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Hitlers Enkel - oder Kinder der Demokratie?

Die 68er-Generation, die RAF und die Fischer-Debatte.
Buch (kartoniert)
Mit der Diskussion um Joschka Fischers Vergangenheit als militanter Stra¿nk¿fer soll auch die 68er-Bewegung dikreditiert werden. Den Konservativen geht es um eine sp¿ Abrechnung mit den 68ern und um die Deutungsmacht ¿ber die Zeit... weiterlesen
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Hitlers Enkel - oder Kinder der Demokratie? als Buch
Produktdetails
Titel: Hitlers Enkel - oder Kinder der Demokratie?

ISBN: 3898060896
EAN: 9783898060899
Die 68er-Generation, die RAF und die Fischer-Debatte.
Herausgegeben von Hans-Jürgen Wirth
Psychosozial Verlag

Januar 2001 - kartoniert - 236 Seiten

Beschreibung

Mit der Diskussion um Joschka Fischers Vergangenheit als militanter Stra¿nk¿fer soll auch die 68er-Bewegung dikreditiert werden. Den Konservativen geht es um eine sp¿ Abrechnung mit den 68ern und um die Deutungsmacht ¿ber die Zeitgeschichte. Jedoch m¿ssen auch die Irrwege der 68er-Bewegung, besonders der Terrorismus und die Militanz kritisch analysiert werden. Am Beispiel von Birgit Hogefeld, deren Lebensweg als exemplarisch nicht nur f¿r die Terroristen der RAF, sondern f¿r die gesamte Protest-Generation gelten kann, zeigen die Autoren, da¿die Gewalt, der moralische Rigorismus, die ¿bersteigerte Ideologisierung der 68er-Bewegung als eine unbewu¿e Antwort auf die Verleugnung der nationalsozialistischen Vergangenheit verstanden werden kann.
Die Diskussion um Joschka Fischers Vergangenheit als militanter Stra¿nk¿fer hat sich schnell ausgeweitet zu einer Debatte um die Legitimit¿der 68er-Bewegung. Den Konservativen geht es um eine sp¿ Abrechnung mit den 68ern, denen sie nie verzeihen konnten, da¿diese versuchten, die verkrusteten Strukturen der Gesellschaft aufzubrechen und das kollektive Schweigen ¿ber die Zeit des Nationalsozialismus aufzuk¿ndigen.
Auf der anderen Seite ist aber auch die in ihrem Kern emanzipatorische Freiheitsbewegung von '68 zahlreiche Irrwege gegangen und hat sich in Dogmatismus und Gewalt verstrickt. Um einen der folgenreichsten und tragischsten Irrwege, den des Terrorismus und den der Militanz, geht es in diesem Buch. Am Beispiel von Birgit Hogefeld, deren Lebensweg in mancherlei Hinsicht als exemplarisch nicht nur f¿r die Terroristen der RAF, sondern f¿r die gesamte Protest-Generation gelten kann, zeigen die Autoren, da¿die Gewalt, der moralische Rigorismus, die ¿bersteigerte Ideologisierung der 68er-Bewegung als eine unbewu¿e Antwort auf die Verleugnung der nationalsozialistischen Vergangenheit verstanden werden kann.
Der Titel des Buches spielt auf ein in England publiziertes und in Deutschland h¿ig zitiertes Buch an, das die RAF als "Hitler's Children" bezeichnete und damit eine unmittelbare ideologisch-psychologische Kontinuit¿des Terrors meinte. Diese Argumentation wurde von konservativer Seite begeistert aufgegriffen. Tats¿lich sind die RAF-Terroristen "Hitler's Children", allerdings "im Sinne einer ¿berkompensierenden Reaktionsbildung auf die unterbliebene Auseinandersetzung der Gr¿ndergeneration der Bundesrepublik mit dem Nationalsozialismus" (Helmut Dubiel).
Das Zentrum des Bandes bildet die Proze¿rkl¿ng Birgit Hogefelds, in der sie sich selbstkritisch und nachdenklich mit der Geschichte der RAF und ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinandersetzt. Dieser Band dokumentiert die bemerkenswerte Selbstreflexion des ehemaligen RAF-Mitglieds. Zudem enth¿ er u. a. Texte von Carlchristian von Braunm¿hl, dem Bruder des von der RAF ermordeten Gerold von Braunm¿hl, von Pfarrer Hubertus Janssen, der als Beobachter am Proze¿gegen Birgit Hogefeld teilnahm und dem Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter, der mit Birgit Hogefeld in einem nun schon langj¿igen pers¿nlichen Dialog steht.
¿er den Herausgeber: Priv.-Doz. Dr. Hans-J¿rgen Wirth, Dipl.-Psych., ist Psychologischer Psychotherapeut und arbeitet als Psychoanalytiker in eigener Praxis in Gie¿n; z.Zt. hat er eine Gastprofessur an der Universit¿Innsbruck inne. Er ist Verleger des Psychosozial-Verlages.
Hans-J¿rgen Wirth im Psychosozial-Verlag: Narzi¿us und Macht, 2001.
Angst, Apathie und ziviler Ungehorsam, 1999.

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