraum gefangen zu sein. Doch alles, was er in dieser Nacht hatte sehen müssen, war Wirklichkeit. Und diese Wirklichkeit war entsetzlich. In seinem Polizistenleben war er häufig Zeuge von Szenen geworden, die von einem blutigen und brutalen Drama sprachen. Aber es war ihm noch nie so nahegegangen wie diesmal. Als er Svedbergs Wohnungstür aufbrach, wußte er nicht, was ihn erwartete. Aber er hatte schon von dem Augenblick an, in dem er das Brecheisen ansetzte, das Schlimmste befürchtet. Und er hatte recht behalten.
Sie waren lautlos in den Flur getreten, als seien sie auf dem Weg in ein feindliches Territorium. Martinsson war dicht hinter ihm. Im Flur brannte kein Licht, doch das Licht aus dem Wohnungsinneren schlug ihnen entgegen. Einen kurzen Moment verharrten sie. Wallander hörte Martinsson hinter sich stoßweise atmen. Dann näherten sie sich dem Wohnzimmer. In der Türöffnung fuhr Wallander so heftig zurück, daß er gegen Martinsson prallte. Dieser beugte sich vor, um sehen zu können, was Wallander gesehen hatte.
Hinterher sollte Wallander sich an Martinssons Reaktion als an ein Wimmern erinnern. Er würde es nie vergessen. Martinsson, der wimmerte wie ein Kind angesichts des Unfaßbaren, das er vor sich auf dem Fußboden sah.
Da lag Svedberg. Ein Bein hing über der zerbrochenen Lehne eines umgestürzten Stuhls. Der Körper war eigentümlich verdreht, als habe Svedberg kein Rückgrat.
Wallander stand vollkommen unbeweglich in der Türöffnung, von Entsetzen gelähmt. In dem Augenblick gab es keine Unklarheit. Der da lag, war Svedberg. Und er war tot. Der Mann, mit dem er so viele Jahre hindurch zusammengearbeitet hatte, lag tot in verdrehter Stellung am Fußboden. Svedberg existierte nicht mehr. Er würde nie me
hr an seinem üblichen Platz sitzen, an einer der Längsseiten des Tischs in einem der Sitzungsräume, und sich mit dem Bleistiftende die Glatze kratzen.
Svedberg hatte keine Glatze mehr. Sein Kopf war zur Hälfte weggesprengt.
Ein Stück von ihm entfernt lag eine doppelläufige Schrotflinte. Das Blut war bis an die weiße Wand ein paar Meter hinter dem umgestürzten Stuhl gespritzt.
Wallander stand mit pochendem Herzen und nahm das Bild in sich auf. Er würde es immer in sich tragen. Svedberg tot, sein zerschossener Kopf, ein umgestürzter Stuhl, ein Gewehr auf einem roten Teppich mit eingewebten hellblauen Rändern.
Ein wirrer Gedanke blitzte in Wallanders Kopf auf. Von jetzt an würde Svedberg nie wieder von seiner panischen Angst vor Wespen gequält werden.
"Was ist hier passiert?" fragte Martinsson. Seine Stimme klang brüchig. Wallander merkte, daß er den Tränen nahe war. Er selbst war von einer solchen Reaktion noch weit entfernt. Er konnte nicht in Tränen ausbrechen über etwas, was er nicht verstand. Und er verstand nicht, was er vor sich sah. Svedberg tot? Das war absurd. Svedberg war Kriminalbeamter in den Vierzigern, der morgen wieder auf seinem üblichen Platz sein würde, wenn sie sich zu einer ihrer Besprechungen trafen. Svedberg mit seiner Glatze, seiner Angst vor Wespen und seiner Gewohnheit, jeden Freitagabend in aller Einsamkeit im Keller des Polizeipräsidiums in der Sauna zu sitzen.
Es konnte ganz einfach nicht Svedberg sein, der da lag. Es war ein anderer Mann, der ihm glich.
Instinktiv warf Wallander einen Blick auf seine Uhr. Es war neun Minuten nach zwei. Vielleicht blieben sie ein paar Minuten in der Türöffnung stehen. Dann kehrten sie in den Flur zurück. Wallander knipste eine Wandleuchte an. Er merkte, daß Martinsson zitterte. Er fragte sich, wie er selbst wohl aussah.
" Wir brauchen die volle Besetzung", sagte er.



Pressestimmen

"Henning Mankell ist ein ungewöhnlich sicherer, ruhiger Erzähler und ein präzise arbeitender Konstrukteur des bildhaften Grauens. Es kann passieren, dass man während des Mittsommermords Frau, Mann, Kind, Büro, Hund, Katze, Vogel und sogar das Telefon vergisst." Verena Auffermann, Süddeutsche Zeitung, 11./12.3.00

"Nennen wir es nicht einfach "lesen", was sich da abspielt, nennen wir es absorbieren, einsaugen, darin aufgehen. Mankell liest man nicht, man trinkt ihn - in einem einzigen gierigen Schluck, ohne abzusetzen, in blinder, weltvergessener Gier. Henning Mankell [ist] derzeit der Meister aller Klassen." Dieter Heß, Bayerischer Rundfunk, 14.02.00

"Endlich wieder ein Mankell, so wie ihn Kenner lieben (und Nicht-Kenner lieben lernen)! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, liebevoll bis ins kleinste Detail. Kommissar Wallander wie er leibt und lebt ... Andrea Schweighofer, Kurier, 5.02.00

"Vergesst Schimanski! ... Groß ist die Zahl der Leser (darunter auch geständige Literaturkritiker), die ganze Nächte oder Wochenenden mit Mankell verloren - bzw. gewonnen - haben." Martin Ebel, Rheinischer Merkur, 25.02.00

"Einmal mehr ist Henning Mankell ein großer Wurf gelungen - es bleibt hoffentlich nicht das letzte Buch mit Wallander, diesem melancholischen Philosoph unter den fiktiven Polizisten." NDR, 14.02.00

"Mankell würzt seine Geschichten mit genau so viel herkömmlichen Krimi-Zutaten, wie nötig sind, um das Publikum bei der Stange zu halten. Immer wenn der Leser gerade überlegt, ob er für diese Nacht das Licht nicht doch ausknipsen soll, verschärft er das Tempo ... Kein Zweifel, der Mann versteht sein Handwerk, und die Leser laufen ihm deshalb in Scharen zu." Jobst-Ulrich Brand, Focus, 14.02.00

"Henning Mankell weiß, wie man seine Leser ködert und sie dann von der ersten bis zur letzten Seite bei der Stange hält ... Günter Kaindlstorfer, Stuttgarter Zeitung, 4.3.00"Der Roman räumt mit dem Klischee vom idyllischen Schweden gründlich auf. Der Horror hält Einzug in der Provinz...Was der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell auf den 600 Seiten des "Mittsommermordes" inszeniert, ist Spannung pur ... Dieser Roman bringt nur eine Tücke: Man kann ihn nicht mehr aus der Hand legen." Susanne Dobke, NDR, 15.02.2000

"Man liest und liest, bis man Streichhölzer zur Unterstützung unter die eigenen müden Lider klemmt. Man weiß ja, in seinem einsamen Büro im Präsidium sitzt ein ruheloser Wallander noch lange nach Mitternacht über den Ermittlungsakten. Man muss solidarisch sein." Aloys Behler, Die Zeit, 25.5.00

"Ein präzise gearbeiteter Qualitätskrimi voll dramaturgischer Raffinesse." News, Ausg. 6/00

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