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Sämtliche Werke XXVII

Ballette, Pantomimen, Filmszenarien. 1. Auflage. Lesebändchen.
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Einen "tiefen Ekel vor den Worten" diagnostizierte der junge Hofmannsthal 1895 bei den Zeitgenossen: "Denn die Worte haben sich vor die Dinge gestellt." Daher die Liebe zu den Künsten, die schweigend ausgeübt werden, vor allem zur Musik und zum Tanz. … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Sämtliche Werke XXVII
Autor/en: Hugo von Hofmannsthal

ISBN: 3107315273
EAN: 9783107315277
Ballette, Pantomimen, Filmszenarien.
1. Auflage.
Lesebändchen.
Herausgegeben von Gisela Bärbel Schmid, Klaus-Dieter Krabiel
FISCHER, S.

13. Dezember 2006 - gebunden - 934 Seiten

Beschreibung

Einen "tiefen Ekel vor den Worten" diagnostizierte der junge Hofmannsthal 1895 bei den Zeitgenossen: "Denn die Worte haben sich vor die Dinge gestellt." Daher die Liebe zu den Künsten, die schweigend ausgeübt werden, vor allem zur Musik und zum Tanz. Hofmannsthals Interesse an Tanz und Pantomime, auch an dem noch stummen Film, hat hier seinen Ursprung. Der Band präsentiert und erschließt diesen Teil seines Werkes zum erstenmal vollständig. Neben dem Ballett 'Der Triumph der Zeit' und der Pantomime 'Der Schüler', neben 'Amor und Psyche' und der für Grete Wiesenthal geschriebenen Tanzdichtung 'Das fremde Mädchen' bringt der Band die gemeinsam mit Kessler verfasste, 1914 in Paris von Diaghilews 'Ballets Russes' uraufgeführte 'Josephslegende', 'Achilles auf Skyros', 'Die grüne Flöte' und 'Prima Ballerina', ferner eine Anzahl meist noch unveröffentlichter Ballett-Entwürfe aus dem Nachlass. Den Abschluss bilden vier Filmszenarien: 'Das fremde Mädchen', 1913 von Mauritz Stiller mit Grete Wiesenthal verfilmt, die Filmversion des 'Rosenkavalier' sowie zwei nicht realisierte Projekte aus den 20er Jahren: 'Daniel De Foe' und ein 'Film für Lilian Gish'.

Portrait

Hugo von Hofmannsthal, 1874 in Wien geboren, war in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts neben Arthur Schnitzler der bedeutendste Autor des Schriftstellerkreises >Jung Wien<. Nach 1902 wandte sich Hofmannsthal vom Ästhetizismus ab und begann eine intensive Auseinandersetzung mit der europäischen Literaturtradition. Mit seinen Dramen, u.a. >Jedermann<, und seinen Opernlibretti für Richard Strauss, u.a. >Der Rosenkavalier< und >Ariadne auf Naxos<, wurde er weltberühmt. Er starb 1929 in Rodaun bei Wien.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 03.02.2007

Ringsherum ist linksherum
Teufels Fußnoten: Was leistet die Hofmannsthal-Ausgabe?

Was will der Teufel bloß, wenn er laut einer Regieanweisung in "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal "ringsherum" will? Bei einer Veranstaltung im S. Fischer Verlag anlässlich der Publikation des 33. Bandes der Kritischen Hofmannsthal-Ausgabe, mit dem nun alle poetischen Texte des Autors im Rahmen dieses editorischen Großprojekts vorliegen, erfuhr man die Auflösung dieses Rätsels.

Verlegerin Monika Schoeller benannte eingangs die Bedeutung und den "orientalischen Reichtum" von Hofmannsthals Werk, das seit 1975 bei Fischer in der Kritischen Ausgabe erscheint, und blickte zurück auf die "nicht immer ebene Wegstrecke" des Projekts, das seit 1967 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Vierzig Jahre Förderung - das wäre heute nicht mehr denkbar.

Epochale Editionen brauchen langen Atem, zumal bei einem Graphomanen wie Hofmannsthal, der die Arbeit an seinen Werken mit unzähligen Notizen und Tagebucheinträgen begleitete. Aber wozu der Aufwand einer Edition aller verschriftlichten Gedanken des Autors? Heinz Rölleke, Leiter des Herausgebergremiums, verglich die Arbeit mit Röntgenaufnahmen eines Rembrandtgemäldes, die Aufschluss über Maltechnik und Farbauftrag geben. Neben Freilegung von Textschichten weise die Ausgabe Fehler und Fehlendes aus, liefere Quellen und Erläuterungen.

Bereits kurz nach Hofmannsthals Tod 1929 forderten Walther Brecht und Richard Alewyn eine kritische Ausgabe, die jedoch unter den Nazis nicht möglich war. Nach 1945 gelang es Rudolf Hirsch, "Hofmannsthals Statthalter auf Erden", das Projekt am Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt anzusiedeln, den in Harvard befindlichen Teilnachlass auszuleihen und die Kooperation mit S. Fischer zu arrangieren. Das Projekt konnte beginnen.

Nach Erscheinen des ersten Bandes im Jahr 1975 prophezeite die Kritik der Ausgabe kein gutes Ende. Das Dramenfragment "Timon der Redner" stellte 23 Seiten Hofmannsthal-Handschrift mehr als sechshundert Seiten Textzeugnisse mit redundantem Material gegenüber. In der Folge zeigte sich, dass die Ausgabe, die nun 17 836 Seiten ediertes Material versammelt, Großartiges leistet. So beim "Jedermann", wo zahlreiche Reimunterbrechungen im autorisierten Text Rätsel aufgaben. Fehlende Reime wurden hier nachgeliefert, die Ausgabe stellte unter anderem richtig, dass der Teufel nicht "rings-", sondern "linksherum" will, was eine Inszenierung erleichtern dürfte.

Insgesamt stehen nun 85 Prozent des hofmannsthalschen Werks durch die Ausgabe auf einem sicheren Text- und Quellenfundament. Weitere sieben Bände mit Aufzeichnungen, Lesefrüchten und literarischen Einfällen sind geplant. Zum Abschluss der Veranstaltung trug Rainer Frank vom Schauspiel Frankfurt aus dem unpublizierten Material vor: Tagebucheinträge, poetologische Splitter, scharfzüngige Charakteristiken.

BEATE TRÖGER

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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